Gedankenspiele fünf-five-cinco

Nun sind fast überall die Sommerferien vorbei oder zumindest bald beendet. Für viele Schüler heißt das, dass die Schule wieder anfängt. Damit stellt sich auch wieder die Frage nach dem Sinn oder Unsinn von Schule und schulischen Inhalten. Passend dazu werden in den verschiedenen Zeitungen Artikel veröffentlicht, die sich mit dem Lehrerberuf, Schulen und Lehrplänen befassen. Es werden Thesen aufgestellt, die behaupten, dass die Lehrpläne rückständig seien, Schule nur Zeitraub darstelle oder gar demotivierend auf die meisten Schüler wirke.

Sicher ist das Schulsystem nicht perfekt und viele Änderungen der letzten Jahre sind nicht wirklich erfolgreich gewesen. Doch, was ist der Zweck von Bildung? Soll ein Schüler eine Persönlichkeit entwickeln oder sollen ihm Werte vermittelt werden, oder doch besser beides? Welche Methoden sind zeitgemäß und welche sind zielführend? Es gibt viele Fragen, die man sich stellen kann und stellen sollte. Leider gibt es keine einfachen Antworten. Denn klar, Lehrer tragen entscheidend zum Erfolg und Misserfolg ihrer Schüler bei, aber sie sind nicht für alles verantwortlich. Unterricht sollte sicher umfangreicher und abwechslungsreicher gestaltet werden, aber so daher gesagt sind es leere Begriffe, die negativ auf Lehrer und Schüler wirken, weil sie schlicht zu offen formuliert sind. Es fehlt ihnen an Klarheit.

Zunächst müssen wir also klären, was wir eigentlich wollen. Dann können wir aushandeln, welche der Aufgaben dem Lehrer, welche der Familie und welche dem Schüler zukommt. Das sollte aber Bitteschön unter Berücksichtigung guter Umgangsformen geschehen. Konflikte und Misserfolge wird es immer geben, aber mit entsprechenden Umgangsformen können sie leichter bewältigt werden.

 

Gedankenspiele vier-four-cuatro

Heute möchte ich einfach kurz über die Themen, die mich interessieren nachdenken. Klar, Sprache und Spracherwerb sind Themen, die mein Leben stark beeinflussen, aber sie sind nur übergeordnete Begriffe, denn eigentlich geht es mir um Kultur. Der Begriff Kultur muss aber, um ihn zu verstehen in Bezug zu etwas setzen, denn ganz allgemein verwendet, bleibt er hohl oder ungenau. Ich verstehe Kultur immer in Bezug zu Identität, ein Teilaspekt bilden hierbei einerseits die Erinnerung und Vergessen wie andererseits Bildung und Lernen. 

Sprache verändert sich kontinuierlich und muss sich stetig weiterentwickeln, um aktuell und nutzbar zu bleiben. Eine Sprache, die aufhört sich selbst zu entwickeln, wird verschwinden und aussterben. In gewisser Weise ist Sprache nie perfekt und das Streben nach Perfektion führt zu Veränderungen.

Menschen unterschiedlicher Kulturen sprechen unterschiedliche Sprachen. Das ist eine Tatsache, die uns bekannt ist und die wir selten hinterfragen. Die aktuelle Weltsprache ist das Englische und in vielen allen anderen Sprachen tauchen so genannte Anglizismen auf, die die Weltsprache als solche bestätigen. Nichts desto trotz sprechen nicht alle Menschen die gleiche Sprache, wir unterscheiden uns durch Sprachen.

Doch was ist der Hauptunterschied? Fremdsprachen helfen uns die Perspektive zu ändern und diese Perspektive spiegelt kulturelle Sichtweisen und Denkweisen wieder. Gut, darin sind sich viele Menschen einig, doch was bedeutet das für uns als Gesellschaft oder als Individuum? 

Gedankenspiele eins-one-uno

In der Folge möchte ich hier immer mal wieder einfach ein paar Gedanken äußern. Manche der Gedanken werde ich weiterspinnen, andere so stehen lassen. Wie dem auch sei, Ihr seid alle herzlich eingeladen Euch durch Kommentare einzumischen und meine Gedanken in eine andere Richtung zu lenken. 

