Zweisprachige Bücher zum Deutsch lernen

Sprachen sind mein Steckenpferd, viele meiner Bücher sind zumindest zweisprachig, einige sind in vielen verschiedenen Sprachen erschienen, um all diese Bücher soll es hier gehen. Es gibt verschiedene zweisprachige Bücher, die sich an unterschiedliche Leser richten. Einerseits sind da die zweisprachigen Wendebücher David, der kleine Ritter aus Hassmersheim und Mariechen und die Süßigkeiten für Kinder und andererseits gibt es für Jugendliche und junge Erwachsene zweisprachige Lektüren Schwedter Strasse Sieben oder auch Berliner WG-Geschichten. Gemeinsam haben diese Bücher, dass sie dem Leser helfen die deutsche Sprache zu erlernen und viele alltägliche Situationen sicher zu beherrschen.

Schwedter Strasse Sieben

Um Deutsch als Fremdsprache zu lernen, gibt es für Jugendliche und junge Erwachsene habe ich die Schwedter Strasse Sieben geschrieben. Dabei handelt es sich um eine Buchreihe, in der kurze und einfache Texte in Deutsch und Spanisch sind, zusätzlich zu den Texten enthalten die Bücher Vokabelangaben, Grammatik, Erläuterungen, Übungen und Aufgaben, die eine Auseinandersetzung mit dem Thema und dem Text unterstützen und lenken.

Auf diese Art und Weise profitiert der lernende Leser gleich mehrfach, er erhält Bestätigung und Lernerfolge gezeigt, weil die Texte leicht sind und gut verstanden werden können. Andererseits werde die Leser auch gefordert, was zum Lernen anregt und motiviert. Wichtig ist, dass die Lektüre der Schwedter Strasse Sieben Selbstvertrauen vermittelt, der Leser sieht, er kann das meistern.

In den Geschichten wird deutsche Alltagskultur vermittelt und beispielhaft am Studentenleben von Studenten in Berlin gezeigt. Die verwendete Methode hinter der Buchreihe ist kontextualisierend lernendes Lesen. Entstanden sind die Texte beim Unterrichten mit dem Lehrwerk Studio D, weil mir als Lehrendem aufgefallen ist, dass den Lernern etwas fehlt, das ihnen die eigenen Lernerfolge zeigt ohne einer Prüfung ausgesetzt zu sein. Und wer freut sich nicht über den ersten Text, der ohne fremde Hilfe in einer Fremdsprache gelesen und verstanden wird. Lesend lernen, sei es im Selbststudium oder zur Vertiefung, ist mit den zweisprachigen Texten von Schwedter Strasse Sieben möglich.

Jeder Text ist in sich geschlossen und kann einzeln gelesen werden, aber sie können auch aufeinander aufbauend als Fortsetzungsgeschichte gelesen werden. Es gibt verschiedene Arten mit den Texten und dem enthaltenen Zusatzmaterial, wie Vokabelangaben, Grammatikangaben, Aufgaben, Übungen und Erläuterungen umzugehen oder zu arbeiten. Die Texte können direkt bei mir der Autorin, D.S. Felix angefordert werden oder bei Amazon und Xinxii bestellt werden.

 

David – Der kleine Ritter von Hassmersheim

David, der kleine Ritter aus Hassmersheim bildet den Auftakt zu einer Buchreihe, die im Friedrich-Marker-Verlag erscheint. Sie richtet sich an Kinder ab 8 Jahren. Jedes Buch der Reihe ist in sich geschlossen und kann ohne vorherige Lektüre der anderen Bücher gelesen werden. Die Geschichten um David gibt es in verschiedensten Sprachkombinationen, jeder Text ist in Deutsch und einer weiteren Sprache in den Wendebüchern enthalten, an Sprachen gibt es einerseits europäische Sprachen, als da wären Englisch, Französisch, Spanisch, aber auch Portugiesisch, Italienisch, Ungarisch und Polnisch beispielsweise. Außerdem gibt es eine Reihe an Fremdsprachen, die sich ehr an integrationswillige Leser richtet, wie zum Beispiel Russisch, Türkisch und Arabisch. Andererseits können die Sprachen auch anders sortieren werden, zum Beispiel nach Sprachgruppen, da wären dann nicht die europäischen Sprachen, sondern die romanischen Sprachen klar in der Überzahl, Spanisch, Französisch, Portugiesisch und Italienisch gefolgt von den osteuropäischen Sprachen Russisch, Ungarisch und Polnisch, den Germanischen Sprachen Deutsch und Englisch. Das Türkische und das Arabische würden aus dem Rahmen fallen und für sich allein stehen.

