Ausstellung: Struwwelpeter und Dornröschen

Hallo Ihr Lieben,

Sicherlich wisst Ihr wer Struwwelpeter und Dornröschen sind. Ja, genau, das sind zwei Märchengestalten. Momentan gibt es in Halle an der Saale eine Ausstellung die so heißt. In dieser Ausstellung könnt Ihr noch bis Ende März 200 historische Kinderbücher sehen. Die Bücher stammen aus einer süddeutschen Privatsammlung.

Wo die Ausstellung gezeigt wird, im Historischen Waisenhaus der Franckeschen Stiftung in Halle an der Saale. Es gibt Kinderbücher vom 16. bis 20. Jahrhundert aus der Sammlung Werner Ziesel zu sehen. Diese Ausstellung haben das Edwin Scharff Museum und Werner Ziesel entwickelt.

So eine Ausstellung ist eine tolle Sache, guckt sie Euch an. Das lohnt sich. Es gibt natürlich auch viele andere tolle Ausstellungen, die Ihr Euch nicht entgehen lassen solltet…

Liebe Grüße. Euer Buchstabenspiel

 

E-Books zu Weihnachten

Es scheint der große Trend des Weihnachtsfestes zu werden, E-Books. Doch haben sie eine Zukunft? Und wenn, was bedeutet das für die Lesekultur?

Zunächst muss klar festgehalten werden, dass das E-Book nach wie vor ein Schattendasein führt. Es gibt sie, aber niemand möchte wirklich dafür zahlen, deshalb sind die meisten gelesenen E-Books nach wie vor kostenlos aus dem Internet herunter geladene Klassiker, deren Rechte abgelaufen sind. Diese Bücher haben oft unhandliche Formate und eine Länge, die sie nicht besonders geeignet macht auf dem Handydisplay gelesen zu werden. Spezielle E-Book-Reader gibt es, sie sind jedoch sehr teuer und man bindet sich meist an einen Anbieter, was auch nicht wirklich vorteilhaft erscheint.

Untersuchungen zum Leseverhalten haben gezeigt, dass das digitale Lesen als solches zunimmt, allerdings werden längere oder hochwertigere Texte als gedrucktes Buch bevorzugt.

Heute, und das trifft in besonderem Maß auf das E-Book zu, wird zunehmend in kleinen Portionen gelesen. Außerdem wird mehr zwischen den Textportionen hin- und hergesprungen, mache Textstellen werden nur überflogen, andere werden ganz weggelassen. Links und Suchoptionen unterstützen dies. Bei längeren Texten bevorzugen scheinbar alle Lesetypen das gedruckte Buch.

Außerdem ist festzustellen, dass das Lesen am Gerät, das Lesen selbst beeinflusst, bzw. dass das Gerät darüber entscheidet wie gelesen wird. Am längsten lesen iPad-Besitzer am Gerät mit durchschnittlich 30 Minuten. Das heißt, dass Kurzgeschichten oder Fortsetzungsgeschichten besonders geeignet sind.

E-Books sind toll besonders, weil sie viele Möglichkeiten bieten, die herkömmliche Bücher nicht haben, Kinder sind dieser Technik gegenüber offen, was positiv ist. Aber es sollte nicht auf das herkömmliche Buch zu Gunsten des E-Books verzichtet werden.

Bedenken Sie dies immer, wenn Sie ein E-Book zu Weihnachten oder einem anderen Anlass verschenken möchten. Es ist eine tolle Sache, aber muss gezielt ausgesucht werden. Das trifft in besonderem Maß zu, wenn Sie das E-Book an Kinder oder Jugendliche verschenken möchten.

Nikolaus

Hallo Ihr Lieben,

Heute ist Nikolaus, ja es ist schon etwas später und Ihr seid bestimmt schon aus der Schule zurück. Aber eine Frage drängt sich Eurem Buchstabenspiel doch auf: Was hat Euch der Nikolaus gebracht? Schokolade, Pfefferkuchen oder wie früher, ein paar warme Socken für den Winter?

Wenn man den Umfragen glauben darf, dann gab es viele Bücher. Natürlich stehen die Bücher, welche die Bestsellerlisten anführen auch ganz oben bei den Büchern, die es zu Nikolaus gegeben hat. Sicher gibt es Bücher, die man einfach gelesen haben muss, aber Bestseller sind nicht unbedingt die besten Bücher.