Also, heute beschäftigt mich, dass viele Leute großen Wert auf die Geschwindigkeit legen. Bei der Fortbewegung mag das noch angehen, aber beim Erlernen von Fähigkeiten ist das meiner Ansicht nach nicht allein ausschlaggebend. Klar, es gibt Leute, die in kurzer Zeit viel Wissen anhäufen, aber im Anschluss muss dieses Wissen auch gefestigt werden. Findet die Festigung nicht statt, dann ist alles noch schneller als es erlernt wurde wieder weg. 

Persönlich finde ich, dass jeder für sich selbst seine Geschwindigkeit finden muss. Natürlich sind alle Teilnehmer eines Kurses, einer Schulklasse oder jeder anderen Lerngemeinschaft darauf angewiesen, dass alle gleichmäßig und vergleichbare Fortschritte machen. Wenn jemand langsamer ist, dann wird er die ganze Gruppe ausbremsen, das ist auch nicht gut. Mit unterschiedlichen Lernmethoden und Lehrmethoden kann der Erfolg der Lerner vergrößert und auch beschleunigt werden. 

Wichtig ist es also, die Methoden aufeinander abzustimmen und mit dem Lernziel abzugleichen. In Schulen ist es deshalb sinnvoll, das Unterrichtsmaterial und den Unterricht auf die Muttersprache von Fremdsprachenschülern abzustimmen. Praktische Inhalte und Ziele wirken oft motivierend, besonders wenn die Lebensrealität der Lerner berücksichtigt wird. Es sollten aber immer Lesen, Schreiben und Hörverstehen in Sprachpraxis trainiert und wiederholt werden. 

Demnächst mehr. Viele Grüße von Euerm Buchstabenspiel

Sommerlektüre oder Lesegewohnheiten

Lesen ist, wie ich schon so oft wiederholt habe eine Kulturtechnik, ohne die wir heute nicht auskommen. Klar, wir wissen alle, dass Bildung und eine sehr gute Ausbildung notwendig sind, um am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Das möchten wir alle. Wir möchten uns all die schönen Dinge leisten können und dann auch noch die Zeit haben, um sie zu genießen. Das ist aber nur möglich, wenn wir einer entsprechend gutgezahlten Tätigkeit nachgehen. 

Eine Tätigkeit, die uns hilft den nötigen Input zu erhalten und stetig frisch und aktuell zu halten ist das Lesen. Doch viele Menschen sagen über sich selbst, dass sie keine Zeit zum Lesen hätten. Ja, es ist eine Behauptung, denn mal ehrlich, es liegt an uns selbst zu entscheiden, was wir mit unserer Zeit tun. jeder kann sich also dreißig Minuten am Tag für das Lesen reservieren. Klar, das funktioniert nur, wenn man es wirklich möchte, das ist mit dem Sport ganz genauso. 

Der Tipp ist deshalb, einfach eine feste Routine entwickeln, täglich zu lesen, dann kommt es nicht zu den Bücherstapeln, die als Sommerlektüre das ganze Jahr geduldig warten gelesen zu werden. Also, lest doch einfach nach dem Essen zwanzig Minuten oder vor dem Schlafen fünfzehn Minuten, es gibt viele Möglichkeiten, tut es. Die einzige Gefahr, die dabei besteht ist, dass das Lesen zu einer Sucht wird. 

Zukunft Lesen

Wie sieht unsere Zukunft aus? Werden wir in Zukunft auch noch Lesen? Werden Wir Bücher haben oder digitale Lesegeräte? Was werden wir lesen? Wer wird lesen? Die Buchbranche stellt sich viele Fragen zum Thema Lesen. Die Stimmung ist allgemein pessimistisch. Das Interesse am Lesen scheint abzunehmen. Warum ist das so, ist Lesen nicht mehr wichtig? Sicher hat sich einiges geändert, es können mehr Menschen denn je lesen. Es ist auch wichtiger den je lesen zu können. 

