Schimmelreiter, Umwelt und Vorlesetag

Der Schimmelreiter von Theodor Storm ist ein deutscher Klassiker, der nach wie vor die Leser begeistert. Der Autor wäre diese Jahr am 14. September 200 Jahre alt geworden, das ist ganz schön alt und der Text ist dementsprechend nicht ganz leicht. Damit auch jüngere Leser und Personen, die Deutsch als Fremdsprache lernen, sich dem Werk des Autors nähern können, gibt es von Dorothea S. Felix eine Nacherzählung des Schimmelreiters, die im Friedrich-Maerker-Verlag.

Das Thema des Schimmelreiters ist absolut aktuell, es geht darum wie Naturgewalten, wie das Wetter bezwungen werden können. Hauke Haien ist der Protagonist und er baut Deiche und erfindet und entwickelt neue Bauweisen. Aber lest das Buch doch selbst, wie gesagt, es gibt das Original von Theodor Storm und auch eine Nacherzählung von Dorothea S. Felix und verschiedene weitere Fassungen.

Am 17. November diesen Jahres findet wieder der bundesweite Vorlesetag statt und in diesem Kontext wird der Schimmelreiter im Schwarzwald vorgelesen. Informationen dazu findet Ihr beim Literaturcafe.de es wir auf der Webseite auch ein Lifestream angeboten. Der Vorlesetag ist eine schöne Aktion zur Leseförderung.

 

Zweisprachige Bücher zum Deutsch lernen

Sprachen sind mein Steckenpferd, viele meiner Bücher sind zumindest zweisprachig, einige sind in vielen verschiedenen Sprachen erschienen, um all diese Bücher soll es hier gehen. Es gibt verschiedene zweisprachige Bücher, die sich an unterschiedliche Leser richten. Einerseits sind da die zweisprachigen Wendebücher David, der kleine Ritter aus Hassmersheim und Mariechen und die Süßigkeiten für Kinder und andererseits gibt es für Jugendliche und junge Erwachsene zweisprachige Lektüren Schwedter Strasse Sieben oder auch Berliner WG-Geschichten. Gemeinsam haben diese Bücher, dass sie dem Leser helfen die deutsche Sprache zu erlernen und viele alltägliche Situationen sicher zu beherrschen.

Schwedter Strasse Sieben

Um Deutsch als Fremdsprache zu lernen, gibt es für Jugendliche und junge Erwachsene habe ich die Schwedter Strasse Sieben geschrieben. Dabei handelt es sich um eine Buchreihe, in der kurze und einfache Texte in Deutsch und Spanisch sind, zusätzlich zu den Texten enthalten die Bücher Vokabelangaben, Grammatik, Erläuterungen, Übungen und Aufgaben, die eine Auseinandersetzung mit dem Thema und dem Text unterstützen und lenken.

Auf diese Art und Weise profitiert der lernende Leser gleich mehrfach, er erhält Bestätigung und Lernerfolge gezeigt, weil die Texte leicht sind und gut verstanden werden können. Andererseits werde die Leser auch gefordert, was zum Lernen anregt und motiviert. Wichtig ist, dass die Lektüre der Schwedter Strasse Sieben Selbstvertrauen vermittelt, der Leser sieht, er kann das meistern.

In den Geschichten wird deutsche Alltagskultur vermittelt und beispielhaft am Studentenleben von Studenten in Berlin gezeigt. Die verwendete Methode hinter der Buchreihe ist kontextualisierend lernendes Lesen. Entstanden sind die Texte beim Unterrichten mit dem Lehrwerk Studio D, weil mir als Lehrendem aufgefallen ist, dass den Lernern etwas fehlt, das ihnen die eigenen Lernerfolge zeigt ohne einer Prüfung ausgesetzt zu sein. Und wer freut sich nicht über den ersten Text, der ohne fremde Hilfe in einer Fremdsprache gelesen und verstanden wird. Lesend lernen, sei es im Selbststudium oder zur Vertiefung, ist mit den zweisprachigen Texten von Schwedter Strasse Sieben möglich.

