Kulturelle Unterschiede

Jeder, der eine Fremdsprache lernt, muss sich zwangsläufig auch mit der Kultur seiner Sprecher auseinandersetzen. Das hört sich nach Zwang an, liegt aber im eigenen Interesse. Englisch ist die Fremdsprache, die heute jeder beherrschen sollte, deshalb soll im Folgenden ein wenig über die us-amerikanische Kultur im Unterschied zur deutschen berichtet werden. 

Anrede: Was jeden Deutschen erstaunt und in Verlegenheit bringt, ist die Tatsache, dass es in der Englischen Sprache keine Unterscheidung zwischen du und Sie gibt. Und so wird in den USA jeder sofort per Du angesprochen. Das ist so auch in England oder anderen englischsprachigen Regionen zu beobachten. Aber in den USA geht es noch weiter, hier wird auch gleich der Vorname benutzt. Das verwundert dann doch selbst die Hartgesottenen. 

Bezahlung: Bargeld lacht, von wegen, in den USA ist Bargeld nicht so gern gesehen. Es scheint extrem, aber selbst die Dose Kola am Kiosk wird mit der Kreditkarte bezahlt. Gut, manch einer wird argumentieren, dass das praktisch ist, aber unter uns gesagt, die Kreditkartenkosten, sind für Deutsche enorm, wer also versucht ein amerikanisches Bankkonto mit Karte einzurichten, wird eine Bank aufsuchen, der Angestellte wird den Klienten nun begrüßen, klar, per du aber auch mit dem Vornamen. 

Zum Beispiel: „Hi, wie geht‘s dir? Ich bin Mike und wie heißt du?“ In Deutschland würde das jeder als unseriös verstehen, aber in den USA ist das normal und hat nix saloppes. Es klingt ungezwungen und scheinbar leicht, aber manchmal fehlt einem die nötige Distanz zum Gegenüber. Auch Altersunterschiede scheinen durch das freundliche Du und den Vornamen weniger gewürdigt zu werden. Man scheint den Menschen auf Anhieb nahe und verbunden, als ob man sie schon immer kennen würde. 

Aber genauso wie die freundliche Frage, wie es einem geht, ist das ständige Duzen keine wirkliche Nähe und Vertraulichkeit. Keiner erwartet, dass man ehrlich auf die Fragen antwortet, es ist viel mehr ein standarisiertes Verhalten, um positives Denken zu unterstreichen und zu fördern. Und genau das wird damit auch erreicht. Man startet positiv in eine Unterhaltung, es sind Höflichkeitsfloskeln, die zum us-amerikanischen Way of life dazugehören, wer das versteht, hat viel gelernt.

Lernen ist so wichtig wie nie

Lernen bestimmt nicht nur die Kindheit, es hört nie auf! Das ist auch nicht weiter schlimm, denn der Mensch ist zum Lernen gemacht! Der Lernprozess beginnt schon vor der Geburt.  Wir lernen durch Erfahrungen und die setzen schon vor der Geburt ein. Durch Eindrücke entstehen neue Verbindungen zwischen den Nervenzellen des Gehirns, bestehende Verbindungen werden gestärkt. Kurz und gut, wir vernetzen uns. 

Kinder machen täglich große Fortschritte, die jeder mit Erstaunen beobachten kann. Ist das bei Erwachsenen anders? Auch heißt es oft, dass Erwachsene beim Fremdsprachenerwerb Probleme hätten. Nein, nicht grundlegend. 

Lange ging man davon aus, dass nur bis in die Pubertät Hirnzellen gebildet werden und Heranwachsende deshalb implizit lernten. Deshalb hieß es, Erwachsene könnten zwar auch noch lernen, müssten dies aber anders tun. 

Fakt ist, dass sich das Gehirn ständig verändert und in der Pubertät verändert sich das Gehirn in sofern, dass es am Ende weniger Gehirnzellen hat, aber die verschiedenen Areale werden besser vernetzt und effektiver. Nach der Pubertät werden die Verbindungen mit Fett umschlossen, diese Ummantelung sorg für schnellere Verbindungen. In anderen Worten, die kognitive Leistung wird verstärkt und besser. Auch weiter bleiben die Fähigkeit synaptische Neu- und Umbildungsprozesse im Alter erhalten. 

