Bücher sind cool

Bücher sind cool. Klar, das sage ich, Euer Buchstabenspiel, ich bin eine Vielleserin, habe immer Bücher um mich, natürlich finde ich sie cool. Mir ist auch bewusst, dass nicht alle so denken. Das muss ja auch nicht sein, jeder hat eben so seine Vorlieben.

Eigentlich halte ich es für unnötig mich zu erklären oder zu rechtfertigen, aber derzeit gibt es wieder vermehrt Artikel, die den Untergang des Buches und Lesens verkünden und aus diesem Grund habe ich beschlossen heute doch einmal zu erklären, was mir persönlich an Büchern so gefällt. Also, es ist einfach unglaublich, wie jemand aus farbigen Zeichen auf Papier Geschichten und somit neue Welten entstehen lassen kann, die dann auch immer wieder in einem neuen Umfeld oder Kontext abrufbar sind. Die Fantasie steckt in diesen Zeichen, Buchstaben, Worten und Sätzen mit all dem, was wir denkend und lesend daraus machen. Das st einfach irre! Jede Geschichte schreiben wir beim Lesen neu, fügen ihr eine Erfahrung, Wissen oder Stimmungen hinzu. Deshalb lese ich so gerne und auch viel.

Das ist auch ein Grund, weshalb Euer Buchstabenspiel derartige negative Artikel zum Buch und Lesen nicht mag. Klar, ich bin der Meinung, dass das Lesen eine wichtige Kulturfähigkeit ist und zum westlichen Leben in Europa gehört. Genauso bin ich der festen Überzeugung, dass wir Europäer nie zu dem geworden wären, wenn wir diese Fähigkeit nicht genutzt hätten.

Aber ich bin mir auch der Tatsache bewusst, dass es viele Menschen gibt, die nicht lesen, die eben keine Lesekompetenz haben oder keinen Spaß daran haben. Das kann ich akzeptieren. Was mich jedoch stört, ist das Gejammer der Buchindustrie, deren Interesse nur am Verkauf besteht, es sollen bitte die Bücher vom Verlag xy gekauft werden. Es ist sicher verständlich, dass Autoren und Verlage sich erhoffen möglichst viele Bücher zu verkaufen, da spielen Inhalte und Texte aber eine untergeordnete Rolle. Neben den Verlagen und der Buchindustrie gibt es dann noch diejenigen, die zwischen guten und schlechten Büchern unterscheiden, der Leser solle doch bitte keinen Schund lesen. Aha, und wer bestimmt, was ein gutes Buch ist? Es wird klar, der Diskurs ist nicht einfach oder klar, die Interessen sind unterschiedlich, je nachdem, wen man fragt, bekommt man die eine oder andere Perspektive präsentiert.

Wie gesagt, ich bin ein Leser, ich bin aber auch Autorin und möchte, dass meine Bücher gelesen und verkauft werden. Wo lässt uns das? Am Anfang…

 

Sprache, Freiheit und Räuber

Aktuell wird viel über Sprache und deren Verwendung in Bezug auf die Sexismus-Debatte rund um #metoo oder die Migration- und Zuwanderungsdebatte #metwo gesprochen. Ein Aspekt wird dabei gerne vergessen, dass wir Alle das Recht zur freien Meinungsäußerung haben.

Die Räuber © Nero 2014
Die Räuber © Nero 2014

Freiheit und Redefreiheit sind zwei wichtige Aspekte unserer europäischen Kultur, die meiner Meinung nach geschützt werden müssen. Leider bedeutet das auch immer wieder, dass ich mir Dinge anhören muss, die ich nicht mag, die schlicht falsch, einseitig oder ideologisch gefärbt sind. Aber Zuhören ist wichtig, ohne das kann es keine Diskussion oder Debatte, die eine Möglichkeit zum Diskurs geben.

