Homeschooling – Lernen lernen

Bildung ist die beste Möglichkeit, um soziale Unterschiede auszugleichen, Selbstverwirklichung zu ermöglichen und eine persönliche Entwicklung in und mit der Gesellschaft zu verwirklichen. Der Mensch ist fähig sich anzupassen und Probleme abstrakt und kreativ zu lösen, dazu muss er vorbereitet werden. Bildung in der Schule hat daran einen entscheidenden Anteil. 

Seit geraumer Zeit gibt es Überlegungen und Diskussionen, wie das Bildungssystem und die Bildungsziele so angepasst werden können, dass die Schüler fit für die Zukunft gemacht werden. Das ist keine einfache Aufgabe. Dafür gibt es zahlreiche Gründe, einerseits muss eine Projektion in die Zukunft stattfinden, andererseits müssen Ziele formuliert werden. 

Aktuell muss ein Weg gefunden werden, digitales Lernen so zu verwirklichen, dass alle Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene sich weiterbilden können, denn klar, Bildung und Lernen beginnt nicht erst in der Schule und endet auch nicht mit ihr. Nichts desto trotz ist das Lernen in der Schule ein wesentlicher Teil der Ausbildung. 

Wenn vor der Corona-Pandemie das analoge Lernen in der Schule stattfand, so muss es heute verstärkt einen digitalen Anteil haben, weil die Gruppenarbeit in der Schulklasse nicht immer garantiert werden kann. Die technischen Voraussetzungen sind eins, aber es gibt noch weitere Hürden. Trotz Studien, Theorien, Entwicklung von besonderen Anwendungen mit Plattformen und APPs, scheint es noch kein wirklich zielführendes Konzept zu bestehen, das online Unterricht ermöglicht und das Lernen online sicherstellt. 

Dabei gibt es für die unterschiedlichen Altersgruppen und Lernprofile viele Angebote, die in Zusammenarbeit mit Neurologen, Psychologen, Pädagogen, Informatikern und diversen Spezialisten der verschiedenen Bereiche entwickelt werden oder worden sind. Es gibt aber scheinbar eine Komponente, die unbekannt ist und den Erfolg all der kleveren Lösungen minimiert und das klassische Schul-Lern-System unerlässlich macht. Anders ausgedrückt, das Lernen kann durch digitale Anwendungen unterstützt werden, aber es kann es noch nicht von den analogen Vorgehensweisen ändern. 

Eine der entscheidenden Techniken, die jeder, zum Lernen benötigt ist das Lesen, Leseförderung ist entscheidend, es gibt Fibeln, die beim Lesenlernen helfen. Daneben gibt es beispielsweise Apps und Videospiele, die Laute und Buchstaben verbinden, das kann eine Motivation zum Lernen bieten, aber die analoge Praxis nicht ersetzen. Genauso gibt es viele unterschiedlich aufgearbeiteten Informationen, die es ermöglichen alle erdenklichen Dinge zu lernen, aber das Lernen muss jeder nach wie vor analog lernen. 

Ansichtskarten – Tag 10

Hallo David, 

hier ist es schön, aber irgendwas fehlt, ich weiß nicht genau was, aber … Das Komische ist, mir kommt das aktuelle Leben altertümlich oder einfach nicht modern vor, wie muss das alles vor 50 Jahren gewesen sein?! Schau dir nur die Bilder an. 

Ich grüße dich. Dein José

Ansichtskarten – Tag 9

Hallo David, 

Tante Tschatschi hat mir heute aus ihrem Leben erzählt. Es ist unglaublich, aber das Leben hier hat sich sehr verändert… als meine Eltern hier die Ferien verbracht haben, gab es weder Strom noch fließendes Wasser in den meisten Häusern. Unglaublich! Es gibt 2 Brunnen im Dorf, dort haben die Frauen Wäsche gewaschen. Aber ich habe gestern eine Frau gesehen, die etwas gewaschen hat… ob sie wohl schon fließendes Wasser hat?

Bis bald. Dein José

Ansichtskarten – Tag 8

Hallo David,

Heute haben wir einen Ausflug gemacht, wir waren in der Stadt, da gibt es eine Burgruine und mit einer Kirche … das haben die Tempelritter gebaut … unglaublich, das hätte dir sicher gefallen. Ich habe daran denken müssen, was du mir von den Burgen in deiner Heimat geschrieben hast. Das ist super spannend.

Viele Grüße

José

Ansichtskarten – Tag 7

Hallo David,

Nun bin ich schon fast eine Woche hier, ich war jeden Tag in den Bergen, es ist so anders und doch auch nicht. Momentan findet die Korkernte statt, viele Bäume sind frisch geschält, Esel transportieren den Kork ins Tal und dort wird er aufgeschichtet bis er mit dem LKW abgeholt wird… Tante Tschatschi ruft…

bis später. j

Ansichtskarten – Tag 6

Hallo David,

Es gibt hier auch viele Katzen, ich mag Katzen, aber Zuhause ist es unmöglich ein Haustier zu haben, meine Eltern möchten es nicht. Das kennst du ja… Aber hier gibt es viele Tiere, sie leben draußen oder in Schuppen. Haustiere kommen nicht ins Haus. Ich füttere eine kleine schwarze Katze, sie ist lustig und macht nur was sie will. Ich nenne sie Chuzpa… 

viele Grüße. j

Ansichtskarten – Tag 5

Hallo David,

heute hatte der Kuckuck wieder ein chices Outfit an, alle hier tragen am Abend schöne Sonntagskleidung. Es ist echt komisch anzusehen, wie sich Jungen und Mädchen zurecht machen, stylen. Du kennst doch Antonio, er ist auch hier, er riecht nach Aftershavelotion und trägt Hemden! Kannst du dir das vorstellen? Ich sehe das und wundere mich. Zuhause, in Barcelona würde er nie Hemden tragen. 

