Fragen über Fragen

Ganz gleich, was wir tun, wenn wir mit Freunden, Bekannten oder auch fremden Menschen kommunizieren möchten, dann helfen uns Fragen. Aber nicht nur bei der direkten Kommunikation sind Fragen hilfreich, auch wenn wir einen Text oder ein Buch lesen, dann helfen uns Fragen, den Text in einen Kontext einzuordnen, die Absicht des Textes zu verstehen oder Aspekte herauszuziehen.

Kurz und gut: Fragen sind ein wichtiger Bestandteil von Kommunikation. Deshalb hier der Tip an schüchterne Menschen, stellt eurem Gegenüber Fragen, dann könnt ihr in Ruhe zuhören und müsst nicht selber reden oder ihr könnt das Gespräch auf ein Thema lenken, das euch liegt. An Leser oder solche, die gerne Leser werden möchten und alle, die aus dem einen oder anderen Grund ein Buch lesen müssen, stellt Fragen an das Buch. Manchmal ist nicht schon nach dem ersten Satz klar, was das Buch möchte oder warum jemand möchte, dass ihr das Buch lest, aber Fragen, können helfen.

Es ist doch so, dass Small talk ein Gespräch einleiten kann, hilft jemanden kennenzulernen oder eine Situation erläutert. Wer Fragen stellt, zeigt mehr als nur Interesse, er zeigt, dass er aktiv bei der Sache ist. Beim Lesen kann ein Lesetagebuch oder ein Leseleitfaden helfen, das Lesen als aktive Tätigkeit mit Fragen zu lenken. Ihr könnt dazu selbst Fragen formulieren oder einen Vordruck benutzen, bei Xinxii gibt es ein Lesetagebuch für Kinder und Jugendliche und auch einen Leseleitfaden für junge Erwachsene und Erwachsene von D.S. Felix. Testet es, es ist ganz einfach. Stellt mehr Fragen.

Leseförderung für Nichtleser

Lesen ist… Ja, was ist Lesen eigentlich? Eltern und Lehrer möchten, dass ihre Kinder oder Schüler viel lesen. Sie sehen es als eine entscheidende Fähigkeit, um erfolgreich am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können. Aber viele Kinder lesen nicht gerne, besonders Jungen scheinen wenig Interesse am Lesen zu haben.

Was ist an der Fähigkeit des Lesens denn so wichtig? Was können Eltern und Lehrer tun, um zum Lesen zu motivieren? Gibt es ein Geheimrezept?

Gleich vorweg, nein, es gibt keinen Trick und schon gar kein Geheimrezept, die für alle Nichtleser gleichermaßen funktionieren. Das ist schade. Aber wir sind nun einmal Individuen und oft sind es gerade die Individualisten, die entweder sehr viel oder gar nicht lesen. Als, was tun? Ganz wichtig ist es eine Vorbildfunktion einzunehmen. Wen Eltern und Lehrer lesend gesehen werden, vielleicht sogar offensichtlich ist, dass diese Tätigkeit Spaß bereitet und irgendwas mit den Lesern tut, dann wird zumindest Neugier geweckt. Dann ist Lesen klar eine Tätigkeit, die mit einem Ziel unternommen wird. Machen Sie das deutlich, zeigen Sie Erkenntnisse, zu denen Sie durch das Lesen gekommen sind.

Lesen muss aber auch trainiert werden, nur wer gut und sicher liest, wird daran Freude haben oder die gewünschten Informationen finden. Deshalb sollte Kinder immer auch Lesestrategien und Techniken gezeigt werden, das bringt Erfolge und motiviert. Eine Hilfe kann ein Lesetagebuch sein, es hilft dem Leser gezielt zu lesen. Und klar, nur gezieltes Lesen bringt Wissen, Erkenntnisse und alle Vorteile, von denen Eltern und Lehrer die ganze Zeit sprechen. Eine weitere Strategie zur Leseförderung kann gemeinsames Lesen sein. Wenn es bestimmte Zeiten gibt, zu denen die ganze Familie liest. Dazu kann auch gemeinsam ein Buch gelesen oder vorgelesen werden, das ist ein schönes Ritual, das besonders in der Vorweihnachtszeit oder im Winter funktioniert, aber auch während des ganzen Jahres ausgelebt werden kann.

