Spracherwerb und Fremdsprachenerwerb

Ein wichtiger Schritt für jeden Menschen ist es die Muttersprache zu erlernen und zu beherrschen. Oft wird der Erwerb der Muttersprache als selbstverständlich angesehen und somit vernachlässigt, aber er ist ausgesprochen wichtig. Kleinkinder beginnen bereits mit dem Erlernen einer Sprache, der Muttersprache. Einige Kinder wachsen auch zweisprachig oder mehrsprachig auf, aber auf sie muss gesondert eingegangen werden.

Wie auch immer, je besser ein Kind seine Muttersprache beherrscht, desto einfacher wird es eine Fremdsprache erlernen oder einfach nur lernen. Sprache ist die Basis allen Wissens und wer seine Muttersprache nicht beherrscht, wird auf der Basis sicher keine Fremdsprache erlernen können bzw. nur in einem begrenzten Maß.

Der Umgang mit Sprache und die Sprachfähigkeit müssen geübt werden, um sich entwickeln zu können. Schwerpunkte im Vorschulalter sind hierbei das Erzählen und das Vorlesen als Methoden. Kinder lieben es, wenn ihnen jemand eine Geschichte erzählt oder vorliest, sie hören gespannt zu und werden sicher auch viele unerwartete Fragen haben. Lassen Sie sich darauf ein, animieren Sie das Kind weitere Fragen zu stellen oder die Geschichte weiter zu erzählen. Das fördert die Sprachfähigkeit.

Es gibt verschiedenste Erzähltexte, aber auch Vorlesegeschichten für Kinder jeden Alters, der Themenvielfalt sind keine Grenzen gesetzt, suchen Sie Themen und Geschichten aus, die mit dem Erfahrungshorizont des Kindes zu tun haben. Manche Kinder interessieren sich beispielsweise für Tiere, dann wählen Sie dieses Thema. Viele Kinderbücher gibt es in verschiedenen Sprachen, manche Bücher sind gleich zweisprachig angelegt, das hat Vorteile, weil dann der Text in beiden Sprachen meist identisch ist.

Nutzen Sie die Chance, geben Sie Ihrem Kind das Beste mit auf den Weg, um es fit für die Zukunft zu machen, Sprache oder auch Sprachkompetenz. Aus Sprache und Sprachkompetenz kann eine Erfolgsgeschichte werden. Es können weitere Sprachen und Fremdsprachen erlernt werden, aber sie kann auch genutzt werden, um alle anderen Wissensgebiete kennezulernen, nutzbar zu machen, für sich zu gewinnen. Alles Wissen ist in der Sprache.

Lesekultur und Schnelllesetechniken

Die Lesekultur und Lesekompetenz wird immer wieder als mangelhaft bezeichnet. Viel Schüler lernen heute nicht mehr gut zu lesen, zudem ist die Sprachkompetenz oft nicht gut genug ausgebildet, sodass es manchen Kindern nicht möglich ist, äquivalente Fortschritte zu Altersgenossen zu machen.

Das ist schade, denn dadurch werden diese Kinder es immer schwerer haben als diejenigen, die kompetenter beim Lesen sind. Studien, wie die Pisa Studie sprechen in diesem Zusammenhang dann oft von funktionalen Analphabeten. Lesen ist in unserer Gesellschaft eine der Grundvoraussetzungen um aktiv am öffentlichen Leben Teil zu haben, aber auch beruflicher Erfolg ist ohne die Fähigkeit zu lesen undenkbar. Lesen ist eine Grundvoraussetzung für viele Tätigkeiten, wer das nicht kann, gilt als dumm.

Warum das so ist, nun, weil mit der Fähigkeit zu lesen vornehmlich die Fähigkeit zur Reflexion verbunden wird. Das heißt, wessen Lesekompetenz niedrig ist dessen Refexionskompetenz wird ebenfalls als niedrig angesehen. Und mal ehrlich, wie kommt man heute an Informationen, durch Lesen. Übung macht den Meister und schwer ist nur der Anfang.