Der Protagonist dieser Reihe von zweisprachigen Wendebüchern ist David, ein Junge aus Hassmersheim, dessen Hobby Ritter und Burgen sind. Er erlebt viele Abenteuer mit seinem besten Freund Tim. Er besucht Burgen, geht Angeln und streitet sich mit seinen Klassenkameraden oder auch seiner jüngeren Schwester. Sein großes Vorbild ist der Ritter Götz von Berlichingen, dessen Burg er immer auf der gegenüberliegenden Neckarseite sieht.

Mariechen und die Süßigkeiten

Mariechen und die Süßigkeiten ist eine weitere Reihe zweisprachiger Wendebücher, auch diese Reihe ist im Friedrich-Marker-Verlag erschienen und für Kinder ab 8 Jahren geeignet. Diese Buchreihe folgt dem gleichen Prinzip wie David, der kleine Ritter aus Hassmersheim. Das heißt, dass es einen in sich geschlossenen Text gibt, der mit Vokabelangaben versehen ist und zu dem es Fragen zum Textverständnis, Aufgaben und Illustrationen gibt. Die Geschichten um Mariechen gibt es in verschiedensten Sprachkombinationen, jeder Text ist in Deutsch und einer weiteren Sprache in den Wendebüchern. Ein entscheidender Unterschied ist, dass Mariechen und die Süßigkeiten immer auch ein Rezept enthält, das einfach ist und problemlos nachgekocht werden kann. Klar, Marie ist ein Mädchen aus Gundelsheim, das sich für Schokolade, Backen und Basteln interessiert, in den Büchern wird ihr Alltag thematisiert.

Erhältlich sind die Bücher der Reihe David – Der kleine Ritter aus Hassmersheim und auch aus der Reihe Mariechen und die Süßigkeiten im Buchhandel. Die Bücher dieser Reihen können auch direkt bei mir der Autorin bestellt werden, dann kann ich sie auch signieren oder mit einer persönlichen Widmung versenden. Auch beim Friedrich-Maerker-Verlag können die Bücher direkt gekauft werden. Natürlich gibt es auch elektronische Fassungen, die dann als iBook im Download erhältlich sind.

 

DaF, Zweisprachigkeit und Gedanken zum Spracherwerb

Deutsch als Fremdsprache + Deutsch als Zweitsprache

Deutsch wird immer als schwierige Sprache dargestellt, aber Deutsch zu lernen, muss nicht schwierig sein. Als Autorin habe ich zweisprachige Kinderbücher, bilinguale Fortsetzungsgeschichten und Kurzgeschichten geschrieben, die das Ziel haben mit Spaß Deutschkenntnisse zu vermitteln. Lernen ist ein Prozeß, Motivation und regelmäßige Bestätigung helfen am Ball zu bleiben und kontinuierlich die Fähigkeiten zu verbessern, zu festigen und so persönliche Ziele zu erreichen.

Der DaF oder DaZ Unterricht verfolgt das Ziel Fremdsprachenkenntnisse zu vermitteln und vielleicht sogar Zweisprachigkeit zu erreichen. Dazu muss der Lernende einerseits klar die Sprache mit der dahinterstehenden Kultur erlernen, um Kommunikationsfähigkeit erlangen. Entsprechende Bücher von mir werden unter Bücher + Veröffentlichungen vorgestellt.

Ein Exkurs zur Zweisprachigkeit

Zweisprachigkeit steht in einem Wechselverhältnis zu Identität und Kultur einer Person. Das heißt, eine Person, die zweisprachig ist und in zwei Sprachen kommunizieren kann, muss verschiedene Grundvoraussetzungen erfüllen, damit die Kommunikation in den zwei Sprachen gelingt und die Person wirklich als zweisprachig gelten kann.