Aber zurück zur Sprache, Sprache ist immer auch Handeln. Doch damit Sprache und die Handlung gelingt, müssen Sprecher und Adressat verstehen und das auch wollen. Momentan werden viele Begriffe in einem neuen und veränderten Assoziations- und Deutungsrahmen benutzt. Auffällig ist hierbei besonders, dass der Rahmen häufig auf Emotionen und weniger Tatsachen beruht, aber wie eine Tatsache präsentiert wird, was dann gerne zu Totschlag-Argumenten führt. Das ist fatal, denn Totschlag-Argumente verhindern Diskussionen und somit auch die kritische und produktive Auseinandersetzung mit einem Thema. Redefreiheit ist wichtig und dementsprechend muss ich es verkraften, dass es Menschen gibt, die sich anders, ungeschickt oder falsch ausdrücken, nicht jeder ist redegewandt und viele können Argumente nicht entwickeln.

Sprachkompetenz kann man lernen und muss man üben. Lesen bietet hierbei eine ausgezeichnete Möglichkeit sich mit verschiedenen Gedanken, Ideen und Konzepten auseinanderzusetzen. Sehr empfehlenswert sind in diesem Zusammenhang auch die Klassiker, die Auseinandersetzung mit den Büchern von Goethe, Schiller und Kollegen sollte verstärkt stattfinden, da sie universale Probleme in verschiedenem Licht betrachten.

Ein Beispiel sind Die Räuber von Schiller, jeder hat von ihnen gehört, aber wer hat sie wirklich gelesen? Richtig. Im Friedrich-Maerker-Verlag ist eine Nacherzählung der Räuber erschienen, die den Text auch für Kinder ab 12 Jahren verständlich wiedergibt. Außerdem gibt es verschiedene Anregungen und Informationen im Buch, lesen Sie es mit Ihrem Kindern, Schülern und diskutieren Sie den Freiheitsbegriff. Die Nacherzählungen können überall im Buchhandel und direkt beim Verlag bestellt werden, es gibt auch digitale Fassungen.

Buch – Literatur oder Kunde?

In letzter Zeit habe ich in den verschiedenen Medien wieder und wieder gehört, dass nicht gelesen wird, was man daran festmachte, dass Bücher sich nicht verkaufen. Natürlich stand auch immer die Frage im Raum, warum die Leute keine Bücher kaufen. Momentmal, da stimmt doch etwas nicht!

Also, noch mal genau hingeschaut, die Buchtage haben stattgefunden und da wurde über die Zukunft des Buches diskutiert, das klingt soweit normal und völlig in Ordnung. Doch wenn man den Gesprächen lauschte, wurde eins immer deutlicher, es ging immer nur um den zahlenden Kunden. Das Buch als Produkt, dass gekauft werden soll.

Nun gut, das muss ich jetzt aber mal neu formulieren, dann heißt das, es ging bei den Buchtagen nicht um Themen der Literatur, es ging auch nicht um Autoren, genauso wenig ging es um Ideen und die Wechselwirkung mit oder auf die Gesellschaft. Warum steht der Verkauf im Mittelpunkt und nicht die geistige Leistung und Anregung? Warum ist das Buch nur ein materieller Wert, der sich aus Papierpreis, Druck, Werbung, Serviceleistungen von Lektoren und Co und ein kleines Trostpflaster für den Autoren. Sollte es nicht vielmehr um Ideen, Themen und Erzählweisen im Dialog mit dem Leser gehen?

Als Autorin möchte ich natürlich meine Bücher verkaufen, aber ich möchte noch viel dringender, dass sie gelesen werden. Es wäre natürlich fantastisch, wenn ich eine Art Einkommen durch die Bücher hätte. Aber ich weiß auch, dass ich kaum von den Büchern allein, werde leben können, toll wäre es zwar, allerdings auch illusorisch. Ich bin der Meinung, dass es wichtig wäre die Themen und die Literatur mehr in den Vordergrund zu stellen und das den Lesern oder möglichen Lesern zu vermitteln. Deshalb gibt es auch diesen Buchstabenspiel Blog und den vom Friedrich-Maerker-Verlag.

Aktuelle Klassiker – Nacherzählungen

Oft werde ich gefragt, warum ich mich mit den Klassikern beschäftige. Die Antwort fällt mir leicht, sie sind zwar in der Vergangenheit entstanden, aber die Autoren haben es geschafft, Themen zu bearbeiten, die noch heute wichtig sind und nichts an ihrer Aktualität verloren haben. Manchmal ist es nicht ganz einfach das auf den ersten Blick zu sehen, aber es gibt Probleme, mit denen wir uns immer und immer wieder beschäftigen.

