Buchstabenspiel’s Weihnachtskalender Tag 14

Eine große Weihnachtspyramide auf dem Adventsmarkt 

Zu Weihnachten stellen viele Menschen in der christlich geprägten Welt auch eine Krippe auf. Weihnachtliche Krippen stellen immer die Geburt Jesu und verschiedene Szenen aus seinem Leben dar. Die erste Weihnachtskrippe wurde wohl 1562 aufgestellt und setzte sich schnell als Teil der festlichen Weihnachtstradition durch. Heute gelten die Neapolitanischen Krippen die berühmtesten und aufwändigsten auf der Welt.

Bevor der Weihnachtsbaum zum Symbol für Weihnachten wurde, war es zunächst hauptsächlich die Krippe. Heute wird die Krippe manchmal schon in der Adventszeit aufgestellt, das heißt, viele Figuren werden schon platziert, aber erst am 24. Dezember wird das Christkind in der Krippe gelegt. Neben Maria, Joseph und Jesus werden häufig auch die Heiligen Drei Könige und Tiere wie ein Ochse und ein Esel dargestellt.

Die Weihnachtspyramide hat sich höchstwahrscheinlich aus der Dresdner Pyramide heraus entwickelt. Die Dresdner Variante besteht aus vier Stäben, die mit Papier umwickelt werden. Im Erzgebirge nahm man diese Pyramide also zum Vorbild und schnitzte dann die heute so beliebten Weihnachtspyramiden. Auf den Stockwerken werden verschiedene weihnachtliche Szenen dargestellt. Oben auf der Pyramide ist ein Flügelrad angebracht, das durch die aufsteigende Hitze der Kerzen anfängt, sich zu drehen und so die Pyramide antreibt.

Weihnachtsimpressionen by Dorothea Schönfeld
Weihnachtsimpressionen – eine Weihnachtskrippe aus Sevilla by Dorothea Schönfeld

Und hier noch ein kurzes weihnachtliches Gedicht von einem unbekannten Dichter: 

Vorweihnacht

Bald ist Weihnacht, wie freu ich mich drauf,

da putzt uns die Mutter ein Bäumlein schön auf,

es glänzen die Äpfel, es funkeln die Stern,

wie hab´n wir doch alle das Weihnachtsfest gern.

Buchstabenspiel’s Weihnachtskalender Tag 13

Heute gibt es eine kurze weihnachtliche Geschichte für Euch. Viel Spaß damit!

Weihnachtsgeschenke von Herzen

Heute ist Weihnachten! Alles ist festlich geschmückt. Benjamin und Sophia freuen sich. Richtig aufgeregt sind sie, deshalb schickt sie ihre Mama zusammen mit Papa noch in den Wald. Sie sollen ein paar Tannenzapfen für den Kamin zu sammeln. Die Geschwister wissen, Ihre Mama hat Geheimnisse. Aber heute ist Heiligabend, da ist das in Ordnung. 

Draußen ist es bitterkalt. Es liegt Schnee und der See im Park ist zugefroren. Sie ziehen sich warm an. Als erstes binden sie sich ihre Schals um, dann setzen sie ihre Mützen auf, dann kommt der Anorak, aber die Handschuhe kommen erst, nachdem sie ihre warmen Winterschuhe zugebunden haben. Fertig. Es kann losgehen. Nein, sie haben den Beutel für die Tannenzapfen vergessen. Aber da kommt Papa, er hat ein Netz für die Tannenzapfen in der Hand. 

Sie laufen still durch den Garten, am Schneemann vorbei und auch an der kleinen Blautanne mit den Lichtern. Den Schneemann hat Benjamin gestern mit seinem Freund Leo gebaut. Letztes Weihnachten war die kleine Tanne im Wohnzimmer, aber im Frühling hat Papa sie in den Garten gepflanzt. Sie laufen durch die Straßen zum Wald, in den Vorgärten gibt es viele geschmückte Bäume, ein Rentier mit Schlitten und Weihnachtsmann und viele andere weihnachtliche Figuren mit Lichtern. In den Fenstern stehen leuchtende Kerzen, Schwibbögen und Weihnachtssterne. Es ist weihnachtlich und still. 