Jeder Text ist in sich geschlossen und kann einzeln gelesen werden, aber sie können auch aufeinander aufbauend als Fortsetzungsgeschichte gelesen werden. Es gibt verschiedene Arten mit den Texten und dem enthaltenen Zusatzmaterial, wie Vokabelangaben, Grammatikangaben, Aufgaben, Übungen und Erläuterungen umzugehen oder zu arbeiten. Die Texte können direkt bei mir der Autorin, D.S. Felix angefordert werden oder bei Amazon und Xinxii bestellt werden.

 

David – Der kleine Ritter von Hassmersheim

David, der kleine Ritter aus Hassmersheim bildet den Auftakt zu einer Buchreihe, die im Friedrich-Marker-Verlag erscheint. Sie richtet sich an Kinder ab 8 Jahren. Jedes Buch der Reihe ist in sich geschlossen und kann ohne vorherige Lektüre der anderen Bücher gelesen werden. Die Geschichten um David gibt es in verschiedensten Sprachkombinationen, jeder Text ist in Deutsch und einer weiteren Sprache in den Wendebüchern enthalten, an Sprachen gibt es einerseits europäische Sprachen, als da wären Englisch, Französisch, Spanisch, aber auch Portugiesisch, Italienisch, Ungarisch und Polnisch beispielsweise. Außerdem gibt es eine Reihe an Fremdsprachen, die sich ehr an integrationswillige Leser richtet, wie zum Beispiel Russisch, Türkisch und Arabisch. Andererseits können die Sprachen auch anders sortieren werden, zum Beispiel nach Sprachgruppen, da wären dann nicht die europäischen Sprachen, sondern die romanischen Sprachen klar in der Überzahl, Spanisch, Französisch, Portugiesisch und Italienisch gefolgt von den osteuropäischen Sprachen Russisch, Ungarisch und Polnisch, den Germanischen Sprachen Deutsch und Englisch. Das Türkische und das Arabische würden aus dem Rahmen fallen und für sich allein stehen.

Der Protagonist dieser Reihe von zweisprachigen Wendebüchern ist David, ein Junge aus Hassmersheim, dessen Hobby Ritter und Burgen sind. Er erlebt viele Abenteuer mit seinem besten Freund Tim. Er besucht Burgen, geht Angeln und streitet sich mit seinen Klassenkameraden oder auch seiner jüngeren Schwester. Sein großes Vorbild ist der Ritter Götz von Berlichingen, dessen Burg er immer auf der gegenüberliegenden Neckarseite sieht.

Mariechen und die Süßigkeiten

Mariechen und die Süßigkeiten ist eine weitere Reihe zweisprachiger Wendebücher, auch diese Reihe ist im Friedrich-Marker-Verlag erschienen und für Kinder ab 8 Jahren geeignet. Diese Buchreihe folgt dem gleichen Prinzip wie David, der kleine Ritter aus Hassmersheim. Das heißt, dass es einen in sich geschlossenen Text gibt, der mit Vokabelangaben versehen ist und zu dem es Fragen zum Textverständnis, Aufgaben und Illustrationen gibt. Die Geschichten um Mariechen gibt es in verschiedensten Sprachkombinationen, jeder Text ist in Deutsch und einer weiteren Sprache in den Wendebüchern. Ein entscheidender Unterschied ist, dass Mariechen und die Süßigkeiten immer auch ein Rezept enthält, das einfach ist und problemlos nachgekocht werden kann. Klar, Marie ist ein Mädchen aus Gundelsheim, das sich für Schokolade, Backen und Basteln interessiert, in den Büchern wird ihr Alltag thematisiert.

Erhältlich sind die Bücher der Reihe David – Der kleine Ritter aus Hassmersheim und auch aus der Reihe Mariechen und die Süßigkeiten im Buchhandel. Die Bücher dieser Reihen können auch direkt bei mir der Autorin bestellt werden, dann kann ich sie auch signieren oder mit einer persönlichen Widmung versenden. Auch beim Friedrich-Maerker-Verlag können die Bücher direkt gekauft werden. Natürlich gibt es auch elektronische Fassungen, die dann als iBook im Download erhältlich sind.