Um dies zu verdeutlichen muss als erstes definiert werden, was Sprache ist. Sprache ist ein sich stetig wandelndes kulturelles Konstrukt. Worte bedeuten an sich nichts, erst durch den Kontext erhalten sie von uns eine Bedeutung zugewiesen. In anderen Worten das Wort Tisch ist bedeutungslos, erst die Übereinkunft, dass wir mit Tisch einen bestimmten Gegenstand beschreiben, macht ihn zu dem uns bekannten Ding. Bei Gegenständen ist die Situation relativ einfach, aber es gibt viele andere Phänomene in unserer Sprache, die wir als gegeben hinnehmen, die aber kulturelle Übereinkünfte sind. Wir erlernen viele Aspekte in unserer Muttersprache unreflektiert, beim Fremdsprachenerwerb ist das anders, hier suchen wir plötzlich nach dem warum… „Sprachigkeit“ bzw. Sprachfähigkeit ist dementsprechend die Gesamtheit der Fähigkeiten, die uns ermöglichen eine Sprache so zu sprechen, dass sie der erfolgreichen Kommunikation dient.

Selbstverständlich ist es möglich diese kulturellen Fähigkeiten in mehreren Sprachen zu erlernen. Manche Menschen wachsen in einem Haushalt mit unterschiedlichen Sprachen auf, oder eine Familie lebt im Ausland und die Sprache in der Familie unterscheidet sich von der bei der Arbeit, in der Schule und den Mitmenschen. Die Gründe für eine Mehrsprachigkeit können unterschiedlich sein, es ist auch nicht notwendig, dass von der Geburt an zwei Sprachen erlernt werden. Die Anforderungen an den Sprecher bleiben aber immer die gleichen, das Ziel der erfolgreichen Kommunikation.

Zweisprachigkeit beinhaltet das Verstehen und Leben von zwei Kulturen, Ausdrucksweisen, Denkweisen und das hat Auswirkungen auf die Identität der Person. Das Erleben unterschiedlicher Kulturen erweitert einerseits den Horizont, zeigt Dinge, Perspektiven und Aspekte, die von der anderen Sprache aus ganz anders aussehen. Andererseits sehen manche Menschen ehr die Gemeinsamkeiten und weniger die Unterschiede. Die Perspektive mag sich ändern, aber wir sind und bleiben Individuen, ganz gleich wie viele Sprachen wir sprechen, deshalb ist es immer eine Bereicherung Zweisprachigkeit zu erlernen.

Leseförderung ist Teil der Bildung

Ganz allgemein wird in immer neuen Studien festgestellt, dass es enorme Mängel bei der Kernkompetenz Leseverstehen gibt. Das heißt, es gibt viele Menschen, die nicht richtig lesen können. Das trifft auf Grundschüler und Schüler der weiterführenden Schulen genauso zu, wie auf Erwachsene. Erwachsene werden in diesem Zusammenhang, je nach Mangel als funktionale Analphabeten bezeichnet.

Lese- und Schreibfähigkeit wird heute stillschweigend vorausgesetzt, sie gelten als Basisbildung und Grundlage für Kulturfähigkeit. Alphabetisierung weiter Teile der Bevölkerung war schon im Römischen Reich und seinen Provinzen weitgehend verwirklicht. Es gab ein staatliches Schulsystem, das auch Bauern und Sklaven eine schulische Ausbildung ermöglichte und sie Lesen   und Schreiben lehrte. Zudem gab es im Römischen Reich ein funktionierendes Verlags- und Bibliothekswesen, doch leider ging all das mit dem Zerfall des Reiches verloren. In Teilen Europas wurde erst im 18.Jhd. erneut ein ähnliches Niveau erreicht, wichtige Impulse waren damals der Buchdruck und die Reformation. Stichworthaft zusammengefasst heißt das, Aufklärung, Zivilisierung, Moderne, Integration und Demokratisierung sind Dinge, die es ohne Alphabetisierung nicht gäbe. Schreib- und Lesefähigkeit ermöglichen Bildung und diese wiederum ist Macht und ermöglicht Freiheit. Hört sich gut an, oder? Sicher, aber im Umkehrschluss heißt das auch, dass die Verweigerung von Bildung und dem Erlernen des Lesens und Schreibens eine Art der Diskriminierung darstellt. Wer möchte sich das antun lassen?

Der Begriff des Analphabeten mag zunächst böse klingen, trifft das Problem jedoch auf den Kopf. Mit Analphabetismus bezeichnet man kulturell und bildungsbedingt individuelle Defizite beim Lesen und Schreiben, sowie völliges Unvermögen. Das hat für die Betroffenen weitreichende Folgen, meist geht es mit Abhängigkeiten, Versagen im Beruf und der Arbeitswelt und vielen weiteren Bereichen des alltäglichen Lebens einher. Kurz und gut, es gibt gute Gründe, das Lesen zu erlernen. Teilhabe in der Gesellschaft ist nur ein Grund, wichtiger sollte die persönliche Motivation sein.