Menschen können große Mengen an Daten speichern, es gibt Hochrechnungen, die behaupten, dass es sich um etwa den Inhalt von zwei Millionen CDs. Die Informationen werden im Gehirn aber nicht einfach abgelegt, sondern in einem aufwändigen mehrstufigen Prozess gespeichert. Dabei werden unwichtige Informationen verworfen. Der Prozess dauert das ganze Leben. 

Oft wird es daran fest gemacht, dass Laute nicht mehr exakt nachgeahmt werden können. Allerdings ist dies ein Mythos! Es ist auch Erwachsenen noch möglich alle Laute zu immitieren, aber die Fähigkeit kann einrosten. Eine weitere Behauptung ist, dass Kinder sich mehr trauen und dies beim Fremdsprachenerwerb hilft. Das stimmt teilweise, ist aber ehr eine Typfrage, es gibt extrovertierte Menschen und ehr introvertierte. Introvertierte Menschen lernen mehr für sich und haben oft einen sehr großen Wissensschatz, trainieren aber das sprechen nicht und hören sich deshalb weniger authentisch an. Aber egal, wer, je mehr man etwas übt, desto besser gelingt es. 

Erwachsene müssen nicht anders lernen als Kinder, wenn die Motivation stimmt, dann funktioniert es genauso gut wie bei Kindern. Fakt ist dass sich viele Erwachsene das Lernen schwerer machen. Wir haben viele Dinge falsch beigebracht bekommen und sind mit Irrtümern aufgewachsen. Dabei ist es möglich Vokabeln und Grammatik intuitiv abzuleiten und ein Sprachgefühl zu entwickeln. Auch Zuhören ist wichtig und ein großes Manko bei vielen Lernern. Aber am Wichtigsten ist die Motivation!

Im Sommer freiwillig lernen

Hallo Ihr Lieben, Euer Buchstabenspiel möchte Euch heute etwas vom Lernen erzählen. Ja, so ganz spontan werden alle sagen: Was lernen? Wieso in den Ferien? Weshalb lernen? Warum in den Ferien? Unter uns gesagt, jeder muss immer etwas lernen.

Viele Dinge lernen wir, ohne uns dessen bewusst zu sein. Da gebt Ihr mir doch recht, oder? Stimmt doch, Fahrradfahren oder schwimmen habt Ihr auch gelernt. Und das ganz ohne Zwang, weil es Spaß macht. Vielleicht wolltet Ihr auch nur mit Euren Freunden Radtouren machen oder zum Badesee fahren. Es gibt viele gute Gründe etwas freiwillig zu lernen. 

Die gute Nachricht ist, dass unser Gehirn viel mehr leisten kann, als wir normal lernen. Wenn wir das Lernen mit Spaß und Freude machen, geht es schneller und ist gar nicht so schlimm. Aber klar, in den Ferien möchten wir nicht wie in der Schule lernen, es gibt viel schönere Arten. Ihr könnt lesen. Ihr könnt Euch mit einem Hobby beschäftigen, das geht in allen Sprachen der Welt, das heißt, Ihr könnt mehrere Dinge verbinden und damit wird es schön. 

Natürlich ist es auch so, dass es von Vorteil in der Schule ist, wenn Ihr in den Ferien Englisch lernt oder lernt mit dem Computer umzugehen, zum Beispiel Fotobearbeitungsprogramme testet. Es gibt so viele schöne Möglichkeiten. Wer Geschichte lernen möchte, der kann viele tolle Bücher lesen, da gibt es zum Beispiel Daniel und der Koffer im Öttingerhaus von D.S. Felix. Das Buch gibt es auch als iBook, denn mal ehrlich Bücher lesen kann jeder, aber heute muss man auch mit den neuen Technologien umgehen können und das trifft auch für Geschichtsinteressierte zu. Also, in diesem Sinne, eine schöne Woche wünscht Euer Buchstabenspiel!

