Allgemeinbildung ist entscheidend

Wann immer jemand überzeugt und etwas Neues hervorbringt, dann ist es sicher jemand, der nicht nur über eine große Menge an Fachwissen, sondern jemand, der über viel Allgemeinwissen verfügt. Doch was ist eigentlich Allgemeinwissen und wie bekommt man es?

Das Konzept der Allgemeinbildung entstand in der Zeit der Aufklärung und ist Teil der so genannten humanistischen Bildung. Meist versteht man unter Allgemeinwissen Wissen, das die meisten Menschen einer Gesellschaft oder Gruppe miteinander teilen. Damit wird zum Ausdruck gebracht, dass der Mensch ein Wesen ist, das denken und sein Leben selbst bestimmen kann. Es wird vorausgesetzt, dass die Menschen einem bestimmten bildungsorientierten Kulturverständnis folgen. Das heißt, dass die Menschen von Vernunft und Freiheit geleitet werden und ihre Existenz nicht als bloßen Selbstzweck verstehen.

Heute hat der Begriff Allgemeinwissen eine weitere Perspektive und das ist jene der Allgemeinbildung. Demzufolge wird davon ausgegangen, dass jeder Mensch bestimmte Dinge wissen muss, um sich als selbstbestimmter Mensch zu entwickeln. Dieses Wissen ist eine Ansammlung von abfragbarem Wissen, dazu gehören Bücher, die eine Generation oder Personengruppe gelesen haben sollte genauso, wie Informationen zu Politik, Kultur und Sport. Es ist aber auch die Grundlage für den Erwerb von Spezialwissen. In anderen Worten, Allgemeinwissen ist ein breit gestreutes Wissen, das hilft sich mit Neuem auseinanderzusetzen. Neben dem Verständnis befähigt es auch Neues zu bilden oder anzuregen.

Allgemeinwissen bzw. Allgemeinbildung ist nötig, um aktiv am Leben in der Gesellschaft teilzunehmen. Im Umkehrschluss wird derjenige ausgeschlossen, dem Allgemeinwissen bzw. Allgemeinbildung fehlt. Der Ausschluss erfolgt in Bezug auf das Leben, die Gesellschaft in der wir leben, Arbeit und Selbstbestimmung. Ohne Allgemeinwissen und Allgemeinbildung kann es keine Freiheit, sondern nur Abhängigkeit geben. Jeder Bürger ist verpflichtet seine Bildung kontinuierlich zu erweitern, wer sich jedoch verweigert, der verzichtet damit auch auf die Teilhabe an der Gesellschaft. Wer seine Pflichten nicht erfüllt, kann nicht darauf hoffen, dass ihm Rechte gewährt werden.

Wissen und Allgemeinwissen wie auch Bildung und Allgemeinbildung sammelt man in einem kontinuierlichen Prozess des Lernens, sich Informierens, also durch eine interessierte und neugierige Geisteshaltung. Dazu gehört es auch zu lesen. Der Friedrich-Maerker-Verlag vertreibt zweisprachige Kinderbücher, die diesem Anspruch entgegenkommen. Die Geschichten vermitteln nicht nur Fremdsprachen, sondern auch Wissen zu Land, Leuten und deren Kultur. Damit vermitteln sie Allgemeinwissen und fördern die Bildung von Kindern und Schülern. Also, schauen Sie auf der Homepage vom Friedrich-Maerker-Verlag vorbei. 

Bildung verändert und entwickelt sich

Oft lesen wir in den Zeitungen und Zeitschriften oder hören und sehen es in Radio und Fernsehen, dass es um die Bildung schlecht bestellt ist. Viele Menschen scheinen keine, wenig oder unzureichend gebildet zu sein. Immer wieder heißt es, dass die Schule als Institution versagt habe.

Mit Sicherheit könnten viele Menschen mehr erreichen, wenn sie sich mehr um Bildung bemühen würden. Seit dem 19. war in Europa ein Trend zu beobachten, der das Bildungssystem veränderte. Seither wurde es als selbstverständlich angesehen, dass Bildung für jeden und alle frei zugänglich ist. Noch nie war Bildung so leicht zugänglich wie heute, in anderen Worten Bildung ist kein Privileg mehr. Und doch scheint es einen Mangel an gebildeten Personen zu geben.

