Viele gute Gründe zu Lesen

Das neue Jahr ist noch jung und dementsprechend sind die guten Vorsätze noch nicht vergessen. Aber mal ehrlich, warum müssen wir uns immer Dinge vornehmen, die wir dann doch nicht einhalten? Klar, wir wissen, dass es gut für uns wäre. Also, dann lasst uns doch dieses Jahr einfach mal durchhalten!

Es gibt viele gute Gründe zu Lesen. Ein Vorsatz könnte es dementsprechend sein, pro Woche ein Buch zu lesen. Das geht nicht? Natürlich geht das, sogar recht einfach. 

Jeder profitiert vom Lesen, denn es entspannt und kann sogar heilen. Wenn ich mich nicht wohl fühle, dann greife ich nach einem Buch und das hilft. Es gib Studien, die belegen, dass Lesen mentale und körperliche Entspannung bringt. Aber Lesen macht auch Freude, gut, das hängt zum Teil auch von der Wahl des Buches ab. Mein Auswahlkriterium ist deshalb immer: habe ich Lust darauf? Außerdem hat Lesen auch großartige Nebenwirkungen, es macht klug und stärkt das Gehirn. Bücher zu lesen verändert nachweislich das Gehirn und die Konzentrationsfähigkeit. 

Ja, das hört sich jetzt sehr nach dem typischen Geplapper eines Lehrers an, aber es ist wahr, je mehr wir lesen und wissen, desto mehr Querverbindungen und somit Ideen können wir machen. Fachfremde Themen werden einfacher aufgefasst und unsere Vorstellungskraft produziert eifrig mehr. Wer selbst schreibt, wird dank des Gelesenen besser schreiben. Lesen eröffnet in jeder Hinsicht neue Perspektiven. So können wir selbstbewusster und kommunikativer werden, aber es trainiert uns auch im Zuhören. 

Wer jetzt damit zu argumentieren versucht, lieber mit anderen Leuten oder Freunden etwas zu tun, dem sei gesagt, dass gemeinsames Lesen wundervoll ist und eine Erfahrung, die ich nicht mehr missen möchte.

Also, wie sieht es aus? Werdet Ihr auch ein Buch pro Woche lesen? Mein Ziel ist es. Ich kann nicht sagen, wohin es mich führt, in einigen Monaten, einem Jahr, in fünf Jahren, in zehn? Doch seit ich es tue bin ich viel entspannter, weil ich nach der Arbeit beim Lesen wirklich abschalten und abtauchen kann. Wie viele neue Themen für Gespräche mit meinen Lieben werde ich wieder dabei entdecken? Wie viel besser kann ich verstehen, was mir bisher verborgen geblieben ist. Wie viel kann ich lernen, über all das, was mich begeistert? Wie offen wird mein Herz und Dein Geist, wenn ich regelmäßig neue Standpunkte einnehme? Wie viele neue Ideen werde ich gewinnen können? Wie viel neue Energie, die Ideen auch anzupacken und meine Träume wahr werden zu lassen? Ein Buch in der Woche zu lesen hat mein Leben verändert. Es kann auch Deins für immer verändern.

Buchstabenspiel’s Weihnachtskalender Tag 19

Hallo Ihr Lieben, heute ist schon Samstag, das heißt es ist höchste Zeit sich für das Weihnachtsfest vorzubereiten. Geschenke müssen verpackt werden und die Wohnung vorbereitet. 

Wenn‘s draußen wird schon eisig kalt, 

das Christuskind, es kommt schon bald.

Es gibt viele bekannte und ungewöhnliche Weihnachtsbräuche in Deutschland. An Heiligabend, also am 24. Dezember, findet in vielen Familien am späten Nachmittag oder frühen Abend die Bescherung statt. Die Kinder werden in die gute Stube hineingerufen und dürfen unterm Baum die Geschenke auspacken. Danach wird gegessen, in der Nacht gehen viele Familien zusammen zur Mitternachtsmesse, häufig wird sie Christmette genannt. Sie beginnt, wie der Name schon sagt, um Mitternacht. Das war aber nicht immer so, im 17. und 18. Jahrhundert fand sie oft am Morgen des Weihnachtstages statt. Selbst heute gibt es immer noch Regionen, in denen die Messe morgens gehalten wird. In der Messe wird ein Evangelium vorgetragen – in der Nacht die Botschaft von Jesu Geburt und morgens, bei der Hirtenmesse, wird von der Erscheinung der Engel vor den Hirten erzählt.