Als normale Lesegeschwindigkeit werden 150 bis 250 Worte pro Minute angesehen, es gibt aber Menschen, die schneller lesen und zwischen 500 bis 1000 Worten pro Minute lesen können, sie werden als Schnellleser bezeichnet. Aber auch sie sind noch nicht die Besten, nach den Schnelllesern folgen die Speedleser, die zwischen 1000 und 4000 Worte in einer Minute lesen können. Das sind beeindruckende Werte, die nur vom Photo Reading geschlagen werden, mit dieser Technik können bis zu 20.000 Worte pro Minute gelesen werden.

Natürlich werden derartige Ergebnisse nur erreicht, wenn bestimmte Fähigkeiten geübt und Techniken angewendet werden und nicht jeder Text sollte derart schnell gelesen werden. Wie oben schon angedeutet ist eine gewisse Sprachkompetenz nötig, um schnell lesen zu können, wie auch ein Training, dazu kommt aber noch die Fähigkeit sich zu konzentrieren. Lesen ist nicht schwer, man kann es lernen und mit dem Erfolg wird es leichter und dann gesellt sich meist der Spaß am Buch oder der Lektüre hinzu. Erfolg hängt vom Lesen ab.

Lesen, eine Fähigkeit

Lesen ist eine wichtige Fähigkeit, die jedes Kind erlernen muss. Es gibt zahlreiche Bemühungen Kinder und Jugendliche zum Lesen zu bewegen, weil es einfach eine der wichtigsten Fähigkeiten ist, um in unserer Gesellschaft teilzuhaben und Erfolg haben zu können. Warum das so ist und was sich hinterm Lesen verbirgt, soll im Folgenden kurz erläutert werden.

Es mangelt nicht an Definitionen, was Lesen ist, einige sind sehr ausführlich, andere beziehen sich nur auf bestimmte Medien. Hier soll sich auf das Medium Buch bzw. Text beschränkt werden. Als erstes soll hier eine Begriffserläuterung eingeschoben werden. Das Wort lesen wird von dem lateinischen Wort legere abgeleitet. Diesem Wort sind mehrere Bedeutungen immanent: sammeln, auswählen und lesen. Im Deutschen werden Fremdworte wie Lektüre, Lektor und Legende verwendet, es gibt aber auch eine Liste mit verwandten Worten, die interessant ist: auflesen, auslesen, handverlesen, erlesen, Weinlese, Lese und  belesen.

Zunächst einmal ist Lesen eine geistige Fähigkeit, mittels der man Schriftzeichen visuell oder taktil in Lautsprache umsetzt, das heißt, es werden Buchstabenlaute, Sprechsilben, Wörter, Sätze, Absätze und Texte wiedergegeben. Um den Prozess des Lesens abzuschließen muss die aufgenommene Information auch als solche verarbeitet werden. Lesen kann dementsprechend auch als Kurzform des Vorlesens verstanden werden. Beim Lesen werden also schriftlich dargelegte Gedanken und sprachliche Formulierungen aufgenommen und wenn es erfolgreich ist, verstanden. Das Lesen beinhaltet aber auch immer die Reflexion, sie ist der entscheidende Teil des Lesens, der erst durch Nachdenken zu den gewünschten Erkenntnissen führt.

Das Lesen hat wie Rechnen und Schreiben eine enorme kulturelle Bedeutung und gilt als eine der wichtigsten Kulturfertigkeiten und ist ein Teil der Kommunikation.

Was Jungen lesen

Jungen lesen anders. Das ist eine Feststellung, die uns bekannt ist, nichts desto trotz hat diese Erkenntnis noch nicht dazu geführt, dass mehr Jungen zum Lesen gebracht werden. Bei Umfragen kam heraus, dass Lesen keine Top 10 Tätigkeit von Jungen ist. Gleichzeitig ist bekannt, dass für Jungen weniger Bücher veröffentlicht werden als für Mädchen.

Lesen ist wichtig, es ist ein entscheidendes Kriterium das über Erfolg und Misserfolg der Schulbildung entscheidet. Das wissen sowohl Eltern als auch Lehrer, trotzdem scheint es, als ob diese Erkenntnis nicht zu weiteren Schritten führt. Das Wissen um den Zusammenhang von Bildung, Bildungserfolg und Lesen scheinen alle einfach hinzunehmen ohne es ändern zu wollen. Das überrascht.