Klar ist, dass mit Büchern scheinbar kein Geld verdient werden kann, es gibt in Deutschland kaum einen Autoren, der von seinem Schreiben leben kann. Die meisten Autoren, die ich kenne, arbeiten noch in einem oder mehreren anderen Berufen, um das nötige Geld zum Leben zu verdienen. Verlage gibt es zwar viele, aber auch diese klagen über die finanzielle Situation. Und so kann die Reihe mit all denen fortgesetzt werden, die in der einen oder anderen Form mit dem schaffen von Büchern beschäftigt sind. Woran liegt das, war es jemals anders? Gehört das Klagen vielleicht irgendwie auch dazu?

Klar, wenn man auf der Straße die Leute fragt, ob sie lesen, hört man oft, dass die Zeit fehlt oder im Urlaub gerne mal ein Krimi oder ein Roman gelesen wird. Wer Zeit zum Lesen hat, der gilt entweder faul oder hat eben keine Arbeit. Das ist kurios, denn unter uns gesagt, ich habe reichlich Arbeit, aber ich lese, weil es mir ein Bedürfnis ist. Lesen ist für mich wie Schlafen, Atmen, Essen und Trinken, es ist ein Grundbedürfnis, ohne Lesen kann ich nicht sein. 

Also, noch einmal, Lesen ist eine der wichtigsten Kulturfähigkeiten, welche Menschen auszeichnet. Die Entwicklung unserer westlichen Kultur geht einher mit dem Lesen und Schreiben. Die Entwicklung vom Homo Sapiens ist ohne Lesen, Schreiben und auch Sprechen nicht denkbar. Und mal ganz ehrlich, Kulturen, in denen diese Kulturtechniken nicht ausgeübt oder gewürdigt werden, stehen im Vergleich schlechter da. 

Natürlich ist die Unterhaltung ein Aspekt des Lesens, aber Lesen ist viel mehr und macht viel mehr mit uns. Es lässt uns Denken, Reflektieren, weckt Kreativität, schafft Neues und kann uns auch Lehren. Aber ganz gleich, warum wir Lesen, wichtig ist die Auseinandersetzung mit dem Gelesenen und dem Lesen als solchem.

Also, lest Ihr? Ja oder nein? Warum lest Ihr? Was möchtet Ihr lesen? Wie sehr Ihr die Zukunft des Lesens? 

Lesen als Lebenseinstellung

Es scheint eine Tatsache, dass Leser bessere Menschen sind, darin scheinen sich ganz allgemein alle einer Meinung zu sein. Aber stimmt das auch? Darüber habe ich in den letzten Tagen vermehrt nachgedacht, ein paar Gedanken dazu möchte ich mitteilen. 

Viele Mitmenschen argumentieren, dass die Lektüre von fiktionalen Texten unterschiedliche Standpunkte und Perspektiven gezeigt und exemplarisch nachgefühlt werden können. Der Leser sei befähigt sich besser in andere Menschen hineinzuversetzen. Handlungsmotive würden leichter nachvollziehbar, der Leser könne verschiedene Standpunkte einnehmen, das ermögliche ihm ein größeres Verständnis für andere Menschen. Ein immer wiederkehrendes Stichwort ist Empathie. Das ist alles schön und gut, kann aber auch zum Gegenteil führen. 

Was damit gemeint ist, nun, ganz einfach, dieses positive Wissen kann umgekehrt und genutzt werden, um anderen zu schaden oder um für sich selbst einen Vorteil herauszuschlagen. Das heißt zum Beispiel, dass Leser abstumpfen können, oder aber sie finden immer ein Argument, warum das für sie eben gerade so oder anders ist. Alles, was positiv genutzt werden kann, steht auch der negativen Seite zur Verfügung. Nichts sollten einseitig betrachtet werden, alles hat Vorteile, wie es auch Nachteile hat. Natürlich verstehe ich, dass ganz allgemein versucht wird, die Gruppe der Nichtleser für das Lesen zu gewinnen. Aber das wird mit einer einseitigen Argumentation nicht gelingen.  