Wählt Ihr die Bücher, die Ihr lest selbst aus? Und wenn Ihr das tut, wie wählt Ihr sie aus? Geht Ihr mit Euren Eltern oder Großeltern in eine Buchhandlung und stöbert in den Büchern und wählt dann eins aus? Euer Buchstabenspiel geht oft in Buchhandlungen, nur um rumzugucken. Oft kaufe ich dann auch das eine oder andere Buch. Oft gefallen dem Buchstabenspiel gerade die Bücher, die nicht auf den Hitlisten zu finden sind. Es gibt wahre Schätze, die man nicht ohne Anstrengung finden kann.

Am Wochenende hat Buchstabenspiel ja die Geschichte von David gelesen, sie heißt, David, der kleine Ritter aus Hassmersheim – Sonntag im Advent. Diese Geschichte kann man nur beim Friedrich-Maerker-Verlag direkt kaufen oder aber bei KidsFox oder Sprachkind. In ganz wenigen Geschäften findet man die Geschichten, aber sie machen Spaß.

So, jetzt geht Euer Buchstabenspiel Pfefferkuchen naschen. Auch das gehört zum Advent.

Liebe Grüße und einen schönen Advent wünscht Euer Buchstabenspiel.

 

Weihnachtsgeschenk E-Book

Dieses Jahr, so heißt es, werden viele Menschen einen E-Book-Reader geschenkt bekommen oder unter dem Weihnachtsbaum finden. Was ist an dem Trend des E-Books? Und sind E-Books für Kinder geeignet?

Sicher gibt es viele verschiedene Möglichkeiten E-Books kindgerecht aufzuarbeiten. Doch derzeit überwiegen noch die Spielereien vor den wirklich innovativen Ideen. Das E-Book kann eine tolle digitale Erlebniswelt sein, sofern sie entsprechend aufbereitet sind. Es ist durchaus gut und wichtig zu experimentieren, um die Fülle aller Möglichkeiten, welche die digitale Welt hat auszuschöpfen und somit den Kindern zu eröffnen.

Derzeit werden die Möglichkeiten noch nicht konsequent genutzt, weil dazu die Inhalte von Büchern zielgerichtet und bewusst aufbereitet werden müssen. Dazu muss zum Beispiel entschieden werden, ob das Produkt als Paket oder Häppchen, mit oder ohne zusätzliche Features oder Apps angeboten werden soll. Auch ist es möglich, Links oder Videos zu integrieren.

Momentan ist es noch etwas problematisch, weil es eine Vielzahl an unterschiedlichen Geräten mit entsprechend verschiedenen Formaten und Möglichkeiten gibt, aber Verlage und Autoren haben auf das Endprodukt immer ihren Einfluss, den sie geltend machen sollten. Die Wahl hängt natürlich zum Teil von der gewünschten bzw. angesprochenen Zielgruppe ab.

Zusammengefasst heißt das, dass die Digitalisierung die Möglichkeiten des gedruckten Buches übersteigt. Allein die Möglichkeiten Zusatzinformationen zu bekommen, der Fantasie auf die Sprünge zu helfen. Die digitale Welt ist ein Teil der Gegenwart, den wir nicht mehr verneinen dürfen, wenn wir am Jetzt teilhaben wollen. Natürlich bietet jedes Medium verschiedene Möglichkeiten.

Was Sie jedoch beachten sollten, wenn Sie für Ihr Kind ein E-Book kaufen, viele Spielereien sind zu vermeiden. Wählen Sie lieber ein Produkt, das sich durch eine Idee auszeichnet. Wichtig ist dabei vor allem, dass die Interaktion den Lesefluss nicht stört oder unterbricht. Einige Verlage bieten deshalb zwei verschiedene Modi an, den Spiel- und den Lesemodus.

 

Adventskalender

Hallo Ihr Lieben,

so, nun haben wir schon den zweiten Advent. Der erste war doch gerade erst, dann war am Mittwoch der erste Dezember, an dem Ihr und auch Euer Buchstabenspiel das erste Türchen am Kalender öffnen durftet. Was war bei Euch im Kalender? Was Euer Buchstabenspiel gefunden hat, wisst Ihr ja, eine halbe Stunde vorlesen. Das war wirklich toll. Buchstabenspiel liest gerne und viel, aber etwas vorgelesen zu bekommen, das ist toll.

