Lesen in, Vorlesen aus, Lernen mit, Leben zwischen Büchern (4)

Zum Thema Leseförderung gibt es viele Meinungen und Ratschläge, richtig sind viele, aber viel wichtiger ist die Erkenntnis, dass der Austausch über Bücher und Lesen entscheidend dazugehört, allerdings viel zu oft ins Private verlagert wird. 

Es ist eine Sache etwas zu lesen, sei es ein Buch, ein Comic, eine Zeitschrift oder eine Zeitung, online oder in gedruckter Form. Alles diese Medien können gelesen werden, sie sind im Alltag präsent, doch nur, wer sie bemerkt, sich ihrer bewusst wird, kann von ihnen profitieren. 

Wichtig ist deshalb natürlich immer auch der Austausch über die gelesenen Bücher. Damit werden die Leser und Schüler zu kritischen Lesen angeregt. Das sind Fähigkeiten, die jeder Leser erst erlernen muss. Selbstverständlich werden in den Schulen verschiedene Techniken erlernt, die helfen. 

Lesetagebücher zum Beispiel bieten Lesern die Möglichkeit das Gelesene einzuordnen und später auch gezielt zu erinnern. Aber sie geben auch Anregungen und die Möglichkeit des gezielten Perspektivwechsels. Dadurch können bestimmte Aspekte hervorgehoben, herausgearbeitet und auch analysiert werden. 

Eine andere Vorgehensweise ist, wenn beispielsweise ein Lehrer vorschlägt, jemanden zu unterstützen, indem dessen Text gelesen wird, dann ist das ein guter Grund den Text zu lesen. Oder wenn Schüler Texte anderer Schüler lesen und diese dann im Anschluss erläutern sollen, dann gibt es den Schülern Einblicke in den Sinn des Lesens. Gleichzeitig zeigt es aber auch die Sicht der anderen Mitschüler, das kann für Gruppen einen entscheidenden Anstoß zur Diskussion geben. 

Die Art und Weise des Herangehens ist oft weniger entscheidend als der Enthusiasmus des Lehrers. Ein Lehrer, der von einem Buch begeistert ist, hat die größten Chancen auch seine Schüler zu erreichen und diese zu begeistern. Begeisterung spürt das Gegenüber. Toll wäre es, wenn viele Kinder, Jugendlich, Schüler, aber auch Erwachsene und Lehrer mehr lesen würden! Bücher sind toll und eröffnen uns allen neue Einblicke, Perspektiven und Leben!

Vorlesen ist ein Geschenk (3)

Teil drei zum Themenschwerpunkt Leseförderung widmet sich einerseits dem Vorlesen und andererseits auch den verschiedenen Darbietungsformen von Lesestoff. Wie auch immer, es ist ein Plädoyer für das Lesen. 

 

Kleinkindern werden Geschichten erzählt und ihnen wird auch vorgelesen. Das sind oft sehr intime Momente, an die sich Kinder auch noch Jahre später gut und gerne erinnern. Leider verliert sich das später, dabei ist gerade das Vorlesen eine hervorragende Möglichkeit Menschen jeden Alters für das Lesen zu begeistern. 

Kaum ein Lehrer liest seinen Schülern vor, meist lässt er sie selbst leise lesen, zum Teil lässt er sie ihren Mitschülern vorlesen, aber, dass er ihnen vorliest ist selten. Das ist schade, weil damit viel Potential verloren geht. 

Vorlesen muss man aber auch können, es ist eine Handwerkskunst, die jeder erst erlernen muss. Nur, wer auch vorgelesen bekommt, wird es zu schätzen wissen. Ein Lehrer, der seinen Schülern vorliest, hat meist ihre Aufmerksamkeit. Lässt er sie nur leise lesen, wird er ihnen noch so oft sagen können, ihr müsst lesen, sie werden ihn nicht hören, kein Interesse an seinen Ermahnungen haben und vermutlich erst recht nicht zum Buch greifen um zu lesen. 