Trotzdem spricht einiges für das Lesen, da wäre das Wissen, das in ihnen steckt. Bücher haben ein unglaubliches Potential, dessen sich Leser bedienen können. Aber Lesen kann uns auch verstören, verunsichern oder in existenzielle Krisen stürzen. Natürlich kann uns die Lektüre auch aus der Krise führen. Bücher sind mächtig.

Lesen ist eine Kulturtechnik, die uns zu dem gemacht hat, was wir heute sind. Und wenn wir in Länder und Regionen gucken, in denen es sich nicht so gut lebt, wie bei uns, dann fällt meist auf, dass dort das Lesen als Kulturtechnik, wie vermutlich auch das Lernen nicht wertgeschätzt wird. 

Ein Buch, das sich mit dieser Problematik auseinandersetzt ist von Johann Wolfgang von Goethe verfasst worden, es heißt Faust und beschreibt auf eindrückliche Art und Weise wie das Lesen und Lernen auf ihn wirkt. Klar, der Klassiker ist im Original für viele Leser schwer zugänglich. Aber es gibt speziell für Kinder eine vereinfachte Fassung, eine Nacherzählung von D.S. Felix, sie ist im Friedrich-Marker-Verlag erschienen. 

Lesen einfach nur ein Zeitvertreib

Eine gute Frage, ist Lesen einfach nur ein Zeitvertreib? Möglich ist es zum Zeitvertreib zu lesen, das ist völlig in Ordnung. Aber es gibt auch noch andere gute Gründe, eine Bekannte meinte mal, dass es besser sei die Nase in ein Buch zu stecken als in fremder Leute Angelegenheiten. Da ist etwas dran, aber wo genau liegt dabei der Unterschied? 

Nun gut, das Buch hat ein Autor verfasst und es veröffentlicht, damit ist es offiziell der Leserschaft zugänglich. Man vertieft sich auch in anderer Leute Leben, gut diese Leben sind meist fiktiv also mehr oder weniger frei erfunden. Sie stehen dementsprechend für eine Idee, ein Problem oder etwas anderes, wovon der Leser lernen kann. Vielleicht ist es aber gar nicht so sehr das Lernen, sondern ehr das sich der Leser in bestimmte Situationen einfühlen kann, ohne eine Erfahrung selbst machen zu müssen. Das hört sich interessant an, ja, ein Grund für die Beliebtheit von Reiseliteratur liegt darin, Dinges „sehen“, die weit weg sind und eben eigentlich weder gesehen noch erlebt werden können zu erfahren. Ähnliche Argumente finden sich für geschichtliche, soziale und viele andere Themen auch.

Doch geht es beim Lesen wirklich darum Erfahrungen zu machen? Wollen Leser lernen? Sind Leser neugieriger als andere Menschen? All diese Fragen zu beantworten ist schwierig, ich persönlich kann es nicht. Es ist mir noch nicht einmal möglich genau zu sagen, warum ich lese, aber ich lese und ich lese viel. Lesen ist für mich eine wichtige Tätigkeit, ohne die ich nicht sein kann. Ja, es ist sicher nicht ganz verkehrt Lesen als eine Droge zu beschreiben. Für mich ist es der Input, die verschiedenen dargelegten Perspektiven faszinieren mich. Es vergeht kaum ein Tag, an dem ich nicht lese, auch wenn es, manchmal ganz selten, lesefreie Tage gibt. 

Kurios und doch nicht wirklich überraschend habe ich letzt gelesen, dass sehr erfolgreiche Menschen eins gemeinsam haben und das ist Ihr Leseverhalten. Erfolgreiche Menschen sind Vielleser. Damit bewege ich mich in angenehmer Gesellschaft und werde meiner Leseleidenschaft unbeirrt weiterflogen. Vielleicht ist es mir möglich diese Leidenschaft an derzeitige Nichtleser weitergeben, es würde mich freuen. 