Eine Erkenntnis ist eine Sache, aber sie anzuwenden, um beispielsweise zu erreichen, dass Jungen mehr lesen, Spaß am Lesen bekommen, das ist der nötige Folgeschritt. Um einen Schritt in diese Richtung zu machen, soll an dieser Stelle kurz erläutert werden, was für Jungen an einem Buch wichtig ist.

Bücher, die für Jungen interessant sind sollten nach Möglichkeit einen männlichen Helden haben. Sie sollten von starken Persönlichkeiten handeln. Probleme sollten vom Helden erkannt, analysiert und gelöst werden. Was heißt das im Detail, nun, Jungen bevorzugen Bücher, in denen sie ihr Rollenverhalten vorgelebt bekommen, in denen sie Vorbilder finden. Starke Personen, die als Vorbild dienen, Abenteuer bestehen, Probleme lösen, sich selbst bewähren, retten oder befreien. Das können Ritter, Abenteurer, Piraten, Reisende, Vampire, Techniker oder Detektive sein, es gibt unglaublich viele Möglichkeiten.

Ein Problem vieler Bücher ist, dass sie zu wenig auf die Wünsche der Kinder denn auf die ihrer Eltern eingehen, damit verfehlen sie leider ihre Leserschaft. Kinder möchten ernst genommen werden und nicht klein und niedlich sein. Diese Art von Büchern werden von Mädchen genauso gerne gelesen. Allerdings scheinen Mädchen ehr bereit zu sein, Bücher zu lesen, die sehr kindlich und bunt sind, ein Junge tut das nicht.

Es gibt Bücher die auch Jungen ansprechen und hoffentlich steigt das Angebot weiter, derzeit gibt es für Jungen zum Beispiel, David, der kleine Ritter aus Hassmersheim und Das Fenster zur Welt oder Kyklop Lupi von dem Autor D.S. Felix. Während das erste Buch als zweisprachige Reihe angelegt ist und mit jedem Buch neue Abenteuer folgen, ist Kyklop Lupi ein in sich geschlossener Roman. Der Roman zeigt, wie der Protagonist mit einer außergewöhnlich schweren Situation – er befindet sich im umgeht und diese meistert.

Begeisterung am Lesen

Bücher sind ein tolle Sache! Begeisterung für Bücher und das Lesen sollte jedem Kind vermittelt werden, schwer ist das nicht, denn Bücher bieten weit mehr als nur Unterhaltung. Eine wichtige Zutat von Büchern sind die Inhalte.

Der Inhalt von Büchern kann grundverschieden sein, sodass auch wenn ein  Thema behandelt wird, dieses nüchtern beobachtend oder berichtend dargelegt werden können, während andere sie ehr fiktional aufarbeiten. Aber auch die Themen selbst stellen eine schier unerschöpfliche Größe dar. Jedes Jahr werden viele Bücher veröffentlicht, von den meisten erfährt man leider nichts oder nur wenig. Das heißt jedoch nicht, dass diese Bücher uninteressant oder schlecht sind, sie sind schlicht unbekannt. Viele dieser Bücher sind nicht ausschließlich für Kinder oder Jugendliche geschrieben, Der kleine Prinz begeistert bekanntlich alle Generationen und ist keine Ausnahme.

Kinder und Jugendliche bei dieser Auswahl für ein Buch zu begeistern ist sicher nicht schwer. Natürlich ist das Angebot an möglicher Freizeitgestaltung riesig und die Wahl nicht immer leicht, aber als Eltern haben Sie die Aufgabe und Pflicht Ihr Kind an das Lesen heranzuführen. Lesen ist eine Kompetenz, ohne die der schulische und berufliche Erfolg unmöglich ist.