Ein weiterer sehr beliebter Brauch zu Weihnachten ist das Singen von Weihnachtsliedern. Hier im Weihnachtskalender von Buchstabenspiel sind auch mehrere Weihnachtslieder zu lesen und Links zu finden. Am Heiligen Abend und am ersten und zweiten Weihnachtstag wird in vielen Familien nach wie vor musiziert und gesungen. Das Lied „Stille Nacht, heilige Nacht“ gilt als das bekannteste Weihnachtslied der Welt, es wurde in mehr als 300 Sprachen und Dialekte übersetzt.

Ein relativ wenig verbreiteter Brauch ist das Erzählen von gruseligen Geschichten, aber vor allem in Norddeutschland vertreibt man sich die Zeit vor der Bescherung mit gruseligen Geschichten. So wird sich zum Beispiel die Geschichte von dem Mann mit dem Kopf unter dem Arm erzählt. Es gibt noch viele andere Bräuche, aber diese alle aufzulisten, spart sich Buchstabenspiel vorerst. 

Schöne Lieder und manch warmes Wort,

tiefe Sehnsucht und ein ruhiger Ort.

Gedanken, die voll Liebe klingen,

Weihnacht möcht ich nur mit Dir verbringen!

 

Buchstabenspiel’s Weihnachtskalender Tag 9

Hallo Ihr Lieben, ja Weihnachten kommt und sicher habt Ihr auch schon einen Brief an den Weihnachtsmann geschrieben mit all Euren Wünschen. Was wünscht Ihr Euch denn dieses Jahr? Habt Ihr auch schon damit begonnen Geschenke für Eure Familie zu basteln? Selbstgemachtes und Gebasteltes ist für die Beschenkten eine besondere Freude, weil sie daran sehen, dass Ihr Zeit und kreative Ideen für sie aufgebracht habt. Euer Buchstabenspiel ist dabei Ketten zu basteln, aus Perlen und Schmucksteinen, aber auch mit Fotos kann sehr schön gebastelt werden. Weihnachtskarten und Bilder auf der Grundlage von Fotos, es gibt nichts schöneres. Denkt mal darüber nach. 

selbstgebastelte Kette, guck' mal
selbstgerechtes Weihnachtsgeschenk, einfach mal zum Gucken

Hier noch ein kurzes Gedicht zum Advent von Rainer Maria Rilke (1875-1926):

Advent

Es treibt der Wind im Winterwalde

die Flockenherde wie ein Hirt,

und manche Tanne ahnt, wie balde

sie fromm und lichterheilig wird,

und lauscht hinaus. Den weißen Wegen

streckt sie die Zweige hin – bereit,

und wehrt dem Wind und wächst entgegen

der einen Nacht der Herrlichkeit.

Weihnachten und der Advent

Rätsel

Mit vier Kerzen,

kommt von Herzen, 

ein Geflecht, 

falsch oder echt, 

im schönen Advent, 

das Jeder kennt. 

Was ist das?

(der Adventskranz) Weihnachten finden in Deutschland im Winter, das heißt in der kalten Jahreszeit, statt. Der 1. Advent ist dieses Jahr am Sonntag den 29. November 2015, das heißt, heute. Der Advent beginnt immer etwa 4 Wochen vor Weihnachten, er ist die Vorbereitungszeit. Die Adventszeit wird in Wochen gerechnet. Jeden Sonntag wird eine weitere Kerze angezündet. Im Advent wird gebastelt, gebacken und viel vorbereitet, damit das Weihnachtsfest schön wird. Hier ein kurzes humorvolles Gedicht, das jedes Kind kennt: 

Advent, Advent ein Lichtlein brennt,

Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier, 

Dann steht das Christkind vor der Tür. 

Und wenn das fünfte Lichtlein brennt, 

Dann hast du Weihnachten verpennt. 

Doch warum wird eigentlich Weihnachten gefeiert? Nein es geht nicht um Geschenke, auch wenn diese heute wichtig erscheinen. Weihnachten wird in vielen Regionen der Welt gefeiert und überall wird es auch ein klein wenig anders gefeiert. Es ist das Fest der Liebe oder der Familie. 