Allerdings sollte auch hierbei immer im Auge behalten werden, was Schüler lesen möchten. Viele Geschichten und Texte sind toll, müssen aber erst an den Schüler herangebracht werden. Das ist oft nicht ganz einfach und erfordert viel Engagement der Lehrer und Betreuer. Bücher sollten immer mit Bedacht ausgewählt werden. Außerdem kann es hilfreich sein, Schüler zu ermuntern von einem Buchtyp zum andern zu wechseln, schließlich gibt es die Auswahl. Verschiedene Textarten, Genres und Medien existieren und das mag manchen Schüler überraschen, wie eng verbunden sie doch miteinander sind. Diese Vielfalt muss gezeigt werden. Fast alle Themen können als Comic genauso wie als eBook, Roman, Kurzgeschichte oder Artikel einer Zeitschrift sowohl online oder als print erschienen sein, selbst Gedichte, Sagen, Erzählungen und viele weitere Darstellungsformen bieten sich an. 

Man kann sowohl das Lesen als auch das Vorlesen hervorragend in den Schulunterricht einbinden. Leider wird dies oft nicht als etwas positives und schönes empfunden, das für die Zukunft motiviert selbst auch zu lesen. Dabei können Bücher lebendig werden, wenn man sie gut vorliest.

Lesen als kleine Flucht, Lesen ist leben (2)

Einerseits ist Lesen natürlich eine Herausforderung, andererseits bietet es auch Möglichkeiten zu fliehen. Und genau aus diesen beiden Gründen sollten Kinder, Jugendliche, Schüler, Studenten und auch Erwachsene immer und immer wieder zum Lesen angehalten werden.

Eine Wahrheit ist, dass, wer unter Druck gesetzt wird, keinen Spaß am Lesen haben wird. Deshalb wird von zahlreichen Pädagogen empfohlen Lesen als Art und Weise des Fliehens darzustellen. Lesen als kleine Flucht. Das nähme ihrer Meinung nach den allgemeinen Druck weg und fördere Lesen als eine Art Luxus, um sich selbst zu verwöhnen. Es findet also kein weiterer Test statt.

Eine Möglichkeit ist also, dass Lehrer ihren Schülern oder Eltern ihren Kindern erklären, dass sie eine bestimmte Zeit zum Entfliehen nutzen möchten und, dass man dies immer wieder in regelmäßigen Abständen gemeinsam tun würde. Nach kurzer Zeit wird die Art der kleinen Flucht in den Alltag übergehen. Eine kleine Flucht, sei es eine Stunde oder nur eine halbe Stunde lesend zuzubringen, wird viel im Leben des Einzelnen verändern.

Wichtig hierbei ist, dass die Kinder immer freien Zugang zu Büchern haben und dass man ihnen nicht vorschreibt, welches Buch zu lesen sei. Klar, greifen Kinder und Jugendliche gerne Mal zu Büchern, die sie noch nicht verstehen können, aber wenn Interesse da ist, dann sollte es unter keinen Umständen durch Sprüche wie, das ist aber noch nichts für dich zerstört werden. Jemanden vom Lesen abzuhalten ist eine Form der Zerstörung!

Wichtig ist hier auch wieder die Vorbildrolle, die Lehrer und Erwachsene haben, sollte nie vergessen werden. Alle Lehrer sollten als Leser in der Erinnerung der Schüler bleiben und idealer Weise auch alle Erwachsene, welche die Kinder kennen. So sehen sie, dass es etwas Normales und Selbstverständliches ist zu lesen. In Schulen kann man Lehrer bitten, ihre Lieblingsbücher mitzubringen und am Anfang des Unterrichtes daraus vorzulesen oder zu berichten. Das kostet nicht viel Zeit, hat aber eine große Wirkung. Schüler werden dann beginnen sich über das Leseverhalten und Vorlieben bei Büchern von ihren Lehrern zu unterhalten. Damit wäre das Lesen im Alltag der Schüler angekommen.

