Nacherzählung von Die Räuber

Die Autorin D.S. Felix hat neben andern deutschen Klassikern auch Schiller’s Räuber nacherzählt. Das faszinierende an den deutschen Klassikern ist, dass sie, trotz ihres relativen Alters, nach wie vor sehr aktuell sind. Das heißt aber bei weitem nicht, dass die Themen der deutschen so allgemein gefasst wären, nein, ganz im Gegenteil, die Themen sind universell. Universell bedeutet in diesem Zusammenhang, dass das menschliche Verhalten einerseits und historische Ereignisse andererseits zusammengebracht werden. Aus diesem Grund handelt es sich bei den Klassikern als solche und das macht es auch sinnvoll, sich immer wieder mit ihnen auseinanderzusetzen.

Für die Geschichte der Räuber heißt das, dass es einerseits die Fassung von Schiller gibt, die klar für Kinder und Jugendliche schwer zugänglich ist. Aber es gibt die Nacherzählung von D.S. Felix, die ohne den Text als solchen zu verändern, eine modernisierende Nacherzählung verfasst hat. Die Autorin hat hierbei darauf Wert gelegt, dass sofern sinnvoll und möglich der Originaltext Eingang in die Nacherzählung findet. Damit soll den Lesern das Original in Erinnerung gebracht werden und gleichzeitig Neugier geweckt werden. Den Lesern von heute fehlt oft der historische Hintergrund, und klar, die Zeit des Bauernkrieges in Europa ist nach wie vor ein großes Thema, das schwer in wenige Worte gefasst und verstanden werden kann. Aber auch dafür gibt es eine Lösung, nein, eigentlich gibt es mehrere Lösungen, einerseits gibt es im Anhang der Nacherzählung wichtige Informationen und natürlich auch hier auf diesem Blog, aber andererseits kann heute jeder einfach an alle Informationen kommen, sei es über das Internet, Büchereien, Bibliotheken oder viele andere Wege. Ein aktiver Leser, wird immer fragend und nach Wissen strebend lesen. Die Nacherzählung der Räuber umfasst zudem ein Glossar mit Worterklärungen, Fragen und Anregungen zum Text, Informationen zum Autor und die Entstehungsgeschichte des Buches, sowie Illustrationen vom walisischen Künstler Nero.

Aber zurück zur Geschichte, Die Räuber handelt von einer Familie und wie diese sich, während dem Bauernkrieg, zwischen den Fronten aufreibt, am Ende gibt es einen Frieden, aber die Familie als solche hat aufgehört zu sein. Es ist aber mehr als nur die Geschichte einer Familie, die sich selbst zerstört. Gleichzeitig geht es um Liebe, Hoffnungen, Lebenseinstellungen, Visionen und die Zukunft der Gesellschaft. Bei dieser verzwickten Geschichte handelt es sich um eine Zukunftsvision für ein besseres Leben in der Gemeinschaft. Aber lest es doch einfach selbst, vermutlich findet ihr noch eine andere Lesart…

Buch Reisen

Hallo Ihr Lieben, wie geht es Euch? Euer Buchstabenspiel ist gerade dabei die verschiedenen Sprachen Europas zu zählen. Wisst Ihr wie viele verschiedene Amtssprachen es in Europa gibt? Also, es gibt offiziell in Europa 23 Amtssprachen, aber es gibt noch viel mehr Sprachen. Es gibt Katalanisch, Galizisch und Katalanisch in Spanien neben dem Spanischen. In Großbritannien gibt es Schottisch, Gälisch und Walisisch. In Frankreich gibt es das Bretonisch. In Deutschland sprechen manche Leute Sorbisch oder Plattdeutsch. Ihr seht schon, es gibt unheimlich viele Sprachen. Es gibt nur wenige Menschen, die mehr als 3 Sprachen, aber es werden mehr Menschen. Die Sprachen sind nicht nur Teil eines Landes, sondern auch Teil einer Kultur.

Sprache ist eine Möglichkeit sich auszudrücken, wie Musik, Malerei, Bildhauerei, Tanz, Theater, Literatur, Film, Fotografie… Wie drückt Ihr Euch am liebsten aus? Euer Buchstabenspiel mag alle Künste, aber ganz besonders mag es Literatur und Bücher. In den Büchern findet man so viele schöne Geschichten. Die einen erzählen von anderen Menschen und ihren Erfahrungen. Andere berichten von Dingen, die in der Bretagne normal sind, aber bei Euch oder bei Eurem Buchstabenspiel ganz komisch oder seltsam wirken. Da kann man sich nur wundern, aber es zeigt auch, was es alles auf der Welt gibt.

Ein Buch zu lesen ist deshalb auch immer eine kleine Reise in eine fremde Welt. Euer Buchstabenspiel kann Euch da nur das Buch von D.S. Felix: „Das Fenster zur Welt – Kyklop Lupi“ empfehlen. Da erlebt ein Kind viele kleine Reisen und Ihr könnt mitreisen. Das Buch ist spannend und bis zum Schluss bleibt offen, wie es endet. Ein tolles Buch: Das Fenster zur Welt – Kyklop Lupi“.