Am Anfang dieser Entwicklung steht die Kirche, sie wurde im Mittelalter zur Bildungsanstalt. Aus den Klosterschulen gehen bald Universitäten hervor, die den Schwerpunkt auf intellektuelle Fähigkeiten legt und handwerkliches Wissen diesem unterordnet. In der Neuzeit entstanden zunächst Lateinschulen und im 18. Und 19. Jahrhundert wurde der Staat zum Bildungsdienstleiter, Volksschulen entstanden, die Lesen, Schreiben, Rechnen und Religion unterrichteten. Das Gesamtvolumen an Bildungsinstitutionen hat sich vervielfacht.

Nun scheint das Bildungssystem einmal mehr an einem Scheideweg angelangt zu sein. Aus der Unzufriedenheit und er Unzulänglichkeit der Bildung sollte ein Diskurs entstehen, der das Ziel hat, das bestehende Know-how zusammenzutragen und durch Austausch sich neu zu erfinden. Kritik am Bildungssystem und der Wille zur Verbesserung sind für sich sehr gut, allerdings nur, wenn daraus eine Entwicklung hin zur Zukunft führt. Bildung ist wichtig und wird in Zukunft immer wichtiger. 

Lesen ist eine Kompetenz

Lesen ist eine der wichtigsten Kulturkompetenzen, die jeder benötigt, der in irgendeiner Form in der europäischen Gesellschaft teilhaben oder gar Erfolg haben möchte. Die Fähigkeit des Lesens lässt sich in drei grundsätzliche Kompetenzen und Fähigkeiten untergliedern. Da gibt es zunächst die systematische Erfassung textlicher Zusammenhänge, dann die Herausstellung von Schwierigkeiten und als letzten die Organisation des Leseprozesses. Diese drei Kompetenzen sollen nun kurz erläutert werden.

Die systematische Erfassung textualer Zusammenhänge bezeichnet die erste zielgerichtete Beschäftigung mit einem Text. Das heißt, als erstes muss formuliert werden, was schwierig an dem Text ist, was bekannt ist und was man anhand dieses Textes herausfinden möchte. Wichtig ist hierbei, dass die Fragen und Erkenntnisse in eigenen Worten formuliert werden.

Nun kann schon der zweite Schritt erfolgen. Die Herausstellung von Schwierigkeiten sollte auch wieder in eigenen Worten erfolge. Schwierigkeit oder auch Einfachheit eines Textes kann auf verschiedenen Ebenen konstatiert werden, zum Beispiel auf grafischer, sprachlicher oder inhaltlicher Ebene. Das Schriftbild ist Teil der Präsentation eines Textes und kann Schwierigkeiten aufweisen, deshalb wird allgemein ein übersichtliches Layout verlangt und es werden von vielen Institutionen Standardschriften gefordert, die gut lesbar sind. Die sprachlichen Schwierigkeiten entstehen dort, wo wenig gebräuchliche oder besonders lange Worte und Sätze bzw. Satzstrukturen benutzt werden. Die Satzkonstruktion sollte nicht umständlich, sondern klar und deutlich zu formulieren. Das gleiche gilt auch für die dritte mögliche Schwierigkeit, die inhaltliche Gestaltung. Der Textaufbau sollte immer linear und logisch sein und Orientierungspunkte enthalten.

Die dritte Kompetenz des Lesens ist die planvolle Organisation des Leseprozesses, die wird vor allem dadurch erreicht, dass schon vor Beginn der Lektüre einige Dinge geklärt werden. Beispielsweise sollte man sich vor Beginn der Lektüre darüber klar sein, was für einen Text man liest, was man schon darüber weiß und was man noch wissen möchte. Bei der Lektüre muss man sich ehrlich eingestehen, was man nicht weiß und noch nachschlagen muss, was man anhand des Textes lernt, woran man sich nach der Lektüre erinnert und das muss dann nach der Lektüre zusammengetragen und weiterverarbeitet werden. Dabei kann es helfen, sich die einzelnen Schritte schriftlich zu verdeutlichen. Wichtig ist nach der Lektüre eine Einsicht oder Erkenntnis gefällt wird.

In anderen Worten: Man muss die Überschrift beachten, sich den gelesenen Text bildlich vorstellen, wichtiges muss hervorgehoben oder unterstrichen werden, wichtige Aspekte müssen zusammengefasst werden. Es ist dabei entscheidend mit den Textschwierigkeiten umzugehen und das Textverständnis zu prüfen. Das Ziel muss es sein sich über das Gelesene auszutauschen.

