Digitales Lesen – ein Brief

Hallo Ihr Lieben, wie geht es Euch? Genießt Ihr den Sommer? So soll es sein. Euer Buchstabenspiel ist mit einem iPad ausgestattet im Süden Spaniens unterwegs gewesen. Das war ganz klasse! Der Tablett Computer hat es ihm erlaubt ganz viel zu lesen ohne viele Bücher mitzuschleppen. Außerdem habe ich viele tolle Dinge entdeckt und erlebt.

Natürlich gibt es in Spanien den Atlantik, aber das ist nicht alles. Dort wachsen Pflanzen, die es in Deutschland nicht gibt. Am auffälligsten sind die Bäume. Kennt Ihr Eukalyptusbäume? Nein. Nun, Eukalyptus kennt Ihr sicher, das ist in Bonbons, aber der Geschmack kommt von den Bäumen. Diese Bäume kommen aus Australien. Sie werden schnell groß, weil sie Pfahlwurzeln haben und können mit diesen das Wasser auch aus großer Tiefe holen können. Deshalb wachsen sie besser als andere Pflanzen. 

Die Bäume haben eine schuppige Borke und die Blätter ähneln denen von Weiden. Aber die Blüten sind etwas ganz besonderes, deshalb hat Euer Buchstabenspiel hier ein Foto für Euch. Das ist doch schön oder?

Eukalyptus - 2014 © by D.S. Felix
Eukalyptus – 2014 © by D.S. Felix

Erkennt Ihr verschiedene Bäume? Woran erkennt Ihr sie, an der Borke oder an ihren Blättern? „David und das Leben auf der Burg Guttenberg“ erzählt nicht nur von der Burg Guttenberg, sondern auch von einer Holzbibliothek. Eine Holzbibliothek zeigt Bäume, das heißt, die Rinde oder Borke von Bäumen, Zweige, wie auch Blätter und Äste. Das Buch „David, der kleine Ritter aus Hassmersheim“ gibt es als zweisprachiges Wendebuch und auch als elektronisches Buch oder iBook.

Sprecht Ihr Spanisch? Nein? Mit den Zweisprachigen Büchern ist es leichter Fremdsprachen zu lernen. Schaut es Euch mal an! Zweisprachige Bücher sind eine tolle Sache. 

Bis die Tage, viele Grüße! sendet Euch Euer Buchstabenspiel.

Noch mehr Lerntipps (3)

Nachdem in den vorhergehenden Artikeln schon einige Tipps zum Thema Lernen gegeben wurden folgen hier weitere, beispielsweise die Aspekte Lernen und Bewegung und der Zeitfaktor. 

Bewegung und Lernen

Das Gehirn ist ein Organ, es funktioniert aber auch wie ein Muskel und bedarf des täglichen Trainings. Bewegung spielt hierbei eine viel größere Rolle, als wir es schlechthin glauben wollen. Bewegung unterstützt die Vernetzung der Gehirnzellen. Die Konzentration der Lernenden wird gesteigert. Aber durch Bewegung werden auch Stresshormone abgebaut. Bewegung und Lernen gehören also untrennbar zusammen. 

Wer es nicht glaubt, der kann zum Test mal während eines Telefonates im Raum herumlaufen. Der zu beobachtende Effekt ist, dass die Konzentration steigt. Bewegung muss also nicht Leistungssport sein, sondern beginnt bereits im Kleinen. 

Fast genauso wichtig wie Bewegung ist eine Struktur. Denn nachhaltiges Lernen erfolgt in Sinnzusammenhängen. Es geht beim Lernen stärker um das Vernetzen von Einzelheiten als um Faktenpauken. Im Langzeitgedächtnis bleiben als Zusammenhänge erlernte Fähigkeiten. Für das Erlernen von Sprachen heißt das, dass Vokabelpauken nichts bringt, stattdessen ist Kontextualisieren zu bevorzugen, weil hier Zusammenhänge im Vordergrund stehen. 

Der Zeitfaktor beim Lernen

Eine häufig gestellte Frage von vielen Schülern, die eine Fremdsprache lernen ist, wie lange brauche ich, um Spanisch, Deutsch oder welche Sprache auch immer zu erlernen? Diese Frage kann nur individuell beantwortet werden, da es Menschen gibt, die schneller lernen und solche, die langsamer lernen. Beides hat Vor- und Nachteile, denn meist ist das Wissen derer, die schnell lernen auch ehr kurzfristig und das derer die langsam lernen dauerhafter. Sie sehen schon, es ist nicht immer ganz einfach. 