So wichtig wie der Zugang zu Büchern ist auch, dass Kinder und Jugendliche eine Umgebung haben, in der es Printmedien gibt. Zeitungen und Zeitschriften gehören genauso dazu wie Bücher. In der Schule können auch Pinwände und Wandbilder gestaltet werden. Denn wer umgeben ist vom gedruckten Wort, wird das als normal empfinden und später selbst suchen oder gestalten. Eine Pinwand in der Schule, die zeigt, welche Bücher andere lesen oder gelesen haben, kann eine hervorragende Empfehlungsfunktion haben.

Lesen ist lernen, ist leben… (1)

Eine der schwierigsten Aufgaben heutiger Zeit ist es für Eltern und Lehrern ihren Kindern oder Schülern das Lesen näher zu bringen und diese für das Lesen zu begeistern. Eltern und Lehrern ist klar, dass ohne Lesen kaum Bildung möglich ist. Aber es geht noch weiter, den Nicht-Lesern bleibt viel mehr als nur Wissen und tolle Bücher vorenthalten, vielmehr fehlt ihnen eine der wichtigsten Kulturfähigkeiten, die Europa und uns zu dem gemacht haben, was wir sind. Aus diesem Grund wird es in der folgenden Zeit Hinweise zur Leseförderung geben. Hier nun der erste Teil:

Wie kann man Kinder und Jugendliche für das Lesen begeistern?

Ein wichtiger Aspekt ist die Freude, die Lesen bereiten kann, diese zu vermitteln ist schwer. Es ist eine Sache die nötigen Texte für die Schule und den Unterricht zu lesen, aber es ist etwas ganz anderes ein Leser zu sein. Letzteres erfordert die Freude am Lesen und die zu vermitteln ist sehr schwer.

Es gibt zahlreiche Untersuchungen, die belegen, dass die Haltung zum Lesen bei Schülern mit zunehmendem Alter abnimmt. In anderen Worten, wer als junger Leser das Lesen nicht genießt, wird als älterer Schüler sicher nicht lesen. Das hat schwerwiegende Folgen.

Also, was tun? Das Elternhaus ist wie so oft entscheidend. Eltern müssen sich der Tatsache bewusst sein, dass sie eine wichtige Vorbildfunktion bei der Entwicklung ihres Kindes haben. Wer Zuhause niemanden lesen sieht, wird selbst auch weniger lesen. Wie können Lehrer diesen Teufelskreis durchbrechen?

Mit Zeit und Engagement können Lehrer helfen. Ein Beispiel sind Lesewettbewerbe. Lesewettbewerbe können sehr unterschiedlich aussehen und beispielsweise als Projekte immer wieder in den Unterricht integriert werden. Schüler können beispielsweise eine Reihe von Büchern vorgeschlagen bekommen und dann ein Buch aus verschiedenen Genres wählen. Auch Wettbewerbe nach dem Motto 12 bevor du zwölf Jahre bist. Am Ende gibt es einen kleinen Preis. Auch die Aufgabe während den Ferien zu lesen kann Leselust auslösen, man hat eine Aufgabe. Buchvorstellungen bieten auch viele Möglichkeiten.

Spaß bereitet vielen Schülern auch Bilder zu machen von den seltsamsten, schönsten oder außergewöhnlichsten Orten, an denen sie selbst schon gelesen haben. Die Bilder können Fotos sein, aber auch Zeichnungen. Die Bilder können im Klassenraum oder der Schulbibliothek ausgestellt werden.

Wichtig ist natürlich auch der Austausch über die gelesenen Bücher. Damit werden die Schüler zu kritischen Lesen angeregt. Lesetagebücher helfen das Gelesene einzuordnen und zu erinnern. Aber es gibt auch die Möglichkeit des Perspektivwechsels. Wenn beispielsweise ein Lehrer vorschlägt, jemanden zu unterstützen, indem dessen Text gelesen wird, dann ist das ein guter Grund den Text zu lesen. Oder wenn Schüler Texte anderer Schüler lesen und diese dann im Anschluss erläutern sollen, dann gibt es den Schülern Einblicke in den Sinn des Lesens.