Das Fest ist sehr beliebt, weil es für Gemütlichkeit sorgt. Kerzenlicht, warme Getränke, Süßigkeiten und Weihnachtsmarktbesuche sind aber auch schön. Und wenn es draußen nicht so gemütlich ist, dann bleibt man einfach im warmen Haus und bastelt oder bäckt Plätzchen. 

Weihnachten ist aber vor allem das Fest, an dem etwa zwei Milliarden Christen jährlich die Geburt von Jesus Christus feiern. Im Christentum gehört Weihnachten zu den wichtigsten Feiertagen im Jahr. Nach christlichem Glauben ist Jesus der Sohn Gottes, auserwählt die Menschen von ihren Sünden zu erlösen. Daher nannten seine Anhänger ihn Christus, das bedeutet der Gesalbte oder der Erlöser. An Weihnachten feiert man damit auch die „Menschwerdung Gottes“ in Jesus. 

Allerdings ist nicht bekannt, wann genau Jesus geboren wurde, es wurde später von der Kirche aber auf den 25. Dezember gelegt. Tannenbäume sind Symbole des Lebens und werden zu Weihnachten aufgestellt. Viele Menschen feiern Weihnachten, obwohl sie keine gläubigen Christen sind. Die Advents- und Weihnachtsbräuche haben christliche Wurzeln, aber für nicht wenige Menschen in den westlichen Ländern ist Weihnachten mittlerweile aber eher ein kulturelles als ein religiöses Fest. Deshalb schmücken zu Weihnachten viele Menschen einen Baum, die Dekoration fällt dabei je nach Geschmack unterschiedlich aus. 

Weihnachtsstern by Dorothea S. Felix
Advent und Weihnachtszeit by Dorothea S. Felix

Aber mal ehrlich, was hat der Baumschmuck mit Weihnachten zu tun? Die Germanen, sie lebten lange vor uns in Deutschland, kannten Weihnachten nicht, sie feierten stattdessen die Sonnwende. 

Am kürzesten Tag des Jahres verbrannten sie Holzstücke und Holzräder, die ihnen wichtig waren. Die Asche streuten sie dann auf die Felder und in die Ställe. So sollten die Felder fruchtbar gemacht und die Tiere und Menschen vor Krankheiten geschützt werden. Bäume, vor allem Nadelbäume, die immer grün sind, galten damals als ein Symbol des Lebens. Denn auch im Winter, wenn keine Pflanze mehr blüht, sind die Nadeln dieser Bäume grün. Es heißt auch, dass sie ihre Häuser mit Bäumen schmückten, die sie an der Zimmerdecke aufhingen.

Nicht nur die Germanen verehrten Bäume auch viele andere Kulturen taten dies. So gesehen ist es ein fortführen alter Traditionen. Geschmückt werden sie nachweislich erst seit dem 14. Jahrhundert. Es heißt, dass bereits 1419 Bäckersgesellen in Freiburg im Breisgau Obst, Lebkuchen und Nüsse an einen Baum gehängt hätten. Mit der Zeit wurde der Schmuck auch immer raffinierter. 

Expolingua in Berlin

Hallo Ihr Lieben, Euer Buchstabenspiel ist ganz gefesselt, so viele Bücher, so viele Geschichten in ganz vielen verschiedenen Sprachen. Da fällt es schwer an den Blog zu denken. Aber vergessen habe ich Euch nicht. 

Am kommenden Wochenende, also vom 20. bis zum 21. November 2015, wird in Berlin wieder die Expolingua stattfinden. Die Expolingua Berlin versteht sich als die führende Sprachmesse in Deutschland. Die Messe ist Treffpunkt für alle, die sich für Kultur und die unterschiedlichen Möglichkeiten des Fremdsprachenerwerbes interessieren. Das heißt, wenn Ihr Fremdsprachen lernt oder mehrere Sprachen sprecht, dann richtet sich die Messe an Euch. 

Der Friedrich-Marker-Verlag wird dort auch vertreten sein. Das heißt, Ihr könnt die Geschichten von Dorothea S. Felix wie die zweisprachigen Wendebücher mit den Abenteuern von Mariechen und David dem kleinen Ritter aus Hassmersheim lesen. Sicher gibt es auch die Nacherzählungen deutscher Klassiker. Ein Besuch lohnt! 