Bildung versus Ausbildung

Ein momentan viel diskutiertes Thema ist die Bildung. Gut, meistens geht es darum, dass bestimmte Schultypen nicht toll sind, Schüler Lernziele nicht erreichen oder die Rangliste von Vergleichsstudien nicht zufriedenstellend sind. Dabei werden viele Themen gemischt und wenig klare Aussagen getroffen. Weder Bildung, Lernziele noch die Abgrenzung zur Ausbildung werden klar thematisiert. Dabei ist es entscheidend klare Aussagen zu treffen, wenn man einen Standpunkt darstellen oder etwas bewegen möchte.

Unterschied zwischen Bildung und Ausbildung

Die Unterscheidung von Bildung und Ausbildung wird häufig nicht gemacht. Um die Bedeutung der beiden Worte klar zu machen, soll an dieser Stelle eine Definition folgen. Zunächst also die Ausbildung und darauf die Bildung. Ausbildung ist ein Prozess zur Vermittlung von Wissen und Fähigkeiten, darin inbegriffen ist die Erziehung und Anleitung. Durch die Ausbildung, kann sich ein Mensch alle Voraussetzungen um Bildung zu erhalten. Bildung kann demzufolge das Ergebnis der Ausbildung sein. Es ist eine Art angestrebtes Ideal, das über die Ausbildung hinausreicht.

Bildung bedeutet Anstrengung

Bildung war lange ein hohes Ziel, welches das Bürgertum auszeichnete. Jedem war klar, dass man nur durch Bildung seine eigene Position in der Welt verbessern kann. Leider wird dieses Ziel nicht mehr angestrebt. Oder besser ausgedrückt, heute streben viele nicht Wissen und Bildung an, sondern wollen Stars werden, aber bitte ohne Anstrengung. Das ist ohne Anstrengung allerdings nicht möglich.

Beispiel Lesen

Ganz gleich, was man machen möchte ohne Anstrengung geht es nicht. Lesen zum Beispiel ist eine Kulturfähigkeit, die Europa und die Welt erst zu dem gemacht hat, was es heute ist. Lesen zu lernen ist zunächst eine Anstrengung, erst mit der Zeit und der entsprechenden Übung, wird es eine Freude. Nichts desto trotz ist die Fähigkeit des Lesens wirklich entscheidend, um zu einem gebildeten Individuum heranzureifen. In anderen Worte, Lesen ist die Fähigkeit, die uns mündig macht und es erlaubt kritisch für sich selbst zu entscheiden und als Individuum zu handeln.

Wer nicht Lesen kann, wird heute für ungebildet gehalten. Aber auch ungebildete Menschen müssen, um am Alltag teilzuhaben, lesen können und die meisten können es. Das zeigt, dass Lesen und Lesen Unterschiede sind. Jemand, der liest, wird mehrere Dinge auf ein Mal machen, einerseits, wird er die Worte, die in schriftlicher Form festgehalten sind, mündlich wiedergeben können. Je nach Bildungsgrad wird der Leser es verstehen, wiedergeben, in den Kontext einordnen oder gar vergleichen und weiterdenken können. 

Ohne Lesen geht heute nichts mehr!

Aber das Gute ist, es kann auch viel Spaß machen und Freude bereiten. Wer einmal regelmäßig liest, zu Leser geworden ist, der wird es nicht mehr missen wollen. Natürlich, es gibt gute Lektüren und weniger gute. Die Wahl liegt beim Leser. Abschließend bleibt festzustellen, dass Bildung ein Ziel ist, dass eine Person erreichen kann. Ausbildung dagegen erfährt ein Mensch durch Institutionen wie die Schule und eigenes Engagement. Lesen gehört dazu.

Baumrätsel – Gingko Baum

Hallo Ihr Lieben, letzte Woche habe ich Euch gefragt, von welchem Baum die Blätter sind. 