Manchen Lesern hilft ein Lesetagebuch oder ein lesedidaktischer Methodekatalog. Beim Friedrich-Maerker-Verlag gibt es schöne Lektüren für jugendliche Leser, wie zum Beispiel den Roman von D.S. Felix: „Das Fenster zur Welt – Kyklop Lupi.

Lernen ist ein Prozess

Johann Wolfgang von Goethe: „Faust. Habe nun, ach! Philosophie, / Juristerei und Medizin, / Und leider auch Theologie! / Durchaus studiert, mit heißem Bemühn. / Da steh ich nun, ich armer Tor! / Und bin so klug als wie zuvor. (…) und sehe, dass wir nichts wissen können!“ (Vers 354-364, Goethe, J.W. von, Faust, Reclam, 2000.)

Lernen und Bildung ist ein wichtiger Schlüssel für die Zukunft und wird als wesentlicher Bestandteil unseren Seins angesehen. Wissenserwerb und Lernen sind Teil unserer Kultur. Schon der deutsche Klassiker schlechthin Faust von Johann Wolfgang von Goethe befasst sich mir einer Wissenschaftstragödie.

Oft bekommen wir gesagt, lern das. Aber kaum einer weiß, was es eigentlich bedeutet zu lernen. Genauso wenig wissen viele Menschen, wie sie bewusst lernen können. Und fast genauso oft scheitern Menschen daran, mit den zur Verfügung stehenden Informationen, umzugehen.

Gerade in Bezug auf den Fremdsprachenerwerb wird immer wieder gesagt, dass es wichtig ist möglichst frühzeitig mit dem Lernen zu beginnen. Das stimmt jedoch so nicht. Es gibt kein Verfallsdatum, jeder kann lernen. Wichtig ist dabei aber ein Ziel, die Motivation und die Anwendung in der Praxis.

Natürlich ändert sich das Lernen. Vom Säuglingsalter bis zum Eintritt in die Grundschule mit 6 oder 7 Jahren lernen Kinder wie die Papageien, indem sie schlicht alles aufsaugen und in verschiedenen Kontexten wiedergeben. Sie zeigen dabei meist keine Angst vor Fehlern. Doch diese Art des Lernens hat seine Grenzen, ab dem 6. Lebensjahr in etwa, ändert sich der Lernprozess. Kinder lernen implizit, aber Erwachsene lernen explizit. Dieser Prozess das Lernen zu ändern beginnt in der Grundschule.

Wie funktioniert nun das Lernen? Lernen ist ein absichtlicher oder beiläufiger, individueller oder kollektiver Erwerb von sozialen, körperlichen oder geistigen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Fähigkeiten. Psychologen bezeichnen Lernen als Resultat einer Erfahrung, die zur Veränderung von Verhalten, Denken, Fühlen führt.

Das Wort „lernen“ ist laut Stangl (http://lexikon.stangl.eu/551/lernen/ 26.05.2012) ein Begriff, der auf das Gotische lais (ich weiß) und das Indogermanisch lis (gehen) zurückgeht. Lernen bedeutet somit, einen Weg zurückzulegen, um Wissen zu erlangen. Ganz allgemein kann festgestellt werden, dass Lernen in 3 Schritten stattfindet. Als erstes werden Eindrücke von Sinnesorganen unbewusst im sogenannten sensorischen Gedächtnis zwischengespeichert. Danach wird das zu erlernende Wissen im Kurz- bzw. Arbeitsgedächtnis gespeichert, Das heißt, Informationen werden im Gehirn in Eiweiße übersetzt und bleiben so einige Minuten erhalten. Als letzter Schritt folgt die Speicherung im Langzeitgedächtnis, dazu muss die Information oft wiederholt werden.

Bildung ist ein Schlüssel für die Zukunft, weil es die geistige Flexibilität und den Fortschritt ermöglicht. Für das Lernen spielen die Motivation, die Methode und der soziale wie auch kulturelle Hintergrund des Lernenden eine große Rolle.

Der Friedrich-Maerker-Verlag hat sich aus diesem Grund darauf spezialisiert, zweisprachige Kinderbücher zu verlegen, um Kindern und jüngeren Lernen von Fremdsprachen Texte und Bücher anzubieten, die es erlauben mit Freude in der Fremdsprache zu lesen und diese derart zu üben und zu erlernen. 