Bis bald. j

Ansichtskarten – Tag 4

Hallo David,

Die Kinder hier sind komisch. Es gibt 2 Gruppen, die die immer hier sind und dann die aus Madrid oder Barcelona… in kleinen Gruppen ziehen wir abends durch den Ort. Viele labern und erzählen nur Quatsch, merken es aber nicht.

Der Kuckuck ist ein großer Junge aus Barcelona. Er spricht extrem laut und viel, er wiederholt sich ständig. Dabei ist er genau so alt wie die anderen. Er ist hier mit seiner Mutter, sein Vater arbeitet, er soll sehr wichtig sein, sagt der Kuckuck, aber niemand kennt ihn. Ich werde dir berichten…bis dahin. 

Grüße j

Angst vor Homeschooling

In vielen Schulen war das digitale Lernen vor der Corona-Pandemie nicht sehr weit gediehen. Dieser Mangel macht sich jetzt stark bemerkbar, Schulen, Lehrer und Schüler sind nicht gut auf diese neue Situation vorbereitet. 

Probleme und Schwierigkeiten 

Oft fehlt es in den Schulen und Zuhause bei Lehrern und Schülern an der Ausrüstung und einem funktionstüchtigen Internet, aber auch Arbeitstechniken sind vielen nicht geläufig. Eine Folge ist, dass die Realität an den Schulen und in den Haushalten sehr unterschiedlich umgesetzt werden. Der großer Makel ist jedoch, dass es keine Vergleichbarkeit gibt. 

Eine weitere Folge ist, dass alle sowohl Schulen, Lehrer, Schüler, aber auch Eltern auf die Erfahrungen der Präsenz-Schule vertrauen. Es wird deshalb nach wie vor mehr Wert auf die Schule gelegt und Homeschooling wird als Notbehelf betrachtet, der zudem nicht für voll genommen wird. 

Aber auch der Unterricht in den Schulen ist aktuell nicht wie früher und weist große Mängel auf. Auf der einen Seite freuen sich alle wieder in die Schule gehen zu können, aber auf der anderen Seite ist die Schule nicht voll einsatzfähig. Es muss Abstand gehalten werden und sowohl Lehrer als auch Schüler müssen Masken tragen, welche die Kommunikation einschränken. 

Statt Lösungen anzubieten, scheint es nach den Sommerferien mit größerer Verwirrung und noch mehr Chaos weiterzugehen. Das ist bedauerlich, denn es scheint klar, dass es keinen schnellen Weg aus der Corona-Pandemie gibt. Die Schulen müssen einen Unterricht anbieten, der das Lernen Schülern aller Altersgruppen und ungeachtet der Herkunft uneingeschränkt ermöglicht. Aber es gibt auch eine Aufsichtspflicht, der Schulen nachkommen müssen. 

All das ist nicht leicht zu vereinbaren, aber es scheint, dass die Zeit seit Ausbruch der Corona-Pandemie weniger für eine konstruktive Planung genutzt wurde als für planloses Reagieren. Viele Eltern und Schüler der weiterführenden Klassen sind besorgt, dass ihr Recht auf eine gute Schulbildung nicht realisierbar ist. Dabei war eine gute schulische Bildung ein Kennzeichen deutscher Schulen, jetzt zeigen sich die Mängel. 

Eigeninitiative ergreifen 

Da hilft in vielen Fällen die Eigeninitiative von Schülern und Eltern aber auch Lehrern. Es gibt zahlreiche Bildungsangebote im Internet. Das sind Plattformen, Blogs, APPs und unzählige Inhalte, die auf bestehenden Plattformen angeboten werden. Es ist erfreulich, wenn Schüler und Eltern selbstständig aktiv werden und sich informieren und weiterbilden. Das ist schön und gut, erschwert aber die Vergleichbarkeit. Natürlich sind diese Kenntnisse nicht zwangsläufig relevant für die schulische Bildung und den schulischen Erfolg. Aber es gibt trotzdem gute Möglichkeiten und wer eine breite Allgemeinbildung hat ist immer im Vorteil. 

Der Friedrich-Maerker-Verlag bietet zweisprachige Bücher für junge Leser und hilft so beim Spracherwerb. Außerdem gibt es verschiedene weitere Bücher wie Nacherzählungen von deutschen Klassikern mit Zusatzinformationen Fragen und  Anregungen. Als Verlag für Kinderbücher und Jugendbücher bietet der Friedrich-Maerker-Verlag viele Bücher zur Sprachförderung und Leseförderung, die auch zum Selbststudium herangezogen werden können. 

Aber die Bücher des Verlags können auch als Schullektüre gelesen und zum Lernen in Zeiten von Homeschooling während der Corona-Pandemie herangezogen werden oder natürlich im regulären Schulunterricht gelesen werden. 

Ansichtskarten – Tag 3

Hallo David,

heute beginnt der erste Tag von vielen. Urlaub. 

In der Nacht habe ich Hunde, Frösche und Käuzchen gehört, es war ein kurioses Spektakel. Beim Aufwachen konnte ich einen Hahn krähen hören, ein Hund hat geantwortet und auch ein Esel. Der Blick aus dem Fenster zeigt Bäume und allerhand andere Pflanzen. Ich bin tatsächlich aufm Lande.

Bis bald, dein José