Also, im folgenden Artikel wird es um die Möglichkeiten zu entkommen gehen.

Saarbrücken – ein Foto-Rückblick

Der Friedrich-Maerker-Verlag war auch dieses Jahr zur europäischen Kinder- und Jugendbuchmesse in Saarbrücken. Diese europäische Messe hat dieses Jahr zum 14. Mal stattgefunden. Es war trotz parallel stattfindender Europawahlen ein großer Erfolg. 

Der Friedrich-Maerker-Verlag fühlt sich immer sehr wohl in Saarbrücken, wo die mehrsprachigen Bücher mit Geschichten aus dem Alltag immer wieder gern gelesen werden. Da das Saarland die Zweisprachigkeit aller Saarländer anstrebt, waren die französisch-deutschen Bücher besonders gefragt. 

Hier nun ein paar fotografische Eindrucke:

Europäische Kinder- und Jugendbuch Messe
Europäische Kinder- und Jugendbuch Messe
Europäische Kinder- und Jugendbuch Messe
Europäische Kinder- und Jugendbuch Messe
Europäische Kinder- und Jugendbuch Messe
Europäische Kinder- und Jugendbuch Messe

Messe-Saarbrücken 2014

Messe-Saarbrücken 2014

 

Saarbrücken 2014

Ankündigung:

Donnerstag, den 22. Mai um 12.00

liest D.S. Felix aus:

 Nacherzählung von Theodor Storms Schimmelreiter

Samstag, den 24. Mai um 16.00

liest D.S. Felix aus:

Daniel und der Koffer im Öttingerhaus.

 

Der Friedrich-Maerker-Verlag wird an der 14. europäischen Kinder- und Jugendbuchmesse in Saarbrücken vom 22. Mai bis zum 25. Mai 2014 teilnehmen. Mit Freude werden zweisprachige Wendebücher, Nacherzählungen von deutschen Klassikern und viele weitere Bücher präsentiert.

Europäische Kinder- und Jugendbuchmesse Saarbrücken

Hallo Ihr Lieben, Euer Buchstabenspiel ist ganz aufgeregt! Wie, Ihr wisst nicht warum? Nun, nächste Woche findet die 14. europäische Kinder- und Jugendbuchmesse in Saarbrücken statt. Richtig, sie startet am Donnerstag den 22. Mai und dauert bis zum Sonntag den 25. Mai. 

Auch dieses Jahr wieder gibt es viele tolle neue Bücher zu bestaunen. Es gibt viele tolle Sachen rund ums Buch. Außerdem gibt es viele Lesungen, da könnt Ihr den Autoren zuhören. Auch Dorothea S. Felix liest aus ihren Büchern. Kommt doch vorbei!

> Am Donnerstag den 22. Mai um 12.00 liest sie aus ihrer Nacherzählung von Theodor Storms Schimmelreiter. 
> Und am Samstag den 24. Mai um 16.00 wird sie aus dem Öttingerhaus lesen.

Die Buchmesse wird auch wieder ein Treffpunkt für Leser aus Frankreich, Belgien, Luxemburg und Deutschland sein. Es kommen aber immer auch viele Autoren aus anderen europäischen Ländern.  Dieses Jahr ist das Gastland Österreich. Ihr seht schon, es gibt viele gute Gründe die Buchmesse in Saarbrücken nächste Woche zu besuchen! Mit etwas Glück werdet Ihr auch Euer Buchstabenspiel treffen. Wer mich erkennt, dem schenke ich ein Buch. Versprochen. 

Also, Viele Grüße und vergesst nicht Bücher machen Spaß. Viel Spaß beim Lesen! Euer Buchstabenspiel

 

Messebesuch – eine Ankündigung

Buchmessen gibt es viele und doch ist jede auch jedes Mal wieder anders. Dieses Jahr findet vom 22. bis 25. Mai in Saarbrücken die 14. Kinder- und Jugendbuchmesse statt. Der Friedrich-Maerker-Verlag und die Autorin D.S. Felix sind auch dieses Jahr wieder vor Ort live dabei. 