Eine gute Bildung ist der Schlüssel zur Teilhabe in der Gesellschaft und im Beruf genauso wie am Leben selbst. Die Zukunft hängt von der Lesekompetenz ab. Ist Ihnen eigentlich bekannt, dass Sie die Eltern laut Grundgesetz dazu verpflichtet sind für die Ausbildung Ihres Kindes zu sorgen? Es ist nicht Aufgabe der Schulen oder des Staates, sondern ganz allein Recht und Pflicht der Eltern. Selbstverständlich sind Schulen sehr hilfreiche Institutionen, aber sie tragen eben keine Verantwortung vor dem Gesetz.

Es gibt viele tolle Bücher, wie Das Fenster zur Welt oder Kyklop Lupi des Autors D.S. Felix. Dieses Buch ist nicht nur für Jugendliche eine kleine Herausforderung, es ist auch für Erwachsene spannend und kann somit auch in der Familie vorgelesen werden. Begeistern Sie sich fürs Lesen wird dieser Funke auch auf Ihre Kinder überspringen. Lesebegeisterung und Bildungsbegeisterung sind keine seltsamen Fremden, sie sind in den Büchern. Bücher machen Spaß!

Bildungsreform

Alle reden über die Bildungsreform, doch ist sie wirklich nötig? Ja, sicher ist eine Reform des Bildungssystems nötig. Allerdings ist die Reform vermutlich weniger in der diskutierten Form nötig. Denn wirklich wichtig und entscheidend zur Verbesserung zur Verbesserung der Bildung würde ein Mentalitätswandel beitragen.

Das heißt, dass Bildung als etwas betrachtet werden muss, dass man sich erarbeitet, man bekommt sie nicht am Kiosk ohne Gegenleistung. Die Währung ist Anstrengung und Schweiß. Jeder, der glaubt, dass eine Reform dazu dienen könne, dass plötzlich alle die, die jetzt nichts für ihre Aus-Bildung tun, Bildung atmen und viel wissen und dies dann auch anwenden, haben nicht verstanden, worum es bei Bildung geht.

Das deutsche Bildungssystem ist sicher nicht perfekt, es gibt zahlreiche Schwachstellen, die man mit Sicherheit beheben sollte und auch Reformen sind nötig. Doch das heißt nicht, dass das derzeitige System Bildung verhindert oder unmöglich machen würde. Ein Hauptproblem ist, dass Bildung als Aufgabe der Schulen angesehen wird. Das ist so völlig haltlos! Bildung ist die Aufgabe eines jeden einzelnen Individuums. Klar, kann man von Kindern bis zu einem bestimmten Alter und Entwicklungsgrad nicht erwarten, dass sie sich dessen bewusst sind oder dass sie die Aufgabe allein meistern. Aber diese Kinder haben Eltern und Erziehungsberechtigte, die mit dem Kind genau diese Verantwortung haben. Wer also Kinder in die Welt setzt, der hat die Verantwortung sie soweit zu erziehen, dass sie Bildung aufnehmen können. Das heißt vor allem, dass die Kinder die Bildungsangebote der Schule nutzen können.

Außerdem sollten Eltern ihre Kinder auch in der Schule unterstützen, indem sie beispielsweise ein Ambiente schaffen, in dem das Kind lernen kann. Das ist nicht schwer und kostet im Allgemeinen nichts bis sehr wenig. Denn Arbeitshaltung und Wertschätzung von Bildung sind Sachen, die man nicht kauft, sondern durch Vorbilder erlernt. Die Fähigkeit mit verschiedenen Medien umzugehen, ist mit Sicherheit genausowenig käuflich, Bibliotheken verleihen Bücher, CDs und Filme und haben meist ein großes Angebot an Zeitungen und Zeitschriften, wie sie auch freien Internetzugang für ihre Kunden anbieten, sodass an jedem Medium partizipiert werden kann, ohne es gleich kaufen zu müssen. Ein weiteres Plus der Bibliotheken ist der Raum, den sie zur Verfügung stellen, den man als Begegnungsraum mit Gleichgesinnten und Raum der Ruhe und Bildung nutzen kann.

Genausowenig kostet es mit offenen Augen durch die Welt zu gehen, zu vergleichen, sich eine Meinung zu bilden, aber man muss es selbst tun, das kann einem niemand abnehmen oder vorkauen.

