HÄ – ein Fragewort mit zwei Buchstaben

Sprache dient der Kommunikation, aber nicht immer läuft alles nach Plan. Gut, oft geht so einiges schief, deshalb ist das Fragen so wichtig. Im Deutschen gibt es viele Frageworte und fast alle beginnen mit einem W. Die große Ausnahme bildet das HÄ. Manchester wird jetzt abwertend sagen, dass man dieses Wort besser nicht benutzt, es klänge unfreundlich, sei umgangssprachlich und einfach kein gutes Deutsch. Sicher, alle diese Aussagen stimmen, nichts desto trotz ist es das vielseitigste Fragewort der deutschen Sprache. Mit einem HÄ kann man schlicht alles erfragen.

Das einzige Fragewort, das dem HÄ nahe kommt, ist das WAS. Wer jetzt fragt: Hä was? Der weiß wovon ich spreche…

Gestattet mir die Frage, wie sagt man in anderen Sprachen oder Eurer Muttersprache –  HÄ?

Juan aus Sevilla stellt sich vor

Juan aus Sevilla ist ein Buchprojekt, an dem ich gerade arbeite und das sich so langsam abrundet. Dementsprechend soll es hier vorsichtig vorgestellt werden ohne vorab schon zu viel zu verraten.

Dieses Geschichtssammlung habe ich begonnen, um einem kleinen Mädchen eine kleine Freude zu machen. Stück für Stück ist das Projekt gewachsen und hat sich verändert. Aus dem persönlichen Büchlein ist eine ganzes Buch geworden. Die Texte orientieren sich an Themen des andalusischen Alltags, die gewählt wurden, weil es das Spanien ist, das viele vor ihrem inneren Auge sehen, wenn sie an Spanien denken. Andalusien ist traditionell und sicher auch ein bisschen anders. Die Geschwister Juan und Macarena begleiten den Leser gerne durch das Buch und zeigen wie sie ihren Alltag erleben.

Der Text ist zweisprachig verfasst worden, weil er so dem Leser eine weitere Zugangsmöglichkeit bietet und beim Erlernen der spanischen Sprache hilft. Das Buch richtet sich an Kinder im Kindergartenalter, sie sollen vom spanischen Lebensgefühl, den Emotionen und der Fiesta erfahren. Dabei möchte das Buch möglichst ohne große Erklärungen auskommen und selbsterklärend wirken auf den Leser oder Zuhörer wirken.

Jetzt möchte sich Juan selbst kurz vorstellen. Er ist ein bisschen nervös, motiviert ihn doch mit einem fröhlichen Olé.

„Hallo allerseits, ich heiße Juan. Ich bin der berühmte Don Juan aus Sevilla. Ich bin ein wahrer Sevillano.

Ich spreche Andaluz. Andaluz ist eine Variante des Spanischen. Freut mich Euch kennenzulernen.

Was ich mache? Nun, ich frühstücke. Ich frühstücke auf der Straße in der Bar an der Ecke. Ich trinke Orangensaft und Milchkaffee, dazu esse ich einen Toast mit Olivenöl und Tomate. Ich esse alles mit Olivenöl.

Ich bin sehr traditionsbewusst. Am Mittag treffe ich mich mit Freunden in der Bar. Das tut gut. Wir trinken etwas und essen Tapas. Ich liebe den Schinken.

Die Siesta ist sehr wichtig. Ohne Siesta hält man nicht durch – besonders im Sommer. Danach gibt es Kaffee und Kuchen. Ich trinke Kaffee und esse ein Stück Kuchen.

Das Abendessen findet so gegen 22 Uhr zuhause statt. Meine Mama frittiert alles. Frittiertes liebe ich. Meine Mama bereitet frittierten Fisch oder gebratenes Fleisch zu. Das ist lecker, sehr lecker.

Und danach, Party. Ich gehe mit Freunden aus. Das Nachtleben lässt mich lebendig fühlen. Party! Ich 43 Jahre alt und lebe noch bei meinen Eltern. Das ist normal hier.“

Leseherbst und Lesegewohnheiten entwickeln

Es ist kurios, aber uns wird immer wieder vermittelt, dass es Lesesituationen für Bücher gibt. Anfang des Sommers heißt es, dass jetzt im Sommer endlich Zeit ist, all die Bücher zu lesen, die man schon die ganze Zeit lesen wollte. Dann kommt der Herbst, der klar Leseherbst genannt wird, steht doch die Buchmesse in Frankfurt vor der Tür und das Wetter ist ehr zum gemütlichen Lesen auf dem Sofa geeignet. Dann kommt schon Weihnachten und das ist dann die beste Gelegenheit alle Bücher zu kaufen und auch zu verschenken. Im Frühjahr ist wieder eine Buchmesse, diesmal Leipzig… Ihr seht schon, die Jahreszeiten werden zum Lenken der Lesegewohnheiten herangezogen. Aber entspricht das der Realität?

