Gute Gründe Fremdsprachen zu lernen

Es gibt viele gute Gründe weshalb man Fremdsprachen lernen sollte. Am vorteilhaftesten ist es natürlich Mehrsprachigkeit anzustreben. Aber auch sehr gute Fremdsprachenkenntnisse sind viel wert. 

Jedem wird es einleuchten, dass man mit sehr guten Fremdsprachenkenntnissen auf Reisen viele kleine Hürden leichter nehmen kann. Es wird möglich mit den Menschen vor Ort in ihrer Sprache zu sprechen, kann sich besser informieren und versteht am Ende auch, was vor sich geht. Aber es geht noch weiter darüber hinaus nur die Speisekarte zu verstehen. Denn auch ohne zu Reisen, wird die fremde Kultur besser verstanden. Unterschiede werden kein Befremden hervorrufen, sondern können zu einer tieferen Einsicht führen. 

Es gibt zahlreiche Studien und Untersuchungen, die belegen, dass je mehr Fremdsprachen man spricht, desto besser sei es für die Gesundheit unseres Hirns. Das Gehirn ist kognitiv flexibler, das hat in allen Lebenslagen, in denen man mit Neuem konfrontiert wird Vorteile, nämlich, dass reagiert werden kann und nicht resigniert wird. Und selbst wenn einsprachige Erwachsene mit der Situation auch umgehen können, wird es sie mehr Energie und Anstrengung kosten. Zweisprachige Menschen sind einfach schneller und ihr Gehirn benötigt weniger Energie.

Auch im Alter profitieren wir davon Fremdsprachen zu sprechen, ein wesentlicher Vorteil scheint zu sein, dass die geistige Fitness von Menschen, die mehrere Sprachen sprechen länger erhalten bleibt und anhält. Allerdings lässt sich das über alle sagen, die Lesen und geistig aktiv sind. 

Menschen, die mehrere Sprachen sprechen, können sich oft differenzierter, klarer und gezielter ausdrücken. Das hat viele Vorteile sowohl im Privatleben, wie im Beruf. Ihnen fällt es auch einfacher neue Worte zu verstehen oder einzuordnen. Auch die Geschwindigkeit ihrer Auffassungsgabe ist höher. Bei zweisprachigen Kindern wurde festgestellt, dass sie schneller bei der Lösung von Problemen sind. Es gibt auch Untersuchungen, die zeigen, dass zweisprachige Menschen rationalere Entscheidungen und weniger emotionale Entscheidungen treffen. 

Aber diejenigen, die behaupten, dass Alzheimer oder andere altersbedingte Krankheiten zwei- oder mehrsprachige Menschen nicht treffen, haben leider nicht recht. Es ist zwar wahr, dass sie oft erst später betroffen sind und dass der Verlauf der Krankheiten meist langsamer ist, aber verhindern kann man diese Krankheiten nicht. 

Tatsache ist, dass Zwei- oder Mehrsprachigkeit ein Gehirntraining ist, dass sich lohnt. Man schaltet schneller. Das bringt Vorteile. 

Digitales Lesen

Hallo Ihr Lieben, Euer Buchstabenspiel hat Euch schon erzählt, dass es die Geschichten von „David, der kleine Ritter aus Hassmersheim“ und „Mariechen und die Süßigkeiten“ auch als eBook gibt. Die zweisprachigen Bücher können auf einem iPad gelesen werden. 

Fragen über Fragen: Habt Ihr schon mal eBooks gelesen? Was ist Euch dabei aufgefallen? Was ist an eine eBook im Vergleich zu einem auf Papier gedrucktem Buch anders? Was erwartet Ihr von diesen eBooks? 

Euer Buchstabenspiel liest auf Papier gedruckte Bücher genauso wie eBooks. Oft macht es keinen Unterschied, ob ein Buch auf einem elektronischen Lesegerät gelesen wird oder auf Papier. Es gibt einfach unglaublich viele und faszinierende Bücher, in Geschichten und fremde Welten einzutauchen ist digital und traditionell möglich. Eigentlich geht es Euerm Buchstabenspiel hauptsächlich um die Geschichten. Bei den digitalen Büchern gibt es aber auch noch viele Möglichkeiten der Gestaltung, die ein herkömmliches Buch auf diese Art nicht hat. Bei den Geschichten von David und Marie ist es so, dass die Vokabeln im eBook nicht mehr unten auf der Seite stehen, sondern direkt im Text angezeigt werden können. Das ist schon praktisch, wenn man die Sprache noch nicht richtig gut kann. 