Wer diese Fähigkeiten nicht im Elternhaus erfährt oder sich selbst erarbeitet, wird es in jedem Schulsystem schwer haben und an Grenzen stoßen. Bildung ist mehr als nur in die Schule zu gehen und dort Zeit abzusitzen. Ein gutes Schulsystem kann sicher viel ausgleichen und Möglichkeiten eröffnen, aber es kann nicht die Aufgaben der Familie und der Lernenden übernehmen.

Anglizismen im Deutschen

In letzter Zeit hat es vermehrt Stimmen gegeben, die den Gebrauch von englischen Worten und Ausdrücken im Deutschen hinterfragen. Englisch ist mit Sicherheit momentan die Weltsprache schlechthin. Es gibt keine beliebtere Fremdsprache, wie es derzeit keine weiter Fremdsprache gibt, die auf internationaler Ebene, sei es im, Handel, der Politik oder der Wissenschaft eine größere Bedeutung hat. Aber auch im Alltag findet das Englische mehr und mehr Eingang.

Wie soll man also mit der steigenden Zahl von Anglizismen im Deutschen umgehen? Muss man sie alle schlicht hinnehmen oder gibt es Unterschiede? Natürlich gibt es Unterschiede, in manchen Fällen macht es durchaus Sinn die englischen Begriffe oder Worte zu verwenden, in andern Fällen sollte darauf jedoch verzichtet werden. Es macht sicher keinen Sinn Verbote auszusprechen, denn es handelt sich hierbei um eine Entwicklung. Sprache entwickelt sich immer weiter und es wird ständig zu Änderungen im Gebrauch kommen.

Diese Entwicklungen sind eine feststehende Tatsache und stehen nicht für sich allein, sondern sind mit der Alltagskultur der verschiedenen Bevölkerungsgruppen verbunden, das heißt zum Beispiel, dass Informatiker mit englischen Fachbegriffen arbeiten, die dann in der deutschen Sprache ebenfalls verwendet werden, schlicht weil es keine besseren und treffenderen Ausdrücke gibt. Oder aber ein scheinbar englisches Wort ist eine deutsche Erfindung, auch diesen Fall gibt es, zum Beispiel gibt es im englischen Sprachraum keine Handys, das ist eine deutsche Erfindung. Allerdings gibt es auch deutsche Worte, die in andere Sprachen einfließen, wie beispielsweise Gemütlichkeit oder Kindergarten.

All das ist Ausdruck der Lebendigkeit von Sprache. Die Politik ist da relativ machtlos und sollte sicher auch nicht regulierend eingreifen. Fakt ist, dass es diese Entwicklung gibt und nun muss jeder für sich entscheiden, welche der Möglichkeiten, welche die Sprache uns zur Verfügung stellt, genutzt wird. Es gibt immer mehrere Möglichkeiten, um Dinge zum Ausdruck zu bringen oder auszudrücken, diese Möglichkeiten zeichnen nicht nur unsere Sprache, sondern auch unseren Geist und unser Denken aus. Das lenkt die Diskussion zu einem anderen Aspekt, Sprache ist nicht nur Information, sondern auch Ausdruck, Kommunikation, Reflektion, Denken, Erfinden und beinhaltet weit mehr als wir uns oft bewusst sind.

Das bedeutet, dass wir satt Sommerschlussverkauf Sale sagen können und jeder versteht, worum es sich handelt, auch ohne wirklich Englisch zu sprechen. Wir benutzen die englische Sprache und erweitern die eigene, sicher heißt das auch, dass diejenigen, die kein Englisch können ausgegrenzt werden, aber um Teil der aktuellen Gesellschaft zu sein, gehört es dazu, dass man zumindest gewisse Grundkenntnisse im Englischen hat. Und diese erlauben es die neuen Begriffe in der deutschen Sprache zu verstehen. Selbstverständlich muss man hinterfragen, wo es Sinn und wo man vielleicht auf eindeutigere Begriffe zurückgreifen sollte, um die Sicherheit zu gewährleisten und um niemanden aus der Gesellschaft auszugrenzen. Denn man muss klar sagen, dass Sprache eine Möglichkeit ist Menschen auszugrenzen. Und wenn es beispielsweise um Sicherheit geht, dann muss jedem klar sein, was die Anweisungen oder Beschreibungen auf Produkten zum Beispiel bedeuten. Aber Ausgrenzung erfahren all diejenigen, die eine Landessprache nicht, schlecht oder unzureichend sprechen. In vielen Ländern wird in wesentlich stärkerem Maß die Fähigkeit, die Landessprache bzw. die Kultursprache zu sprechen zum Kriterium, das über Erfolg oder Misserfolg entscheidet. Englisch gehört heute zur Allgemeinbildung.