Also nicht vergessen: Expoingua Berlin, am 20. und 21. November 2015, wo? RHWK Friedrichstraße 176–179 , 10117 Berlin–Mitte von 10:00–18:00 Uhr. Viele Grüße von Eurem Buchstabenspiel

zweisprachige Wendebücher
2sprachige Bücher

Jungen lesen anders

Es ist eine Tatsache, die uns bewusst ist, aber mit der die meisten von uns doch nichts anfangen können: Jungen lesen anders. 

Was Geschichten für Jungen leisten müssen? Wenn man sieht wonach Jungen greifen, dann sind das spannende abenteuerliche Geschichten, vielleicht eine Geschichte, die um eine Schatzkarte konstruiert ist. Der Protagonist wird meist eine Heldenfigur sein, die dann als Vorbild gelesen werden kann. Der Held löst mit viel Geschick, Humor, aber auch Mut ein Problem. Die Probleme selbst müssen greifbar sein und anschaulich präsentiert werden, wie in einem Computerspiel. Auch technische Themen, Sport und Wettkampf interessieren Jungen stärker als Mädchen. Illustrationen helfen, sie dürfen aber nicht zu kindlich wirken, sie sollten ehr an Comics erinnern. Dann besteht die Möglichkeit, dass ein nichtlesender Junge nach einem Buch greift. 

für historisch Interessiere Leser: Daniel und der Koffer im Öttingerhaus © D.S. Felix 2015
Jugendbuch: Daniel und der Koffer im Öttingerhaus © D.S. Felix 2015

Klar, das sind hohe Anforderungen. Denen gerecht zu werden ist gar nicht so einfach, aber es geht. Mädchen sind da einfacher, viele Mädchen lesen einfach alles, was ihnen zwischen die Finger kommt, den Grund dafür kann man nicht finden. 

Die Hauptfigur für ein Buch, das Jungen anspricht, muss eine männliche Figur sein, denn wie wir wissen, interessieren Jungen sich für risikobereite, moralisch und psychisch starke Vorbilder. Wie hätte das Vorbild sich in dieser oder jenen Situation verhalten? Wie funktioniert Imponierverhalten? Wie kann man sich selbst darstellen? Wie geht man an Rangordnungskämpfe heran? Das sind Fragen und Probleme, die Jungen betreffen und mit denen sie sich auseinandersetzen. Sie suchen nach Vorbildern, an die sie sich halten können. 

Im Friedrich-Maerker-Verlag sind von der Autorin D.S. Felix mehrere Bücher erschienen, die diesen Ansprüchen nicht nur genügen, sondern Jungen zu beflissenen Lesern werden lassen. Eines dieser Bücher ist „Das Fenster zur Welt – Kyklop Lupi“, ein anders ist „Daniel und der Koffer im Öttingerhaus“. Während Lupi ein Held ist, der von der Welt abgeschnitten sich in einer futuristisch anmutenden Welt voller Probleme behaupten muss, hat Daniel ein anderes Abenteuer zu bestreiten, Daniel wird allein gelassen und muss sich in eine neue Umgebung einfinden. Beide Bücher stellen den Protagonisten vor große unüberwindlich scheinende Probleme und in beiden Fällen kann der Held sich behaupten. Angst zu versagen oder besser Ängste den sich stellenden Aufgaben nicht gewachsen zu sein, kennen beide Protagonisten, aber sie gehen diese unterschiedlich an, um sich ihnen zu stellen und sie zu überwinden. Das wichtigste dabei ist, dass sowohl Lupi als auch Daniel aus den Büchern von Dorothea S. Felix, bestehen und als Sieger aus dem Abenteuer hervorgehen. 

Wer möchte, dass sein oder ihr Junge mit dem Lesen beginnt, kann diese Bücher im Friedrich-Maerker-Verlag oder im Buchhandel bestellen. Lesen macht Spaß!

Verlag mit Profil – Zweisprachigkeit

Der Friedrich-Maerker-Verlag ist ein Kinderbuchverlag. Die Kinderbücher werden für Kindergartenkinder, Grundschüler und Kinder der ersten Klassen weiterführender Schulen gemacht. Spezialisiert hat sich der Verlag darauf zweisprachige Kinderbücher zu verlegen. 