Kinderbücher und Kreativität

Hallo Ihr Lieben, ja, es stimmt, in letzter Zeit ist Euer Buchstabenspiel nicht wirklich regelmäßig für Euch da. Das ist kein böser Wille oder weil Euer Buchstabenspiel Euch vergessen hat, nein, ganz im Gegenteil. Es ist viel Neues im Entstehen und das kostet Zeit und vor allem kreative Energie. Seid Ihr auch kreativ? Kreativität ist etwas sehr Schönes. Schon bald werden neue zweisprachige Bücher für Euch erscheinen. So richtig viel darf Euch Euer Buchstabenspiel leider noch nicht verraten. Nur soviel, kann schon verraten werden, es wird bunt, lustig und anders. Wo die Geschichte spielt? Die Frage kann beantwortet werden in Europa. Es wird für eine Geschichte sein, die Neues zeigt und zum kreativen Handeln anspornt. Lasst Euch nicht abschrecken, es wird ein großer Spaß. Bleibt Eurem Buchstabenspiel treu. Bis ganz bald. Viele Grüße und frohe Ostern wünscht Euer Buchstabenspiel!

Lesen – was soll das?

Lesen ist wichtig, heißt es immer wieder. Alle scheinen sich einig zu sein, dass Lesen wichtig ist. Dabei wurde noch gar nicht gefragt, was gelesen werden sollte, oder ob das gleich ist. 

Wenn man jedoch genau nachfragt, erfährt man, dass dann doch nicht so irre viel gelesen wird, wie es zunächst den Anschein hat. Auch die Frage nach dem Buch, das gerade gelesen wird, bringt meist nur eine Lesepause zum Vorschein. Aha. Warum ist das so? Klar, die Standardantwort ist, dass die Zeit fehlt. Aber ist es nicht doch ehr so, dass der Zeitmangel nur eine Ausrede ist? 

Was sind also die wirklichen Gründe? Viele Menschen haben einfach keine Lust ihre Freizeit mit Büchern zu füllen, auch wenn es als gebildet gilt zu lesen, sie schauen lieber fern und haben dabei vielleicht ein schlechtes Gewissen. Andere haben schlicht nie die Gewohnheit entwickelt zu lesen. Vielen kommt es auch gar nicht erst in den Sinn nach einem Buch zu greifen, sie beschäftigen sich den ganzen Tag mit allen möglichen Dingen, aber eben nicht mit Büchern. Einige Menschen arbeiten lange an Computerbildschirmen und lesen auf die eine oder andere Art und haben danach keine Lust mehr die Augen mit Lesen zu bemühen. 

Das sind sicher alles gute Gründe nicht oder wenig zu lesen. Doch wie kann man Kinder zum Lesen motivieren, wenn man selbst kein Vorbild ist? Leseförderung wird gefordert, aber von denen, die sie fordern oft nicht gefördert. Das ist schade, denn es kann relativ einfach geschehen. Ein wichtiger Aspekt ist eben die Vorbildfunktion, die Erwachsene haben, ob sie wollen oder nicht.

Zusätzlich zur Vorbildfunktion sollte das Vorlesen kommen. Vorlesen ist nicht nur für kleine Kinder, die noch nicht lesen können, sondern auch für größere Kinder und Erwachsene eine sehr schöne Sache. Gemeinsames Lesen und vielleicht auch eine Unterhaltung über das Gelesene eröffnen neue Horizonte und können Spaß machen. Viele Kinder und Erwachsene empfinden mehr Freude an Dingen, die sie gemeinsam mit anderen machen. Lesen sollte nicht nur auf sich selbst gestellt passieren, sondern immer mit Anregungen und im Austausch. Das heißt auch, dass Eltern die Bücher, die ihre Kinder lesen, selbst auch lesen sollten, gerade damit sie mit ihnen über die Lektüre reden können. 