 

DaF, Zweisprachigkeit und Gedanken zum Spracherwerb

Deutsch als Fremdsprache + Deutsch als Zweitsprache

Deutsch wird immer als schwierige Sprache dargestellt, aber Deutsch zu lernen, muss nicht schwierig sein. Als Autorin habe ich zweisprachige Kinderbücher, bilinguale Fortsetzungsgeschichten und Kurzgeschichten geschrieben, die das Ziel haben mit Spaß Deutschkenntnisse zu vermitteln. Lernen ist ein Prozeß, Motivation und regelmäßige Bestätigung helfen am Ball zu bleiben und kontinuierlich die Fähigkeiten zu verbessern, zu festigen und so persönliche Ziele zu erreichen.

Der DaF oder DaZ Unterricht verfolgt das Ziel Fremdsprachenkenntnisse zu vermitteln und vielleicht sogar Zweisprachigkeit zu erreichen. Dazu muss der Lernende einerseits klar die Sprache mit der dahinterstehenden Kultur erlernen, um Kommunikationsfähigkeit erlangen. Entsprechende Bücher von mir werden unter Bücher + Veröffentlichungen vorgestellt.

Ein Exkurs zur Zweisprachigkeit

Zweisprachigkeit steht in einem Wechselverhältnis zu Identität und Kultur einer Person. Das heißt, eine Person, die zweisprachig ist und in zwei Sprachen kommunizieren kann, muss verschiedene Grundvoraussetzungen erfüllen, damit die Kommunikation in den zwei Sprachen gelingt und die Person wirklich als zweisprachig gelten kann.

Um dies zu verdeutlichen muss als erstes definiert werden, was Sprache ist. Sprache ist ein sich stetig wandelndes kulturelles Konstrukt. Worte bedeuten an sich nichts, erst durch den Kontext erhalten sie von uns eine Bedeutung zugewiesen. In anderen Worten das Wort Tisch ist bedeutungslos, erst die Übereinkunft, dass wir mit Tisch einen bestimmten Gegenstand beschreiben, macht ihn zu dem uns bekannten Ding. Bei Gegenständen ist die Situation relativ einfach, aber es gibt viele andere Phänomene in unserer Sprache, die wir als gegeben hinnehmen, die aber kulturelle Übereinkünfte sind. Wir erlernen viele Aspekte in unserer Muttersprache unreflektiert, beim Fremdsprachenerwerb ist das anders, hier suchen wir plötzlich nach dem warum… „Sprachigkeit“ bzw. Sprachfähigkeit ist dementsprechend die Gesamtheit der Fähigkeiten, die uns ermöglichen eine Sprache so zu sprechen, dass sie der erfolgreichen Kommunikation dient.

Selbstverständlich ist es möglich diese kulturellen Fähigkeiten in mehreren Sprachen zu erlernen. Manche Menschen wachsen in einem Haushalt mit unterschiedlichen Sprachen auf, oder eine Familie lebt im Ausland und die Sprache in der Familie unterscheidet sich von der bei der Arbeit, in der Schule und den Mitmenschen. Die Gründe für eine Mehrsprachigkeit können unterschiedlich sein, es ist auch nicht notwendig, dass von der Geburt an zwei Sprachen erlernt werden. Die Anforderungen an den Sprecher bleiben aber immer die gleichen, das Ziel der erfolgreichen Kommunikation.

Zweisprachigkeit beinhaltet das Verstehen und Leben von zwei Kulturen, Ausdrucksweisen, Denkweisen und das hat Auswirkungen auf die Identität der Person. Das Erleben unterschiedlicher Kulturen erweitert einerseits den Horizont, zeigt Dinge, Perspektiven und Aspekte, die von der anderen Sprache aus ganz anders aussehen. Andererseits sehen manche Menschen ehr die Gemeinsamkeiten und weniger die Unterschiede. Die Perspektive mag sich ändern, aber wir sind und bleiben Individuen, ganz gleich wie viele Sprachen wir sprechen, deshalb ist es immer eine Bereicherung Zweisprachigkeit zu erlernen.

Leseförderung ist Teil der Bildung

Ganz allgemein wird in immer neuen Studien festgestellt, dass es enorme Mängel bei der Kernkompetenz Leseverstehen gibt. Das heißt, es gibt viele Menschen, die nicht richtig lesen können. Das trifft auf Grundschüler und Schüler der weiterführenden Schulen genauso zu, wie auf Erwachsene. Erwachsene werden in diesem Zusammenhang, je nach Mangel als funktionale Analphabeten bezeichnet.