Fremdworte im Deutschen

Es gibt viele Leute, die meinen, dass Fremdwörter unserer Sprache Gewalt antun. Das ist sicher ein Standpunkt, aber keiner den ich vertrete. Es ist ehr so, dass man sicherstellen muss, dass richtig mit Fremdworten umgegangen werden kann. Denn seinen wir doch mal ehrlich, unsere Sprache, wie die meisten Sprachen die wir kennen, zeichnen sich dadurch aus, dass sie von anderen Sprachen beeinflusst wurden und werden.

Das Deutsche beinhaltet viele Worte, die aus dem Lateinischen, Griechischen, Französischen, Englischen und vielen weiteren Sprachen. Sicher, das sind unumstößliche Fakten, aber es werden auch stetig neue Fakten geschaffen. Sprache verwandelt sich permanent, wenn sie das nicht mehr tut, dann verliert sie ihre Flexibilität und kann im schlimmsten Fall als unnütz abgeschafft und durch eine funktionalere Sprache ersetzt werden.

In anderen Worten, Sprache ist ein Instrument, das eine Funktion erfüllen muss. Damit das möglich ist, müssen Regeln existieren, die eine Allgemeingültigkeit sicherstellen und auch Flexibilität gegeben sein, die etwas Neues zulassen. Das ist keine einfache Aufgabe, aber bisher hat das Deutsche diese Aufgabe gut gemeistert. Es wurden viele Hürden genommen und dabei wurden Worte, Redewendungen und Ausdrücke integriert, geschaffen und verworfen. Das ist ein natürlicher Prozess.

Aber auch Fremdwörter im Deutschen sind etwas ganz Normales. Es ist Teil des Deutschen fremde Worte in die Sprache zu integrieren. Natürlich hat auch die jeweilige Hochsprache oder lingua franca ihren Anteil daran. Im Mittelalter war Latein die Sprache der Gebildeten und der Herrschenden, später war es das Französische, so haben viele Menschen von je her zwei oder mehr Sprachen gesprochen.

Natürlich ist es nicht immer ganz einfach ein Wort aus einer Fremdsprache zu integrieren, es muss angepasst werden. Das bedeutet, dass es möglich werden muss, Substantive zu deklinieren und Verben in den verschiedenen Zeiten zu benutzen. Im Einzelfall kann das problematisch sein, zuweilen kann es verschiedene Schreibweisen geben, die verwirrend erscheinen, aber das Deutsche ist eine sehr flexible, kreative und doch auch robuste Sprache, die sehr viel mehr vermag, als wir ihr zutrauen.

Hinzukommt, dass Sprachwandel ein Prozess und keine mathematische Aufgabe ist. Das heißt, zum Beispiel auch, dass oft der Zufall darüber entscheidet, welches Wort den Weg ins Deutsche findet und welches bald wieder verschwindet. Jeder der Angst empfindet, dass die deutsche Sprache verloren gehen könnte, weil zu viele Fremdworte benutzt werden sollte sich einmal ein Buch zur Entwicklung der deutschen Sprache oder eine Einführung ins Deutsche ansehen. Viel wichtiger ist, dass sichergestellt wird, dass jeder die Fremdworte, die er benutzt auch versteht und richtig anwendet. 

David, der kleine Ritter aus Hassmersheim

Das zweisprachige Buch „David, der kleine Ritter aus Hassmersheim“ gibt es als gedrucktes Buch, es gibt dazu aber auch Arbeitsblätter und es gibt eine Aufarbeitung nach der Birkenbihl-Methode. Das heißt, es gibt die 3 ersten Geschichten von David, um am Computer kinderleicht Englisch zu lernen. Dieser Computer-Sprachkurs erlaubt es gehirn-gerecht Englisch zu lernen. Es gibt ein Paket, mit 3 Teilen. David ist ein Junge, der in Süddeutschland an der Burgenstrasse lebt, seine Familie wohnt in Hassmersheim. Er lebt in einer Gegend mit vielen Burgen und Ruinen und sein Großvater erzählt ihm auch immer wieder Geschichten aus dem Mittelalter. Der Götz von Berlichingen ist Davids großes Vorbild. Der Text ist einfach und kurz gehalten, damit können ihn auch Sprachanfänger bewältigen.