Um meinen Standpunkt zu verdeutlichen, möchte ich kurz auf Kleider machen Leute von Gottfried Keller eingehen. Von diesem Buch habe ich D.S. Felix eine Nacherzählung geschrieben, die dieses Jahr im Friedrich-Maerker-Verlag erschienen ist. Die Novelle ist nach wie vor aktuell, weil es immer noch Menschen gibt, die ihr Gegenüber nach dem Aussehen und der Kleidung beurteilen. Aber damit noch nicht genug, Kleidung entscheidet darüber, wie jemand geachtet oder wertgeschätzt oder eben verachtet und unberücksichtigt wird. Wer nicht die entsprechende Kleidung trägt und die erwünschten äußeren Zeichen zur Schau trägt, wird bei der Bank keinen Kredit bekommen, im Vorstellungsgespräch keinen Erfolg haben und auch bei seinen Mitmenschen wenig Freunde finden. Das sagt aber über die Person als solche noch nichts weiter aus, als dass sie bestimmte oberflächliche Kriterien nicht erfüllt. Das Warum spielt dabei keine Rolle.

Aussehen und somit Oberflächlichkeit ist, wie zu sehen ist, ein großes Thema. Das bestätigt jeder Blick in die Zeitschriften, das Fernsehen und natürlich auch die Geschäfte. Muss man sich dem beugen, nun, genau das ist hier die Frage. Verbiege ich mich? Passe ich mich an? Also, in anderen Worten: Bin ich, wer ich bin? Oder, erfinde ich mich neu?

Dieses Thema behandelte Gottfried Keller in seiner Novelle und jetzt gibt es diese Novelle Kleider machen Leute als Nacherzählung von D.S. Felix. Die Nacherzählung eignet sich für Kinder ab 9 Jahre, es gibt Erklärungen, Zusatzinformationen und Anregungen zum Text. Die Illustrationen sind von der englischen Malerin Sue Meynell und spiegeln das zugrundeliegende romantische Motiv. Das heißt, die Geschichte, die Keller erzählt, handelt von einem Schneidergesellen, der nach höherem strebt, sich in eine reiche Bürgerin verliebt und diese gegen alle Wahrscheinlichkeiten heiratet, den Aufstieg schafft und somit alle seine Ziele erreicht.

Eine schöne Geschichte, die Mut macht. Vermutlich war es genau das, was mir daran so gut gefallen hat, der fast märchenhafte Charakter der Novelle. Aber lest selbst und entscheidet dann, was ihr davon haltet. Keller’s Kleider machen Leute, nacherzählt gibt es direkt beim Friedrich-Maerker-Verlag oder es kann überall im deutschen Buchhandel bestellt werden.

Deutsche Sprache, schwere Sprache?

Vermutlich hat jeder den Spruch schon einmal gehört: „Deutsche Sprache, schwere Sprache.“ Doch kann man das so stehen lassen? Klar, höre ich es, Deutsch ist schwer, Englisch oder Spanisch lernt sich viel leichter. Nein, das stimmt nicht, jede Sprache hat ihre Eigenheiten und eben auch Schwierigkeiten. Was stimmt nun?

Entscheidungen sind nicht meine Stärke und das nicht nur bei der Wahl der Kekse zum Kaffee. Es ist eine Tatsache, dass das Erlernen von Fremdsprachen immer auch mit Schwierigkeiten verbunden ist, das ist nicht weiter neu oder schlimm. Bekannt ist auch, dass manche Sprachen scheinbar einfacher zu erlernen sind als andere. Gut, aber das bedeutet noch nichts, denn es muss immer auch gesehen werden, wer mit welchen Vorkenntnissen welche Sprache erlernen möchte. Damit noch nicht genug, auch die Motivation für den Spracherwerb spielt eine Rolle, wie es noch zahlreiche weitere Aspekte gibt, die über den Erfolg oder Misserfolg bestimmen. Denn mal ehrlich, wer hat nicht einmal einen Sprachkurs gemacht, um im Urlaub mit den Einheimischen kommunizieren zu können und musste feststellen, dass das nicht so geglückt ist? Genau.