Der Wald ist verschneit. Alles ist weiß, wie sollen sie hier denn Tannenzapfen finden? Da kommt ihnen ein Mann entgegen. Er grüßt und wünscht ihnen fröhliche Weihnachten. Ihr Papa grüßt auch und geht weiter. Aber Sophia und Benjamin bleiben stehen und schauen dem Mann hinterher. Er ist groß, hat einen langen Bart, einen Mantel und einen großen Rucksack dabei. 

Benjamin greift nach Sophias Arm, hält sie zurück und guckt sie mit großen Augen an. Sie sagt geheimnisvoll: „Ich glaube schon.“ Benjamin dreht sich um und schaut dem Mann hinterher. Langsam läuft er rückwärts weiter und bemerkt gar nicht, dass Sophia und Papa schon weit weg sind. Als er sich umdreht, um seinem Papa und Sophie zu folgen, kann er sie nicht mehr sehen. 

Da bekommt Benjamin Angst. Plötzlich merkt er, wie kalt es ist und dass es auch schon etwas dunkel wird. Er beginnt zu laufen. Aber wohin läuft er denn? Er weiß es nicht. Er weiß nicht mehr, wo er ist. Benjamin hat sich verlaufen. Da beginnt er zu weinen. Erst steht er da, dann setzt er sich hin. Dann steht er wieder auf und läuft weiter. 

Er hört nicht, dass er gerufen wird. Er sieht auch nicht, dass jemand kommt. Er ist verzweifelt und traurig. Heute ist doch Weihnachten. 

Da spricht ihn jemand an: „Bist du nicht Benjamin?“ Er macht große Augen. „Ja.“ flüstert er und nickt. Da steht der Mann mit dem Bart, dem Mantel und dem Rucksack vor ihm. „Dein Papa und deine Schwester suchen dich. Hast du sie denn nicht rufen gehört?“ Er schüttelt den Kopf. „Na, dann komm. Ich bringe dich zu ihnen.“ 

Da hebt der Mann ihn einfach hoch und trägt ihn durch den verschneiten Wald. Nach ein paar Metern sind sie schon auf dem Weg und kurz darauf stehen sie vor dem Wald. Da ist ja auch sein Papa und da ist Sophia. Beide gucken überrascht und glücklich ihn zu sehen. Der Mann setzt ihn auf den Boden und Benjamin rennt zu seinem Papa. 

Sie bedanken sich, wünschen sich fröhliche Weihnachten und gehen nach Hause. Es ist schon spät. Mama kommt ihnen entgegen und schon sind sie auf dem Weg in die Kirche. 

Der Pfarrer erzählt, dass es Weihnachten eigentlich gar nicht um viele Geschenke und Essen geht. Er sagt, wir leben sehr gemütlich und haben von allem mehr, als wir benötigen. Weihnachten ist das Fest der Liebe. Es sollte aber mehr das Fest der Besinnung sein. Wir sollten uns alle bewusst machen, wie gut wir es haben. Wir sollten auch viel öfter an die denken, denen es nicht so gut geht und mit ihnen teilen. 

Sophia denkt an den Mann, den sie im Wald gesehen hat. Der sah so aus, als ob er Hilfe braucht, aber er hat Benjamin gefunden und ihm geholfen. Sie bekommt ein schlechtes Gewissen. Aber wie kann sie ihm helfen? Sie weiß doch gar nicht, wo er ist. Auch Benjamin kann den Mann im Wald nicht vergessen, er hat ihm geholfen. Wie kann er dem Mann helfen?  Die Kirche ist aus und sie gehen nach hause. Sie essen Pfefferkuchen und trinken heißen Kakao. Dann gibt es Geschenke. 