Es kann auch motivierend wirken, wenn der Leser seine Lektüre selbst auswählen darf. Denn, ob eine Geschichte ansprechend wirkt oder nicht hängt zu einem großen Teil auch davon ab, wie diese gerade in die aktuelle Lebenssituation passt. Das kann natürlich der Leser selbst am besten entscheiden. Was gelesen wird hängt also vom persönlichen Geschmack genauso wie der momentanen Situation einer Person ab. Natürlich gibt es immer wieder Dinge, die gelesen werden müssen, aber das versteht sich von selbst, da muss man dann durch. Deshalb ist es aber gerade so wichtig, dass Leseförderung mit Büchern und Geschichten, die der Leser selbst auswählt geschieht. 

Bei dem Thema, was gelesen werden sollte, wird immer wieder auch die Frage nach dem Schwierigkeitsgrad der Lektüre gestellt. Persönlich tendiere ich dazu den Leser nicht zu unterfordern, sondern zu fordern, weil Langeweile niemals förderlich wirkt. Wenn jedoch ein Erfolgserlebnis erzielt werden kann, dann kann das Lesen zu einer neuen Lieblingsbeschäftigung werden. 

Allerdings ist klar, es gibt kein Wundermittel Nichtleser zum Lesen zu bewegen. Wir sind und bleiben Individuen, aber es gibt viele tolle Bücher, die Lesespaß bereiten. 

Leseförderung mit Kinderbüchern und Jugendbüchern

Wie können Kinder für Bücher und das Lesen interessiert werden, wenn es doch so viele Computer- oder Videospiele, Filme und andere Dinge gibt, die die Aufmerksamkeit von Kindern, Jugendlichen und ganz besonders von Jungen fesseln? 

Es ist nicht leicht. Und ganz sicher kann es auch nicht eine einzige Lösung für alle geben. Natürlich ist ein Ziel von Büchern ihren Lesern Spaß und Vergnügen zu bereiten. Aber da ist noch mehr, die Sprachbildung und eine Förderung der intellektuellen Fähigkeiten soll auch erreicht werden. Selbst dann, wenn es nicht ganz so deutlich gesagt wird. Wissen und die Vermittlung von Wissen stehen im Vordergrund vieler Kinder- und Jugendbücher. 

Was unterscheidet nun ein Buch von einem Spiel? Zunächst einmal erscheint vielen Menschen ein Buch eine passive Auseinandersetzung mit einem Thema zu sein und ein Spiel dagegen regt zur aktiven Auseinandersetzung beziehungsweise zum Handeln an. Kinder möchten etwas tun und nicht stillsitzen, heißt es oft. Dabei ist das so nicht wahr, die geistige Auseinandersetzung kann und soll auch zu praktischem und aktivem Handeln führen. Leider wird das nur allzuoft vergessen. 

Wie können Bücher diesen Spagat schaffen? Klar, sie können von Abenteuern, Rätseln oder verstrickten Situationen aus dem Alltag oder der Gefühlswelt von Kindern und Jugendlichen handeln. Viele Bücher tun das auch, trotzdem werden sie ehr von Eltern und Lehrern gemocht und weniger von denen, die sie lesen sollten. Es ist wichtig sich mit einer der Personen oder am besten mit dem Protagonisten identifizieren zu können. Aber dazu muss das Buch schon in der Hand sein und der Leser muss mit der Lektüre beginnen. Wie kommt man dahin? Können Illustrationen oder bestimmte Formate helfen? Vermutlich, aber eine wirkliche Lösung ist das noch immer nicht. Die Lösung müssen Autoren und Verlage noch finden. 

Im Friedrich-Maerker-Verlag sind verschiedene Kinderbücher und Jugendbücher erschienen, die die intellektuellen Fähigkeiten, wie auch Sprachförderung aktiv betreiben. Da gibt es zweisprachige Bücher, wie die Geschichten von David und Marie und auch Nacherzählungen von deutschen Klassikern. Daneben gibt es auch Romane und viele weitere Geschichten für Kinder und Jugendliche, die es zum Ziel haben Spaß beim Lesen zu machen. Schauen Sie doch einfach mal auf der Verlagshomepage vorbei und lassen Sie sich inspirieren. Alle Bücher können direkt beim Verlag oder im Buchhandel bestellt werden.