Von welchem Baum sind die Blätter? © D.S. Felix 2014
Von welchem Baum sind die Blätter? © D.S. Felix 2014

Diese Woche nun also die Antwort, sie sind vom Gingko Baum. Dieser Baum ist in China heimisch, wird heute aber in der ganzen Welt angebaut. Der Baum wurde lange Zeit in Ostasien als Tempelbaum angebaut. Holländische Seefahrer haben diese Bäume um 1730 nach Europa gebracht. 

Der Gingko ist ein sommergrüner Baum, wird etwa 40 Meter hoch und kann über 1000 Jahre alt werden. Meistens wachsen die Bäume pyramidenförmig in die Höhe. Die Borke ist dunkelgrau, sehr rau und meist tief gefurcht. Die Früchte des Baumes gleichen Mirabellen. Seine Blätter sind fächerförmig und kaum ein Blatt ähnelt dem anderen. Die Blätter werden für Tee und Medikamente verwendet. 

Der Name des Baumes kommt aus dem Chinesischen. Er setzt sich aus zwei Teilen zusammen, dem Zeichen „gin“ für Silber und „kyo“ für Aprikose. Es liegt nahe, dass der Name auf die Früchte zurückzuführen ist. Beim Übertragen des Namens ist den Forschern ein Fehler unterlaufen, deshalb gibt es heute zwei mögliche Schreibweisen, eine so wie hier verwendet: Gingko und die andere ist Ginko. 

Der Gingko wurde zum Jahrtausendwechsel Baum des Jahres und anschließend sogar Baum des Jahrtausends, weil er als Mahnmal für Umweltschutz und Frieden gilt. Euer Buchstabenspiel kennt den Tee, meist wird er mit anderen Tees gemischt verkauft, aber es gibt ihn auch pur. Testet ihn, wenn Ihr die Möglichkeit habt. 

Also, bis zum nächsten Mal. Viele Grüße von Eurem Buchstabenspiel!

Gute Gründe Fremdsprachen zu lernen

Es gibt viele gute Gründe weshalb man Fremdsprachen lernen sollte. Am vorteilhaftesten ist es natürlich Mehrsprachigkeit anzustreben. Aber auch sehr gute Fremdsprachenkenntnisse sind viel wert. 

Jedem wird es einleuchten, dass man mit sehr guten Fremdsprachenkenntnissen auf Reisen viele kleine Hürden leichter nehmen kann. Es wird möglich mit den Menschen vor Ort in ihrer Sprache zu sprechen, kann sich besser informieren und versteht am Ende auch, was vor sich geht. Aber es geht noch weiter darüber hinaus nur die Speisekarte zu verstehen. Denn auch ohne zu Reisen, wird die fremde Kultur besser verstanden. Unterschiede werden kein Befremden hervorrufen, sondern können zu einer tieferen Einsicht führen. 

Es gibt zahlreiche Studien und Untersuchungen, die belegen, dass je mehr Fremdsprachen man spricht, desto besser sei es für die Gesundheit unseres Hirns. Das Gehirn ist kognitiv flexibler, das hat in allen Lebenslagen, in denen man mit Neuem konfrontiert wird Vorteile, nämlich, dass reagiert werden kann und nicht resigniert wird. Und selbst wenn einsprachige Erwachsene mit der Situation auch umgehen können, wird es sie mehr Energie und Anstrengung kosten. Zweisprachige Menschen sind einfach schneller und ihr Gehirn benötigt weniger Energie.

Auch im Alter profitieren wir davon Fremdsprachen zu sprechen, ein wesentlicher Vorteil scheint zu sein, dass die geistige Fitness von Menschen, die mehrere Sprachen sprechen länger erhalten bleibt und anhält. Allerdings lässt sich das über alle sagen, die Lesen und geistig aktiv sind. 