Benjamin überlegt, wie er den Mann aus dem Wald finden kann. Er weiß es nicht. Also fragt er seinen Papa, der weiß es auch nicht. Aber er sagt: „Morgen gehen wir ihn suchen, dann laden wir ihn zum Essen ein.“ 

Buchstabenspiel’s Weihnachtskalender Tag 12

Hallo Ihr Lieben, Euer Buchstabenspiel muss sich entschuldigen, nein, das Bratapfelgedicht ist doch noch nicht in Eurem Weihnachtskalender gewesen, aber dann eben heute. Versucht doch mal Bratapfel zu machen, das ist nicht schwer und schmeckt seh lecker. 

Der Bratapfel

Kinder, kommt und ratet,

was im Ofen bratet!

Hört, wie’s knallt und zischt.

Bald wird er aufgetischt,

der Zipfel, der Zapfel,

der Kipfel, der Kapfel,

der gelbrote Apfel.

Kinder, lauft schneller,

holt einen Teller,

holt eine Gabel!

Sperrt auf den Schnabel

für den Zipfel, den Zapfel,

den Kipfel, den Kapfel,

den goldbraunen Apfel!

Sie pusten und prusten,

sie gucken und schlucken,

sie schnalzen und schmecken,

sie lecken und schlecken

den Zipfel, den Zapfel,

den Kipfel, den Kapfel,

den knusprigen Apfel.

  (Bayrisches Volksgut)

Weihnachtsimpressionen - Facettenauge by Dorothea Schönfeld
Weihnachtsimpressionen by Dorothea Schönfeld

Buchstabenspiel’s Weihnachtskalender Tag 11

Heute ist schon Freitag und da denken alle ans Wochenende, warum auch nicht, es steht vor der Tür. Und mit diesem Wochenende steht der 3. Advent vor der Tür, den wird Euer Buchstabenspiel auch kräftig feiern. Zur Feier des Advents wird es Bratapfel geben. Ein schönes und passendes Gedicht zum Bratapfel hat Euch Euer Buchstabenspiel ja schon vor ein paar Tagen gepostet, das Gedicht aus dem Bayrischen Volksgut, erinnert Ihr Euch? Heute hat Euer Buchstabenspiel ein ganz kurzes für Euch: 

Der Weihnachtsbaum

Strahlend, wie ein schöner Traum,

steht vor uns der Weihnachtsbaum.

Seht nur, wie sich goldenes Licht

auf der zarten Kugeln bricht.

“Frohe Weihnacht” klingt es leise

und ein Stern geht auf die Reise.

Leuchtet hell vom Himmelszelt – 

hinunter auf die ganze Welt.

Weihnachtsimpressionen - Weihnachtswunderland Sevilla by Dorothea Schönfeld
Weihnachtsimpressionen – Weihnachtswunderland Sevilla

Buchstabenspiel’s Weihnachtskalender Tag 10

Es geht straff auf Weihnachten zu. Täglich öffnet Ihr ein Türchen und könnt Euch freuen. Heute hat Euer Buchstabenspiel ein Gedicht für Euch, das von der Ungeduld handelt. Vermutlich kennt Ihr es, wisst es jedoch nicht auswendig. Lest es und denkt einmal nach, wie ihres als Bild darstellen würdet. In diesem Sinne einen schönen Tag, wünscht Euch Buchstabenspiel

 

Farbenfroh und leuchtend so ist Weihnachten
Farbenfroh und leuchtend so ist Weihnachten

Nikolaus, ich wart schon lange! 

Bring mir eine Zuckerstange. 

Zuckerstangen schmecken fein! 

Bring von Marzipan ein Schwein. 

Bring mir eine Spielzeugkuh, 

bring mir ein paar neue Schuh, 

bring auch eine Eisenbahn, 

einen Honigkuchenmann, 

Äpfel, Kringel und Korinthen, 

Schokolade, Keks und Printen, 

einen Teddy, weich und braun, 

Christbaumschmuck, hübsch anzuschaun, 

eine Puppe, die was spricht. 

Aber eine Rute nicht!