Lese- und Schreibfähigkeit wird heute stillschweigend vorausgesetzt, sie gelten als Basisbildung und Grundlage für Kulturfähigkeit. Alphabetisierung weiter Teile der Bevölkerung war schon im Römischen Reich und seinen Provinzen weitgehend verwirklicht. Es gab ein staatliches Schulsystem, das auch Bauern und Sklaven eine schulische Ausbildung ermöglichte und sie Lesen   und Schreiben lehrte. Zudem gab es im Römischen Reich ein funktionierendes Verlags- und Bibliothekswesen, doch leider ging all das mit dem Zerfall des Reiches verloren. In Teilen Europas wurde erst im 18.Jhd. erneut ein ähnliches Niveau erreicht, wichtige Impulse waren damals der Buchdruck und die Reformation. Stichworthaft zusammengefasst heißt das, Aufklärung, Zivilisierung, Moderne, Integration und Demokratisierung sind Dinge, die es ohne Alphabetisierung nicht gäbe. Schreib- und Lesefähigkeit ermöglichen Bildung und diese wiederum ist Macht und ermöglicht Freiheit. Hört sich gut an, oder? Sicher, aber im Umkehrschluss heißt das auch, dass die Verweigerung von Bildung und dem Erlernen des Lesens und Schreibens eine Art der Diskriminierung darstellt. Wer möchte sich das antun lassen?

Der Begriff des Analphabeten mag zunächst böse klingen, trifft das Problem jedoch auf den Kopf. Mit Analphabetismus bezeichnet man kulturell und bildungsbedingt individuelle Defizite beim Lesen und Schreiben, sowie völliges Unvermögen. Das hat für die Betroffenen weitreichende Folgen, meist geht es mit Abhängigkeiten, Versagen im Beruf und der Arbeitswelt und vielen weiteren Bereichen des alltäglichen Lebens einher. Kurz und gut, es gibt gute Gründe, das Lesen zu erlernen. Teilhabe in der Gesellschaft ist nur ein Grund, wichtiger sollte die persönliche Motivation sein.

Aktuell wird bei Alphabetisierung immer an Integrationskurse für Migranten und Flüchtlinge gedacht. Diese Gruppe der Analphabeten gibt es natürlich auch, aber sie hat derzeit große Aufmerksamkeit und soll hier deshalb weniger berücksichtigt werden. Hier geht es um Schüler von Grundschulen und weiterführenden Schulen, sowie Erwachsenen, die aus dem einen oder anderen Grund nie richtig Lesen und Schreiben gelernt haben. Bei der Alphabetisierung ist das Verständnis für Vorgeschichte wichtig, aber es darf nicht als Ausrede für das Versagen herangezogen werden. Wichtig ist das Ziel eine Fähigkeit zu erlernen. An Bekanntes anzuknüpfen hilft dem Lernenden besonders am Anfang. Viele Erwachsene mit Leseschwäche müssen zudem zunächst eine Lernstrategie entwickeln, dazu ist es hilfreich ihnen Möglichkeiten aufzuzeigen, welche Materialien und Methoden es wo gibt, wer helfen kann und wie sie sich eben auch selbst helfen können.

Motivation ist sicher schon gegeben, wenn ein Erwachsener sich dazu entscheidet, sich seiner Leseschwäche zu stellen, trotzdem wirkt sich ein positives Feedback und Unterstützung.

Nacherzählung von Nathan der Weise

Heute möchte ich kurz kundtun, dass die Nacherzählung von Nathan der Weise (Original von Gotthold Ephraim Lessing) von D.S. Felix veröffentlicht wurde. Nathan der Weise ist der letzte deutsche Klassiker, den D.S. Felix nacherzählt hat. Die Nacherzählung ist mit Illustrationen des walisischen Künstlers Nero 2017 im Friedrich-Maerker-Verlag erschienen.