Menschen, die mehrere Sprachen sprechen, können sich oft differenzierter, klarer und gezielter ausdrücken. Das hat viele Vorteile sowohl im Privatleben, wie im Beruf. Ihnen fällt es auch einfacher neue Worte zu verstehen oder einzuordnen. Auch die Geschwindigkeit ihrer Auffassungsgabe ist höher. Bei zweisprachigen Kindern wurde festgestellt, dass sie schneller bei der Lösung von Problemen sind. Es gibt auch Untersuchungen, die zeigen, dass zweisprachige Menschen rationalere Entscheidungen und weniger emotionale Entscheidungen treffen. 

Aber diejenigen, die behaupten, dass Alzheimer oder andere altersbedingte Krankheiten zwei- oder mehrsprachige Menschen nicht treffen, haben leider nicht recht. Es ist zwar wahr, dass sie oft erst später betroffen sind und dass der Verlauf der Krankheiten meist langsamer ist, aber verhindern kann man diese Krankheiten nicht. 

Tatsache ist, dass Zwei- oder Mehrsprachigkeit ein Gehirntraining ist, dass sich lohnt. Man schaltet schneller. Das bringt Vorteile. 

Digitales Lesen

Hallo Ihr Lieben, Euer Buchstabenspiel hat Euch schon erzählt, dass es die Geschichten von „David, der kleine Ritter aus Hassmersheim“ und „Mariechen und die Süßigkeiten“ auch als eBook gibt. Die zweisprachigen Bücher können auf einem iPad gelesen werden. 

Fragen über Fragen: Habt Ihr schon mal eBooks gelesen? Was ist Euch dabei aufgefallen? Was ist an eine eBook im Vergleich zu einem auf Papier gedrucktem Buch anders? Was erwartet Ihr von diesen eBooks? 

Euer Buchstabenspiel liest auf Papier gedruckte Bücher genauso wie eBooks. Oft macht es keinen Unterschied, ob ein Buch auf einem elektronischen Lesegerät gelesen wird oder auf Papier. Es gibt einfach unglaublich viele und faszinierende Bücher, in Geschichten und fremde Welten einzutauchen ist digital und traditionell möglich. Eigentlich geht es Euerm Buchstabenspiel hauptsächlich um die Geschichten. Bei den digitalen Büchern gibt es aber auch noch viele Möglichkeiten der Gestaltung, die ein herkömmliches Buch auf diese Art nicht hat. Bei den Geschichten von David und Marie ist es so, dass die Vokabeln im eBook nicht mehr unten auf der Seite stehen, sondern direkt im Text angezeigt werden können. Das ist schon praktisch, wenn man die Sprache noch nicht richtig gut kann. 

Wenn das Lesegerät mit dem Internet verbunden ist, dann könnt Ihr auch Fragen wie die nach dem Baum letzte Woche direkt recherchieren. Als Euer Buchstabenspiel nach dem Namen des Baumes gefragt hat, konnten viele nicht antworten. Aber die Lösung hättet Ihr im Internet finden können.  Hier könnt Ihr es gleich testen, wie heißt der Baum mit diesen Blättern?

Von welchem Baum sind die Blätter? © D.S. Felix 2014
Von welchem Baum sind die Blätter? © D.S. Felix 2014

Aber auch im Urlaub sind eBooks toll, sie wiegen nichts und über den Internet-Shop könnt Ihr immer und überall mehr nachkaufen. Wenn Ihr also in Spanien am Strand seid und die erste Geschichte von „David, der kleine Ritter aus Hassmersheim“ gelesen habt, dann könnt Ihr Euch gleich die Folgegeschichte downloaden. Das ist schon praktisch. 

Also, Euer Buchstabenspiel wünscht Euch einen schönen Lesesommer!

Digitales Lesen als Chance für die Literatur

Mit herzlichem Dank an die Verlegerin von Chou-Publishing, hier ihr Plädoyer für digitales Lesen:

Die Arbeit gibt den Rhythmus vor, man hat zunehmend weniger freie Zeit, die man meist aktiv gestalten soll und will. Dadurch bekommt das Lesen immer mehr das Flair des Mauerblümchens, das draußen keine Chance hat und sich besser mit seinen Buchstaben im Hause verkriecht.