Aktuell wird bei Alphabetisierung immer an Integrationskurse für Migranten und Flüchtlinge gedacht. Diese Gruppe der Analphabeten gibt es natürlich auch, aber sie hat derzeit große Aufmerksamkeit und soll hier deshalb weniger berücksichtigt werden. Hier geht es um Schüler von Grundschulen und weiterführenden Schulen, sowie Erwachsenen, die aus dem einen oder anderen Grund nie richtig Lesen und Schreiben gelernt haben. Bei der Alphabetisierung ist das Verständnis für Vorgeschichte wichtig, aber es darf nicht als Ausrede für das Versagen herangezogen werden. Wichtig ist das Ziel eine Fähigkeit zu erlernen. An Bekanntes anzuknüpfen hilft dem Lernenden besonders am Anfang. Viele Erwachsene mit Leseschwäche müssen zudem zunächst eine Lernstrategie entwickeln, dazu ist es hilfreich ihnen Möglichkeiten aufzuzeigen, welche Materialien und Methoden es wo gibt, wer helfen kann und wie sie sich eben auch selbst helfen können.

Motivation ist sicher schon gegeben, wenn ein Erwachsener sich dazu entscheidet, sich seiner Leseschwäche zu stellen, trotzdem wirkt sich ein positives Feedback und Unterstützung.

Leseherbst und Lesegewohnheiten entwickeln

Es ist kurios, aber uns wird immer wieder vermittelt, dass es Lesesituationen für Bücher gibt. Anfang des Sommers heißt es, dass jetzt im Sommer endlich Zeit ist, all die Bücher zu lesen, die man schon die ganze Zeit lesen wollte. Dann kommt der Herbst, der klar Leseherbst genannt wird, steht doch die Buchmesse in Frankfurt vor der Tür und das Wetter ist ehr zum gemütlichen Lesen auf dem Sofa geeignet. Dann kommt schon Weihnachten und das ist dann die beste Gelegenheit alle Bücher zu kaufen und auch zu verschenken. Im Frühjahr ist wieder eine Buchmesse, diesmal Leipzig… Ihr seht schon, die Jahreszeiten werden zum Lenken der Lesegewohnheiten herangezogen. Aber entspricht das der Realität?

Unter uns gesagt, ich bezweifle das. Es gibt Leser und solche, die darüber reden zu lesen. Lesen ist ein Teil des Lebens und sollte demzufolge in den Alltag eingebunden sein. Wenn man Vielleser beobachtet, dann fällt auf, dass sie Leserituale haben. Sei es, dass diese Vielleser immer im Bus oder Zug lesen, sei es, dass Sie jeden Tag vor dem Schlafen gehen lesen oder wann auch immer. Wer sich selbst oder Kinder zum Lesen bringen möchte, sollte versuchen derartige Rituale entwickeln.

Es ist leicht ein Ritual zu entwickeln, Menschen gewöhnen sich in kurzer Zeit neue Handlungsweisen an. Wichtig ist dabei nur, dass man es wirklich möchte und nicht von vornherein „weiß“, dass man scheitern wird. Entscheidend ist kein Leseherbst, sondern der Wille und die feste Absicht Lesegewohnheiten zu entwickeln. Das Geheimnis ist machen. Mein Tipp, lest einfach jeden Abend vor dem Schlafen ein Kapitel oder eine Kurzgeschichte, mit der Zeit wird es euch in Fleisch und Blut übergehen.

Persönlich gehöre ich als Autorin und Buchstabenspiel zu den Menschen, die viel lesen, aber eben auch schreiben, dementsprechend gehört das Lesen gewissermaßen zu meiner Berufung. Meine persönlichen Lesegewohnheiten sind auch unabhängig von den Jahreszeiten, ich lese täglich, klar, an manchen Tagen weniger als an anderen, aber ich lese. Ohne zu lesen, fehlt mir etwas.