Buchstabenspiel’s Weihnachtskalender Tag 9

Hallo Ihr Lieben, ja Weihnachten kommt und sicher habt Ihr auch schon einen Brief an den Weihnachtsmann geschrieben mit all Euren Wünschen. Was wünscht Ihr Euch denn dieses Jahr? Habt Ihr auch schon damit begonnen Geschenke für Eure Familie zu basteln? Selbstgemachtes und Gebasteltes ist für die Beschenkten eine besondere Freude, weil sie daran sehen, dass Ihr Zeit und kreative Ideen für sie aufgebracht habt. Euer Buchstabenspiel ist dabei Ketten zu basteln, aus Perlen und Schmucksteinen, aber auch mit Fotos kann sehr schön gebastelt werden. Weihnachtskarten und Bilder auf der Grundlage von Fotos, es gibt nichts schöneres. Denkt mal darüber nach. 

selbstgebastelte Kette, guck' mal
selbstgerechtes Weihnachtsgeschenk, einfach mal zum Gucken

Hier noch ein kurzes Gedicht zum Advent von Rainer Maria Rilke (1875-1926):

Advent

Es treibt der Wind im Winterwalde

die Flockenherde wie ein Hirt,

und manche Tanne ahnt, wie balde

sie fromm und lichterheilig wird,

und lauscht hinaus. Den weißen Wegen

streckt sie die Zweige hin – bereit,

und wehrt dem Wind und wächst entgegen

der einen Nacht der Herrlichkeit.

Buchstabenspiel’s Weihnachtskalender Tag 8

Hallo Ihr Lieben, habt Ihr schon die Weihnachtsgrußkarten geschrieben? Nein, dann mal los, sie sollen doch rechtzeitig ankommen. Euer Buchstabenspiel hat gestern einen großen Stapel in die Post getragen, jetzt sind die Weihnachtskarten schon auf dem Weg. 

Fröhliche Weihnachten
Fröhliche Weihnachten ein schöner warmer Pulli zum Fest

Heute am 8. Dezember findet Ihr ein schönes Weihnachtsgedicht im Weihnachtskalender, es ist von Theodor Storm (1817-1888) und gehört ganz eindeutig zu den Klassikern: 

Knecht Ruprecht

Von drauß` vom Walde komm ich her;

ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!

Allüberall auf den Tannenspitzen

sah ich goldne Lichtlein blitzen

und droben aus dem Himmelstor

sah mit großen Augen das Christkind hervor.

Und wie ich so strolcht durch den finstern Tann,

da rief´s  mich mit heller Stimme an:

“Knecht Ruprecht”, rief es, “alter Gesell, 

hebe die Beine und spute dich schnell!

Die Kerzen fangen zu brennen an,

das Himmelstor ist aufgetan,

alt und jung sollen nun

von der Jagd des Lebens einmal ruh,.

und morgen flieg´  ich hinab zu Erden;

denn es soll wieder Weihnachten werden!”

Ich sprach: “ O, lieber Herre Christ,

meine Reise fast zu Ende ist;

ich soll nur noch in diese Stadt,

wo´s eitel gute Kinder hat.”

– “Hast denn das Säcklein auch bei dir?”

Ich sprach: “Das Säcklein, das ist hier;

denn Äpfel, Nuß und Mandelkern

essen fromme Kinder gern.”

– “Hast denn die Rute auch bei dir?”

Ich sprach: “Die Rute, die ist hier;

doch für die Kinder nur, die schlechten,

die trifft sie auf den Teil, den rechten!”

Christkindlein sprach: “So ist es recht;

so geh mit Gott, mein treuer Knecht!”

Von drauß`, vom Walde komm` ich her;

ich muß euch sagen, es weihnachtet sehr!

Nun sprecht, wie ich`s hierinnen find`!

Sind´s gute Kind`, sind´s böse Kind`?

