Ansichtskarten – Tag 3

Hallo David,

heute beginnt der erste Tag von vielen. Urlaub. 

In der Nacht habe ich Hunde, Frösche und Käuzchen gehört, es war ein kurioses Spektakel. Beim Aufwachen konnte ich einen Hahn krähen hören, ein Hund hat geantwortet und auch ein Esel. Der Blick aus dem Fenster zeigt Bäume und allerhand andere Pflanzen. Ich bin tatsächlich aufm Lande.

Bis bald, dein José

Ansichtskarten – Tag 2

Hallo David, die Autofahrt zog sich endlos dahin. Bei der Ankunft war es tiefe Nacht, der Vollmond liess alles gespenstisch aussehen und es war windig.

Tante Tschatschi ist blind, aber sie freute sich auf unseren Besuch und hatte alle Lichter angeschaltet.

Grüße, ich melde mich, j

Ansichtskarten – Tag 1

Hallo David,

ich bin unterwegs, wir fahren Richtung Andalusien und haben Barcelona verlassen. Ferien bei der Tante aufm Dorf, raus aus der Stadt, Barcelona ist wegen Corona langweilig. Die Eltern haben von ihrer Kindheit und den Ferien dort geschwärmt, Linares wäre paradiesisch, nun ja… man wird sehen. Ich melde mich, bis bald. Dein José

Ansichtskarten by D.S. Felix

Ansichtskarten oder auch Postkarten waren früher eine Möglichkeit Kurznachrichten in Verbindung mit einem Bild zu verschicken. Nun gut, heute gibt es viel schnellere Varianten, wie zum Beispiel SMS oder auch WhatsApp. Brief und eMail werden ehr für längere Nachrichten herangezogen. Die meisten Ansichtskarten oder WhatsApp werden zur Freundschaftskommunikation benutzt. Der zentrale Aspekt ist die Verknüpfung von Bild und Text, die eine Ansicht abbilden. 

Die Kurznachrichten erfordern eine Worteffizienz, deshalb werden gewisse Formeln herangezogen, die dem Empfänger und somit Leser der Nachricht eine Nachricht mit Weltbezug aus dem Ferien- und Urlaubsort des Absenders mit einem Bild verschönert, verdeutlichen. So werden das Wetter, die Unterkunft und Aktivitäten mit Klischees und Stereotypen so zusammengefasst, dass sie für jeden lesbar werden, aber immer nur für den Empfänger das Besondere herausstellen. Aber ganz wichtig ist hierbei, in der Kürze liegt die Würze. 

Viele Motive folgen massentauglichen Fotografien, die natürlich idealisiert sind. Zudem werden Ansichtskarten eigentlich nur aus dem Urlaub geschrieben und haben im Alltag der meisten Menschen keinen Platz, trotzdem erreichen sie den Empfänger Zuhause und im Alltag. Außerdem sind sie eine kleine Aufmerksamkeit, die dem Empfänger eine herausgestellte Position gibt, diese Karten sagen, ich denke an dich. 

Ansichtskarten machen eine Reise vom Absender zum Empfänger. Darin liegt der Hauptunterschied zwischen analoger Ansichtskarte und digitaler WhatsApp. Eine WhatsApp ist direkter und unvermittelt, das lässt die Distanz scheinbar verschwinden. Früher waren Ansichtskarten eine der schnellsten Möglichkeiten miteinander zu kommunizieren, wobei hier angemerkt werden muss, dass die Post damals zügiger funktionierte. 

Klar ist, dass die Ansichtskarte trotz alle technischen Veränderungen sich nach wie vor großer Beliebtheit erfreut. Aus diesem Grund soll bei Buchstabenspiel eine Sammlung von Postkarten gepostet werden, die einen fiktiven Dialog zwischen Protagonisten der verschiedenen Bücher und Geschichten von D.S. Felix und deren Freunden und Familie führen. 

Das Postgeheimnis wurde aufgehoben, viel Spaß beim Lesen. 

Buchmesse in Schwetzingen

Hallo, hier eine Ankündigung in eigener Sache, am Wochenende findet eine Buchmesse statt, bei der viele von meinen Büchern gezeigt werden, natürlich könnt Ihr sie auch käuflich erwerben, was mich natürlich sehr freue würde. Auf der Webseite und dem Blog vom Friedrich-Maerker-Verlag ist folgendes dazu geschrieben worden. In der Ankündigung findet Ihr alle wichtigen Informationen:

Geschichte und Geschichten gehören zusammen, am kommenden Wochenende, das heißt, am 11. und 12. November, findet von 11 bis 17 Uhr im Schloss und Schlossgarten Schwetzingen die Buchmesse im Südzirkel statt. Der Friedrich-Maerker-Verlag ist auch mit dabei.