Wenn das Lesegerät mit dem Internet verbunden ist, dann könnt Ihr auch Fragen wie die nach dem Baum letzte Woche direkt recherchieren. Als Euer Buchstabenspiel nach dem Namen des Baumes gefragt hat, konnten viele nicht antworten. Aber die Lösung hättet Ihr im Internet finden können.  Hier könnt Ihr es gleich testen, wie heißt der Baum mit diesen Blättern?

Von welchem Baum sind die Blätter? © D.S. Felix 2014
Von welchem Baum sind die Blätter? © D.S. Felix 2014

Aber auch im Urlaub sind eBooks toll, sie wiegen nichts und über den Internet-Shop könnt Ihr immer und überall mehr nachkaufen. Wenn Ihr also in Spanien am Strand seid und die erste Geschichte von „David, der kleine Ritter aus Hassmersheim“ gelesen habt, dann könnt Ihr Euch gleich die Folgegeschichte downloaden. Das ist schon praktisch. 

Also, Euer Buchstabenspiel wünscht Euch einen schönen Lesesommer!

Digitales Lesen als Chance für die Literatur

Mit herzlichem Dank an die Verlegerin von Chou-Publishing, hier ihr Plädoyer für digitales Lesen:

Die Arbeit gibt den Rhythmus vor, man hat zunehmend weniger freie Zeit, die man meist aktiv gestalten soll und will. Dadurch bekommt das Lesen immer mehr das Flair des Mauerblümchens, das draußen keine Chance hat und sich besser mit seinen Buchstaben im Hause verkriecht.

Die Lösung für dieses Dilemma kann im digitalen Lesen zu finden sein, in neuen, kurzen Büchern, die nur kurze Aufmerksamkeitsspannen beanspruchen. So kann man kann sich auch im unruhigen Umfeld immer wieder neu und gründlich auf das Buch konzentrieren.

Auch wenn gern das Gegenteil behauptet wird, kurze digitale Texte müssen nicht zwingend flach sein. Essays haben schon seit jeher gezeigt, dass 600 Seiten nicht das Minimum sein müssen, man kann kluge Gedanken auch auf engerem Raum zum Blühen bringen. Dazu muss man nur auf die ellenlangen Schachtelsätze verzichten, was aber besonders bei den werten Germanisten-Kollegen auf wenig Gegenliebe trifft. Ähnliches gilt für detaillierteste Beschreibungen der Topographie, die ebenfalls endlich in den längst fälligen Ruhestand geschickt werden sollten. Seitenschinden und gleichzeitig damit die Intelligenz und Kraft der Phantasie der Leser infrage stellen? Das ist unnötig und unhöflich, aber die Fronten bewegen sich nur unmerklich. Die Verteufelung der digitalen Bücher erfolgt immer noch mit schöner Regelmäßigkeit. Zu flach, substanzlos, laienhaft… diese Adjektive sind nur die Spitze der Schmähungen.

Mit diesem Hochmut graben wir aber dem Buch ein tiefes Grab. Die Zukunft liegt im Digitalen. Smartphones und Tablets sind immer präsent, Bücher nicht. Diese Chance sollten Verlage und Autoren endlich nutzen, denn auch technische Gegenstände können zu wundervollen Bibliotheken werden, es gibt für jedes System die passende Lese-App. Dafür braucht es keinen speziellen Reader, digital lesen kann jeder, der ein etwas neueres Kommunikationsgerät sein Eigen nennt. Hier liegt die Chance dafür, dass man keine Ausreden für das Nicht-Lesen hat. Lesen ist dann auf einmal wieder chic und verliert sein tristes kärgliches Image. Jetzt braucht es nur noch Bücher, die sich ebenfalls den veränderten Anforderungen anpassen. Der Buchdruck wurde schließlich lange vor der Industrialisierung erfunden, er stammt aus einer vollkommen anderen Ära. Aber auch neueste Texte werden immer noch als Baumbücher konzipiert, wie damals in der guten alten Zeit. Dabei ist es höchste Zeit für eine Erneuerung, für eine Anpassung an den Menschen. Der Mensch soll sich nicht ans Buch anpassen müssen, das muss das Buch tun. Um fit zu sein, muss es auch abspecken, in seinem Fall muss es kürzer werden. Und als Fußnote möchte ich hier noch anbringen, dass man auch im digitalen Raum wunderbar schachteln kann, das beweise ich mit meinen Zeilen wohl recht eindrücklich.