 

Buchstabenspiel’s Weihnachtskalender Tag 7

Hallo Ihr Lieben, heute ist schon der 7. Dezember. Das ist der Geburtstag einer lieben Freundin – Rosy, ich wünsche ihr alles Liebe und Gute zum Geburtstag! Euch wünsche ich einen schönen Tag und habe wie immer ein paar Gedanken zu Weihnachten. 

Weihnachtsmann, Nikolaus und Christkind

Zu Weihnachten gehören natürlich auch verschiedene Persönlichkeiten, allen voran der Weihnachtsmann und dann auch das Christkind. Sie sind ein fester Bestandteil des Weihnachtsfestes wie auch der Weihnachtszeit. Dabei haben sie gar keine lange Tradition, wie Ihr vielleicht glaubt. Das Christkind als Mädchen mit einem weißem Kleid und Schleier geht vermutlich auf Martin Luther zurück, es sollte statt des Heiligen Nikolaus die Geschenke bringen. Die Figur vom Weihnachtsmann dagegen ist noch viel jünger. In dem Lied „Morgen kommt der Weihnachtsmann“ von Hoffmann von Fallersleben wird der Weihnachtsmann 1835 zum ersten Mal erwähnt. Unser heutiges Bild vom Weihnachtsmann ist dabei maßgeblich von den USA geprägt worden.

Lasst uns nun auf den Begriff „Weihnachten“ betrachten, er setzt sich aus zwei Wortbestandteilen zusammen, nämlich aus „Weih“ und „Nachten“. Typisch deutsch, zusammengesetzte Worte. Das erste Wort lässt sich vom germanischen „wiha“ ableiten und bedeutet so viel wie heilig. Und Nachten lässt sich von Nächten ableiten, es handelt sich hier also um die heiligen Nächte. Der Begriff hat seinen Ursprung im Heidentum und eine Verbindung zu den Rauhnächten ist zu erkennen. Dabei handelt es sich um die zwölf Nächte vom 24. Dezember an, in denen die Menschen mit Ritualen und Messen der Priester und Druiden vor der Finsternis geschützt werden sollten. Nichts desto trotz ist es ein christliches Fest, das eben auch vorchristliche Bräuche aufgenommen und weitergeführt hat. 

Heute hat Euer Buchstabenspiel für Euch ein Wintergedicht von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874):

Weihnachtliche Gedichte

A, a, a, der Winter der ist da

A, a, a, der Winter der ist da.

Herbst und Sommer sind vergangen,

Winter, der hat angefangen,

A, a, a, der Winter der ist da.

E, e, e, nun gibt es Eis und Schnee.

Blumen blüh´n an Fensterscheiben,

sind sonst nirgends aufzutreiben,

E, e, e, nun gibt es Eis und Schnee.

I, i, i, vergiss des Armen nie.

Hat oft nichts, sich zuzudecken,

Wenn nun Frost und Kält´ ihn schrecken.

I, i, i, vergiss des Armen nie.

O, o, o, wie sind wir alle froh

wenn der Niklaus wird was bringen

und vom Tannenbaum wir singen

O, o, o, wie sind wir Kinder froh. 

U, u, u, die Teiche frieren zu

hei, nun geht es wie der Wind

übers blanke Eis geschwind

U, u, u, die Teiche frieren zu.

Buchstabenspiel’s Weihnachtskalender Tag 6

Hallo Ihr Lieben, heute ist Nikolaus. Einen schönen Nikolaustag wünscht Euch Euer Buchstabenspiel! Aber heute ist auch der 2. Advent, Ihr dürft die zweite Kerze am Adventskranz anzünden. Habt Ihr schon für Weihnachten geschmückt? Nein, dann wird es aber langsam Zeit, heute ist Sonntag, eine gute Gelegenheit. Zur Dekoration gehört sicher ein Adventskranz mit vier Kerzen.