Der Autor des Originals, Gotthold Ephraim Lessing hat sich in dem Buch mit dem Thema der Wahrheit auseinandergesetzt. Alle Personen sind an der Wahrheitsfindung interessiert, aber ganz so einfach ist sie nicht zu finden. Richtig aktuell ist das Buch nach wie vor, das in Jerusalem spielt und Kulturunterschiede von Judentum, Christentum und Islam thematisiert. Nathan gilt als Weise, weil er sich ohne anzuecken zwischen den Kulturen und in den religiösen Gruppen bewegt. Er ist ein großer Diplomat dank seines umfassenden Wissens und seiner Erfahrungen. Sehr schön ist auch, wie Lessing in der Ringparabel das Thema noch einmal komprimiert präsentiert und in die Zukunft wirken lässt. Alle Personen werden durch ihre Handlungen beschrieben und charakterisiert. Oder in anderen Worten, das was wirklich zählt sind die Taten.

Auch diese Nacherzählung von D.S. Felix enthält neben dem nacherzählten Text verschiedene zusätzliche Informationen, zum Original, zu G.E. Lessing, der Zeit und der Entstehung des Werkes, sowie Denkanregungen. Das Buch wird für Lesern ab etwa 10 Jahren empfohlen, es kann im Schulunterricht genauso wie privat gelesen werden. Bei Fragen, wendet Euch einfach an mich, die Autorin, ich beantworte gerne alle Fragen.

Zweisprachige Lerngeschichte DaF

Schwedter Strasse Sieben

Um Deutsch als Fremdsprache zu lernen, gibt es für Jugendliche und junge Erwachsene habe ich die Schwedter Strasse Sieben geschrieben. Dabei handelt es sich um eine Buchreihe, in der kurze und einfache Texte in Deutsch und Spanisch sind, zusätzlich zu den Texten enthalten die Bücher Vokabelangaben, Grammatik, Erläuterungen, Übungen und Aufgaben, die eine Auseinandersetzung mit dem Thema und dem Text unterstützen und lenken.

Auf diese Art und Weise profitiert der lernende Leser gleich mehrfach, er erhält Bestätigung und Lernerfolge gezeigt, weil die Texte leicht sind und gut verstanden werden können. Andererseits werde die Leser auch gefordert, was zum Lernen anregt und motiviert. Wichtig ist, dass die Lektüre der Schwedter Strasse Sieben Selbstvertrauen vermittelt, der Leser sieht, er kann das meistern.

In den Geschichten wird deutsche Alltagskultur vermittelt und beispielhaft am Studentenleben von Studenten in Berlin gezeigt. Die verwendete Methode hinter der Buchreihe ist kontextualisierend lernendes Lesen. Entstanden sind die Texte beim Unterrichten mit dem Lehrwerk Studio D, weil mir als Lehrendem aufgefallen ist, dass den Lernern etwas fehlt, das ihnen die eigenen Lernerfolge zeigt ohne einer Prüfung ausgesetzt zu sein. Und wer freut sich nicht über den ersten Text, der ohne fremde Hilfe in einer Fremdsprache gelesen und verstanden wird. Lesend lernen, sei es im Selbststudium oder zur Vertiefung, ist mit den zweisprachigen Texten von Schwedter Strasse Sieben möglich.

Jeder Text ist in sich geschlossen und kann einzeln gelesen werden, aber sie können auch aufeinander aufbauend als Fortsetzungsgeschichte gelesen werden. Es gibt verschiedene Arten mit den Texten und dem enthaltenen Zusatzmaterial, wie Vokabelangaben, Grammatikangaben, Aufgaben, Übungen und Erläuterungen umzugehen oder zu arbeiten. Die Texte können direkt bei mir der Autorin, D.S. Felix angefordert werden oder bei Amazon und Xinxii bestellt werden.

Buchmesse in Frankfurt

Jeden Herbst findet in Frankfurt am Main die große und internationale Buchmesse statt, so auch dieses Jahr wieder. Alles dreht sich um Bücher und Gastland ist diesmal Frankreich. Eine schöne Gelegenheit sich mal wieder mit französischer Literatur und aktuellen Autoren des Landes auseinanderzusetzen.

Doch dieses Jahr ist die Messe recht leise, klar es gibt wie immer verschiedene Höhepunkte, Michel Houellebecq war da, er hat über Literatur und seine Bücher gesprochen. Natürlich gibt es ein entsprechendes Rahmenprogramm. Aber irgendetwas fehlt.