 

Der Bücherherbst ist in vollem Gange, die Tage werden kürzer, die Zeit für Bücher bleibt. Lassen Sie sich das nicht entgehen. Die Geschichten spielen zum Teil in der Region, andere in fernen Ländern, aber alle sind spannend und unterhaltsam. Gerne zeigen wir Euch wie unsere zweisprachigen Wendebücher funktionieren. Ja, richtig! Da gibt es einen Trick… lasst Euch von der Verlegerin die Wendebücher und ihre Besonderheiten zeigen. Bestimmt werdet Ihr genauso begeistert sein, wie ich selbst auch.

Bücher machen Spaß und auf der Buchmesse im Südzirkel vom Schloss Schwetzingen trefft Ihr viele Bücherfreunde. Wir freuen uns auf Euch. Bis zum Wochenende!

 

Buchmachermarkt Mosbach, eine Ankündigung

Heute möchte ich Euch darauf aufmerksam machen, dass am kommenden Wochenende in Mosbach wieder der Buchmachermarkt stattfindet. Es handelt sich um ein facettenreiches Event für die ganze Familie. Es findet vom Samstag den 6. November bis Sonntag den 7. November jeweils von 11 bis 18 Uhr der Buchmachermarkt mit vielen Ausstellern im Rathaus und Museumshof, wie auch dem Marktplatz statt. Es gibt auch einen Bücherflohmarkt, der sich über die Fußgängerzone und den Marktplatz erstreckt.

Viele Aussteller zeigen ihre Handwerkskunst. Hier ein paar Ideen, damit Ihr wisst, was Euch auf dem Buchmachermarkt in Mosbach erwartet. Es wird Euch gezeigt, wie Bücher gemacht werden und wie Buchdruck funktioniert. Es gibt verschiedene Aussteller, die sich mit Papier, Papierherstellung und Papierverarbeitung befassen, oder dann die, die sich mit Kalligrafie beschäftigen. Ihr seht schon, es gibt viel zu entdecken. Außerdem könnt Ihr regionale Verlage kennenlernen, der Friedrich-Maerker-Verlag ist auch mit dabei.

Der Friedrich-Maerker-Verlag ist ein kleiner regionaler Familienbetrieb, der sich auf zweisprachige Kinder- und Jugendbücher in verschiedenen Sprachkombinationen spezialisiert hat. Zum Portfolio des Verlages gehören aber nicht nur bilinguale Bücher, sondern auch Nacherzählungen von deutschen Klassikern, sodass diese für Kinder und Jugendliche verständlich und interessant werden.

Der Friedrich-Maerker-Verlag feiert dieses Jahr übrigens sein 10-jähriges Bestehen. Ganz klar, die Verlegerin ist persönlich vor Ort und Ihr könnt von ihr selbst erfahren, was es heißt Bücher zu machen, vielleicht kommt auch der eine oder andere Autor vorbei und erzählt von den Geschichten. Also, kommt doch einfach vorbei, die Verlegerin freut sich auf Euch.

 

Bücher sind eine tolle Sache, die Geschichten, Wissen und noch viel mehr für Euch bereithalten. Auf dem Buchmachermarkt in Mosbach könnt Ihr viel über die Entstehung und Herstellung von Büchern erfahren, aber, dazu gehört es natürlich auch in Bücher zu gucken. Von den Veranstaltern werden auch Führungen angeboten, um daran teilzunehmen, wendet Ihr Euch bitte direkt an das Team vom Mosbacher Buchmachermarkt.

Buchvorstellung in Bad Rappenau

Hallo Ihr Lieben, ich möchte Euch auf eine Veranstaltung hinweisen, nein, es sind gleich zwei Veranstaltungen und die finden beide morgen am 24. August 2018 in der Stadt Bad Rappenau statt. Es handelt sich um Buchvorstellungen mit Aktivitäten zum Mitmachen. Es werden zwei Bücher vom Friedrich-Marker-Verlag vorgestellt. Die Buchvorstellung übernimmt die Verlegerin persönlich!