Die Gründe zweisprachige Wendebücher zu veröffentlichen sind vielfältig. Es werden zwei Gruppen von Lesern angesprochen, einerseits beabsichtigt der Verlag den europäischen Gedanken zu unterstützen, aber andererseits soll auch die Integration von Kindern und somit Familien aus fremden Kulturen erleichtert werden. In anderen Worten, der Verlag macht Bücher für deutschsprachige Familien, die eine weitere Sprache sprechen lernen möchten, oder in denen ein Elternteil aus einem anderen Land stammt; und der Verlag macht auch Bücher für solche Familien oder Kinder, die noch kein Deutsch sprechen, es aber lernen möchten. Europa ist groß und damit es groß und vielfältig bleiben kann, ist es notwendig, dass wir miteinander kommunizieren können. Kommunikation wird über die Sprache möglich, aber es muss auch ein Verständnis für die Kultur, wie auch kulturelle Unterschiede vorhanden sein, dies zu erlernen, die kommenden Generationen zu sensibilisieren ist wichtig. 

Integration und Bildung liegen den Verlegern sehr am Herzen. Das Ziel sind somit Bücher, die einerseits unterhalten und Lese-Spaß bereiten und andererseits auch Wissen vermitteln oder aufbauen. Die Leser der zweisprachigen Wendebücher sind zwischen 3 und 12 Jahren. Diejenigen Kinder, die noch nicht lesen können, bekommen sie vorgelesen und die, die selbst schon lesen können, können die Texte lesen und auch einfache Aufgaben lösen. Die Aufgaben sind immer leicht und können mit Hilfe der Lektüre gelöst werden. Vokabular und Textstrukturen, wie auch Grammatik werden immer parallel geübt. Textverständnis, aber auch ein Verständnis für Kultur und kulturelle Unterschiede sollen den Kindern über die Fremdsprache näher gebracht werden. Gleichzeitig wird der Umgang mit fremdsprachlichen Texten geübt, oft kann ja die Bedeutung aus dem Kontext heraus verstanden werden. 

In anderen Worten, der Friedrich-Maerker-Verlag hat einen pädagogischen Anspruch, der aber nicht nur auf die schulische, sondern auch auf die außerschulische Bildung und Erziehung abzielt.

Bilinguale Wendebücher
Bilinguale Wendebücher

Viele gute Gründe zu Lesen

Müssen wirklich Gründe genannt werden, warum man lesen sollte? Persönlich lese ich jede Woche so 2 bis 3 Bücher, manchmal auch mehr, oft scheint mir die Zeit zu knapp zum Lesen, ich würde gerne mehr lesen. 

Oft werde ich gefragt, was ich lese, meist antworte ich dann, was ich gerade lese. Denn, was ich lese, ist eigentlich nicht so einfach zu beantworten, ich lese schlicht alles, was man mir empfiehlt, was mir zwischen die Finger kommt oder worauf ich aus welchen Gründen auch immer stoße. Natürlich gibt es auch Themen oder Genres, die bestimmte Zeiten haben oder spezielle Autoren, aber ich bin auf nichts festgelegt. Ab und an habe ich auch Phasen gehabt, während denen ich wenig oder kaum gelesen habe. 

Allerdings habe ich mir auch ein paar Routinen angewöhnt. So lese ich beispielsweise jeden Abend vor dem Schlafen und am Wochenende auch morgens im Bett. Den Tag beginne ich meist damit Zeitung zu lesen, am Nachmittag und nach dem Mittagessen lese ich Zeitschriften oder Bücher. Außerdem lese ich gerne auch unter dem Tag, wenn ich gerade nicht arbeite oder anderweitig beschäftigt bin. Die Orte spielen eigentlich keine Rolle, es gibt keinen Ort, an dem ich nicht lesen würde. 

Nur eins ist klar, ohne Bücher bin ich nicht ich, fühle ich mich unvollständig und auch nackt. Ich bezweifle, dass ich ohne Bücher diejenige geworden wäre, die ich bin. Wer wäre ich dann wohl?