Im ersten Teil „David, der kleine Ritter aus Hassmersheim“ stellt sich David und seine Familie, seine Großeltern, seinen besten Freund und seinen Hund vor. Außerdem erzählt er uns, dass er Hunde lieber mag als Katzen und dass ihn seine kleine Schwester manchmal nervt. Seine Mitschüler lachen ihn manchmal aus.

Teil zwei heißt „Ausflug auf die Burg Hornberg“. In dieser Geschichte besucht David mit seiner Schulklasse zusammen die Burg Hornberg. Sie wandern, sehen viel und fahren mit der Fähre. Es ist ein typischer Schulausflug und etwas ganz besonderes, denn David besucht damit nicht nur eine Burg, sondern die Burg von seinem Vorbild, dem Götz von Berlichingen.

Der letzte Teil ist „Das Leben auf der Burg Guttenberg“. Hier wird über das Leben auf Burgen im Mittelalter gesprochen. Es wird gesagt, wer dort lebte, was man machte, wie man sich eigentlich ernährte und vieles mehr. Besonders spannend sind die Gegensätze, also der Vergleich, wie es im Mittelalter war und wie es heute ist.

Dieser Sprachkurs richtet sich an Sprach- und Leseanfänger der Grundschule und auch an die ersten Klassen der weiterführenden Schulen. Kinder lernen so mit viel Spaß und mit einer gehirn-gerechten Methode eine Sprache. Das funktioniert so, dass am Computerbildschirm in der oberen Zeile die Fremdsprache steht und darunter eine Wort-für-Wort-Übersetzung. Man hört und liest die Sprache gleichzeitig. Es ist einfach und macht Spaß.

Zweisprachigkeit erzeugt Zwiespältigkeit

Immer wieder hört man über Kinder, die zweisprachig aufwachsen, dass das besonders gut oder aber besonders schlecht sei. Scheinbar besteht keine Einigkeit darüber, was richtig ist. Gut, es gibt natürlich immer Unterschiede zwischen Kindern, die einen lernen schneller als andere, dann wieder gibt es Unterschiede zwischen ihren Begabungen und Interessen. Das macht es manchmal extra schwer Kinder zu vergleichen. Fakt ist, dass Lernen in Phasen erfolgt.

Das heißt beispielsweise, dass ein Kind, welches zweisprachig aufgezogen wird, ähnliche Fortschritte machen kann wie ein einsprachiges Kind, und trotzdem wird der Erwerb der jeweiligen Sprache als verzögert erscheinen. Es ist sicher auch richtig festzustellen, dass zwei- oder mehrsprachig erzogene Kinder eine Phase der Verwirrung erleben, in der sie die Sprachen nicht sauber trennen können. Das ist normal, Teil des Lernprozesses und kann passieren. Es heißt aber ganz sicher nicht, dass das Kind unfähig, dumm oder nicht in der Lage ist Sprachen zu lernen.

Zwei Sprachen zur gleichen Zeit zu lernen ist eine Herausforderung und damit kann es schon mal vorkommen, dass die eine oder andere Sprache manchmal eben doch noch nicht ganz so gut erlernt ist wie bei einem gleichaltrigen Kind. Es gibt schlicht eine Obergrenze an dem, was ein Kind in einer bestimmten Zeit aufnehmen und verarbeiten kann. Da unterscheidet es sich nicht von anderen Kindern oder Menschen.

Eine schöne Hilfe bieten zweisprachige Kinderbücher, die helfen Kinder, die zweisprachig aufwachsen zum Beispiel, wenn sie anfangen zu lesen, weil sie dann den gleichen Text in beiden Sprachen lesen und auch vergleichen können. Schauen Sie doch mal beim Friedrich-Maeker-Verlag vorbei, da finden Sie schöne zweisprachige Bücher für Jungen und Mädchen.

Fremdsprachen oder einfach nur Sprachen zu erlernen ist ein komplexer Prozess, der bei der Zweisprachigkeit unterschätzt wird, weil Kinder ja so einfach lernen. Tatsache ist, dass es ein enormer Vorteil ist mit 2 oder mehr Sprachen aufzuwachsen, aber man kann auch noch als Jugendlicher, oder Erwachsener gleich welchen Alters jede erdenkliche Sprache erlernen, wenn man will und gewillt ist es zu tun. Der Aufwand kann im Einzelnen größer oder kleiner sein, aber es kann jeder. 