Reisen, Bücher und Reisebücher

„Wer eine Reise tut, der kann was erzählen,“ das ist eine Weisheit, die gerne wiederholt wird. Sicher ist es auch so, dass Menschen, die Reisen Eindrücke sammeln, die andere so nicht machen. Allerdings kann man Reisen auch mit Büchern begleiten.

Sehr beliebte Begleitbücher sind Reise- und Sprachführer. Ein paar Höflichkeitsfloskeln möchte jeder im Urlaub beherrschen, zudem ist es hilfreich etwas über die Gegend, die man besucht zu wissen. Und dieses Wissen kann sich jeder problemlos aneignen.

Aber es gibt weitere Bücher, die über Land, Leute, Kultur und Sprache informieren. Oder aber man nimmt beispielsweise einen Roman mit auf die Reise, den man schon immer einmal lesen wollte oder den man extra für die Reise angeschafft hat. Urlaub kann man auch zum Lesen zu nutzen. Welche Art von Buch wer mit in den Urlaub nimmt, das ist eine persönliche Entscheidung und hängt auch ein bisschen davon ab, was man im Urlaub machen möchte.

Fest steht jedoch, dass wenn man ein Land erkunden möchte, die am intensivsten tut, indem man mehrere Sinne gleichzeitig stimuliert, das heißt, dass man die Reise mit passender Lektüre begleitet. Die Erfahrungen, die man in einem Land macht, dessen Landessprache man spricht oder lernt, unterscheiden sich grundlegend von denen, die man machen wird, wenn man ausschließlich kommunikationslos durch das Land reist. Wenn man Informationen zu Land, Leuten und Kultur über die Landesliteratur sammelt, dann ist das sicher auch eine schöne Möglichkeit den Urlaub abzurunden.

Sicher fallen einem immer wieder Dinge beim Reisen auf, manche sind nicht wirklich offensichtlich oder man misst ihnen keine große Bedeutung zu, weil man ihren Stellenwert in der Kultur nicht wirklich kennt. Hat man jedoch die Hilfe eines Reise- oder Sprachführers oder einen anderen Zugang zur Landeskultur, dann kann das ganz schnell anders aussehen.

Es gibt viele tolle Lektüren für jedes Alter, guckt man sich vor dem Urlaub um, dann kann der Urlaub mehr als nur Erholung, sondern auch eine gezielte Auseinandersetzung mit der fremden Region werden. Reisen ist nur ein Anfang, die Reise als Erfahrung zu nutzen ist ein weiterer Schritt. Wie es dann weiter geht, das entscheidet man selbst, man kann Bekanntes mit Fremden oder Neuem vergleichen… Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass man sich bewusst macht, was man tut.

Fremdsprachliche Bücher

Sprachlernbücher bzw. Lektüren zum Fremdsprachenerwerb gibt es viele verschiedene. Sie unterscheiden sich von anderen Büchern nicht grundsätzlich und doch sind sie völlig verschieden, wie es auch gänzlich unterschiedliche Konzepte gibt. Es soll damit begonnen werden, dass kurz die Möglichkeiten aufgezählt werden. Daraufhin sollen zunächst einige Gemeinsamkeiten genannt werden, bevor auf grundsätzliche Unterschiede eingegangen werden wird.