Be polite, don’t confuse us, make it simple! Dieses Motto einer meiner Englischdozentinnen muss die Devise für Texte sein, die auch heute noch ihre Leser erreichen. So hält man einen Text kurz und überstrapaziert dabei weder das Zeitmanagement noch die Geduld des Lesers. Damit erweisen Autoren und Verlage ihren Lesern einen unschätzbaren Gefallen. Die meisten Leser schätzen einen klar formulierten klugen Gedanken doch wesentlich mehr als ein verklausuliertes Konstrukt, das meist nicht dazu in der Lage ist, die Leere, die so häufig in ihm ist, zu verdecken. Und in der Belletristik sollte eine kurze Beschreibung der Figuren und der Orte mehr als ausreichend sein, den Rest übernimmt die Phantasie des Lesers nur zu gerne. So kann Lesen wieder zum Anlass für das bunte Feuern der Synapsen werden, ein Feuerwerk, das das ganze Jahr andauern kann. 

Vielen Dank sagt Buchstabenspiel! 

Wie heißt der Baum?

Hallo Ihr Lieben, im letzten Post hat Euer Buchstabenspiel gefragt, wie der Baum auf dem Foto heißt. Leider hat niemand die Antwort gewusst. Schade, dabei gibt es den Baum als Zierpflanze auch in vielen deutschen Wohnungen. Es handelt sich um einen Ficus elastica oder anders ausgedrückt einen Gummibaum. Er ist kein Katschukbaum, der zur Gummiherstellung dient, sondern eine Art Feige. 

Gummibaum © D.S. Felix 2014
Gummibaum © D.S. Felix 2014

Der Ficus stammt aus Nordost-Indien und Indonesien. Aber man findet ihn heute auch in Spanien und Portugal in Parks und Straßen. Dort wird er zwischen 20 und 40 Metern hoch, zum Teil kann er sogar 60 Meter groß werden. Der Stammdurchmesser kann bis zu 2 Metern erreichen. Seine Borke ist hellbraun und glatt, der Stamm ist unregelmäßig und entwickelt Luftwurzeln, die in Bodennähe zu Brettwurzeln werden. Sie dienen zur besseren Verankerung im Boden und zum Abstützen der schweren Äste. 

Wenn der Baum verletzt wird, tritt ein weißer Milchsaft aus, sogenannter Latex. Die Blätter haben einen 2 bis 5 Zentimeter langen Stiel, an dem ein 8 bis 35 Zentimeter großes Blatt hängt. Die Blätter sind oval und glänzend dunkelgrün von oben und hellgrün auf der Blattunterseite. Erstaunlich ist, dass die Blattgröße mit dem Alter des Baumes sinkt. 

Gummibaum © D.S. Felix 2014
Gummibaum © D.S. Felix 2014

Die Blüten sind weiß, sie werden nur von bestimmten Feigenwespen bestäubt, sie leben im Inneren des Blütenstandes. Die Früchte sind kleine gelbgrüne ovale Feigen, die etwa 1 Zentimeter Lang sind und kaum genießbar sind. Das ist doch spannend oder?

Also, in diesem Sinne, ein schönes Wochenende wünscht Euch Euer Buchstabenspiel!

Gummibaum © D.S. Felix 2014
Gummibaum © D.S. Felix 2014

Lesen im Sommer

Hallo Ihr Lieben, ja, es ist Sommer und das ist natürlich auch Ferienzeit. Was macht Ihr in den Ferien? Klar, Euer Buchstabenspiel liest und zwar am liebsten draußen im Freien. Letzte Woche hat Euer Buchstabenspiel die Gelegenheit unter einem ganz besonderen Baum zu lesen.