Aber zurück zur deutschen Sprache, die zu erlernen ist genauso schwer oder leicht, wie das Erlernen jeder anderen Fremdsprache, es existieren die gleichen Hürden und Probleme. Aber um die Schwierigkeiten zu verstehen, ist es erforderlich, dass zunächst einmal versucht wird zu verstehen, was eigentlich eine Sprache ist. Denn da fangen die Probleme bei den meisten schon an, sie wissen gar nicht genau, was sie da lernen sollen, wollen oder auch müssen.

Sprache ist ein Instrument zur Kommunikation. Das heißt, es ist ein Baukasten mit verschiedenen Bausteinen, die je nach Zusammensetzung etwas Neues ergeben kann oder altes festigt, wiederholt, neu betrachtet. Die Sprache kann Erinnerungen also Vergangenes darlegen, oder sie bezieht sich auf die Gegenwart, vielleicht sogar auf die Zukunft. Sie kann daneben aber aber auch Wünsche, Hoffnungen, Fantasien und Utopien Ausdruck verleihen. Man kann bitten, fragen, erzählen, sich austauschen und immer steht die Kommunikation auf die eine oder andere Art und Weise im Vordergrund.

Sprache kann unheimlich viel, das alles in Worte, Sätze, Texte oder Gespräche in der einen oder anderen Sprache zu verpacken ist nicht leicht, weil es zugrundeliegende Aspekte gibt, die sehr schwer zu vermitteln sind. Grammatik und Vokabular können gelernt und angewendet werden, aber nur bis zu einem bestimmten Grad, daneben gibt es Kultur, Geschichte, Allgemeinwissen, Erfahrungen, Mentalität und noch diverse weitere Aspekte, die alle zusammen die Sprache und vor allem ihre Sprecher geprägt haben. Dieses Wissen in sich aufzusaugen in einem Sprachkurs ist ziemlich schwierig und erfordert ein intensives Studium, das weit über Grammatik, Vokabular, Syntax und Morphologie hinausgeht.

Das lernt man nur, wenn man eine Sprache lebt, benutzt und immer wieder anwendet, weil Sprachen nicht zuletzt auch lebendige Systeme sind, die sich ständig und stetig verändern. Fehler unterlaufen jedem, müssen passieren, weil sie Unterschiede, Grenzen und Wirklichkeiten zeigen. Aber Sprachen, die zu regide und starr sind sterben aus. Derzeit gibt es etwa 7.000 Sprachen Weltweit, das ist eine riesige Zahl, aber davon werden bis zum Ende des Jahrhunderts etwa die Hälfte aussterben. Ob sich in dieser Zeit neue Sprachen entwickeln ist offen, aber ehr unwahrscheinlich. Zumindest hieß es so in einem Beitrag im Deutschlandfunk vom 24. November 2017.

Was heißt das nun für die deutsche Sprache, sie mag schwierig sein, ist aber in etwa 1.200 Jahren entstanden, das heißt, es gibt viele Aspekte, die heute schwer erklärbar sind, aber so gewachsen sind. Deutsch dient wie alle anderen Sprachen in erster Linie der Kommunikation, das kann man auch auf sehr klare und deutliche Art und Weise. Viele Dinge, die man im Deutschen klar ausdrücken kann, sind in anderen Sprachen nur umständlich erklärbar, das macht es für Lerner schwierig, aber das ist kein typisch deutsches Phänomen. Typisch deutsch ist, dass wir auf die Unterscheidung Wert legen und nicht freundlich über die Ungenauigkeit des Gegenübers hinwegsehen. 😉

Lesen in den diversen Sprachen hilft derartige Unterschiede zu üben, zu verstehen und zu erlernen. Zweisprachige Bücher können beim Fremdsprachenerwerb helfen und ihn vereinfachen, zumal es immer auch Vokabular und Satzstrukturen gibt, die aufgeschnappt werden, geübt werden und das Lernen sehr komplex, aber doch auch indirekt mit Spaß erfolgt. Der Friedrich-Maerker-Verlag verlegt zweisprachige Kinder- und Jugendbücher. Es gibt zweisprachige Wendebücher für Kinder verschiedener Altersgruppen in vielen Lernniveaus.