Jeder Mensch benötigt unterschiedlich lange für den Prozess des Lernens. Das heißt, jeder benötig individuell unterschiedlich viel Zeit zur Aufnahme der Informationen und deren Verarbeitung. Dabei darf nie vergessen werden, dass Wiederholungen sehr wichtig sind. 

Zum Lernprozess gehört auch Schlaf. Der Schlaf ist für die Gedächtnisbildung sehr wichtig, besonders der Tiefschlaf. Ruhephasen und Konsolidierung des Wissens, also Übungen sind entscheidende Aspekte der Vernetzung von Gelerntem. Nur so, kann Gelerntes vom Kurzzeitgedächtnis ins Langzeitgedächtnis befördert werden. Achten Sie also immer darauf, dass nicht nur gelernt und geübt wird, sondern auch ausreichend geschlafen, nur so wird das Lernen wirklich erfolgreich. 

Was Sie ändern, wenn Sie lernen: 

Sie werden Spaß am Lernen und Weiterentwickeln empfinden. Fremdsprachen werden kein Hindernis mehr sein, sondern eine willkommene Herausforderung. 

Sie werden ausgeglichener sein, weil Sie glücklicher sind und weniger Stress empfinden und, weil Sie einfach lernen können. 

Lerntipps für Groß und Klein (2)

Das Gehirn lernt gerne. Lernen sollte wie eine Droge sein. Und wer sich schon einmal Wissen selbst erarbeitet hat, dabei etwas Gelerntes wirklich verstanden hat und anwenden konnte, der wird mehr wissen wollen. Langfristige Lernziele helfen dabei Fähigkeiten zu entwickeln und diese zu benutzen. Wer so lernt, wird das Gehirn in seiner Ganzheit nutzen können und nicht nur einzelne kleine Teile. 

Individualität des Lernprozesses

Lernen ist ein individueller Prozess, bei dem es nicht darum geht eine bestimmte Menge an Wissen in einen beliebigen Kopf zu füllen, sondern darum, dass ein Individuum gemäß seinen Vorassetzungen lernt. Das heißt einerseits, dass es nötig ist, dass jeder für sich, herausfindet und weiss, welche Art und Weise zu lerne ihm am meisten liegt. Andererseits heißt es aber auch, dass Unterricht so gestaltet werden muss, dass alle Sinne gefordert werden. Lernen muss individuell sein, um Erfolg zu haben. 

Je individueller Unterricht gestaltet wird, desto höher wird die Beteiligung der Schüler sein und desto größer die Konzentration, die ein Lernen erst ermöglicht. Die Wahrscheinlichkeit, dass Lernende und Schüler etwas dauerhaft lernen wird durch eine individuelle Gestaltung erst möglich. 

„Von nichts kommt nichts“

Ja, richtig, das hört sich nach einem dummen Spruch an. Der Spruch enthält aber auch einen wahren Kern. Niemand kann etwas lernen ohne dafür etwas zu tun. Hinzukommt, dass das Gelernte angewandt werden muss. Ein anderer Spruch sagt: „Use it or loose it.“ Wie wahr, Dinge, die wir nicht benutzen vergessen wir langsam wieder. Um dies zu verhindern ist es notwendig, dass Gelerntes stetig benutzt und wiederholt und somit im Hirn gefestigt wird. 

Das Gehirn lernt dann am leichtesten, wenn es einen Sinn darin sieht. Das kann eine Motivation oder eine Belohnung sein. Aber Belohnung bedeutet nicht Eiscreme, sondern beispielsweise Anerkennung für einen guten Vortrag eines Referates zu einem selbstgewählten Thema. Das selbstgewählte Thema entspricht der Eigenmotivation. Eigenmotivation und Belohnung erhöhen den Lerneffekt enorm. 

Außerdem wird es einen Langzeitfeffekt geben, das heißt, das Gehirn möchte den Erfolg wiederholen. Alle guten Erfahrungen möchte man wieder und wieder und möglichst noch intensiver erleben. Dopamin ist der Neurotransmitter, der im Gehirn ausgeschüttet wird und für diese Hochgefühle sorgt. 