Zu den Büchern, um 10 Uhr wird Leckeres aus Pflanzen von A bis Z vorgestellt, nach der Präsentation könnt Ihr dann mit der Autorin zusammen Kürbis-Brotaufstrich selber kochen und anschließend auch mit nachhause nehmen.

Das zweite buch wird 14.00 präsentiert, das Buch handelt von Gerechtigkeit und hat den schönen Titel: Nein, wie ungerecht. Auch hier wird es eine passende Aktivität zum Buch im Anschluss geben.

Die Verlegerin freut sich schon auf Euch … und Euer Buchstabenspiel wünscht viel Spaß!

Bücher sind cool

Bücher sind cool. Klar, das sage ich, Euer Buchstabenspiel, ich bin eine Vielleserin, habe immer Bücher um mich, natürlich finde ich sie cool. Mir ist auch bewusst, dass nicht alle so denken. Das muss ja auch nicht sein, jeder hat eben so seine Vorlieben.

Eigentlich halte ich es für unnötig mich zu erklären oder zu rechtfertigen, aber derzeit gibt es wieder vermehrt Artikel, die den Untergang des Buches und Lesens verkünden und aus diesem Grund habe ich beschlossen heute doch einmal zu erklären, was mir persönlich an Büchern so gefällt. Also, es ist einfach unglaublich, wie jemand aus farbigen Zeichen auf Papier Geschichten und somit neue Welten entstehen lassen kann, die dann auch immer wieder in einem neuen Umfeld oder Kontext abrufbar sind. Die Fantasie steckt in diesen Zeichen, Buchstaben, Worten und Sätzen mit all dem, was wir denkend und lesend daraus machen. Das st einfach irre! Jede Geschichte schreiben wir beim Lesen neu, fügen ihr eine Erfahrung, Wissen oder Stimmungen hinzu. Deshalb lese ich so gerne und auch viel.

Das ist auch ein Grund, weshalb Euer Buchstabenspiel derartige negative Artikel zum Buch und Lesen nicht mag. Klar, ich bin der Meinung, dass das Lesen eine wichtige Kulturfähigkeit ist und zum westlichen Leben in Europa gehört. Genauso bin ich der festen Überzeugung, dass wir Europäer nie zu dem geworden wären, wenn wir diese Fähigkeit nicht genutzt hätten.

Aber ich bin mir auch der Tatsache bewusst, dass es viele Menschen gibt, die nicht lesen, die eben keine Lesekompetenz haben oder keinen Spaß daran haben. Das kann ich akzeptieren. Was mich jedoch stört, ist das Gejammer der Buchindustrie, deren Interesse nur am Verkauf besteht, es sollen bitte die Bücher vom Verlag xy gekauft werden. Es ist sicher verständlich, dass Autoren und Verlage sich erhoffen möglichst viele Bücher zu verkaufen, da spielen Inhalte und Texte aber eine untergeordnete Rolle. Neben den Verlagen und der Buchindustrie gibt es dann noch diejenigen, die zwischen guten und schlechten Büchern unterscheiden, der Leser solle doch bitte keinen Schund lesen. Aha, und wer bestimmt, was ein gutes Buch ist? Es wird klar, der Diskurs ist nicht einfach oder klar, die Interessen sind unterschiedlich, je nachdem, wen man fragt, bekommt man die eine oder andere Perspektive präsentiert.

Wie gesagt, ich bin ein Leser, ich bin aber auch Autorin und möchte, dass meine Bücher gelesen und verkauft werden. Wo lässt uns das? Am Anfang…

 

Sprache, Freiheit und Räuber

Aktuell wird viel über Sprache und deren Verwendung in Bezug auf die Sexismus-Debatte rund um #metoo oder die Migration- und Zuwanderungsdebatte #metwo gesprochen. Ein Aspekt wird dabei gerne vergessen, dass wir Alle das Recht zur freien Meinungsäußerung haben.

Die Räuber © Nero 2014
Die Räuber © Nero 2014

Freiheit und Redefreiheit sind zwei wichtige Aspekte unserer europäischen Kultur, die meiner Meinung nach geschützt werden müssen. Leider bedeutet das auch immer wieder, dass ich mir Dinge anhören muss, die ich nicht mag, die schlicht falsch, einseitig oder ideologisch gefärbt sind. Aber Zuhören ist wichtig, ohne das kann es keine Diskussion oder Debatte, die eine Möglichkeit zum Diskurs geben.