Die Lösung für dieses Dilemma kann im digitalen Lesen zu finden sein, in neuen, kurzen Büchern, die nur kurze Aufmerksamkeitsspannen beanspruchen. So kann man kann sich auch im unruhigen Umfeld immer wieder neu und gründlich auf das Buch konzentrieren.

Auch wenn gern das Gegenteil behauptet wird, kurze digitale Texte müssen nicht zwingend flach sein. Essays haben schon seit jeher gezeigt, dass 600 Seiten nicht das Minimum sein müssen, man kann kluge Gedanken auch auf engerem Raum zum Blühen bringen. Dazu muss man nur auf die ellenlangen Schachtelsätze verzichten, was aber besonders bei den werten Germanisten-Kollegen auf wenig Gegenliebe trifft. Ähnliches gilt für detaillierteste Beschreibungen der Topographie, die ebenfalls endlich in den längst fälligen Ruhestand geschickt werden sollten. Seitenschinden und gleichzeitig damit die Intelligenz und Kraft der Phantasie der Leser infrage stellen? Das ist unnötig und unhöflich, aber die Fronten bewegen sich nur unmerklich. Die Verteufelung der digitalen Bücher erfolgt immer noch mit schöner Regelmäßigkeit. Zu flach, substanzlos, laienhaft… diese Adjektive sind nur die Spitze der Schmähungen.

Mit diesem Hochmut graben wir aber dem Buch ein tiefes Grab. Die Zukunft liegt im Digitalen. Smartphones und Tablets sind immer präsent, Bücher nicht. Diese Chance sollten Verlage und Autoren endlich nutzen, denn auch technische Gegenstände können zu wundervollen Bibliotheken werden, es gibt für jedes System die passende Lese-App. Dafür braucht es keinen speziellen Reader, digital lesen kann jeder, der ein etwas neueres Kommunikationsgerät sein Eigen nennt. Hier liegt die Chance dafür, dass man keine Ausreden für das Nicht-Lesen hat. Lesen ist dann auf einmal wieder chic und verliert sein tristes kärgliches Image. Jetzt braucht es nur noch Bücher, die sich ebenfalls den veränderten Anforderungen anpassen. Der Buchdruck wurde schließlich lange vor der Industrialisierung erfunden, er stammt aus einer vollkommen anderen Ära. Aber auch neueste Texte werden immer noch als Baumbücher konzipiert, wie damals in der guten alten Zeit. Dabei ist es höchste Zeit für eine Erneuerung, für eine Anpassung an den Menschen. Der Mensch soll sich nicht ans Buch anpassen müssen, das muss das Buch tun. Um fit zu sein, muss es auch abspecken, in seinem Fall muss es kürzer werden. Und als Fußnote möchte ich hier noch anbringen, dass man auch im digitalen Raum wunderbar schachteln kann, das beweise ich mit meinen Zeilen wohl recht eindrücklich.

Be polite, don’t confuse us, make it simple! Dieses Motto einer meiner Englischdozentinnen muss die Devise für Texte sein, die auch heute noch ihre Leser erreichen. So hält man einen Text kurz und überstrapaziert dabei weder das Zeitmanagement noch die Geduld des Lesers. Damit erweisen Autoren und Verlage ihren Lesern einen unschätzbaren Gefallen. Die meisten Leser schätzen einen klar formulierten klugen Gedanken doch wesentlich mehr als ein verklausuliertes Konstrukt, das meist nicht dazu in der Lage ist, die Leere, die so häufig in ihm ist, zu verdecken. Und in der Belletristik sollte eine kurze Beschreibung der Figuren und der Orte mehr als ausreichend sein, den Rest übernimmt die Phantasie des Lesers nur zu gerne. So kann Lesen wieder zum Anlass für das bunte Feuern der Synapsen werden, ein Feuerwerk, das das ganze Jahr andauern kann. 

Vielen Dank sagt Buchstabenspiel! 

Wie heißt der Baum?