Gedankenspiele fünf-five-cinco

Nun sind fast überall die Sommerferien vorbei oder zumindest bald beendet. Für viele Schüler heißt das, dass die Schule wieder anfängt. Damit stellt sich auch wieder die Frage nach dem Sinn oder Unsinn von Schule und schulischen Inhalten. Passend dazu werden in den verschiedenen Zeitungen Artikel veröffentlicht, die sich mit dem Lehrerberuf, Schulen und Lehrplänen befassen. Es werden Thesen aufgestellt, die behaupten, dass die Lehrpläne rückständig seien, Schule nur Zeitraub darstelle oder gar demotivierend auf die meisten Schüler wirke.

Sicher ist das Schulsystem nicht perfekt und viele Änderungen der letzten Jahre sind nicht wirklich erfolgreich gewesen. Doch, was ist der Zweck von Bildung? Soll ein Schüler eine Persönlichkeit entwickeln oder sollen ihm Werte vermittelt werden, oder doch besser beides? Welche Methoden sind zeitgemäß und welche sind zielführend? Es gibt viele Fragen, die man sich stellen kann und stellen sollte. Leider gibt es keine einfachen Antworten. Denn klar, Lehrer tragen entscheidend zum Erfolg und Misserfolg ihrer Schüler bei, aber sie sind nicht für alles verantwortlich. Unterricht sollte sicher umfangreicher und abwechslungsreicher gestaltet werden, aber so daher gesagt sind es leere Begriffe, die negativ auf Lehrer und Schüler wirken, weil sie schlicht zu offen formuliert sind. Es fehlt ihnen an Klarheit.

Zunächst müssen wir also klären, was wir eigentlich wollen. Dann können wir aushandeln, welche der Aufgaben dem Lehrer, welche der Familie und welche dem Schüler zukommt. Das sollte aber Bitteschön unter Berücksichtigung guter Umgangsformen geschehen. Konflikte und Misserfolge wird es immer geben, aber mit entsprechenden Umgangsformen können sie leichter bewältigt werden.

 

Gedankenspiele vier-four-cuatro

Heute möchte ich einfach kurz über die Themen, die mich interessieren nachdenken. Klar, Sprache und Spracherwerb sind Themen, die mein Leben stark beeinflussen, aber sie sind nur übergeordnete Begriffe, denn eigentlich geht es mir um Kultur. Der Begriff Kultur muss aber, um ihn zu verstehen in Bezug zu etwas setzen, denn ganz allgemein verwendet, bleibt er hohl oder ungenau. Ich verstehe Kultur immer in Bezug zu Identität, ein Teilaspekt bilden hierbei einerseits die Erinnerung und Vergessen wie andererseits Bildung und Lernen. 

Sprache verändert sich kontinuierlich und muss sich stetig weiterentwickeln, um aktuell und nutzbar zu bleiben. Eine Sprache, die aufhört sich selbst zu entwickeln, wird verschwinden und aussterben. In gewisser Weise ist Sprache nie perfekt und das Streben nach Perfektion führt zu Veränderungen.

Menschen unterschiedlicher Kulturen sprechen unterschiedliche Sprachen. Das ist eine Tatsache, die uns bekannt ist und die wir selten hinterfragen. Die aktuelle Weltsprache ist das Englische und in vielen allen anderen Sprachen tauchen so genannte Anglizismen auf, die die Weltsprache als solche bestätigen. Nichts desto trotz sprechen nicht alle Menschen die gleiche Sprache, wir unterscheiden uns durch Sprachen.

Doch was ist der Hauptunterschied? Fremdsprachen helfen uns die Perspektive zu ändern und diese Perspektive spiegelt kulturelle Sichtweisen und Denkweisen wieder. Gut, darin sind sich viele Menschen einig, doch was bedeutet das für uns als Gesellschaft oder als Individuum? 

Gedankenspiele eins-one-uno

In der Folge möchte ich hier immer mal wieder einfach ein paar Gedanken äußern. Manche der Gedanken werde ich weiterspinnen, andere so stehen lassen. Wie dem auch sei, Ihr seid alle herzlich eingeladen Euch durch Kommentare einzumischen und meine Gedanken in eine andere Richtung zu lenken. 

Also, heute beschäftigt mich, dass viele Leute großen Wert auf die Geschwindigkeit legen. Bei der Fortbewegung mag das noch angehen, aber beim Erlernen von Fähigkeiten ist das meiner Ansicht nach nicht allein ausschlaggebend. Klar, es gibt Leute, die in kurzer Zeit viel Wissen anhäufen, aber im Anschluss muss dieses Wissen auch gefestigt werden. Findet die Festigung nicht statt, dann ist alles noch schneller als es erlernt wurde wieder weg. 