Es gibt unzählige Verlage, die ihre Autoren und neue Bücher präsentieren. Es wird über Bücher und eBooks gesprochen, aber die Zukunft des Buches bleibt seit Jahren ungewiss. Es ist allen bewusst, dass es unzählige Bücher gibt, die nie zum Leser finden. Das ist eine Tatsache, aber es ist nicht so, weil die Bücher nicht gut wären, sondern weil … Ja, warum eigentlich genau? Man weiß es nicht. Man hat Vermutungen, Ideen und vielleicht auch eine Ahnung, aber man weiß es nicht mit Sicherheit. Parallel dazu scheinen die Menschen immer weniger zu lesen, auch dafür kann man keine konkreten Gründe nennen, sondern darüber nur Vermutungen anstellen.

Genauso wie man die Ursachen nicht kennt, weiß man, wie die Situation zu ändern wäre. Wie können Menschen motiviert werden zu lesen und Bücher zu kaufen?

Jeder, der an dem Prozess der Buchherstellung teil hat, macht seinen Job richtig gut, die Autoren schreiben gute Texte, die Lektoren korrigieren diese, eventuell übersetzen Übersetzer diese, dann findet Layout, Gestaltung und Druck statt und dieser ganze Prozess sollte und wird sicher auch von einer ausgeklügelten Werbekampagne begleitet. Und trotz all der Anstrengungen verkaufen sich viele Bücher nicht so gut. Die Autoren, von wenigen Ausnahmen abgesehen, können von ihrer Arbeit nicht leben. Potentielle Leser wissen meist noch nicht einmal, welcher Autor für einen Buchpreis vorgeschlagen wird oder für welches Buch. Und auf die Frage, welche aktuellen Autoren es gibt, haben die wenigsten eine Antwort.

Hat das Buch in dieser Situation eine Zukunft? Wie kann das Buch der Zukunft aussehen? Viele Fragen, die bis zum Sonntag noch in Frankfurt diskutiert werden.

HÄ – ein Fragewort mit zwei Buchstaben

Sprache dient der Kommunikation, aber nicht immer läuft alles nach Plan. Gut, oft geht so einiges schief, deshalb ist das Fragen so wichtig. Im Deutschen gibt es viele Frageworte und fast alle beginnen mit einem W. Die große Ausnahme bildet das HÄ. Manchester wird jetzt abwertend sagen, dass man dieses Wort besser nicht benutzt, es klänge unfreundlich, sei umgangssprachlich und einfach kein gutes Deutsch. Sicher, alle diese Aussagen stimmen, nichts desto trotz ist es das vielseitigste Fragewort der deutschen Sprache. Mit einem HÄ kann man schlicht alles erfragen.

Das einzige Fragewort, das dem HÄ nahe kommt, ist das WAS. Wer jetzt fragt: Hä was? Der weiß wovon ich spreche…

Gestattet mir die Frage, wie sagt man in anderen Sprachen oder Eurer Muttersprache –  HÄ?

Juan aus Sevilla stellt sich vor

Juan aus Sevilla ist ein Buchprojekt, an dem ich gerade arbeite und das sich so langsam abrundet. Dementsprechend soll es hier vorsichtig vorgestellt werden ohne vorab schon zu viel zu verraten.

Dieses Geschichtssammlung habe ich begonnen, um einem kleinen Mädchen eine kleine Freude zu machen. Stück für Stück ist das Projekt gewachsen und hat sich verändert. Aus dem persönlichen Büchlein ist eine ganzes Buch geworden. Die Texte orientieren sich an Themen des andalusischen Alltags, die gewählt wurden, weil es das Spanien ist, das viele vor ihrem inneren Auge sehen, wenn sie an Spanien denken. Andalusien ist traditionell und sicher auch ein bisschen anders. Die Geschwister Juan und Macarena begleiten den Leser gerne durch das Buch und zeigen wie sie ihren Alltag erleben.

Der Text ist zweisprachig verfasst worden, weil er so dem Leser eine weitere Zugangsmöglichkeit bietet und beim Erlernen der spanischen Sprache hilft. Das Buch richtet sich an Kinder im Kindergartenalter, sie sollen vom spanischen Lebensgefühl, den Emotionen und der Fiesta erfahren. Dabei möchte das Buch möglichst ohne große Erklärungen auskommen und selbsterklärend wirken auf den Leser oder Zuhörer wirken.