Unter uns gesagt, ich bezweifle das. Es gibt Leser und solche, die darüber reden zu lesen. Lesen ist ein Teil des Lebens und sollte demzufolge in den Alltag eingebunden sein. Wenn man Vielleser beobachtet, dann fällt auf, dass sie Leserituale haben. Sei es, dass diese Vielleser immer im Bus oder Zug lesen, sei es, dass Sie jeden Tag vor dem Schlafen gehen lesen oder wann auch immer. Wer sich selbst oder Kinder zum Lesen bringen möchte, sollte versuchen derartige Rituale entwickeln.

Es ist leicht ein Ritual zu entwickeln, Menschen gewöhnen sich in kurzer Zeit neue Handlungsweisen an. Wichtig ist dabei nur, dass man es wirklich möchte und nicht von vornherein „weiß“, dass man scheitern wird. Entscheidend ist kein Leseherbst, sondern der Wille und die feste Absicht Lesegewohnheiten zu entwickeln. Das Geheimnis ist machen. Mein Tipp, lest einfach jeden Abend vor dem Schlafen ein Kapitel oder eine Kurzgeschichte, mit der Zeit wird es euch in Fleisch und Blut übergehen.

Persönlich gehöre ich als Autorin und Buchstabenspiel zu den Menschen, die viel lesen, aber eben auch schreiben, dementsprechend gehört das Lesen gewissermaßen zu meiner Berufung. Meine persönlichen Lesegewohnheiten sind auch unabhängig von den Jahreszeiten, ich lese täglich, klar, an manchen Tagen weniger als an anderen, aber ich lese. Ohne zu lesen, fehlt mir etwas.

Buchstabenspiel und die Person dahinter

Die Umgestaltung der Webseite Buchstabenspiel möchte ich nutzen, um mein Tun und meine Person zu präsentieren.

Schon bei der Namenwahl für die Webseite habe ich mich bewusst für einen sprechenden Namen entschieden, Buchstabenspiel. Denn klar, Buchstaben sind es, die in Abstraktion meiner Tätigkeit zugrunde liegen. Geschichten und Sprachen beruhen auf Sätzen und Worten, die mittels Buchstaben abgebildet werden. Der kreative Umgang mit diesen Buchstaben scheint spielerisch oder ein Spiel. Deshalb heißt diese Webseite Buchstabenspiel.

Mein Anspruch geht aber noch weiter. Weder bin ich ausschließlich Autorin, noch Lehrerin oder Texterin. Richtig, ich arbeite mit Sprachen, hauptsächlich Deutsch, Englisch, Spanisch und Französisch, in verschiedenen Kontexten. Zudem kann ich wirklich gut zuhören, was sicher auch damit zusammenhängt, dass ich nicht gerne im Mittelpunkt stehe und rede. Aber ich lese auch viel, ich bin schrecklich neugierig und will, ja, will nicht möchte, immer mehr und neues erfahren. Das hat zur Folge, dass ich mich mit Sprachen und ihrem Gebrauch immer wieder aufs Neue auseinandersetze.

Ich bin mir der Tatsache bewusst, dass ich eben nicht alles weiß und sicher nicht perfekt bin, aber ich lerne dazu und verbessere mich stetig. Dieser Prozess trifft auf meine Tätigkeit als Autorin genauso zu wie auf die Lehrerin und die Texterin. Die Person hinter Buchstabenspiel bin ich. Ja, ich bin es, das heißt Dorothea S. Felix. Da ich ein wenig introvertiert bin, ist es manchmal nötig mich aus der Komfortzone zu locken, tut es, ich werde mich darüber freuen.

Aber ganz wichtig, auf der Webseite Buchstabenspiel möchte ich Euch alle an meinen Projekten teilhaben lassen. Es ist mein ausgesprochener Wunsch, dass Buchstabenspiel sich zu einer Plattform zum regen Austausch mit Lesern, anderen Autoren, Lehrern und Interessierten sowohl über Sprachen und Spracherwerb, als auch über Lesen, Bücher und  Leseförderung entwickelt. Lasst uns doch gleich anfangen!

Ankündigung – Buchstabenspiel in neuem Glanz

Ganz herzlich möchte ich Euch einladen, das neue Erscheinungsbild von Buchstabenspiel zu erkunden. Nachdem ich vor einigen Tagen angekündigt hatte, dass es bei Buchstabenspiel Veränderungen geben wird, sind die ersten umgesetzt worden. Gut, ganz vollständig ist der Umbau noch nicht, aber das Gerüst steht. Die Webseite zeigt sich in neuem Glanz und von einer anderen Seite. Überzeugt Euch doch am besten selbst.