Heute ist der 5. Dezember. Was gab es bis heute im Adventskalender oder Weihnachtskalender? Hier ist ein weiteres Beispiel für Euch, am 2. Dezember, da verbarg sich hinter der Tür ein Lesezeichen. Bestimmt fragt Ihr Euch schon, was es zum 3. Dezember gab… aber das verrate ich nicht.

Heute am zweiten Advent hat Euer Buchstabenspiel eine ganz besondere Geschichte zu lesen bekommen. Sie heißt: Sonntag im Advent, geschrieben hat sie DS.Felix, das Buch ist aus der Reihe David, der kleine Ritter aus Hassmersheim. Kennt Ihr diese Geschichte? Nein? Dann will ich Euch eine kurze Inhaltsangabe geben.

Advent im Sonntag handelt vom ersten Advent, David feiert zusammen mit seinen Großeltern, seinen Eltern und seiner Schwester. Die Familie verbringt den Tag bei den Großeltern, mit tollem Essen und Basteln. Sie genießen einen ruhigen Sonntag und bereiten sich auf Weihnachten vor. Aber Euer Buchstabenspiel wird sicher nicht alles verraten. Wenn Ihr wissen möchtet, was genau passiert, dann müsst Ihr sie selbst lesen. Das könnt Ihr in Türkisch, Französisch, Spanisch, Englisch oder Deutsch. Das Buch gibt es beim Friedrich-Maerker-Verlag. Viel Spaß!

Weihnachtskalender

Jedes Jahr wieder höre ich, wie meine Schüler von ihren Weihnachtskalendern erzählen. Unter uns gesagt, die meisten sind nicht sonderlich aufregend, oft handelt es sich um Kalender aus dem Supermarkt, die mit Schokolade gefüllt sind. Täglich ein Stück Schokolade und fertig. Manche Kinder bekommen Kalender mit Bildern, vermutlich zeigt das, dass die Eltern gesundheitsbewusst sind und die Kinder von Schokolade fernhalten wollen.

Einige Kinder erzählen auch von Kalendern, die die Eltern selbst füllen mit den verschiedensten Sachen, da gibt es einen Tag einen Stift, dann einen Radiergummi, dann vielleicht etwas Süßes und so weiter. Kinder, die einen solchen Kalender geschenkt bekommen, werden beneidet. Ihre Eltern denken sich etwas aus. Die Geschenke hinter den Türchen sind nicht absehbar. Das gefällt Kindern.

Einen besonderen Weihnachtskalender, der ähnlich aufgebaut ist und nicht viel kostet, möchte ich jetzt beschreiben. Kinder lieben Überraschungen genauso wie sie Aufmerksamkeit mögen. Wer sich mit Kindern beschäftigt, weiß, dass es ihnen wichtig ist, von Erwachsenen ernst genommen zu werden und nicht ausgeschlossen zu werden. Eine Möglichkeit ist es, dass man Ihnen einen Weihnachtskalender der besonderen Art schenkt.

Man nehme ein Buch, das weder zu kurz noch zu lang ist, teile es in lesbare Abschnitte. Dann nehme man einen Zettel und einen Stift, und beginne die Abschnitte auf die Zettel zu schreiben… Die Zettel werden mit Nummern versehen, 1 bis 24 und dann mit dem Buch verbunden.

Am ersten Dezember öffnet das Kind sein erstes Kalendertürchen und wird man eine halbe Stunde vorlesen geschenkt bekommen. Dann kann man ein Lesezeichen schenken, damit das Kind auch selbst liest. Es gibt viele Artikel zum Buch, auch ein Hörbuch oder Hörspiel ist denkbar. Manche Bücher wie Pippi Langstrumpf sind verfilmt worden und können als DVD viel Spaß bereiten und dazu anregen weitere Abenteuer zu lesen.

Lesen, Vorlesen, Lesehilfen, wie ein Leselicht, eine Buchhülle, Nonbook-Artikel, die es im Buchladen reichlich gibt, zum Beispiel, eine Buchstütze, Buchständer, damit das Buch schön schräg vor dem Leser auf dem Tisch aufgestellt werden kann und vieles anderes mehr finden Sie dort. Es gibt viele Möglichkeiten Kindern und Jugendlichen das Lesen näher zu bringen. Bücher machen Spaß.