David, der kleine Ritter aus Hassmersheim
David, der kleine Ritter aus Hassmersheim

Aber wie gesagt, Lesen ist eine Gewohnheit, die das Leben einschneidend verändern kann. Es ist gleich, ob du Sachbücher oder Belletristik liest, es gibt gute Gründe dafür, hier nun eine kleine Auswahl: 

Lesen wird dich entspannen. Das kann ich voll und ganz bestätigen, Lesen dient gleichermaßen zur Meditation und zur Therapie, eine gute Lektüre hilft abzuschalten und zu entspannen.

Lesen stärkt dein Gehirn. Es ist nicht neu, dass man aus Büchern unheimlich viel lernen kann, aber es ist sogar wissenschaftlich verbrieft, dass Lesen dein Gehirn verändert. Lesen schult die Konzentrationsfähigkeit. Du wirst auch flexibler und schneller werden beim Denken ganz allgemein. Deine Sinne werden stimuliert, das erleichtert die Aufnahmefähigkeit. Lebenslanges Lernen wird leichter und Krankheiten wie Demenz zumindest weit hinausgeschoben. Aber auch kritisches Denken und Argumentieren wird erleichtert durch Lesen. Kurz und gut, das Gehirn wird leistungsfähiger. 

Lesen bringt dir neue Ideen. Einfach ausgedrückt, je ehr wissen du dir anliest und verarbeitest, desto ehr wirst du daraus etwas Neues schaffen können. 

Lesen wird dir Freude bereiten. Gut, ich gestehe, ob dir das Lesen Freude bereitet, hängt auch von den Büchern ab, die du liest. Das beste Auswahlkriterium ist also, hast du Lust auf das Buch ja oder nein. Wähle selbst und lies in deinem Tempo ohne Eile. 

Lesen wird dich besser schreiben, reden und zuhören lassen. Wenn du viel liest, dann wirst du selbst deine Ausdrucksweise im Schriftlichen und Mündlichen verbessern. Lesen zeigt dir Möglichkeiten. Wenn du viel liest, dann übst du auch die Fähigkeit Zuzuhören, du wirst ein Feingefühl für andere und dich selbst entwickeln, Perspektivwechsel werden dir leichter fallen. 

Aber ganz gleich, was du tust, tu es, weil es dir Spaß macht. Ich persönlich lese viel, weil es mir Spaß macht. Lesen macht Spaß

Friedrich-Maerker-Verlag und Leseförderung

Leseförderung scheint mehr denn je nötig zu sein. Wenn man statistischen Angaben trauen darf, dann sinkt die Zahl der Leser, genauso wie die Lesefähigkeit vieler Menschen sinkt. Das ist traurig, denn wir sind zu dem geworden, was wir heute in Europa sind, weil die Alphabetisierung und damit einhergehend die Bildung stieg. 

Bildungsbürgertum nannte man die sich neu etablierende gesellschaftliche Gruppe. Es war das Ziel der Mehrheit dazuzugehören. Doch heute wird der Begriff oft als Schimpfwort benutzt. Das hat fatale Folgen, erstens ist es nicht mehr Ziel und Anspruch so viel als möglich zu wissen, zu lernen und zu erfahren oder sich persönlich weiterzuentwickeln. Als entscheidend werden nur noch Titel und Zertifikate angesehen, die jedem zugänglich sein müssen. Kurz, die Unterscheidung durch besondere Leistung wird von der Gesellschaft weniger gewürdigt. Das hat zur Folge, dass Kinder Superstars werden möchten, aber keinen oder wenig Sinn darin sehen, Fremdsprachen zu erlernen oder sich mit Geschichte oder Literatur auseinanderzusetzen, sei es die des eigenen Heimatlandes oder auch dessen anderer europäischer Länder. Kurz und gut, die Meretokratie ist tot. 

Der Friedrich-Maerker-Verlag hält jedoch weiter an dem Gedanken fest, dass Wissen und Fähigkeiten unsere Identität ausmachen. Aus diesem Grund hat sich der Verlag der Leseförderung und dem Fremdsprachenerwerb verschrieben. Der Verlag verlegt neben zweisprachigen Wendebüchern für Kinder auch Nacherzählungen deutscher Klassiker für etwas ältere Kinder, die schon selbst lesen können. Sprachkenntnisse sind unabdingbar erforderlich, um lesend die Welt zu entdecken, sich kritisch mit ihr auseinanderzusetzen und diese dann für sich selbst zu erobern. Kinder sollten von klein auf in ihrer sprachlichen Entwicklung unterstützt und gefördert werden. 