Noch mal kurz zusammengefasst

Es gibt viele Möglichkeiten das Lernen positiv zu gestalten. Ganz wichtig ist hierbei das Individuum als solches zu berücksichtigen und die Methodik auf selbiges abzustimmen. Außerdem muss jedem klar sein, dass Anstrengung beim Lernen hilft und wichtig ist. Die Motivation und die Belohnung helfen dann als Verstärker. In Teil 3 werden noch weitere Lerntipps gegeben, wie zum Beispiel der Zusammenhang von Lernen und Bewegung erörtert wird und auch der Zeitfaktor. 

Lernen sollte Spaß machen (1)

Das Lernen ist ein individueller Prozess und um bessere Erfolge beim Lernen zu erzielen, sollte er auch als solcher behandelt werden. Mit individuell abgestimmten Methoden wird sich der Lerner mehr und auch nachhaltiger merken.

Was sind gute Vorraussetzungen zum Lernen?

Es gibt vieles, was unser Gehirn gut verarbeiten kann und es gibt andere, die es nicht gut verarbeitet. Nur, wer seine Möglichkeiten kennt wird die best möglichen Ergebnisse erzielen. Hier ein Beispiel: Im Fremdsprachenunterricht wird großen Wert auf Grammatik und die Grammatikregeln gelegt. Das ist sicher richtig und wichtig. Aber das Gehirn versucht selbstständig Regeln abzuleiten und schafft dies meist auch, man sollte also weniger Wert darauf legen Grammatikregeln auswendig zu lernen. Stattdessen reicht es diese zu erwähnen und zu erklären und dann viele Beispielsätze zu zeigen, bilden zu lassen und der Lernerfolg wird größer. Wer gehirngerechte Methoden benutzt, wird schneller und besser lernen. 

Gute Methoden sind diejenigen, die dem Lernenden Arbeitsweisen aufzeigen, die auf die normale Funktion des Gehirns abgestimmt sind und den Lerner weiterbringen. Sie werden den Lernenden auch glücklich machen, da er sich nicht mehr unnötig quälen muss. Von Natur aus sind Kinder neugierig und wissbegierig, diese Fähigkeit sollte genutzt werden. 

Was stört den Lernprozess?

Viele Schüler und Schülerinnen lernen sehr vieles in kurzer Zeit in der Schule. Das hört sich toll an. Leider ist es kein wirkliches Wissen, sondern kurzfristig abrufbarer Lernstoff, der nach der Klassenarbeit oder der Klausur schon fast wieder vergessen ist. Es ist kein Wissen, dass von den Schülern nachhaltig angewendet werden kann. Aber schlimmer, die Schüler empfinden es auch nicht als etwas Schönes und Beglückendes. 

Wer nur für kurzfristige Erfolge lernt, verursacht sich und seinem Gehirn Stress. Dieser wird als negativ empfunden und ist schlecht für das Gehirn. Auch hier wieder ein Beispiel aus dem Fremdsprachenunterricht: Vokabellernen gehört zum Fremdsprachenerwerb. Gut das stimmt, aber macht es wirklich Sinn Wortketten wie Hund-dog zu lernen oder sollte man sich besser auf Texte und somit Kontexte beziehen? Vorteile haben Texte und Kontexte allemal, weil viele Vokabeln, je nach Kontext etwas anderes bedeuten. Außerdem, der Kontext lässt oft auch auf die Bedeutung der Vokabel bzw. des Wortes schließen. Das Kontextualisieren kann also wesentlich zum Verständnis nicht nur von Texten beitragen. 

Kurz und Gut

Diese Einführung zum Verständnis für das Lernen zeigt, dass es viele Aspekte gibt, die das Lernen beeinflussen. Aber wird auch verdeutlicht, dass es wichtig ist, wie gelernt wird und dass Störfaktoren möglichst gering gehalten werden sollten, um Erfolge zu erzielen. Diese Einführung wird sich im zweiten Teil mit konkreten Lerntipps auseinandersetzen. 

Lesen in, Vorlesen aus, Lernen mit, Leben zwischen Büchern (4)

Zum Thema Leseförderung gibt es viele Meinungen und Ratschläge, richtig sind viele, aber viel wichtiger ist die Erkenntnis, dass der Austausch über Bücher und Lesen entscheidend dazugehört, allerdings viel zu oft ins Private verlagert wird. 

Es ist eine Sache etwas zu lesen, sei es ein Buch, ein Comic, eine Zeitschrift oder eine Zeitung, online oder in gedruckter Form. Alles diese Medien können gelesen werden, sie sind im Alltag präsent, doch nur, wer sie bemerkt, sich ihrer bewusst wird, kann von ihnen profitieren. 