Hallo Ihr Lieben, im letzten Post hat Euer Buchstabenspiel gefragt, wie der Baum auf dem Foto heißt. Leider hat niemand die Antwort gewusst. Schade, dabei gibt es den Baum als Zierpflanze auch in vielen deutschen Wohnungen. Es handelt sich um einen Ficus elastica oder anders ausgedrückt einen Gummibaum. Er ist kein Katschukbaum, der zur Gummiherstellung dient, sondern eine Art Feige. 

Gummibaum © D.S. Felix 2014
Gummibaum © D.S. Felix 2014

Der Ficus stammt aus Nordost-Indien und Indonesien. Aber man findet ihn heute auch in Spanien und Portugal in Parks und Straßen. Dort wird er zwischen 20 und 40 Metern hoch, zum Teil kann er sogar 60 Meter groß werden. Der Stammdurchmesser kann bis zu 2 Metern erreichen. Seine Borke ist hellbraun und glatt, der Stamm ist unregelmäßig und entwickelt Luftwurzeln, die in Bodennähe zu Brettwurzeln werden. Sie dienen zur besseren Verankerung im Boden und zum Abstützen der schweren Äste. 

Wenn der Baum verletzt wird, tritt ein weißer Milchsaft aus, sogenannter Latex. Die Blätter haben einen 2 bis 5 Zentimeter langen Stiel, an dem ein 8 bis 35 Zentimeter großes Blatt hängt. Die Blätter sind oval und glänzend dunkelgrün von oben und hellgrün auf der Blattunterseite. Erstaunlich ist, dass die Blattgröße mit dem Alter des Baumes sinkt. 

Gummibaum © D.S. Felix 2014
Gummibaum © D.S. Felix 2014

Die Blüten sind weiß, sie werden nur von bestimmten Feigenwespen bestäubt, sie leben im Inneren des Blütenstandes. Die Früchte sind kleine gelbgrüne ovale Feigen, die etwa 1 Zentimeter Lang sind und kaum genießbar sind. Das ist doch spannend oder?

Also, in diesem Sinne, ein schönes Wochenende wünscht Euch Euer Buchstabenspiel!

Gummibaum © D.S. Felix 2014
Gummibaum © D.S. Felix 2014

Lesen im Sommer

Hallo Ihr Lieben, ja, es ist Sommer und das ist natürlich auch Ferienzeit. Was macht Ihr in den Ferien? Klar, Euer Buchstabenspiel liest und zwar am liebsten draußen im Freien. Letzte Woche hat Euer Buchstabenspiel die Gelegenheit unter einem ganz besonderen Baum zu lesen.

Unter einem Baum zu lesen ist richtig toll, man kann die Blätter rauschen hören, wird von den Blättern auch vor der Sonne geschützt und mit etwas Glück könnt Ihr Vögel beobachten. Gut, das geht nicht beim Lesen. Zugegeben, das lenkt vom Lesen ab. Aber zurück zu meinem Baum. Hier ist ein Foto von einer Blüte und Blättern, die Blätter sind etwa 25 bis 30 Zentimeter groß, die Blüte war etwa 12 bis 15 Zentimeter. Die geöffneten Blüten sind noch größer. Der Baum selbst ist sehr hoch. 

Wie heißt der Baum? © D.S. Felix 2014
Wie heißt der Baum? © D.S. Felix 2014

Der Baum hat geblüht. Deshalb hier meine Fragen: Kennt Ihr diesen Baum? Wie heißt er? Schreibt Eurem Buchstabenspiel! 

Dabei fällt mir ein, wenn Ihr Hilfe bei der Bestimmung von Bäumen benötigt, im Museum auf der Burg Guttenberg könnt Ihr eine Holzbibliothek bewundern. Sie wird auch in „David und das Leben auf der Burg Guttenberg“ beschrieben. Dieses Buch ist eines der zweisprachigen Wendebücher aus dem Friedrich-Maerker-Verlag. Also, meldet Euch bei Eurem Buchstabenspiel. Nächste Woche soll der Name genannt werden! Viele Grüße und viel Spaß beim Lesen! wünscht Euch Euer Buchstabenspiel