Aber auch ein Weihnachtsbaum. Wann wird er aufgestellt, geschmückt und abgebaut? Nun aufgestellt wird der Weihnachtsbaum im Advent, wann das hängt von der Familie ab. Geschmückt wird der Baum eigentlich erst am 24. Dezember, aber in vielen Familien wird er gleich geschmückt. Traditionell steht der Baum bis Höhenneujahr, das ist am 6. Januar. An diesem Tag endet das Weihnachtsfest und die Weihnachtszeit. In einigen Ländern, wie zum Beispiel, Spanien bekommen die Kinder Ihre Geschenke erst am 6. Januar. 

Kerzen sind für die Weihnachtszeit und die Dekoration von ganz großer Bedeutung. Genauso wichtig sind das Erzgebirge und Seiffen: Im Erzgebirge und dem dortigen Seiffen wird tolle Weihnachtsdekoration geschnitzt. Es gibt Pyramiden, Schwibbögen, Räuchermännchen, Nussknacker und vieles mehr. Aber genug geredet, Euer Buchstabenspiel hatte Euch versprochen an den Adventsfeiertagen Euch eine Geschichte zu präsentieren, also, hier folgt: 

Weiße Weihnachten“ von D.S. Felix

Viel Spaß beim Lesen wünscht Euch Euer Buchstabenspiel

Weiße Weihnachten

Alle wünschen sich weiße Weihnachten. Es soll schneien. Marie sitzt in ihrem Zimmer, ihr ist langweilig. Leise singt sie vor sich hin: „Schneeflöckchen Weißröckchen, wann kommst du geschneit…“

Es ist Heiligabend. Ihre Brüder sind unten in der Küche bei ihrer Mutti, sie sind albern und bauen aus Plätzchen Türme. Und natürlich sind sie die ganze Zeit am Essen: Vanillekipferl, Haselnussecken, Zimtsterne, Koksmakronen, Schokotaler und noch viele mehr. Marie hat mit Tante Elisabeth viele verschiedene Plätzchen für Weihnachten gebacken. 

Marie langweilt sich, und ihren Brüdern ist auch langweilig. Sie möchte einen Schneemann bauen, aber es liegt kein Schnee. Was können sie tun? Das Wohnzimmer ist abgeschlossen, weil heute ja Weihnachten ist. Marie denkt an die vielen Geschenke, die schon unterm Weihnachtsbaum liegen. Heute Vormittag haben ihre Mutti und ihr Bruder Sebastian den Weihnachtsbaum geschmückt. Als sie mit ihrem heißen Kakao aus der Küche kam, hat sie heimlich ins Zimmer geschaut. Da lagen viele bunt verpackte Geschenke.

Da hört Marie ihren Papa rufen: „Esst nicht so viele Plätzchen, sonst bekommt ihr Bauchschmerzen. Und ich möchte sie auch noch kosten.“ Dann klingelt es an der Haustür. Wer kann das denn sein? Marie hört, wie ihre Brüder zur Tür rennen und sie öffnen, dann ist es still. 

Marie kann es nicht sehen, aber da steht ein großer Mann mit langen Bart und einem langen Mantel vor der Tür und das hat ihren Brüdern die Sprache geraubt. Ihr Vater spricht mit dem Mann. Nach kurzer Zeit geht er wieder weg. Das sieht Marie von ihrem Fenster aus. Der Mann geht gebückt. Irgendwas stimmt nicht, denkt Marie. 

Als Sebastian die Treppe hochkommt, fragt Marie, wer das war. „Das war der Weihnachtsmann.“ antwortet ihr Bruder. „Papa hat ihm Geld gegeben.“ Marie wundert sich. Komisch, warum gibt Papa dem Weihnachtsmann Geld? Und der Mann sah gar nicht aus wie der Weihnachtsmann. Aber Sebastian ist überzeugt, dass es der Weihnachtsmann war. 

Am Nachmittag geht die ganze Familie in die Kirche zur Christmesse. Vor der Kirche treffen sie die Großeltern. Alle sind warm angezogen. Es hat immer noch nicht geschneit. Marie ist traurig, sie hatte sich so sehr auf weiße Weihnachten gefreut. 