Weihnachtskalender

Hallo Meine Lieben,

habt Ihr auch einen Weihnachtskalender, damit Ihr das große Fest nicht verpasst? Dieses Jahr hat Euer Buchstabenspiel einen ganz besondern Kalender. Es ist ein Kalender ohne Schokolade. Ja, da werden einige von Euch enttäuscht gucken, aber das Buchstabenspiel ist begeistert!

Weshalb fragt Ihr jetzt? Nun, ich will Euch das erklären. Heute am 1. Dezember hat das Buchstabenspiel die erste Tür geöffnet und fand ein Kärtchen, auf dem zu lesen steht, eine Stunde vorlesen. Habt Ihr jetzt verstanden, warum dieser Kalender ein ganz besonderer ist? Nun, bin ich gespannt, was sich hinter dem zweiten Türchen verbirgt. Es sieht spannend aus, hat eine seltsam längliche Form, aber was es ist, das werde ich erst morgen herausfinden. Da muss ich ganz schön geduldig sein. Leider.

Habt Ihr auch einen so schönen Weihnachtskalender wie Euer Buchstabenspiel bekommen? Schreibt mir, ich bin neugierig.

Liebe Grüße von Eurem Buchstabenspiel.

 

Niveaulimbo

Das Jugendwort des Jahres ist wieder gewählt worden, auf der Homepage des Langenscheidt Verlages haben viele Jugendliche ihre Stimme abgegeben und für „Niveaulimbo“ gestimmt. Was dieser Begriff eigentlich für die Jugendlichen bedeutet und welche anderen Begriffe im Rennen waren und auf welcher Position diese gelandet sind, soll im Folgenden kurz erläutert werden.

Das Jugendwort 2010 heißt Niveaulimbo, und bezeichnet das stetige Absinken des Niveaus. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um das Niveau im TV, in der Diskussion oder um Bildung handelt. Der Limbo war ein westindischer Totentanz und gilt heute als Partytanz.

Das Jugendwort des Jahres wird sein 2008 gewählt, damals wurde „Gammelfleischparty“ für Ü-30-Parties gewählt, letztes Jahr dann war es der Ausdruck „hartzen“, der rumhängen und arbeitslos sein beinhaltet. 2010 ist es also der „Niveaulimbo“.

Es war vermutete worden, dass Speckbarbie das Rennen macht, aber weit gefehlt, sie hat es nicht einmal in die Top 3 geschafft. Platz 2 belegt, das Arschfax, welches das Etikett der Unterhose bezeichnet, das womöglich aus der Hose lugt. Platz 3 erzielte das Egosurfen, damit wird zum Ausdruck gebracht, dass jemand sich selbst im Internet sucht, um zu sehen, wie beliebt und berühmt er ist. Auf dem vierten Platz findet man dann doch die Speckbarbie. Nach ihr kommt der Begriff 1(nice) bzw. nice one, was soviel bedeutet wie „hübsch“, oder „gut gemacht“. Hier noch eine Liste mit Beispielen: Abwrackprämie = Rente. Änderungsfleischerei = Klinik für Schönheitschirurgie. Atze = Kumpel, Freund. Copypasten = Abschreiben. Crossi = Person mit braungebrannter ledriger Haut. Dulli oder Dully = Idiot. Emontional flexibel = launisch. Eskalieren = exzessiv feiern. Flamen = nörgeln, nerven. Flatratelabern = quasseln. Hadde! Hade lan! = Hau rein! Tschüss! Haten = alles schlechtmachen. Hochleistungs-Chiller = extrem faule Person. Hottie = attraktive Person. Klappkaribik = Sonnenbank. Konsolero = Person, die zu viel Zeit mit der Spielekonsole verbrringt. Lohas = Öko, umweltbewusst. Loli = unreifes, naives Mädchen. Lowbob = Anfänger, schlechter Spieler. Malle = bescheuert, abgefahren. Nippelwetter = kalt und regnerisch. Phantomvibration = Einbildung, dass das eigene Handy vibriert. Raumschiff = super, toll. Resetten = rückgängig machen. Schnitzelhusten = Schweinegrippe.