1. Mai und zweisprachige Kinderbücher

Hallo Ihr Lieben, heute ist der 1. Mai, ein Feiertag, an dem Ihr nicht in die Schule müsst und eure Eltern nicht arbeiten. Der 1. Mail ist der Tag der Arbeit, viele Menschen feiern ihn auf besondere Art und Weise. Es ist zum Beispiel weit verbreitet in Deutschland, dass man in den 1. Mai hereintanzt, das heißt, Tanz in den Mai oder aber man geht zu Maidemonstrationen oder tut etwas ganz anderes.

Schon öfter hat Euch Euer Buchstabendspiel von zweisprachigen Kinderbüchern des Friedrich-Maerker-Verlags berichtet. Die Autorin D.S.Felix hat eine Geschichte dem 1. Mai gewidmet, sie heißt: „Mariechen – Und das Geheimnis vom Maibaum“. Damit Ihr Euch ein Bild von der Geschichte machen könnt folgt hier eine kleine Leseprobe auf Deutsch:  

„Am nächsten Morgen steht sie auf. Sie guckt aus dem Fenster. Vielleicht hat sie nur geträumt. Aber nein, da ist die Birke. Sie zieht sich schnell an und geht in die Küche.

Was tragen die Männer vor das Haus?

Sie tragen eine Birke vor das Haus.

Heute muss Marie nicht in die Schule. Es ist 1. Mai, Tag der Arbeit, hat die Lehrerin den Schülern erklärt. Am Tag der Arbeit wird nicht gearbeitet. Es ist ein Feiertag, an dem viele Menschen Wanderungen oder Fahrradtouren machen. In großen Städten, wie Berlin und Hamburg zum Beispiel, gibt es Maidemonstrationen. Aber in Gundelsheim gibt es keine Maidemonstrationen.“ (D.S. Felix: Mariechen – Und das Geheimnis vom Maibaum, Friedrich-Maerker-Verlag, 2012.)

Also, einen schönen 1. Mai 2012 wünscht Euch Euer Buchstabenspiel. 

Fremdsprachenerwerb im Grundschulalter (2)

Wenn Kinder im Grundschulalter eine Fremdsprache lernen sollen, tun sie das meist nicht aus eigenem Antrieb, sondern, weil sie dazu genötigt werden. Die Idee möglichst zeitig mit dem Lernen zu beginnen ist sicher richtig und wichtig. Allerdings gibt es trotz allem einige Dinge zu berücksichtigen. Kinder lernen sicher schnell und leicht, aber sie lernen auch gemäß bestimmten Mustern. Bei kleinen Kindern ist es eine riesige Masse an Input, der quasi aufgesogen und dann verarbeitet wird. Das gibt besonders für kleine Kinder im Alter bis zum Schuleintritt.

Um also einen Lernerfolg zu erzielen, müssen bestimmte Bedingungen erfüllt werden. Wichtig ist dabei ganz selbstverständlich Kontinuität, Ferien unterbrechen nicht nur den Alltag, sondern auch die Lernkontinuität. Selbst nach einem langen Wochenende können Lehrer und Eltern feststellen, dass bereits gelerntes vergessen wurde.

Damit jedoch von Lernkontinuität gesprochen werden kann, muss das Kind die neue Sprache täglich einige Stunden hören. Wenn das der Fall ist, wird das natürliche Lernen möglich. Dazu saugt das Kind Sätze und Wörter in Massen in sich auf. Auf der Basis der aufgenommenen Worte und Sätze leitet es Regelmäßigkeiten und Gesetzmäßigkeiten ab. In anderen Worten, das Kind tut ganz automatisch das, was alle älteren Menschen, beginnend mit etwa 10 Jahren im Schulunterricht tun. Grammatik und Systeme und Regeln lernen. Aber normaler Unterricht kann die nötige Intensität zum natürlichen Lernen nicht erreichen oder auch nur annähernd nachahmen, dazu reicht die Zeit bei weitem nicht aus.