Unter einem Baum zu lesen ist richtig toll, man kann die Blätter rauschen hören, wird von den Blättern auch vor der Sonne geschützt und mit etwas Glück könnt Ihr Vögel beobachten. Gut, das geht nicht beim Lesen. Zugegeben, das lenkt vom Lesen ab. Aber zurück zu meinem Baum. Hier ist ein Foto von einer Blüte und Blättern, die Blätter sind etwa 25 bis 30 Zentimeter groß, die Blüte war etwa 12 bis 15 Zentimeter. Die geöffneten Blüten sind noch größer. Der Baum selbst ist sehr hoch. 

Wie heißt der Baum? © D.S. Felix 2014
Wie heißt der Baum? © D.S. Felix 2014

Der Baum hat geblüht. Deshalb hier meine Fragen: Kennt Ihr diesen Baum? Wie heißt er? Schreibt Eurem Buchstabenspiel! 

Dabei fällt mir ein, wenn Ihr Hilfe bei der Bestimmung von Bäumen benötigt, im Museum auf der Burg Guttenberg könnt Ihr eine Holzbibliothek bewundern. Sie wird auch in „David und das Leben auf der Burg Guttenberg“ beschrieben. Dieses Buch ist eines der zweisprachigen Wendebücher aus dem Friedrich-Maerker-Verlag. Also, meldet Euch bei Eurem Buchstabenspiel. Nächste Woche soll der Name genannt werden! Viele Grüße und viel Spaß beim Lesen! wünscht Euch Euer Buchstabenspiel

Digitales Lesen – ein Brief

Hallo Ihr Lieben, wie geht es Euch? Genießt Ihr den Sommer? So soll es sein. Euer Buchstabenspiel ist mit einem iPad ausgestattet im Süden Spaniens unterwegs gewesen. Das war ganz klasse! Der Tablett Computer hat es ihm erlaubt ganz viel zu lesen ohne viele Bücher mitzuschleppen. Außerdem habe ich viele tolle Dinge entdeckt und erlebt.

Natürlich gibt es in Spanien den Atlantik, aber das ist nicht alles. Dort wachsen Pflanzen, die es in Deutschland nicht gibt. Am auffälligsten sind die Bäume. Kennt Ihr Eukalyptusbäume? Nein. Nun, Eukalyptus kennt Ihr sicher, das ist in Bonbons, aber der Geschmack kommt von den Bäumen. Diese Bäume kommen aus Australien. Sie werden schnell groß, weil sie Pfahlwurzeln haben und können mit diesen das Wasser auch aus großer Tiefe holen können. Deshalb wachsen sie besser als andere Pflanzen. 

Die Bäume haben eine schuppige Borke und die Blätter ähneln denen von Weiden. Aber die Blüten sind etwas ganz besonderes, deshalb hat Euer Buchstabenspiel hier ein Foto für Euch. Das ist doch schön oder?

Eukalyptus - 2014 © by D.S. Felix
Eukalyptus – 2014 © by D.S. Felix

Erkennt Ihr verschiedene Bäume? Woran erkennt Ihr sie, an der Borke oder an ihren Blättern? „David und das Leben auf der Burg Guttenberg“ erzählt nicht nur von der Burg Guttenberg, sondern auch von einer Holzbibliothek. Eine Holzbibliothek zeigt Bäume, das heißt, die Rinde oder Borke von Bäumen, Zweige, wie auch Blätter und Äste. Das Buch „David, der kleine Ritter aus Hassmersheim“ gibt es als zweisprachiges Wendebuch und auch als elektronisches Buch oder iBook.

Sprecht Ihr Spanisch? Nein? Mit den Zweisprachigen Büchern ist es leichter Fremdsprachen zu lernen. Schaut es Euch mal an! Zweisprachige Bücher sind eine tolle Sache. 

Bis die Tage, viele Grüße! sendet Euch Euer Buchstabenspiel.