Aktuell gibt es in Deutschland und Europa eine steigende Anzahl von Kindern, die zweisprachig aufwachsen oder aufwachsen sollen. Die Sprachen und Gründe für diese Entwicklung sind sehr unterschiedlich. Aber für all diese Kinder, wie auch deren Eltern und Erzieher verlegt der Friedrich-Maerker-Verlag zweisprachige Wendebücher. Es gibt Wendebücher für ganz kleine Kinder – Das Fest der Tiere –, dann auch einige zum Vorlesen oder gemeinsamen Lesen – Marie lernt zählen – und auch solche zum selbstständigen Lesen – Mariechen und die Süßigkeiten – und – David, der kleine Ritter aus Hassmersheim.

Für diejenigen, die schon etwas älter sind und die Grundschule oder die ersten Klassen weiterführender Schulen besuchen, gibt es die Nacherzählungen deutscher Klassiker. Bisher sind im Friedrich-Maerker-Verlag Der Faust, Die Räuber, Der Schimmelreiter und Der Taugenichts erschienen. 

Die Bücher der Autorin D.S. Felix sind alle derart gestaltet, dass sie Anregungen zum Umgang mit der Lektüre, Aufgaben und zusätzliche Informationen enthalten. Damit eignen sich sowohl ihre zweisprachigen Wendebücher als auch ihre Nacherzählungen für die Lektüre in der Schule, wie auch zum selbstständigen autonomen Lernen. Alle Lektüren gibt es als Print, aber viele auch als iBook. 

D.S.Felix: Nacherzählung von Goethes Faust © 2014
D.S.Felix: Nacherzählung von Goethes Faust © 2014

Neuerscheinung – Der Taugenichts

Selbstbestimmung und die Rolle des Individuums in der Gesellschaft sind Themen, die aktueller kaum sein könnten. Nichts desto trotz sind diese Themen nicht neu, sondern begleiten die Menschen schon länger. Joseph von Eichendorf reflektiert diese in einer kritischen Auseinandersetzung in seinem Buch: Aus dem Leben eines Taugenichts.

Eigentlich waren die Nacherzählungen für Leser im Alter zwischen 9 und 13 Jahren gedacht, aber bei verschiedenen Buchmessen haben immer auch Jugendliche hin bis zu Abiturienten großes Interesse an diesen Büchern gezeigt. Einige versicherten dem Friedrich-Maerker-Verlag und der Autorin, dass sie dieses Ausgaben den Originalen vorgezogen hätten, weil sie viel mehr Lesevergnügen bringen. Auch Eltern und Lehrer erfreuen sich an diesen Ausgaben, sie sehen darin eine Motivation für Kinder, Jugendliche und Schüler sich mit dieser Literatur zu beschäftigen.

Die Autorin D.S. Felix hat sich das Buch Aus dem Leben eines Taugenichts von Joseph von Eichendorf vorgenommen und es nacherzählt. Ziel dieses Unterfangen ist es, das Buch jüngeren Lesern eine modernisierte und somit leichter verständliche Fassung an die Hand zu geben. Das erlaubt diesen Lesern einen erleichterten Zugang nicht nur zu den Themen des Taugenichts, sondern auch eine Verknüpfung zum Heute herzustellen.

Es gibt einen ausführlichen Anhang, in dem Informationen zum Autor und seiner Zeit, wie auch der Entstehung des Buches gegeben werden. Daneben gibt es aber auch Fragen, welche die Auseinandersetzung mit dem Thema erleichtern und anregen, der Leser wird dabei direkt angesprochen. Das ist die beste Leseförderung.

Die Nacherzählungen deutscher Klassiker lässt die Verlegerin von zwei englischen Künstlern gestalten. Das verleiht den Büchern einen besonderen Charme. Der Faust und auch Die Räuber wurden von dem walisischen Künstler Nero gestaltet, während Der Schimmelreiter und Aus dem Leben eines Taugenichts von sind künstlerisch von Lady Sue Meynell umgesetzt worden. Auch alle folgenden Nacherzählungen werden von diesen beiden Künstlern illustriert werden.