Nichts desto trotz gibt es weiterhin den Blog mit diversen Seiten, die über Bücher, Buchprojekte, Zweisprachigkeit und Leseförderung informieren und eine Diskussionsplattform anbieten. Eine entscheidende Veränderung ist, dass es in Zukunft keine Werbung mehr geben sollte. Aber klar, Buchstabenspiel bleibt dem Prinzip ‚Sesamstraße‘ treu – ‚Der. Die. Das. Wieso? Weshalb? Warum? Wer nicht fragt, bleibt dumm.‘ – und Buchstabenspiel fordert auch weiterhin zum denkenden Gestalten der Zukunft auf. Schaut es Euch an und teilt, was Ihr davon haltet!

In eigener Sache

Heute möchte ich mich kurz in eigener Sache an Euch wenden. Dieser Blog besteht seit geraumer Zeit und wird auch weiterhin bestehen bleiben, aber er soll sich verändern und dementsprechend werden in den kommenden Tagen und Wochen verschiedene Veränderungen vorgenommen.

  1. Das Erscheinungsbild soll sich verändern.
  2. Der Fokus wird neu ausgerichtet, denn klar, Buchstabenspiel ist ein Autorenblag und als solcher wird die Autorin Dorothea S.Felix auch verstärkt mit ihren Projekten vorstellig werden.
  3. Es soll ein stärkerer Wert auf konkrete Informationen zur Leseförderung und zum Spracherwerb, wie auch Fremdsprachenerwerb gegeben werden.

Also, ich bin gespannt, wie Euch der neue und verbesserte Buchstabenspiel-Blog gefallen wird. Bis dahin, alles Gute.

Gedankenspiele fünf-five-cinco

Nun sind fast überall die Sommerferien vorbei oder zumindest bald beendet. Für viele Schüler heißt das, dass die Schule wieder anfängt. Damit stellt sich auch wieder die Frage nach dem Sinn oder Unsinn von Schule und schulischen Inhalten. Passend dazu werden in den verschiedenen Zeitungen Artikel veröffentlicht, die sich mit dem Lehrerberuf, Schulen und Lehrplänen befassen. Es werden Thesen aufgestellt, die behaupten, dass die Lehrpläne rückständig seien, Schule nur Zeitraub darstelle oder gar demotivierend auf die meisten Schüler wirke.

Sicher ist das Schulsystem nicht perfekt und viele Änderungen der letzten Jahre sind nicht wirklich erfolgreich gewesen. Doch, was ist der Zweck von Bildung? Soll ein Schüler eine Persönlichkeit entwickeln oder sollen ihm Werte vermittelt werden, oder doch besser beides? Welche Methoden sind zeitgemäß und welche sind zielführend? Es gibt viele Fragen, die man sich stellen kann und stellen sollte. Leider gibt es keine einfachen Antworten. Denn klar, Lehrer tragen entscheidend zum Erfolg und Misserfolg ihrer Schüler bei, aber sie sind nicht für alles verantwortlich. Unterricht sollte sicher umfangreicher und abwechslungsreicher gestaltet werden, aber so daher gesagt sind es leere Begriffe, die negativ auf Lehrer und Schüler wirken, weil sie schlicht zu offen formuliert sind. Es fehlt ihnen an Klarheit.

Zunächst müssen wir also klären, was wir eigentlich wollen. Dann können wir aushandeln, welche der Aufgaben dem Lehrer, welche der Familie und welche dem Schüler zukommt. Das sollte aber Bitteschön unter Berücksichtigung guter Umgangsformen geschehen. Konflikte und Misserfolge wird es immer geben, aber mit entsprechenden Umgangsformen können sie leichter bewältigt werden.

 

Gedankenspiele vier-four-cuatro

Heute möchte ich einfach kurz über die Themen, die mich interessieren nachdenken. Klar, Sprache und Spracherwerb sind Themen, die mein Leben stark beeinflussen, aber sie sind nur übergeordnete Begriffe, denn eigentlich geht es mir um Kultur. Der Begriff Kultur muss aber, um ihn zu verstehen in Bezug zu etwas setzen, denn ganz allgemein verwendet, bleibt er hohl oder ungenau. Ich verstehe Kultur immer in Bezug zu Identität, ein Teilaspekt bilden hierbei einerseits die Erinnerung und Vergessen wie andererseits Bildung und Lernen. 