Bei Buchmessen haben Leser und Bücherfreunde die Möglichkeit Verlage und ihre Arbeit, wie auch Autoren persönlich kennen zu lernen. Für den Leser ist es die Möglichkeit Fragen zu stellen, die ihm ein Buch nicht beantwortet haben. Das sind sehr intime Momente, die Freude und Begeisterung teilen lassen. Die Buchhelden bekommen eine Stimme und zeigen Facetten, die dem Leser möglicher Weise noch nicht aufgefallen sind. Auch Fragen können gestellt werden.

Ein Autor wird sich freuen seine Leser und dessen Interesse zu erfahren. Sicher gibt es viele Anregungen für Autoren, sei es für ein neues Buch oder einfach wie er mit seinen Lesern kommuniziert. Außerdem ist es für Autoren eine wichtige Bestätigung ihrer Arbeit. Buchmessen sind freundliche Treffen, die für alle Beteiligten ungeahnte Erlebnisse bringen.

Die europäische Buchmesse in Saarbrücken hat eine relativ junge Tradition, die aber von vielen Verlagen und Menschen aus der Region, sei es auf französischer oder auf deutscher Seite mit großem Interesse und viel Freude aufgenommen wird. Der Friedrich-Maerker-Verlag nimmt auch dieses Jahr wieder teil und wird einerseits seine Bücher präsentieren und andererseits an Diskussionsrunden und Lesungen teilnehmen. Auch dieses Jahr können sich die Leser auf Neuerscheinungen freuen: es gibt wieder eine neue Geschichte aus der Reihe zweisprachiger Wendebücher: „Mariechen und die Süßigkeiten – Das Martinssingen“. Daneben wird die neueste Nacherzählung der deutschen Klassiker vorliegen: Schillers Räuber nach D.S. Felix. 

Viele tolle Bücher und Begegnungen, auf die sich der Verlag und die Autorin freuen! Besuchen Sie uns vom 22. bis 25. Mai in Saarbrücken zur 14. europäischen Kinder- und Jugendbuchmesse!

Ostern und Bräuche

Hallo Ihr Lieben, frohe Ostern! Wie waren Eure Ostern? Schön, gab es viele Süßigkeiten? Schokoladeneier, Osternester und Schokoladenosterhasen? Bestimmt, das ist lecker und typisch Deutsch.

Ja, Ihr habt richtig gelesen, das ist nicht normal. In vielen anderen Ländern ist es nicht üblich Schokolade zu schenken. Jedes Land und jede Region hat seine eigenen Osterbräuche. Das heißt, allein in Europa gibt es unzählige verschiedene Bräuche. Eier und Hasen sind eine weitere Sache, die in Deutschland als typisch gelten und sicher auch Eingang in verschiedenen anderen Ländern und Regionen hat. Das ist kulturbedingt. Genau, die Kultur entscheidet darüber, wie wir bestimmte Feste Feiern. Im Norden und Osten Europas sind Eier und Hasen Symbole der Fruchtbarkeit und werden deshalb besonders im Frühling benutzt.

Karwoche 2014 © D.S. Felix
Karwoche 2014 © D.S. Felix

Wie feiert man das Osterfest zum Beispiel in Spanien? Wisst Ihr das? Nun, das Osterfest wird während einer ganzen Woche gefeiert. Es beginnt am Palmsonntag, an dem die Karwoche eingeläutet wird. In anderen Worten, die Karwoche wird gefeiert. Es gibt viele Prozessionen, die von vielen Menschen besucht und begleitet werden. Bei den Prozessionen werden Statuen von Jesus am Kreuz und Maria auf festlich geschmückten Plattformen von der Kirche über die Stationen des Leidens Jesu zur Kathedrale getragen, um einen Segen zu erhalten und dann wieder zurück in die Kirche. Diese Plattformen werden allgemein von Menschen getragen, obwohl sie sehr schwer sind. Außerdem werden sie von Nazarenos begleitet. Dieser Brauch wirkt auf uns oft sehr befremdlich. Damit Ihr Euch das besser vorstellen könnt, werde ich Euch noch ein zweites Foto zeigen.