Noch mehr Lerntipps (3)

Nachdem in den vorhergehenden Artikeln schon einige Tipps zum Thema Lernen gegeben wurden folgen hier weitere, beispielsweise die Aspekte Lernen und Bewegung und der Zeitfaktor. 

Bewegung und Lernen

Das Gehirn ist ein Organ, es funktioniert aber auch wie ein Muskel und bedarf des täglichen Trainings. Bewegung spielt hierbei eine viel größere Rolle, als wir es schlechthin glauben wollen. Bewegung unterstützt die Vernetzung der Gehirnzellen. Die Konzentration der Lernenden wird gesteigert. Aber durch Bewegung werden auch Stresshormone abgebaut. Bewegung und Lernen gehören also untrennbar zusammen. 

Wer es nicht glaubt, der kann zum Test mal während eines Telefonates im Raum herumlaufen. Der zu beobachtende Effekt ist, dass die Konzentration steigt. Bewegung muss also nicht Leistungssport sein, sondern beginnt bereits im Kleinen. 

Fast genauso wichtig wie Bewegung ist eine Struktur. Denn nachhaltiges Lernen erfolgt in Sinnzusammenhängen. Es geht beim Lernen stärker um das Vernetzen von Einzelheiten als um Faktenpauken. Im Langzeitgedächtnis bleiben als Zusammenhänge erlernte Fähigkeiten. Für das Erlernen von Sprachen heißt das, dass Vokabelpauken nichts bringt, stattdessen ist Kontextualisieren zu bevorzugen, weil hier Zusammenhänge im Vordergrund stehen. 

Der Zeitfaktor beim Lernen

Eine häufig gestellte Frage von vielen Schülern, die eine Fremdsprache lernen ist, wie lange brauche ich, um Spanisch, Deutsch oder welche Sprache auch immer zu erlernen? Diese Frage kann nur individuell beantwortet werden, da es Menschen gibt, die schneller lernen und solche, die langsamer lernen. Beides hat Vor- und Nachteile, denn meist ist das Wissen derer, die schnell lernen auch ehr kurzfristig und das derer die langsam lernen dauerhafter. Sie sehen schon, es ist nicht immer ganz einfach. 

Jeder Mensch benötigt unterschiedlich lange für den Prozess des Lernens. Das heißt, jeder benötig individuell unterschiedlich viel Zeit zur Aufnahme der Informationen und deren Verarbeitung. Dabei darf nie vergessen werden, dass Wiederholungen sehr wichtig sind. 

Zum Lernprozess gehört auch Schlaf. Der Schlaf ist für die Gedächtnisbildung sehr wichtig, besonders der Tiefschlaf. Ruhephasen und Konsolidierung des Wissens, also Übungen sind entscheidende Aspekte der Vernetzung von Gelerntem. Nur so, kann Gelerntes vom Kurzzeitgedächtnis ins Langzeitgedächtnis befördert werden. Achten Sie also immer darauf, dass nicht nur gelernt und geübt wird, sondern auch ausreichend geschlafen, nur so wird das Lernen wirklich erfolgreich. 

Was Sie ändern, wenn Sie lernen: 

Sie werden Spaß am Lernen und Weiterentwickeln empfinden. Fremdsprachen werden kein Hindernis mehr sein, sondern eine willkommene Herausforderung. 

Sie werden ausgeglichener sein, weil Sie glücklicher sind und weniger Stress empfinden und, weil Sie einfach lernen können. 

Lerntipps für Groß und Klein (2)

Das Gehirn lernt gerne. Lernen sollte wie eine Droge sein. Und wer sich schon einmal Wissen selbst erarbeitet hat, dabei etwas Gelerntes wirklich verstanden hat und anwenden konnte, der wird mehr wissen wollen. Langfristige Lernziele helfen dabei Fähigkeiten zu entwickeln und diese zu benutzen. Wer so lernt, wird das Gehirn in seiner Ganzheit nutzen können und nicht nur einzelne kleine Teile. 