Persönlich finde ich, dass jeder für sich selbst seine Geschwindigkeit finden muss. Natürlich sind alle Teilnehmer eines Kurses, einer Schulklasse oder jeder anderen Lerngemeinschaft darauf angewiesen, dass alle gleichmäßig und vergleichbare Fortschritte machen. Wenn jemand langsamer ist, dann wird er die ganze Gruppe ausbremsen, das ist auch nicht gut. Mit unterschiedlichen Lernmethoden und Lehrmethoden kann der Erfolg der Lerner vergrößert und auch beschleunigt werden. 

Wichtig ist es also, die Methoden aufeinander abzustimmen und mit dem Lernziel abzugleichen. In Schulen ist es deshalb sinnvoll, das Unterrichtsmaterial und den Unterricht auf die Muttersprache von Fremdsprachenschülern abzustimmen. Praktische Inhalte und Ziele wirken oft motivierend, besonders wenn die Lebensrealität der Lerner berücksichtigt wird. Es sollten aber immer Lesen, Schreiben und Hörverstehen in Sprachpraxis trainiert und wiederholt werden. 

Demnächst mehr. Viele Grüße von Euerm Buchstabenspiel

Sommerlektüre oder Lesegewohnheiten

Lesen ist, wie ich schon so oft wiederholt habe eine Kulturtechnik, ohne die wir heute nicht auskommen. Klar, wir wissen alle, dass Bildung und eine sehr gute Ausbildung notwendig sind, um am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Das möchten wir alle. Wir möchten uns all die schönen Dinge leisten können und dann auch noch die Zeit haben, um sie zu genießen. Das ist aber nur möglich, wenn wir einer entsprechend gutgezahlten Tätigkeit nachgehen. 

Eine Tätigkeit, die uns hilft den nötigen Input zu erhalten und stetig frisch und aktuell zu halten ist das Lesen. Doch viele Menschen sagen über sich selbst, dass sie keine Zeit zum Lesen hätten. Ja, es ist eine Behauptung, denn mal ehrlich, es liegt an uns selbst zu entscheiden, was wir mit unserer Zeit tun. jeder kann sich also dreißig Minuten am Tag für das Lesen reservieren. Klar, das funktioniert nur, wenn man es wirklich möchte, das ist mit dem Sport ganz genauso. 

Der Tipp ist deshalb, einfach eine feste Routine entwickeln, täglich zu lesen, dann kommt es nicht zu den Bücherstapeln, die als Sommerlektüre das ganze Jahr geduldig warten gelesen zu werden. Also, lest doch einfach nach dem Essen zwanzig Minuten oder vor dem Schlafen fünfzehn Minuten, es gibt viele Möglichkeiten, tut es. Die einzige Gefahr, die dabei besteht ist, dass das Lesen zu einer Sucht wird. 

Zukunft Lesen

Wie sieht unsere Zukunft aus? Werden wir in Zukunft auch noch Lesen? Werden Wir Bücher haben oder digitale Lesegeräte? Was werden wir lesen? Wer wird lesen? Die Buchbranche stellt sich viele Fragen zum Thema Lesen. Die Stimmung ist allgemein pessimistisch. Das Interesse am Lesen scheint abzunehmen. Warum ist das so, ist Lesen nicht mehr wichtig? Sicher hat sich einiges geändert, es können mehr Menschen denn je lesen. Es ist auch wichtiger den je lesen zu können. 

Klar ist, dass mit Büchern scheinbar kein Geld verdient werden kann, es gibt in Deutschland kaum einen Autoren, der von seinem Schreiben leben kann. Die meisten Autoren, die ich kenne, arbeiten noch in einem oder mehreren anderen Berufen, um das nötige Geld zum Leben zu verdienen. Verlage gibt es zwar viele, aber auch diese klagen über die finanzielle Situation. Und so kann die Reihe mit all denen fortgesetzt werden, die in der einen oder anderen Form mit dem schaffen von Büchern beschäftigt sind. Woran liegt das, war es jemals anders? Gehört das Klagen vielleicht irgendwie auch dazu?