Wir alle sollten uns immer wieder vor Augen führen, dass wir das Privileg haben lesen zu dürfen, und lesen zu können, was wir möchten. Das war nicht immer so, lange Zeit war Lesen ein Privileg der wenigen Mächtigen, und die haben die Macht über die Nichtleser ausgeübt. Aber dank der Tatsache, dass Wissen und damit verbunden die Fähigkeiten Lesen und Schreiben nur Würdenträgern möglich war, hat das die Kultur der Meritokratie geschaffen. Das heißt, eine Leistungsgesellschaft, die denjenigen aufsteigen lässt, der es sich erarbeitet und durch Bildung abhebt. In diesem Sinne: Lest, lest mehr, lest gezielt…

Lesen eine Schlüsselkompetenz

Lesen ist eine der wichtigsten Kompetenzen, die ein Kind in der Schule erwirbt. Diese Fähigkeit gilt als eine der Kulturfähigkeiten, die uns von vielen anderen Lebewesen unterscheidet. 

Das ist alles sicher schön und gut, doch mal ehrlich, was bringt es? Nun, wer nicht lesen kann, kann auch nicht schreiben und ohne diese Fähigkeiten kann man nicht aktiv an der Gesellschaft teilhaben. Es ist fast ausgeschlossen einen Arbeitsplatz zu bekommen oder auch nur selbstständig und ohne fremde Hilfe sein Leben zu führen. 

Lesen ist also extrem wichtig. Doch wenn es eine derart wichtige Schlüsselkompetenz ist, wie lange liest ein Mensch durchschnittlich am Tag? Dazu sollte man das Ziel des Lesens unterscheiden. Manche Menschen lesen Berufsbedingt, es ist Teil ihrer Arbeit, andere lesen Informationen ab, zum Beispiel, wann ein Bus ankommt oder ein Zug abfährt. Dann gibt es noch Menschen, die lesen, um etwas zu erfahren, sie nutzen die Tätigkeit als Wissensquelle und wieder andere lesen zum Spaß und zur Unterhaltung. Der Zeitaufwand kann stark schwanken. Nichts desto trotz, es wird immer gelesen. Wer also nicht lesen kann, ist schnell ausgeschlossen. 

Aus diesem Grund sollten Eltern versuchen, dies bestmöglich zu fördern. Das können sie auf unterschiedliche Art und Weise tun. Ein sehr guter Ansatz ist es als Vorbild zu dienen, das heißt, selbst auch zu lesen. Wenn Kinder sehen, dass ihre Eltern lesen, dann greifen sie viel schneller auch mal nach einem Buch. 

Wer Schwierigkeiten hat sein Kind zu motivieren, sollte es nicht zwingen, sondern lieber überlegen, welche Art Buch zum gewünschten Erfolg führen kann. Die Auswahl an Büchern ist enorm. Vielleicht besuchen sie einfach mal einen Kinderbuchladen oder die Kinderabteilung einer größeren Buchhandlung. Das kann einen richtigen Motivationsschub bringen. 

Schaffen sie Routinen, binden sie das Lesen fest in den Alltag ein. Viele Menschen lesen täglich vor dem Einschlafen oder auf dem Weg zur Arbeit bzw. zur Schule im Bus. Eine weitere Möglichkeit bietet gemeinsames Lesen. Sicher haben sie ihrem Kind früher immer wieder Geschichten und Märchen vorgelesen. Tun sie das weiter, aber variieren sie das, indem sie jetzt abwechselnd lesen. So erlebt das Kind das Lesen als eine schöne und angenehme Sache. 

Wenn ihr Kind für die Schule Bücher lesen muss, die ihm nicht gefallen, dann ist das normal. Sie können ihr Kind motivieren genau zu sagen, was es nicht mag, zu diesem Zweck kann es hilfreich sein ein Lesetagebuch anzufertigen. Lesetagebücher kann man auch selbst basteln und gestalten, das hilft sich noch intensiver mit dem Gelesenen auseinanderzusetzen. 

Lesen muss sicher geübt werden. Es muss in den Alltag integriert werden. Das Buch bzw. die Lektüre sollte selbst und frei ausgewählt werden. Wenn sie dies berücksichtigen, dann macht es sicher auch bald Spaß!