Semana Santa - Nazarenos 2014 © D.S. Felix
Semana Santa – Nazarenos 2014 © D.S. Felix

Es ist wirklich eine andere Kultur, wer aber Spanisch als Fremdsprache lernt, der sollte das einmal gesehen haben. Es ist wirklich erstaunlich.

Also, in diesem Sinne wünscht Euch frohe Ostern!

 

Feriengestaltung und Lesen

Immer wieder heißt es, dass im Urlaub und in der Ferienzeit mehr gelesen werde als zur Schulzeit. Das hört sich zunächst widersprüchlich an, doch wenn man den Tagesablauf oder den Wochenplan vieler Kinder und Jugendlicher betrachtet, überrascht es nicht. Lesen scheint zu einem Luxus geworden zu sein. 

Viele Erwachsene beschweren sich über Stress und Zeitmangel, das ist seit langem ein bekanntes Problem. Leider hat sich dies nicht verbessert, sondern ausgeweitet. Heute beschweren sich auch viele Kinder und Jugendlich darüber keine Zeit, sondern Stress zu haben. Das zeigt sich beispielsweise darin, dass viele keinen wirklichen Hobbys mehr nachgehen. Wenn man Schüler nach Hobbys fragt, bekommt man oft Antworten wie, „Einkaufen gehen“, „Freunde treffen“. Aber mal ehrlich, Freunde treffen sollte kein Hobby sein. Hobbys sollten Leidenschaften für bestimmte Tätigkeiten sein, die man neben allen anderen Dingen tut. Hobbys sind Dinge, die uns von anderen unterscheiden, seien sie künstlerisch, praktisch, intellektuell oder vielleicht auch sportlich angelegt. Jugend- und Schulfreunde von mir, wie auch ich haben Modelle gebaut, verschiedene Dinge gesammelt, Musikinstrumente erlernt oder sich künstlerisch ausprobiert. Freunde dagegen haben wir nicht als Hobby getroffen. Wir hatten sicher auch viel zu tun, aber keinen Stress!

Zeit zum Nichtstun oder um das zu tun, wozu wir Lust haben, ist wichtig. Wer keine Zeit hat, um seinen Leidenschaften nachzugehen, weil er unter Stress oder Zeitmangel leidet, wird auch die Pflichten nur bedingt erledigen können. Es ist wichtig ab und zu Zeit zu haben, Erlerntes und Gelerntes zu verdauen. Lesen kann dabei helfen. 

Bücher lesen kann die Zeit, in der wir erlerntes verdauen, ausfüllen. Lesen kann auch ein Weg sein, um zu entspannen, den Alltag zu vergessen oder einfach den Gedanken freien Lauf zu lassen. Ein Buch lesend können wir in fremde Gedanken-Welten eintauchen. Es wird uns lesend möglich Dinge zu erfahren oder zu erleben, die es uns in der Schule, der Freizeit oder einfach so helfen andere Menschen zu verstehen. Bücher zeigen uns auch mögliche Reaktionen, erläutern Ursachen und Gründe, wie auch Auswirkungen ohne dabei schulisch, streng wissenschaftlich oder belehrend zu sein. Lesen ist Leben. Lesen macht Spaß und kann viel Freude bereiten.

Die Bücher der Autorin D.S. Felix, die beim Friedrich-Maerker-Verlag erhältlich sind, haben das Ziel Spaß beim Lesen zu bereiten. Die Nacherzählung vom Schimmelreiter erzählt eine bekannte Geschichte neu und lässt sie somit in der heutigen Zeit auch für jüngere Leser interessant werden. Die Brücke zwischen der Novelle von Theodor Storm und der Nacherzählung von D.S. Felix liegt in der ungebrochenen Aktualität des Werkes begründet. Und wer die Nacherzählung gelesen hat, greift vielleicht doch noch wieder zum Klassiker und erfreut sich an den Erlebnissen von Hauke Heien. Lesen macht Spaß!