Aber zurück zur Sprache, Sprache ist immer auch Handeln. Doch damit Sprache und die Handlung gelingt, müssen Sprecher und Adressat verstehen und das auch wollen. Momentan werden viele Begriffe in einem neuen und veränderten Assoziations- und Deutungsrahmen benutzt. Auffällig ist hierbei besonders, dass der Rahmen häufig auf Emotionen und weniger Tatsachen beruht, aber wie eine Tatsache präsentiert wird, was dann gerne zu Totschlag-Argumenten führt. Das ist fatal, denn Totschlag-Argumente verhindern Diskussionen und somit auch die kritische und produktive Auseinandersetzung mit einem Thema. Redefreiheit ist wichtig und dementsprechend muss ich es verkraften, dass es Menschen gibt, die sich anders, ungeschickt oder falsch ausdrücken, nicht jeder ist redegewandt und viele können Argumente nicht entwickeln.

Sprachkompetenz kann man lernen und muss man üben. Lesen bietet hierbei eine ausgezeichnete Möglichkeit sich mit verschiedenen Gedanken, Ideen und Konzepten auseinanderzusetzen. Sehr empfehlenswert sind in diesem Zusammenhang auch die Klassiker, die Auseinandersetzung mit den Büchern von Goethe, Schiller und Kollegen sollte verstärkt stattfinden, da sie universale Probleme in verschiedenem Licht betrachten.

Ein Beispiel sind Die Räuber von Schiller, jeder hat von ihnen gehört, aber wer hat sie wirklich gelesen? Richtig. Im Friedrich-Maerker-Verlag ist eine Nacherzählung der Räuber erschienen, die den Text auch für Kinder ab 12 Jahren verständlich wiedergibt. Außerdem gibt es verschiedene Anregungen und Informationen im Buch, lesen Sie es mit Ihrem Kindern, Schülern und diskutieren Sie den Freiheitsbegriff. Die Nacherzählungen können überall im Buchhandel und direkt beim Verlag bestellt werden, es gibt auch digitale Fassungen.

Vorhaben, Projekte und Neues

Als Autorin freue ich mich immer ein Projekt abzuschließen, aber eigentlich ist es viel aufregender und spannender, wenn ich mit einem neuen Projekt beginne. Nachdem ich einige deutsche Klassiker nacherzählt habe, ist mir aufgefallen, dass nicht nur die Klassiker, sondern auch viele Märchen neu erzählt werden sollten.

Klar, das macht Disney schon die ganze Zeit, sie nehmen ein Märchen oder mehrere von einem oder mehreren Autoren aus verschiedenen Regionen und Ländern und passen es an die heutige Zeit an. Dabei arbeiten sie hauptsächlich mit Bildern, um die Geschichten neu zu positionieren. Eigentlich mache ich das gleiche, ich arbeite nicht anders, als andere Künstler auch. Es gibt Themen, die immer gültig sind und ihre Aktualität nicht verlieren, das ist eine Erkenntnis, die alle Künstler machen. Allerdings ist meine Ausdrucksform als Autorin, die in und mittels Worten.

Oft wird heute davon ausgegangen, dass Märchen für Kinder sind, aber das stimmt bei weitem nicht, es gibt weit mehr Märchen für Erwachsene als für Kinder. Dabei sind Märchen heute Bücher, früher waren es mündliche Überlieferungen, die eine „göttliche“ Weisheit wiedergaben. Märchen wurden immer erzählt, um in einer bildhaften Sprache die innere Entwicklung von Menschen, seinen Schwierigkeiten und Mühen zu reflektieren. Das heißt, diese Erzählungen bieten Lebenshilfe für Alltagsprobleme und sie lehren uns, dass ein ehrfurchtsvoller Umgang mit der Schöpfung, also auch Fremden, eine Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Leben ist.

Ein immer wiederkehrendes Thema in Märchen ist das Erwachsenwerden, nachdem viele Abenteuer bestanden sind und alle noch so unmöglichen Aufgaben erfüllt sind, darf geheiratet werden. Die Hochzeit ist dann das Ende der Geschichte und ein rauschendes Fest, das in einem glücklichen und erfüllten Leben mündet. Unter anderen diese Überlegungen haben mich dazu bewogen selbst auch Märchen zu schreiben bzw. zu erzählen. In naher Zukunft werden deshalb Nacherzählungen von Grimm’s, Hauff’s und anderen Märchen erscheinen.