Leseförderung und Lernen

Leseförderung ist ein Thema, das viele Leute umtreibt, die sich entweder mit Büchern oder Lehre beschäftigen. Die Verlage klagen, dass sie wenig Bücher verkaufen und Lehrer beklagen sich darüber, dass die Lesefähigkeit der Schüler sinkt. In anderen Worten, diejenigen, die die Bücher machen und diejenigen, die Lesen vermitteln jammern, dass ihr Tun die Zielgruppe nicht erreicht.

Nacherzählung von D.S.Felix

Tja, nun, was tun? Heißt das oben beschriebene, dass das Buch in der Krise ist oder liegt es an den verlegten Büchern, Lehrern oder fehlt ein anderer Aspekt, der Lesen interessant macht, Bücher zu potentiellen Lesern bringt? Muss das Buch nun neu gedacht werden? Diplomatisch ausgedrückt, JAIN. Es gibt Bücher, die nicht gelungen sind, es gibt Lehrer, die ihren Beruf verfehlt haben, klar, darüber brauchen wir gar nicht zu streiten. Aber ganz allgemein soll es hier nicht um Schuldzuweisungen gehen, sondern darum Lösungen zu finden.

Das heißt, es soll darum gehen, wie Lesen als Tätigkeit interessant werden kann und wie Bücher ihre Leser finden. Aus persönlicher Erfahrung weiß ich, dass es Bücher gibt, die in manchen Momenten einfach nicht passen, das liegt an niemandem, das ist so. Genauso gibt es Kinder, die einfach länger brauchen, um an der Tätigkeit Lesen Spaß und Freude zu finden. Das kommt, dass Gewohnheiten, wie der Medienumgang ganz allgemein sich verändert haben, es gibt viel mehr Medienangebote und oft ist es leicht sich mit vielen anderen Dingen außer Büchern und dem Lesen zu beschäftigen.

Meine Erfahrung zeigt außerdem, dass viele gerade jüngere Selbstleser, stolz sind, wenn sie ein dickes Buch gelesen haben, aber kürzere Texte ihnen doch mehr liegen und schnelle Erfolge helfen manchmal auf lange Sicht das Ziel zu erreichen. Im Friedrich-Maerker-Verlag werden das berücksichtigend Nacherzählungen von deutschen Klassikern veröffentlicht. Diese Bücher zeichnen sich dadurch aus, dass sie alte Geschichten neu erzählen, dabei wird natürlich auch gekürzt und anders formuliert, aber es bleiben Textstellen vom Original erhalten, diese sind auch extra markiert und es gibt Hilfe zum Lesen und Anregungen zum Nachdenken, die die Lektüre positiv gestalten. Der Leser kann das Gelesene verstehen und eben vor allem auch mit Spaß zu lesen. Derzeit sind Goethe’s Faust, Schiller’s Räuber, Storm’s Schimmelreiter, Eichendorf’s Taugenichts, neben Keller’s Kleider machen Leute und Lessing’s Nathan der Weise erhältlich. Das ist natürlich nur ein Angebot zur Leseförderung vom Friedrich-Maerker-Verlag an Kinder und Jugendliche, auf der Verlagshomepage sind noch viele weitere Bücher zu finden.

 

Bücher neu denken

Seit gefühlten Jahren wird immer wieder darüber berichtet, dass immer weniger Bücher verkauft werden und die Menschen ganz allgemein weniger Lesen. Wie kann oder sollte man damit umgehen?

Klar ist, dass Verlage und Buchinitiativen versuchen, das Lesen als bewusste kulturelle Tätigkeit fördern möchten. Aber es scheint, dass niemand versteht, warum manche Leute lesen und andere es nicht tun. In der Schweiz wurde dieses Wochenende in der Neuen Zürcher Zeitung das Thema aufgegriffen und dieThese aufgestellt, dass es beim Lesen unmöglich sei Chats zu verfolgen. Außerdem erfordert das Lesen von Büchern Zeit, Konzentration, Muse und Abstand, dazu so die Annahme seien viele Menschen nicht bereit.