Natürlich gibt es Schulen, die bilingualen Unterricht anbieten. Das sind gute und hilfreiche Projekte, aber auch sehr schwer umzusetzen. Denn gerade in der Grundschule ändert sich sehr viel bei den Kindern. Es ist eine Art Übergangsphase, in der sie zum Teil noch dem natürlichen Lernen folgen, aber auch anfangen das Arbeitsgedächtnis stärker zu nutzen, das heißt strukturiert und logisch zu denken. Diese Fähigkeit muss trainiert und geschult werden. Dazu kommt, dass Kinder etwa mit 7 Jahren ihre kommunikative Unschuld verlieren, das heißt, sie beginnen damit Sprachen bewusst zu vergleichen. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass der Unterricht darauf reagieren muss und sich eben vom Spiel verabschiedet und zum anleitenden Stil übergeht, in dem Strukturen, wie beispielsweise die der Grammatik thematisiert werden. Wenn das nicht passiert, kann es leicht dazu kommen, dass sich ein Kind unterfordert fühlt und dann abschaltet und wichtige Dinge schlichtweg verpasst. Unterforderung ist ein wesentlich größeres Problem als Überforderung!

Gucken Sie sich doch mal die zweisprachigen Bücher des Friedrich-Maerker-Verlags an, da finden Sie Möglichkeiten Kinder mit Spaß zu fordern. Die Kinder können alle in der Grundschule neu erworbenen Fähigkeiten einsetzen: Lesen, schreiben, kombinieren, Fremdsprachen und das ganze über Geschichten, die noch dazu kulturelle Inhalte vermitteln. 

Fremdsprachenerwerb im Grundschulalter

Nach langem hin und her und hitzigen Diskussionen wird nun in fast allen Bundesländern in der Grundschule eine Fremdsprache unterrichtet. Man geht schlicht davon aus, dass je früher ein Kind mit dem Fremdsprachenerwerb beginnt, desto mehr könne es lernen. Es gibt aber kein Konzept, das für alle Bundesländer verpflichtend ist.

Einige Schüler beginnen gleich in der ersten Klasse schon mit der ersten Fremdsprache, meist Englisch. Andere beginnen erst in der 3. Klasse der Grundschule mit ihrer ersten Fremdsprache. So hat jeder Grundschüler zwei bis drei Stunden Fremdsprachenunterricht pro Woche. Ganz gleich, um welche Fremdsprache es sich handelt, es wird gespielt und gesungen mit dem Ziel eine Fremdsprache zu lernen. Die Idee ist sehr gut, Kinder lernen spielend leicht, und spielerisch sollen sie in die ihnen fremde Sprache hineinwachsen und sogar ganz Mühelos. Das ist eine sehr schöne Idee.

Doch leider sind einige Probleme deutlich geworden. Kritik kommt besonders von den weiterführenden Schulen, die beklagen, dass auch wenn die Schüler meinen schon Kenntnisse in der jeweiligen Fremdsprache zu haben, die Lehrer müssen dennoch von vorne anfangen und auf den erworbenen Kenntnissen könne nicht aufgebaut werden. Der Unterricht an Grundschulen unterfordere und demotiviere die Schüler. Die Lehrer seien oft unzureichend ausgebildet und Studiengänge werden erst eingerichtet bzw. die neuen Lehrer noch nicht in den Schulen. Dabei ist die Idee gut, nur an der Umsetzung hapert es noch. Viele Eltern sind dadurch verunsichert und manche Lehrer wissen noch nicht mal, welche Lehrmaterialien ihnen zur Verfügung stehen. Probleme haben auch viele Einwandererkinder, welche Deutsch noch nicht ohne Probleme und Anstrengungen sprechen. Für sie ist eine weitere Fremdsprache bei Schuleintritt extrem schwer zu bewältigen. Dazu kommen Streitigkeiten wie viele Stunden Unterricht Kinder in Mathe, Deutsch und den anderen Fächern haben sollen.

Die Diskutierenden vergessen, dass es durchaus richtig ist, dass Kinder leichter lernen, aber diese frühkindliche Phase endet mit etwa 8 Jahren wieder, danach sind alle gleich. Und ganz gleich welches Alter eine Person hat, es ist immer möglich mit genauso großem Erfolg etwas zu lernen. Es ist sicher nicht leicht eine Lösung für alle zu finden, aber es gibt Hilfsmittel und sehr gutes Lern- wie auch Lehrmaterial. Es gibt beim Friedrich-Maerker-Verlag, zum Beispiel, einfache zweisprachige Lektüren und zusätzlich Arbeitsblätter. Bei einem anderen Verlag gibt es zu den gleichen Büchern eine Bearbeitung nach der Birkenbihl-Methode. Es ist möglich Fremdsprachen im Grundschulalter zu erlernen, aber es ist kein Muss. Entscheiden Sie selbst.