Vornehmlich gibt es eine Unterscheidung zwischen einsprachigen und zweisprachigen fremdsprachlichen Lektüren, dabei kann es sich einerseits um vereinfachte oder abgeänderte Klassiker oder Bestseller handeln oder aber andererseits um speziell zum Fremdsprachenerwerb verfasste Bücher. Eines haben alle gemeinsam, sie dienen zur Vertiefung von Fremdsprachenkenntnissen und zu deren Erweiterung. Ein wichtiges Augenmerk liegt hierbei auf der Vokabelarbeit. Das heißt im Klartext, dass bekanntes Vokabular geübt und angewendet wird, aber gleichzeitig können verschiedene Anwendungsmöglichkeiten vorgestellt werden. Besonders die Anwendungsbeispiele sind wichtig für den richtigen, gezielten und vor allem gekonnten Einsatz des Wortschatzes. Denn wie allgemein bekannt sein dürfte, funktionieren wörtliche Übersetzungen nur in den wenigsten Fällen. – Jeder, der schon einmal im Ausland war und die Speisekarte eines Restaurants gelesen hat, wird verwundert und amüsiert zugleich festgestellt haben, dass sich der Übersetzer oder das Übersetzungsprogramm verschiedene Stilblüten erlaubt hat. – Nur durch Übung und wiederholte Anwendungsbeispiele sind derartige Fehler zu minimieren. Fremdsprachliche Lektüren sind in diesem Kontext sicher eine gute Hilfe.

Zudem wird durch diese Übung des Lesens das Sprachgefühl geübt, die Lernenden entwickeln eine Art Gefühl für die Sprache, das man für gewöhnlich in der Muttersprache besitzt, das heißt, das bestimmte Satzstrukturen und grammatische Regeln, wie auch die Wortwahl und Orthographie automatisch und ohne großes Rätseln angewendet werden.

Ein weiterer Aspekt den fremdsprachliche Lektüren und Sprachlernbücher erfüllen, ist, dass landeskundliche Inhalte, und kulturelle Besonderheiten und Eigentümlichkeiten, wie beispielsweise aktuelle Themen, besondere Problematiken des Landes oder einer Region desselben aufgezeigt und vermittelt werden. Neben diesen Informationen wird und soll natürlich unterhalten werden, schließlich ist der Fremdsprachenerwerb keine Tortur bzw. sollte es nicht sein. Wobei ein gewisser Aufwand und Anstrengungen immer hineinspielen werden. Als letzte Gemeinsamkeit soll hier genannt sein, dass alle diese Bücher Lernerfolge aufzeigen wollen und sollen.

Kurz zusammengefasst heißt das, dass sie Sprache, Sprachtraining, Vokabular, Anwendungsbeispiele, Grammatik, Orthographie, Kultur, Landeskunde, Informationen und Unterhaltung bieten. Diese Vorteile vereinen alle Lektüren für den Fremdsprachenerwerb und Sprachlernbücher in mehr oder weniger expliziter Weise in sich. Das ist sehr schön und sicher ein Anreiz sich mit dieser Art von Büchern näher auseinanderzusetzen.

Nichts desto trotz gibt es ebenfalls erhebliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Büchern. Viele der Bücher folgen beispielsweise unterschiedliche Strategien, das hängt zum Teil mit ihrer Entstehungszeit zusammen, aber auch mit dem publizierenden Verlag. Es gibt unzählige Verlage mit ebenso vielen Interessen, die Bücher für Personen veröffentlichen, die Fremdsprachen erlernen.

Schulbuchverlage haben den Vor- und Nachteil, dass sie sich direkt an Schüler und somit meist an Kinder und Jugendliche richten. Das heißt, bei der Wahl des Buches sollte man stets auf die Zielgruppe achten und nicht nur auf die Lernstufe. Meist handelt es sich bei den Büchern für Schüler um die Altersgruppe zwischen 12 und 17 Jahren. Das ist einerseits eine sehr große Gruppe innerhalb derer, die eine Fremdsprache erlernen, andererseits werden dadurch viele Lernende außen vor gelassen. Denn heute lernen Kinder oft schon im Kindergarten oder in der Grundschule ihre ersten Fremdsprachen. Für diese Gruppe kommen in zunehmendem Maß Bücher auf den Markt, genannt sein hierzu die in diesem Blog öfter erwähnten Bücher von D.S. Felix aus den Reihen David, der kleine Ritter aus Hassmersheim und Mariechen und die Süßigkeiten.