Muss das Buch deshalb neu gedacht werden? Sind neue Inhalte nötig? Da kann nur mit einem entscheiden Vielleicht geantwortet werden. Klar ist, dass sich die Kommunikation geändert hat, aber Geschichten berührt nach wie vor. Kunst gibt es nach wie vor. Aber es muss sich etwas an der Kommunikation ändern. Dazu muss als erstes geklärt werden, wer mit wem kommunizieren möchte und dann kann der Weg gewählt werden.

Eins ist klar, wenn das Buch in der Krise ist, heißt das auch, dass die Menschen hinter dem Buch ebenfalls in der Krise sind. Bücher sind vom Menschen geschaffen und somit bedingen sie sich. Damit ist für mich klar, dass ich als Autorin mein Tun hinterfragen und überdenken muss, denn klar, mein Ziel ist es meine Gedanken in Büchern meinen Mitmenschen darbieten zu wollen. Wie ich das erfolgreich schaffen kann, daran arbeite ich kontinuierlich.

Fremdsprachenerwerb Einstellungssache

Derzeit wird in den Medien viel über Achtsamkeit berichtet und da stellt sich mir die Frage, ob es wirklich stimmt, dass mit der richtigen Einstellung und entsprechenden Gedanken unser Leben verändert werden kann. Um genauer zu sein, möchte ich hier darüber nachdenken, ob und wenn wie mit der Kraft der Gedanken Fremdsprachenerwerb erfolgreich sein kann.

Zunächst eine Idee, die mich das Thema positiv betrachten lässt, wenn jemand sich Gedanken macht, dann nimmt er sich des Sachverhalten bewusst an und das allein ist schon positiv. Die bewusste Auseinandersetzung allein ist schon ein wichtiger Schritt. Es geht aber noch weiter, wer sich Gedanken macht, versucht meist Aspekte eines Sachverhaltes genauer zu betrachten. In Bezug auf den Fremdsprachenerwerb werden dann vermutlich auch verschiedene Aspekte des Lernens, Besonderheiten der Fremdsprache oder des Lerners mit in Betracht gezogen. Wer sich über seine eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten bewusst wird, der kann natürlich auch aktiv Einfluss nehmen. Es lohnt sich also Achtsamkeit zu üben.

Was den Einfluss betrifft, so kann dieser positiv oder negativ sein. Wir kennen sicher alle Vorurteile, wie zum Beispiel, dass Frauen tendenziell mit Sprachen besser sind als Männer, die dafür besser in Naturwissenschaften und Mathematik seien. Derartige Vorurteile können positiv und negativ wirken. Positives Denken kann zu einer relaxten Haltung führen und Höchstleistungen verhindern, umgekehrt kann negatives Denken anstacheln oder zur frühzeitigen Aufgabe führen. Was wir daraus machen, das hängt stark von uns ab. Aber es liegt in unserer Hand und das sollten wir uns bewusst machen.

Im Falle von Fremdsprachen heißt es immer kleine Kinder würden automatisch lernen und Erwachsene seien ihnen gegenüber im Nachteil. Das stimmt und ist doch auch falsch. Denn klar ist, Kinder besonders jüngere haben nichts anderes zu tun als neue Worte zu lernen, Sprache und vielen anderen Aspekten gegenüber sind sie gleichgültig, sie saugen die Information auf und wenn sie diese benutzen können, bleibt sie, sonst wird sie eben vergessen und gut. Bei Erwachsenen gibt es eine Vielzahl von Dingen, die im Alltag wichtig sind, aber wir können Prioritäten setzen, wenn wir wissen, warum und wofür wir etwas tun… Erfolgreich kann man mit beiden Strategien sein, aber schneller ist, wer Prioritäten oder Ziele hat.

Deshalb denke ich, dass es wichtig ist, Ziele zu haben, sich zu überlegen, wie man diese erreichen kann, wo es Hindernisse geben kann und welche und danach einen Plan anzufertigen, um das Ziel zu erreichen. Beim Fremdsprachenerwerb können zweisprachige Bücher oder auch Nacherzählungen von Klassikern den Lernerfolg steigern, weil der Lernende sich dann mit der Sprache und Kultur auf unterhaltsame Art und Weise befasst.