Wichtig ist deshalb natürlich immer auch der Austausch über die gelesenen Bücher. Damit werden die Leser und Schüler zu kritischen Lesen angeregt. Das sind Fähigkeiten, die jeder Leser erst erlernen muss. Selbstverständlich werden in den Schulen verschiedene Techniken erlernt, die helfen. 

Lesetagebücher zum Beispiel bieten Lesern die Möglichkeit das Gelesene einzuordnen und später auch gezielt zu erinnern. Aber sie geben auch Anregungen und die Möglichkeit des gezielten Perspektivwechsels. Dadurch können bestimmte Aspekte hervorgehoben, herausgearbeitet und auch analysiert werden. 

Eine andere Vorgehensweise ist, wenn beispielsweise ein Lehrer vorschlägt, jemanden zu unterstützen, indem dessen Text gelesen wird, dann ist das ein guter Grund den Text zu lesen. Oder wenn Schüler Texte anderer Schüler lesen und diese dann im Anschluss erläutern sollen, dann gibt es den Schülern Einblicke in den Sinn des Lesens. Gleichzeitig zeigt es aber auch die Sicht der anderen Mitschüler, das kann für Gruppen einen entscheidenden Anstoß zur Diskussion geben. 

Die Art und Weise des Herangehens ist oft weniger entscheidend als der Enthusiasmus des Lehrers. Ein Lehrer, der von einem Buch begeistert ist, hat die größten Chancen auch seine Schüler zu erreichen und diese zu begeistern. Begeisterung spürt das Gegenüber. Toll wäre es, wenn viele Kinder, Jugendlich, Schüler, aber auch Erwachsene und Lehrer mehr lesen würden! Bücher sind toll und eröffnen uns allen neue Einblicke, Perspektiven und Leben!

Vorlesen ist ein Geschenk (3)

Teil drei zum Themenschwerpunkt Leseförderung widmet sich einerseits dem Vorlesen und andererseits auch den verschiedenen Darbietungsformen von Lesestoff. Wie auch immer, es ist ein Plädoyer für das Lesen. 

 

Kleinkindern werden Geschichten erzählt und ihnen wird auch vorgelesen. Das sind oft sehr intime Momente, an die sich Kinder auch noch Jahre später gut und gerne erinnern. Leider verliert sich das später, dabei ist gerade das Vorlesen eine hervorragende Möglichkeit Menschen jeden Alters für das Lesen zu begeistern. 

Kaum ein Lehrer liest seinen Schülern vor, meist lässt er sie selbst leise lesen, zum Teil lässt er sie ihren Mitschülern vorlesen, aber, dass er ihnen vorliest ist selten. Das ist schade, weil damit viel Potential verloren geht. 

Vorlesen muss man aber auch können, es ist eine Handwerkskunst, die jeder erst erlernen muss. Nur, wer auch vorgelesen bekommt, wird es zu schätzen wissen. Ein Lehrer, der seinen Schülern vorliest, hat meist ihre Aufmerksamkeit. Lässt er sie nur leise lesen, wird er ihnen noch so oft sagen können, ihr müsst lesen, sie werden ihn nicht hören, kein Interesse an seinen Ermahnungen haben und vermutlich erst recht nicht zum Buch greifen um zu lesen. 

Allerdings sollte auch hierbei immer im Auge behalten werden, was Schüler lesen möchten. Viele Geschichten und Texte sind toll, müssen aber erst an den Schüler herangebracht werden. Das ist oft nicht ganz einfach und erfordert viel Engagement der Lehrer und Betreuer. Bücher sollten immer mit Bedacht ausgewählt werden. Außerdem kann es hilfreich sein, Schüler zu ermuntern von einem Buchtyp zum andern zu wechseln, schließlich gibt es die Auswahl. Verschiedene Textarten, Genres und Medien existieren und das mag manchen Schüler überraschen, wie eng verbunden sie doch miteinander sind. Diese Vielfalt muss gezeigt werden. Fast alle Themen können als Comic genauso wie als eBook, Roman, Kurzgeschichte oder Artikel einer Zeitschrift sowohl online oder als print erschienen sein, selbst Gedichte, Sagen, Erzählungen und viele weitere Darstellungsformen bieten sich an. 

Man kann sowohl das Lesen als auch das Vorlesen hervorragend in den Schulunterricht einbinden. Leider wird dies oft nicht als etwas positives und schönes empfunden, das für die Zukunft motiviert selbst auch zu lesen. Dabei können Bücher lebendig werden, wenn man sie gut vorliest.