Außerdem gibt es eine große Zahl an jungen Erwachsenen wie auch Erwachsenen, die ihre Fremdsprachenkenntnisse auffrischen oder vertiefen möchten und für sie sind Kinderbücher, wie David oder Mariechen sicher nicht die passende und motivierende Lektüre. Inhalt und Alter sind also zwei Aspekte, die sich unterscheiden können.

Ein weiterer Unterschied ist schon angedeutet worden, der dezidiert schulische Bezug. So ist es möglich, dass zum Beispiel ein Buch auf Teufel komm raus ein bestimmtes grammatisches Thema, thematisches Vokabular oder Satzbau pauken will. Allerdings enthalten viele dieser Bücher auch Vokabelangaben oder Fragen zum Text, die eine Lektüre wesentlich erleichtern können. Manche Bücher haben einen großen Anhang mit zusätzlichen Informationen, Vokabelangaben, Fragen und Aufgaben zum Text. Möglich und denkbar sind viele Variationen, was für welchen Leser das passende ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Die Auswahl ist jedenfalls da. Viel Spaß beim Lesen!

Fremdsprache Spanisch

Das Spanische ist eine sehr beliebte Fremdsprache, in den vergangen 15 Jahren hat ihre Beliebtheit enorm zugenommen. Viele Lernende, die sich beispielsweise zwischen Französisch und Spanisch entscheiden dürfen, entscheiden sich für Spanisch. Gründe gibt es viele, rational sind sicher nicht alle, aber es gibt Tatsachen, die man nicht leugnen kann.

Ein Faktor ist, dass Spanisch neben Englisch die Weltsprache schlechthin ist. Spanisch wird nämlich nicht nur in Spanien, sondern auch in Süd- und Mittelamerika, außer Brasilien, und verschiedenen anderen Ländern, wie Marokko, Äquatorialguinea, Westsahara und auf den Philippinen, Belize und in den USA, gesprochen. Das sind zahlreiche Länder und Spanisch ist damit eine Weltsprache. Im Jahr 2000 haben etwa 447 Millionen Menschen Spanisch gesprochen, 388 Millionen von ihnen waren Muttersprachler und 59 Millionen haben die Sprache als Zweitsprache gesprochen. Heute sprechen sicher noch mehr. Menschen diese Sprache und vor allem steigt der Anteil an Menschen, welche diese Sprache als Fremdsprache erlernen und es werden stetig mehr.

Spanisch gehört zu den indogermanischen Sprachen und gehört zum Zweig der romanischen Sprachen. Die Zahl der romanischen Sprachen beläuft sich auf 15 und sie werden von etwa 700 Millionen Menschen gesprochen und wenn man die Zweitsprecher hinzuzählt wächst diese Zahl um weitere 150 Millionen. Am verbreitetsten ist das Spanische, ihm folgt das Portugiesische mit etwa 216 Millionen Sprechern und dann kommt das Französische, es gibt etwas 80 Millionen Sprecher aber 265 Millionen inklusive Zweitsprecher. Diese Zahlen beeindrucken mit Sicherheit und erklären, die Tendenz Spanisch zu lernen.

Als sogenannte Ursprache aller romanischen Sprachen gilt Latein, sie ist gut belegt und die Entwicklung damit gut und relativ einfach zu bezeugen. Ausgehend von einem Vulgärlatein, das in der Spätantike gesprochen worden ist, entwickelten sich unter diversen Einflüssen verschiedene Regionalsprachen, wie eben Spanisch oder Französisch. Die romanischen Sprachen lassen sich folglich teilweise nach geographischen und systemlinguistischen Kriterien in verschiedene Gruppen untergliedern. Latein selbst zählt nicht zu den romanischen Sprachen, sondern zu den italischen Sprachen, die es heute nur noch in Anlehnung an die romanischen Sprachen gibt.

Variationen, Abwandlungen, Entwicklungen und verschiedenste Einflüsse bestimmen die  Geschichte der Sprache und Sprachen. Das trifft für das Deutsche, Französische und Spanische gleichermaßen zu. Das Französische verliert momentan an Popularität, während das Spanische sie gewinnt.