Abschließend bleibt die Frage unbeantwortet, welche der Worte sich durchsetzen werden und auch in einem Jahr noch benutzt werden. Das kann heute so noch nicht gesagt werden, eines ist jedoch sicher, es findet eine Auseinandersetzung mit Sprache statt, das ist gut und wird hoffentlich nicht enden.

 

Niveaulimbo

Hallo Ihr Lieben,

nun, Euer Buchstabenspiel hat gelesen, dass das neue Jugendwort des Jahres 2010 Niveaulimbo heißt. Wisst Ihr was das ist? Das Wort Niveaulimbo bedeutet, dass etwas immer schlechter wird. Ich wusste es nicht, wie ich auch einige andere Worte vorher nicht kannte.

Aber es freut Euer Buchstabenspiel immer wieder zu sehen, wie Ihr die Sprache benutzt und Euch nutzbar macht. Dazu ist Sprache da, Sprache ist nicht statisch und muss benutzt und verändert werden. Nur so bleibt sie immer aktuell und in jeder Lebenslage benutzbar.

Natürlich gibt es auch Stimmen, die sagen, dass die Sprache verunglimpft wird. Ja, zum Teil stimmt sicher auch das, aber es ist Teil des Prozesses. Und mal ehrlich, viele Worte verschwinden genau aus diesem Grund schon nach kurzer Zeit wieder aus dem täglichen Gebrauch. Sehr viele.

Worte wie Schnitzelhusten haben nur in Bezug auf die Schweinegrippe und deren ständiger Präsenz in der Presse eine Bedeutung und wenn die Hühnergrippe zurück ist oder eine andere kommt, dann ändert sich das auch wieder.

Also, liebe Grüße und viel Spaß beim Wörtererfinden.

Euer Buchstabenspiel

 

Buchwahl und Lektürevoschläge

Es gibt viele tolle Kinder und Jugendbücher, oft haben Eltern jedoch das Problem nicht zu wissen, welches Buch Sie Ihrem Kind oder Heranwachsenden anbieten sollen. Aus diesem Grund möchte ich Ihnen an dieser Stelle ein Buch empfehlen.

Kyklop Lupi oder Das Fenster zur Welt von D.S. Felix ist ein Roman nicht nur für Kinder und Jugendliche, sondern auch für Erwachsene. Protagonist des Buches ist ein Heranwachsender unbestimmten Alters, dessen Name Lupi ist. Er muss sich in einer außergewöhnlichen Situation behaupten. Dabei kommt es schon mal zu Verwechslungen zwischen Traum und Wirklichkeit aber auch zwischen vergangenen und zukünftigen Ereignissen.

Eines der Hauptprobleme, die der Protagonist zu bewältigen hat, ist allein in zwei Zimmern und von Technik umgeben zu sein. Es gibt zwei Roboter, Gaia und Uranus, die sich um Lupi kümmern und einen Computer, welcher seine einzige Möglichkeit zur Kommunikation mit der Außenwelt ist. Isolation und Technik bestimmen Lupis kleine Welt.

Der Protagonist gibt nicht auf, sondern versucht die Zeit zu füllen, der Computer dient ihm dabei weniger als Spielzeug denn als kritisch beäugte Informationsquelle. Das überrascht umso mehr als Lupi keine Resonanz oder Rückmeldung auf sein Tun von einem Freund, der Familie oder nur einem Menschen bekommt. Es ist ihm nicht möglich eine wechselseitige Kommunikation bezüglich der gesammelten Informationen zu führen. Wie aber soll ein Heranwachsender ohne Kommunikation und Bezugsperson Entscheidungen treffen bzw. Erfahrungen und Erlebnisse einordnen und bewerten?

Lupi lernt viel kennen, trotz seiner eingeschränkten Sicht gelingt es ihm die Situation zu meistern. Am Ende ist er der unangefochtene Held seiner Geschichte.

Dieses Buch ist spannend und lehrreich zugleich, es gibt kaum einen Leser, der sich nicht darin wieder finden würde, weil die Themenvielfalt einfach so breit gestreut ist ohne dabei nichts sagend zu werden. Das Fenster zur Welt oder Kyklop Lupi von dsFelix gibt es nur beim Friedrich-Maerker-Verlag. Das Buch fasziniert Leser jeden Alters, es ist ein Lesevergnügen, das den Winter mit Schnee, Regen und Kälte vergessen lässt. Bücher machen Spaß!