Individualität des Lernprozesses

Lernen ist ein individueller Prozess, bei dem es nicht darum geht eine bestimmte Menge an Wissen in einen beliebigen Kopf zu füllen, sondern darum, dass ein Individuum gemäß seinen Vorassetzungen lernt. Das heißt einerseits, dass es nötig ist, dass jeder für sich, herausfindet und weiss, welche Art und Weise zu lerne ihm am meisten liegt. Andererseits heißt es aber auch, dass Unterricht so gestaltet werden muss, dass alle Sinne gefordert werden. Lernen muss individuell sein, um Erfolg zu haben. 

Je individueller Unterricht gestaltet wird, desto höher wird die Beteiligung der Schüler sein und desto größer die Konzentration, die ein Lernen erst ermöglicht. Die Wahrscheinlichkeit, dass Lernende und Schüler etwas dauerhaft lernen wird durch eine individuelle Gestaltung erst möglich. 

„Von nichts kommt nichts“

Ja, richtig, das hört sich nach einem dummen Spruch an. Der Spruch enthält aber auch einen wahren Kern. Niemand kann etwas lernen ohne dafür etwas zu tun. Hinzukommt, dass das Gelernte angewandt werden muss. Ein anderer Spruch sagt: „Use it or loose it.“ Wie wahr, Dinge, die wir nicht benutzen vergessen wir langsam wieder. Um dies zu verhindern ist es notwendig, dass Gelerntes stetig benutzt und wiederholt und somit im Hirn gefestigt wird. 

Das Gehirn lernt dann am leichtesten, wenn es einen Sinn darin sieht. Das kann eine Motivation oder eine Belohnung sein. Aber Belohnung bedeutet nicht Eiscreme, sondern beispielsweise Anerkennung für einen guten Vortrag eines Referates zu einem selbstgewählten Thema. Das selbstgewählte Thema entspricht der Eigenmotivation. Eigenmotivation und Belohnung erhöhen den Lerneffekt enorm. 

Außerdem wird es einen Langzeitfeffekt geben, das heißt, das Gehirn möchte den Erfolg wiederholen. Alle guten Erfahrungen möchte man wieder und wieder und möglichst noch intensiver erleben. Dopamin ist der Neurotransmitter, der im Gehirn ausgeschüttet wird und für diese Hochgefühle sorgt. 

Noch mal kurz zusammengefasst

Es gibt viele Möglichkeiten das Lernen positiv zu gestalten. Ganz wichtig ist hierbei das Individuum als solches zu berücksichtigen und die Methodik auf selbiges abzustimmen. Außerdem muss jedem klar sein, dass Anstrengung beim Lernen hilft und wichtig ist. Die Motivation und die Belohnung helfen dann als Verstärker. In Teil 3 werden noch weitere Lerntipps gegeben, wie zum Beispiel der Zusammenhang von Lernen und Bewegung erörtert wird und auch der Zeitfaktor. 

Lernen sollte Spaß machen (1)

Das Lernen ist ein individueller Prozess und um bessere Erfolge beim Lernen zu erzielen, sollte er auch als solcher behandelt werden. Mit individuell abgestimmten Methoden wird sich der Lerner mehr und auch nachhaltiger merken.

Was sind gute Vorraussetzungen zum Lernen?

Es gibt vieles, was unser Gehirn gut verarbeiten kann und es gibt andere, die es nicht gut verarbeitet. Nur, wer seine Möglichkeiten kennt wird die best möglichen Ergebnisse erzielen. Hier ein Beispiel: Im Fremdsprachenunterricht wird großen Wert auf Grammatik und die Grammatikregeln gelegt. Das ist sicher richtig und wichtig. Aber das Gehirn versucht selbstständig Regeln abzuleiten und schafft dies meist auch, man sollte also weniger Wert darauf legen Grammatikregeln auswendig zu lernen. Stattdessen reicht es diese zu erwähnen und zu erklären und dann viele Beispielsätze zu zeigen, bilden zu lassen und der Lernerfolg wird größer. Wer gehirngerechte Methoden benutzt, wird schneller und besser lernen. 

Gute Methoden sind diejenigen, die dem Lernenden Arbeitsweisen aufzeigen, die auf die normale Funktion des Gehirns abgestimmt sind und den Lerner weiterbringen. Sie werden den Lernenden auch glücklich machen, da er sich nicht mehr unnötig quälen muss. Von Natur aus sind Kinder neugierig und wissbegierig, diese Fähigkeit sollte genutzt werden. 