Lesen als kleine Flucht, Lesen ist leben (2)

Einerseits ist Lesen natürlich eine Herausforderung, andererseits bietet es auch Möglichkeiten zu fliehen. Und genau aus diesen beiden Gründen sollten Kinder, Jugendliche, Schüler, Studenten und auch Erwachsene immer und immer wieder zum Lesen angehalten werden.

Eine Wahrheit ist, dass, wer unter Druck gesetzt wird, keinen Spaß am Lesen haben wird. Deshalb wird von zahlreichen Pädagogen empfohlen Lesen als Art und Weise des Fliehens darzustellen. Lesen als kleine Flucht. Das nähme ihrer Meinung nach den allgemeinen Druck weg und fördere Lesen als eine Art Luxus, um sich selbst zu verwöhnen. Es findet also kein weiterer Test statt.

Eine Möglichkeit ist also, dass Lehrer ihren Schülern oder Eltern ihren Kindern erklären, dass sie eine bestimmte Zeit zum Entfliehen nutzen möchten und, dass man dies immer wieder in regelmäßigen Abständen gemeinsam tun würde. Nach kurzer Zeit wird die Art der kleinen Flucht in den Alltag übergehen. Eine kleine Flucht, sei es eine Stunde oder nur eine halbe Stunde lesend zuzubringen, wird viel im Leben des Einzelnen verändern.

Wichtig hierbei ist, dass die Kinder immer freien Zugang zu Büchern haben und dass man ihnen nicht vorschreibt, welches Buch zu lesen sei. Klar, greifen Kinder und Jugendliche gerne Mal zu Büchern, die sie noch nicht verstehen können, aber wenn Interesse da ist, dann sollte es unter keinen Umständen durch Sprüche wie, das ist aber noch nichts für dich zerstört werden. Jemanden vom Lesen abzuhalten ist eine Form der Zerstörung!

Wichtig ist hier auch wieder die Vorbildrolle, die Lehrer und Erwachsene haben, sollte nie vergessen werden. Alle Lehrer sollten als Leser in der Erinnerung der Schüler bleiben und idealer Weise auch alle Erwachsene, welche die Kinder kennen. So sehen sie, dass es etwas Normales und Selbstverständliches ist zu lesen. In Schulen kann man Lehrer bitten, ihre Lieblingsbücher mitzubringen und am Anfang des Unterrichtes daraus vorzulesen oder zu berichten. Das kostet nicht viel Zeit, hat aber eine große Wirkung. Schüler werden dann beginnen sich über das Leseverhalten und Vorlieben bei Büchern von ihren Lehrern zu unterhalten. Damit wäre das Lesen im Alltag der Schüler angekommen.

So wichtig wie der Zugang zu Büchern ist auch, dass Kinder und Jugendliche eine Umgebung haben, in der es Printmedien gibt. Zeitungen und Zeitschriften gehören genauso dazu wie Bücher. In der Schule können auch Pinwände und Wandbilder gestaltet werden. Denn wer umgeben ist vom gedruckten Wort, wird das als normal empfinden und später selbst suchen oder gestalten. Eine Pinwand in der Schule, die zeigt, welche Bücher andere lesen oder gelesen haben, kann eine hervorragende Empfehlungsfunktion haben.

Lesen ist lernen, ist leben… (1)

Eine der schwierigsten Aufgaben heutiger Zeit ist es für Eltern und Lehrern ihren Kindern oder Schülern das Lesen näher zu bringen und diese für das Lesen zu begeistern. Eltern und Lehrern ist klar, dass ohne Lesen kaum Bildung möglich ist. Aber es geht noch weiter, den Nicht-Lesern bleibt viel mehr als nur Wissen und tolle Bücher vorenthalten, vielmehr fehlt ihnen eine der wichtigsten Kulturfähigkeiten, die Europa und uns zu dem gemacht haben, was wir sind. Aus diesem Grund wird es in der folgenden Zeit Hinweise zur Leseförderung geben. Hier nun der erste Teil:

Wie kann man Kinder und Jugendliche für das Lesen begeistern?

Ein wichtiger Aspekt ist die Freude, die Lesen bereiten kann, diese zu vermitteln ist schwer. Es ist eine Sache die nötigen Texte für die Schule und den Unterricht zu lesen, aber es ist etwas ganz anderes ein Leser zu sein. Letzteres erfordert die Freude am Lesen und die zu vermitteln ist sehr schwer.