Klar, wenn man auf der Straße die Leute fragt, ob sie lesen, hört man oft, dass die Zeit fehlt oder im Urlaub gerne mal ein Krimi oder ein Roman gelesen wird. Wer Zeit zum Lesen hat, der gilt entweder faul oder hat eben keine Arbeit. Das ist kurios, denn unter uns gesagt, ich habe reichlich Arbeit, aber ich lese, weil es mir ein Bedürfnis ist. Lesen ist für mich wie Schlafen, Atmen, Essen und Trinken, es ist ein Grundbedürfnis, ohne Lesen kann ich nicht sein. 

Also, noch einmal, Lesen ist eine der wichtigsten Kulturfähigkeiten, welche Menschen auszeichnet. Die Entwicklung unserer westlichen Kultur geht einher mit dem Lesen und Schreiben. Die Entwicklung vom Homo Sapiens ist ohne Lesen, Schreiben und auch Sprechen nicht denkbar. Und mal ganz ehrlich, Kulturen, in denen diese Kulturtechniken nicht ausgeübt oder gewürdigt werden, stehen im Vergleich schlechter da. 

Natürlich ist die Unterhaltung ein Aspekt des Lesens, aber Lesen ist viel mehr und macht viel mehr mit uns. Es lässt uns Denken, Reflektieren, weckt Kreativität, schafft Neues und kann uns auch Lehren. Aber ganz gleich, warum wir Lesen, wichtig ist die Auseinandersetzung mit dem Gelesenen und dem Lesen als solchem.

Also, lest Ihr? Ja oder nein? Warum lest Ihr? Was möchtet Ihr lesen? Wie sehr Ihr die Zukunft des Lesens? 

Lesen als Lebenseinstellung

Es scheint eine Tatsache, dass Leser bessere Menschen sind, darin scheinen sich ganz allgemein alle einer Meinung zu sein. Aber stimmt das auch? Darüber habe ich in den letzten Tagen vermehrt nachgedacht, ein paar Gedanken dazu möchte ich mitteilen. 

Viele Mitmenschen argumentieren, dass die Lektüre von fiktionalen Texten unterschiedliche Standpunkte und Perspektiven gezeigt und exemplarisch nachgefühlt werden können. Der Leser sei befähigt sich besser in andere Menschen hineinzuversetzen. Handlungsmotive würden leichter nachvollziehbar, der Leser könne verschiedene Standpunkte einnehmen, das ermögliche ihm ein größeres Verständnis für andere Menschen. Ein immer wiederkehrendes Stichwort ist Empathie. Das ist alles schön und gut, kann aber auch zum Gegenteil führen. 

Was damit gemeint ist, nun, ganz einfach, dieses positive Wissen kann umgekehrt und genutzt werden, um anderen zu schaden oder um für sich selbst einen Vorteil herauszuschlagen. Das heißt zum Beispiel, dass Leser abstumpfen können, oder aber sie finden immer ein Argument, warum das für sie eben gerade so oder anders ist. Alles, was positiv genutzt werden kann, steht auch der negativen Seite zur Verfügung. Nichts sollten einseitig betrachtet werden, alles hat Vorteile, wie es auch Nachteile hat. Natürlich verstehe ich, dass ganz allgemein versucht wird, die Gruppe der Nichtleser für das Lesen zu gewinnen. Aber das wird mit einer einseitigen Argumentation nicht gelingen.  

Trotzdem spricht einiges für das Lesen, da wäre das Wissen, das in ihnen steckt. Bücher haben ein unglaubliches Potential, dessen sich Leser bedienen können. Aber Lesen kann uns auch verstören, verunsichern oder in existenzielle Krisen stürzen. Natürlich kann uns die Lektüre auch aus der Krise führen. Bücher sind mächtig.

Lesen ist eine Kulturtechnik, die uns zu dem gemacht hat, was wir heute sind. Und wenn wir in Länder und Regionen gucken, in denen es sich nicht so gut lebt, wie bei uns, dann fällt meist auf, dass dort das Lesen als Kulturtechnik, wie vermutlich auch das Lernen nicht wertgeschätzt wird. 

Ein Buch, das sich mit dieser Problematik auseinandersetzt ist von Johann Wolfgang von Goethe verfasst worden, es heißt Faust und beschreibt auf eindrückliche Art und Weise wie das Lesen und Lernen auf ihn wirkt. Klar, der Klassiker ist im Original für viele Leser schwer zugänglich. Aber es gibt speziell für Kinder eine vereinfachte Fassung, eine Nacherzählung von D.S. Felix, sie ist im Friedrich-Marker-Verlag erschienen.