Sprache verändert sich kontinuierlich und muss sich stetig weiterentwickeln, um aktuell und nutzbar zu bleiben. Eine Sprache, die aufhört sich selbst zu entwickeln, wird verschwinden und aussterben. In gewisser Weise ist Sprache nie perfekt und das Streben nach Perfektion führt zu Veränderungen.

Menschen unterschiedlicher Kulturen sprechen unterschiedliche Sprachen. Das ist eine Tatsache, die uns bekannt ist und die wir selten hinterfragen. Die aktuelle Weltsprache ist das Englische und in vielen allen anderen Sprachen tauchen so genannte Anglizismen auf, die die Weltsprache als solche bestätigen. Nichts desto trotz sprechen nicht alle Menschen die gleiche Sprache, wir unterscheiden uns durch Sprachen.

Doch was ist der Hauptunterschied? Fremdsprachen helfen uns die Perspektive zu ändern und diese Perspektive spiegelt kulturelle Sichtweisen und Denkweisen wieder. Gut, darin sind sich viele Menschen einig, doch was bedeutet das für uns als Gesellschaft oder als Individuum? 

Gedankenspiele drei-three-tres

Lesen basiert auf Schrift. Wir lesen Schriftzeichen, die in abstrakter Form unsere Gedanken widerspiegeln. Schrift hat also unsere Art zu denken verändert und tut es auch weiterhin. Wissenschaftler beschreiben das Lesen als einen kulturellen und neuroyalen Wandel unseres Verstandes. 

Die Abstraktion der Schrift und des Lesens ist mit Distanz zu sich selbst gleichzusetzen. Distanz zu sich selbst herstellen, heißt vor allem auch die Perspektive zu wechseln, Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Das hilft uns zum Beispiel Lösungen für Probleme zu finden, aber auch Dinge einfacher, anders oder besser zu machen. Jeder kennt es, dass Dingecus der Distanz betrachtet, plötzlich viel klarer erscheinen, ein Problem kann durch die Distanz des Aufschreibens und Lesens erkannt und gelöst werden. 

Lesen und Schreiben sind dementsprechend Fähigkeiten, die uns eine zusätzliche Perspektive eröffnen. Diese Möglichkeit nicht zu nutzen wäre töricht, da sie uns viel Macht geben. Doch wie vermittelt man diese Erkenntnis jemandem, dem diese Erfahrung noch fehlt? Schwierig, ja, es ist schwer und jedes Jahr wieder versuchen es Lehrer erneut. 

Gedankenspiele zwei-two-dos

Heute möchte ich einem anderen Gedanken nachhängen, der Lesefähigkeit.

Lesen ist für mich eine Art, um Gedanken oder Informationen von Personen, die gerade nicht anwesend sind zu empfangen und diese dann denkend der ganz allgemein Kommunikation zuzuführen. Doch da ist noch viel mehr. 

Schon öfter habe ich über das Lesen als Kulturfähigkeit geschrieben, ich habe das Lesen immer auch mit Wissen und Kenntnissen, vor allem aber mit Denken in Verbindung gebracht. Und das ist wirklich der entscheidende Aspekt, es ist eine Sache Informationen aufzunehmen, wenn diese jedoch nicht weiter gedacht, in einen Kontext gestellt oder in irgendeiner Form benutzt werden, dann taugen sie nicht. Diese Fähigkeit ist in meinen Augen Lesefähigkeit, erst dadurch, dass das Gelesene auf fruchtbaren Boden fällt oder den Boden fruchtbar macht, erfährt es Sinn. 

Dieser Sinn kann motivierend wirken und Menschen, ganz gleich ob jung oder alt zum Lesen bringen. Doch bis das möglich wird müssen erst einige Hürden genommen werden und Fähigkeiten in Teilschritten erlernt werden. Das ist sicher mühsam, aber ohne Anstrengung wird die Belohnung nicht genossen oder in anderen Worten, die Fähigkeit kann nicht ausgekostet werden. Jeder, der einmal volle Lesefähigkeit erreicht hat, wird in Zukunft gerne lesen… Als Autorin möchte ich dazu beitragen, dass das Lesen nicht nur bei der reinen Unterhaltung bleibt, sondern kritisch denkend zu vermehrtem Lesen führt. 

Bei der BBC stand zu lesen, dass in Süd Korea ein ungebrochener Trend festzustellen ist, immer mehr Kinder lesen, sie lesen traditionelle Bücher, aber auch elektronische Bücher, aber wichtiger noch, in dem Masse wie das Lesen zunimmt, ist sich auch die Gesellschaft aus einer rückständigen in eine fortschrittliche verwandelt. Lesen tut eben doch mehr mit uns als wir bemerken, es bringt uns voran, begleitet uns in eine fortschrittsorientierte und erfolgreiche Zukunft.