Jetzt möchte sich Juan selbst kurz vorstellen. Er ist ein bisschen nervös, motiviert ihn doch mit einem fröhlichen Olé.

„Hallo allerseits, ich heiße Juan. Ich bin der berühmte Don Juan aus Sevilla. Ich bin ein wahrer Sevillano.

Ich spreche Andaluz. Andaluz ist eine Variante des Spanischen. Freut mich Euch kennenzulernen.

Was ich mache? Nun, ich frühstücke. Ich frühstücke auf der Straße in der Bar an der Ecke. Ich trinke Orangensaft und Milchkaffee, dazu esse ich einen Toast mit Olivenöl und Tomate. Ich esse alles mit Olivenöl.

Ich bin sehr traditionsbewusst. Am Mittag treffe ich mich mit Freunden in der Bar. Das tut gut. Wir trinken etwas und essen Tapas. Ich liebe den Schinken.

Die Siesta ist sehr wichtig. Ohne Siesta hält man nicht durch – besonders im Sommer. Danach gibt es Kaffee und Kuchen. Ich trinke Kaffee und esse ein Stück Kuchen.

Das Abendessen findet so gegen 22 Uhr zuhause statt. Meine Mama frittiert alles. Frittiertes liebe ich. Meine Mama bereitet frittierten Fisch oder gebratenes Fleisch zu. Das ist lecker, sehr lecker.

Und danach, Party. Ich gehe mit Freunden aus. Das Nachtleben lässt mich lebendig fühlen. Party! Ich 43 Jahre alt und lebe noch bei meinen Eltern. Das ist normal hier.“

Leseherbst und Lesegewohnheiten entwickeln

Es ist kurios, aber uns wird immer wieder vermittelt, dass es Lesesituationen für Bücher gibt. Anfang des Sommers heißt es, dass jetzt im Sommer endlich Zeit ist, all die Bücher zu lesen, die man schon die ganze Zeit lesen wollte. Dann kommt der Herbst, der klar Leseherbst genannt wird, steht doch die Buchmesse in Frankfurt vor der Tür und das Wetter ist ehr zum gemütlichen Lesen auf dem Sofa geeignet. Dann kommt schon Weihnachten und das ist dann die beste Gelegenheit alle Bücher zu kaufen und auch zu verschenken. Im Frühjahr ist wieder eine Buchmesse, diesmal Leipzig… Ihr seht schon, die Jahreszeiten werden zum Lenken der Lesegewohnheiten herangezogen. Aber entspricht das der Realität?

Unter uns gesagt, ich bezweifle das. Es gibt Leser und solche, die darüber reden zu lesen. Lesen ist ein Teil des Lebens und sollte demzufolge in den Alltag eingebunden sein. Wenn man Vielleser beobachtet, dann fällt auf, dass sie Leserituale haben. Sei es, dass diese Vielleser immer im Bus oder Zug lesen, sei es, dass Sie jeden Tag vor dem Schlafen gehen lesen oder wann auch immer. Wer sich selbst oder Kinder zum Lesen bringen möchte, sollte versuchen derartige Rituale entwickeln.

Es ist leicht ein Ritual zu entwickeln, Menschen gewöhnen sich in kurzer Zeit neue Handlungsweisen an. Wichtig ist dabei nur, dass man es wirklich möchte und nicht von vornherein „weiß“, dass man scheitern wird. Entscheidend ist kein Leseherbst, sondern der Wille und die feste Absicht Lesegewohnheiten zu entwickeln. Das Geheimnis ist machen. Mein Tipp, lest einfach jeden Abend vor dem Schlafen ein Kapitel oder eine Kurzgeschichte, mit der Zeit wird es euch in Fleisch und Blut übergehen.

Persönlich gehöre ich als Autorin und Buchstabenspiel zu den Menschen, die viel lesen, aber eben auch schreiben, dementsprechend gehört das Lesen gewissermaßen zu meiner Berufung. Meine persönlichen Lesegewohnheiten sind auch unabhängig von den Jahreszeiten, ich lese täglich, klar, an manchen Tagen weniger als an anderen, aber ich lese. Ohne zu lesen, fehlt mir etwas.