Es gibt zahlreiche Untersuchungen, die belegen, dass die Haltung zum Lesen bei Schülern mit zunehmendem Alter abnimmt. In anderen Worten, wer als junger Leser das Lesen nicht genießt, wird als älterer Schüler sicher nicht lesen. Das hat schwerwiegende Folgen.

Also, was tun? Das Elternhaus ist wie so oft entscheidend. Eltern müssen sich der Tatsache bewusst sein, dass sie eine wichtige Vorbildfunktion bei der Entwicklung ihres Kindes haben. Wer Zuhause niemanden lesen sieht, wird selbst auch weniger lesen. Wie können Lehrer diesen Teufelskreis durchbrechen?

Mit Zeit und Engagement können Lehrer helfen. Ein Beispiel sind Lesewettbewerbe. Lesewettbewerbe können sehr unterschiedlich aussehen und beispielsweise als Projekte immer wieder in den Unterricht integriert werden. Schüler können beispielsweise eine Reihe von Büchern vorgeschlagen bekommen und dann ein Buch aus verschiedenen Genres wählen. Auch Wettbewerbe nach dem Motto 12 bevor du zwölf Jahre bist. Am Ende gibt es einen kleinen Preis. Auch die Aufgabe während den Ferien zu lesen kann Leselust auslösen, man hat eine Aufgabe. Buchvorstellungen bieten auch viele Möglichkeiten.

Spaß bereitet vielen Schülern auch Bilder zu machen von den seltsamsten, schönsten oder außergewöhnlichsten Orten, an denen sie selbst schon gelesen haben. Die Bilder können Fotos sein, aber auch Zeichnungen. Die Bilder können im Klassenraum oder der Schulbibliothek ausgestellt werden.

Wichtig ist natürlich auch der Austausch über die gelesenen Bücher. Damit werden die Schüler zu kritischen Lesen angeregt. Lesetagebücher helfen das Gelesene einzuordnen und zu erinnern. Aber es gibt auch die Möglichkeit des Perspektivwechsels. Wenn beispielsweise ein Lehrer vorschlägt, jemanden zu unterstützen, indem dessen Text gelesen wird, dann ist das ein guter Grund den Text zu lesen. Oder wenn Schüler Texte anderer Schüler lesen und diese dann im Anschluss erläutern sollen, dann gibt es den Schülern Einblicke in den Sinn des Lesens.

Also, im folgenden Artikel wird es um die Möglichkeiten zu entkommen gehen.

Saarbrücken – ein Foto-Rückblick

Der Friedrich-Maerker-Verlag war auch dieses Jahr zur europäischen Kinder- und Jugendbuchmesse in Saarbrücken. Diese europäische Messe hat dieses Jahr zum 14. Mal stattgefunden. Es war trotz parallel stattfindender Europawahlen ein großer Erfolg. 

Der Friedrich-Maerker-Verlag fühlt sich immer sehr wohl in Saarbrücken, wo die mehrsprachigen Bücher mit Geschichten aus dem Alltag immer wieder gern gelesen werden. Da das Saarland die Zweisprachigkeit aller Saarländer anstrebt, waren die französisch-deutschen Bücher besonders gefragt. 

Hier nun ein paar fotografische Eindrucke:

Europäische Kinder- und Jugendbuch Messe
Europäische Kinder- und Jugendbuch Messe
Europäische Kinder- und Jugendbuch Messe
Europäische Kinder- und Jugendbuch Messe
Europäische Kinder- und Jugendbuch Messe
Europäische Kinder- und Jugendbuch Messe

Messe-Saarbrücken 2014

Messe-Saarbrücken 2014

 

Saarbrücken 2014

Ankündigung:

Donnerstag, den 22. Mai um 12.00

liest D.S. Felix aus:

 Nacherzählung von Theodor Storms Schimmelreiter

Samstag, den 24. Mai um 16.00

liest D.S. Felix aus:

Daniel und der Koffer im Öttingerhaus.

 

Der Friedrich-Maerker-Verlag wird an der 14. europäischen Kinder- und Jugendbuchmesse in Saarbrücken vom 22. Mai bis zum 25. Mai 2014 teilnehmen. Mit Freude werden zweisprachige Wendebücher, Nacherzählungen von deutschen Klassikern und viele weitere Bücher präsentiert.