Bildung und Kultur – Leipzig Liest

Leipzig Liest ist gerade heute eine wichtige Veranstaltung für Kulturschaffende und die Bildung. Die Kulturbranche hat mit der Corona-Pandemie sehr gelitten und ein Ende ist nicht wirklich in Sicht. Wenn es um Bildung und vor allem Schulbildung geht, drängen sich die Versäumnisse der vergangenen Jahre genauso wie systematische auf. 

Schulen stehen aktuell in der Kritik, aber auch schon vor der Corona-Pandemie wurde die Qualität oder der Erfolg von schulischer Bildung stark kritisiert. Ein Problem und Kritikpunkt ist, dass die Leistung nicht gemessen und verglichen wird, sondern der Erfindungsreichtum von Lernmethoden. Dabei ist der Erfolg und das Funktionieren einer Lernmethode entscheidend. 

Natürlich muss jedem klar sein, dass Bildung weit mehr als nur schulische Ausbildung ist. Nichts desto trotz muss konstatiert werden, dass die Schule einen wichtigen Einfluss auf den Erfolg von Schülern, Kindern und Jugendlichen hat. 

Heute wird Bildung gerne mit griffigen Superlative beschrieben, Schlagworte, die sich gut anhören und den Zeitgeist spiegeln. Leider sagt das nichts darüber aus, was die Lernenden für die Zukunft lernen, ob sie befähigt werden verstehend zu lesen, komplexe Zusammenhänge zu verstehen, einzuordnen und weiterzudenken denken. 

Leistung und Lernwirksamkeit mit einem Zuwachs an Kompetenzen und Wissen muss wieder stärker in den Vordergrund treten, denn es geht am Ende nur darum, was Schüler lernen. Schulversagen und Schulabbruch wird oft mit fehlender Lese- und Rechenkompetenz in Verbindung gebracht. Lesen hat einen entscheidenden Einfluss auf den Schulerfolg, das muss jetzt noch mehr gefördert werden. 

Natürlich ist klar, dass Lockdown, Homeschooling und die Corona-Pandemie die Situation noch verschärft haben. 

Traditionelle Lernmethoden haben gerade bei Schülern mit einem schwierigen Bildungshintergrund von klaren Regeln und Ritualen in Kombination mit wiederholtem Üben des Grundwissens profitieren. Für die Schulen ein Erfolg, aber es klingt nicht modern und fortschrittlich und wird dementsprechend leider nicht gefördert. Förderung und Lob erfahren Schulen, die auf eine demokratische und vielfältige Schulkultur verweisen, deren Pädagogik achtsam und kooperativ sei, deren Anspruch antirassistisch, gewaltpräventiv und nachhaltig wäre. Wenn es denn funktionierte, gut, aber die Belege fehlen. Selbstbestimmter Unterricht ist für Schüler aus überwiegend bildungsfernen Milieus oft wenig hilfreich. 

Im Blog vom Friedrich-Maerker-Verlag wird genauer auf Leipzig Liest eingegangen. 

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