Leseherbst und Lesegewohnheiten entwickeln

Es ist kurios, aber uns wird immer wieder vermittelt, dass es Lesesituationen für Bücher gibt. Anfang des Sommers heißt es, dass jetzt im Sommer endlich Zeit ist, all die Bücher zu lesen, die man schon die ganze Zeit lesen wollte. Dann kommt der Herbst, der klar Leseherbst genannt wird, steht doch die Buchmesse in Frankfurt vor der Tür und das Wetter ist ehr zum gemütlichen Lesen auf dem Sofa geeignet. Dann kommt schon Weihnachten und das ist dann die beste Gelegenheit alle Bücher zu kaufen und auch zu verschenken. Im Frühjahr ist wieder eine Buchmesse, diesmal Leipzig… Ihr seht schon, die Jahreszeiten werden zum Lenken der Lesegewohnheiten herangezogen. Aber entspricht das der Realität?

Unter uns gesagt, ich bezweifle das. Es gibt Leser und solche, die darüber reden zu lesen. Lesen ist ein Teil des Lebens und sollte demzufolge in den Alltag eingebunden sein. Wenn man Vielleser beobachtet, dann fällt auf, dass sie Leserituale haben. Sei es, dass diese Vielleser immer im Bus oder Zug lesen, sei es, dass Sie jeden Tag vor dem Schlafen gehen lesen oder wann auch immer. Wer sich selbst oder Kinder zum Lesen bringen möchte, sollte versuchen derartige Rituale entwickeln.

Es ist leicht ein Ritual zu entwickeln, Menschen gewöhnen sich in kurzer Zeit neue Handlungsweisen an. Wichtig ist dabei nur, dass man es wirklich möchte und nicht von vornherein „weiß“, dass man scheitern wird. Entscheidend ist kein Leseherbst, sondern der Wille und die feste Absicht Lesegewohnheiten zu entwickeln. Das Geheimnis ist machen. Mein Tipp, lest einfach jeden Abend vor dem Schlafen ein Kapitel oder eine Kurzgeschichte, mit der Zeit wird es euch in Fleisch und Blut übergehen.

Persönlich gehöre ich als Autorin und Buchstabenspiel zu den Menschen, die viel lesen, aber eben auch schreiben, dementsprechend gehört das Lesen gewissermaßen zu meiner Berufung. Meine persönlichen Lesegewohnheiten sind auch unabhängig von den Jahreszeiten, ich lese täglich, klar, an manchen Tagen weniger als an anderen, aber ich lese. Ohne zu lesen, fehlt mir etwas.

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