Was stört den Lernprozess?

Viele Schüler und Schülerinnen lernen sehr vieles in kurzer Zeit in der Schule. Das hört sich toll an. Leider ist es kein wirkliches Wissen, sondern kurzfristig abrufbarer Lernstoff, der nach der Klassenarbeit oder der Klausur schon fast wieder vergessen ist. Es ist kein Wissen, dass von den Schülern nachhaltig angewendet werden kann. Aber schlimmer, die Schüler empfinden es auch nicht als etwas Schönes und Beglückendes. 

Wer nur für kurzfristige Erfolge lernt, verursacht sich und seinem Gehirn Stress. Dieser wird als negativ empfunden und ist schlecht für das Gehirn. Auch hier wieder ein Beispiel aus dem Fremdsprachenunterricht: Vokabellernen gehört zum Fremdsprachenerwerb. Gut das stimmt, aber macht es wirklich Sinn Wortketten wie Hund-dog zu lernen oder sollte man sich besser auf Texte und somit Kontexte beziehen? Vorteile haben Texte und Kontexte allemal, weil viele Vokabeln, je nach Kontext etwas anderes bedeuten. Außerdem, der Kontext lässt oft auch auf die Bedeutung der Vokabel bzw. des Wortes schließen. Das Kontextualisieren kann also wesentlich zum Verständnis nicht nur von Texten beitragen. 

Kurz und Gut

Diese Einführung zum Verständnis für das Lernen zeigt, dass es viele Aspekte gibt, die das Lernen beeinflussen. Aber wird auch verdeutlicht, dass es wichtig ist, wie gelernt wird und dass Störfaktoren möglichst gering gehalten werden sollten, um Erfolge zu erzielen. Diese Einführung wird sich im zweiten Teil mit konkreten Lerntipps auseinandersetzen. 

Lesen trotz Fußballweltmeisterschaft

Hallo Ihr Lieben, es ist schon erstaunlich, da findet in Brasilien die Fußballweltmeisterschaft statt und Deutschland hat das erste Spiel gegen Portugal gewonnen. Das ist ein toller Auftakt. 

Wisst Ihr eigentlich, welche Sprache in Brasilien gesprochen wird? Ja, richtig Portugiesisch. Die Sprache wird auch in Portugal gesprochen. Portugal ist das Land, gegen dessen Mannschaft die deutsche Mannschaft gestern gewonnen hat. Sprecht Ihr Portugiesisch? Euer Buchstabenspiel kann Portugiesisch lesen und verstehen, aber richtig gut leider nicht. Es ist eine Romanische Sprache und gehört zur gleichen Sprachfamilie wie Latein, Italienisch, Französisch, Spanisch, Rumänisch und eben auch Portugiesisch. Es ist schon erstaunlich, wie Sprachen verwandt sein können. In Deutschland lernen viele Kinder als erste Fremdsprache Englisch oder Französisch beispielsweise, aber Portugiesisch lernen sicher die wenigsten. 

Lest Ihr schon Bücher oder Zeitschriften in Fremdsprachen? Euer Buchstabenspiel versucht in allen Sprachen zu lesen. Das ist nicht immer einfach, weil es klar einfacher ist in den Sprachen zu lesen, die man richtig gut kann. Aber das schöne daran in fremden Sprachen zu lesen ist, dass man dabei merkt, es geht. Es ist wie mit dem Lesen selbst: wer zu lesen anfängt, tut sich schwer, doch wer liest, wird bald besser lesen und mit der Zeit und der Übung wird es immer einfacher. Genauso ist es mit den Fremdsprachen, wer anfängt eine Sprache zu lernen, hat am Anfang wenig Möglichkeiten sich auszudrücken, doch schon bald wird es besser und nach und nach wird es immer mehr und besser.

Lesen macht Spaß und lesen in der Fremdsprache ist richtig toll! Wer das kann, kann nicht nur mehr verstehen, sondern weiß mehr, kann Geheimnisse entdecken und versteht die Fußballfans der Gegnermannschaft. Viel Spaß mit der Fußballweltmeisterschaft! Euer Buchstabenspiel