Salon du livre Sarreguemines

Hallo, Euer Buchstabenspiel hat eine wichtige Information für Euch: am kommenden Samstag den 14. April 2018 findet von 14-17 Uhr in Sarreguemines eine Buchmesse statt, bei der der Friedrich-Maerker-Verlag auch anwesend sein wird, um seine Bücher zu präsentieren.

Es handelt sich um eine Verkaufsbuchmesse, die sich auf französischsprachige Literatur für alle Altersgruppen spezialisiert hat. Da der Friedrich-Maerker-Verlag zweisprachige Kinder- und Jugendbücher in Französisch und Deutsch verlegt, passt das ganz ausgezeichnet in die Grenzregion, wo die kulturelle und sprachliche Verständigung erwünscht ist. Viele Kinder in Deutschland lernen schon im Kindergarten Französisch und umgekehrt lernen viele französische Kinder dort Deutsch.

Deshalb möchte Euch der Friedrich-Maerker-Verlag herzlich einladen im französischen Sarreguemines vorbeizukommen und den Stand des Verlages zu besuchen. Kommt doch einfach alle vorbei und schaut Euch die Bücher an, die Messe beginnt um 14.00 und während des gesamten Nachmittags bis zum frühen Abend habt Ihr Zeit Bücher zu schauen und Anregungen zu sammeln.

 

Übersetzung oder Übertragung

Worin liegt der Unterschied zwischen einer Übersetzung und einer Übertragung? Gibt es wirklich einen Unterschied und wenn dem so ist, was ist er?

Übersetzung und Übertragung können als Synonyme verwandt werden, aber das Empfinden unterscheidet diese beiden Begriffe. Das heißt, Übersetzung klingt professionell und damit wird angedeutet, dass der Text in beiden Sprachen sehr gleich ist. Durch die Rolle des Übersetzers wird Vertrauen vermittelt, man erhält den Eindruck, dem Text vertrauen zu können, er wird glaubhaft. 

Eine Übertragung ist natürlich auch eine Übersetzung, aber es wird der Eindruck erweckt, dass sie weniger nah am Text ist als eine Übersetzung und dementsprechend wird sie nicht so ernst genommen. Aber eine Übertragung besagt auch klar und deutlich, dass der Text seinem Sinn gemäß in einer weiteren oder anderen Sprache wiedergegeben wird. Der Fokus liegt auf der Hermeneutik, der verstehenden Textwiedergabe, dabei ist es weniger entscheidend, dass die Wortwahl genau getroffen wird. 

Doch, was ist nun richtig? Natürlich sind es beide Fassungen, wobei es „richtiger“ oder treffender wäre zwischen dem Zweck der Übersetzung oder Übertragung zu unterscheiden. Als Autorin und Übersetzerin meiner eigenen Texte stoße ich immer wieder an meine Grenzen, weil ich bestimmte Worte für bestimmte Dinge benutze, aber das heißt noch lange nicht, dass in welcher der Sprachen auch immer, jeder genau diese Worte benutzen würde. Das ist ein Problem. Aber es ist kein fachliches Problem, sondern ein kulturelles. Meine Prägung und mein Werdegang lässt mich bestimmte Dinge auf die eine oder andere Art und Weise verstehen. Damit das klarer wird, ich bin in der ehemaligen DDR geboren, dort gab es einen starken Einfluss durch den sogenannten Ostblock, danach habe ich in der BRD gelebt, da wurde ich durch humanistische Schulen und dem Einfluss Frankreichs und Italiens geprägt, dazu kam, dass ich englischsprachige Partner und Freunde hatte und habe, dadurch kam eine weitere Facette hinzu, außerdem lebe ich in Spanien und habe eine Affinität für Südamerika… nun auch das hat seine Spuren hinterlassen. Dabei ist noch nicht allem Rechnung getragen, es ist nur ein kleiner Ausschnitt an all dem, was mich und mein Verständnis von Sprache ausmacht angerissen. Die Frage nach der Übersetzung und Übertragung findet immer und überall statt, der Dialog bietet als einziger die Möglichkeit für gegenseitiges Verstehen.