Nach der Christmesse, gehen sie alle zusammen nach Hause. Da ist wieder der Mann, der heute schon bei ihnen geklingelt hat. Sebastian sagt, da ist der Weihnachtsmann. Ihre Eltern beraten sich, dann geht ihr Papa zu dem Mann und lädt ihn zum Kaffeetrinken ein. Zuhause macht Mutti heißen Tee. Tante Elisabeth zündet Kerzen an. Sie setzen sich mit dem fremden Mann an den Tisch und essen leckeren Stollen, die Plätzchen von Marie und trinken heißen Tee. Dann singen sie alle zusammen Weihnachtslieder. Oma sagt ein schönes Weihnachtsgedicht auf. 

Und dann traut sich Sebastian, er fragt den Mann, ob er der Weihnachtsmann ist. Alle sind ein bisschen erschrocken, aber der Mann lacht und sagt: „Nein, ich bin nicht der Weihnachtsmann. Ihr seid für mich die Weihnachtsfamilie, weil ihr mich aufgenommen habt und euer Essen mit mir geteilt habt. Dafür möchte ich mich ganz herzlich bedanken.“ Dann verabschiedet er sich, er wünscht allen gesegnete Weihnachten und geht hinaus in die Dunkelheit. 

Es ist eine Weile ganz ruhig, dann draußen ist es schon richtig dunkel, erklingt das Glöckchen. Das Glöckchen, auf dass sie alle den ganzen Tag so gespannt gewartet haben. Es erklingt und überrascht alle. Jetzt dürfen sie ins Wohnzimmer kommen. Der Weihnachtsbaum erstrahlt in vollen Glanz. Sebastian und Mutti haben ihn schön mit Kerzen, Glaskugeln, Engeln und Strohsternen geschmückt. Und darunter… darunter liegen viele, viele Geschenke. 

Es wird ganz still. Dann hört man nur noch das Rascheln von Geschenkpapier. Da stupst Opa Marie an, er zeigt zum Fenster. Es hat angefangen zu schneien! 

In ganz kurzer Zeit verwandelt sich die Landschaft von einer kalten grauen Winterlandschaft in eine schöne weiße Winterlandschaft. Das gefällt Marie! Jetzt steht sie am Fenster und beobachtet die Verwandlung. Marie ist begeistert. „Oh wie schön.“ flüstert sie. Draußen ist jetzt alles weiß vom Schnee. Morgen wird sie einen Schneemann bauen.

Da sieht sie einen Mann die Straße entlanggelaufen. Vermutlich ist es der Nachbar mit dem Hund, aber vielleicht auch der Mann…

 

Buchstabenspiel’s Weihnachtskalender Tag 5

Er ist ein Freund der Kinder,

kommt immer nur im Winter,

trägt Schweres auf dem Rücken,

sie zu beglücken.

Wer ist das?

Weihnachtsimpressionen Weihnachtsschmuck - Foto von Dorothea Schönfeld
Weihnachtsschmuck – Foto von Dorothea Schönfeld

Hallo Ihr Lieben, heute ist schon der 5. Dezember, das ist ein wichtiger Tag. Wie Ihr wisst nicht warum, nun morgen ist Nikolaus. Ja, und das heißt, dass Ihr heute am Abend Eure Stiefel gut putzen und vor die Tür stellen müsst, damit der Nikolaus sie füllt. 

Könnt Ihr das Lied von gestern schon singen? Kling Glöckchen… übt es, das wird morgen am 2. Advent und dem Nikolaustag Eindruck machen. In Euren geputzten Stiefel vor der Tür finde Ihr am Nikolaustag Süßes . Oft gibt es auch Äpfel und Orangen oder gebrannte Mandeln, Nüsse oder auch kleine Geschenke. Wenn Ihr mehr über deutsche Weihnachtsbräuche wissen möchtet, dann lest doch: Sonntag im Advent von Dorothea S. Felix. Das Buch ist im Friedrich-Marker-Verlag erschienen. Also, einen schönen 5. Dezember wünscht Euch Euer Buchstabenspiel. 

Lösung: Der Nikolaus