Also, lest das Buch. Viele Grüße und viel Spaß beim Lesen. Euer Buchstabenspiel

Rousseau ein Pädagoge wird 300

Am 28. Juni 2012 hätte Jean-Jacques Rousseau seinen 300. Geburtstag gefeiert. Herzlichen Glückwunsch zum 300. Geburtstag! Natürlich ist er nicht mehr am Leben und kann diesen Tag nicht feiern. Er starb am 2. Juli 1778 in der Nähe von Paris. Nichtsdestotrotz hat der in Genf geborene Rousseau als Schriftsteller, Philosoph, Naturforscher und Pädagoge der Aufklärung bis heute überlebt.

Der Einfluss Jean-Jacques Rousseaus auf politische Theorien und die Pädagogik ist bis heute von Gültigkeit. In der Pädagogik hat er eine wichtige Unterscheidung eingeführt, indem er Erwachsene als Erwachsene betrachtet und Kinder von ihnen unterscheidend als Kinder ansieht. Eine derartige Unterscheidung zwischen Kindern und Erwachsenen ist vor Rousseau noch nicht gemacht worden. Ein deutscher Pädagoge, Hartmut von Hentig, hat diese Unterscheidung aufgegriffen und sieben Prinzipien abgeleitet, wodurch er die Pädagogik Rousseaus verjüngte. Außerdem hat er in Bielefeld mit der Laborschule und dem Oberstufen Kolleg Schulen gegründet, die diesen Prinzipien folgen.

Aber zurück zu Rousseau, das bekannteste pädagogische Werk von Jean-Jacques Rousseau heißt ganz einfach Émile. Hierbei handelt es sich um ein romanhaft anmutendes Buch. Darin wird beispielhafte die Erziehung des Jungen Èmile beschrieben. Es ist eine fiktive Geschichte, in der Rousseau selbst als Erzieher von Émile handelt. Sein Ziel ist Émile zu einem Erwachsener zu machen, der in der Zivilisation ohne Verletzungen bestehen kann und welcher den Gesellschaftsvertrag erfüllt ohne dabei selbst Schaden zu nehmen.

Die Pädagogik selbst versteht sich heute als Erziehungswissenschaft. Es ist eine wissenschaftliche Disziplin, deren Ziel es ist sich mit der Theorie und der Praxis von Bildung und Erziehung auseinanderzusetzen. Heute erforscht die Pädagogik die Bildungs- und Erziehungszusammenhänge. Die Ziele der Pädagogik haben in der Geschichte mehrfach gewechselt und werden immer weiter neu formuliert werden müssen. Für Rousseau war die Selbsttätigkeit wichtig, für den späteren Immanuel Kant war das formulierte Ziel die Mündigkeit und Selbstständigkeit des Zöglings. 

Lernen mit Literatur

Viele Kinder empfinden Lernen als eine unnütze Sache, sie verstehen den Sinn bzw. den Grund des Lernens nicht. Da hilft es nichts ihnen zu sagen, dass sie das Wissen oder eine bestimmte Fähigkeit für die Zukunft brauchen. Da müssen schon bessere Anreize her.

Eine schöne Möglichkeit ist es Anreize zu geben und zwar, indem Vorbilder gegeben werden. Das kann heißen, dass man selbst seinem Kind zum Vorbild wird, oder aber, dass bei einer Tätigkeit Vorbilder bzw. vorbildhaftes Handeln präsentiert werden. Um etwas konkreter zu werden, viel mehr Jungen als Mädchen lesen nicht gerne. Aber wenn man ihnen Bücher und Texte zur Verfügung stellt, die sie interessieren, dann lesen sie mit genauso großem Interesse wie Mädchen.

Personen aus der Vergangenheit, wie zum Beispiel Ritter faszinieren Kinder. Im Friedrich-Maerker-Verlag werden zweisprachige Kinderbücher angeboten, eine der Fortsetzungsgeschichten heißt: „David, der kleine Ritter aus Hassmersheim“. Diese Reihe erzählt von einem Jungen, der ein großes Vorbild hat, den Ritter Götz von Berlichingen. Das ist mit Sicherheit der bekannteste Ritter Deutschlands. Manchmal hat man sicher den Eindruck, dass er nie wirklich existiert hat, aber es gab ihn wirklich. Er wurde um 1480 geboren und starb am 23. Juli 1562 auf der Burg Hornberg. Diese Burg gibt es noch heute, auch wenn ein großer Teil eine Ruine ist. Die Burg an der Burgenstrasse im Ort Neckarzimmern kann man besuchen. Sie gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen. In den zweisprachigen Büchern wird einerseits über den Ritter Götz von Berlichingen, Ritter und Burgen, wie auch das Mittelalter und die Gegend der Burgenstrasse im Allgemeinen erzählt, andererseits gibt es auch immer einen Gegenwartsbezug und Dinge, die Schüler, Jungen und Kinder heute ganz aktuell betreffen. Die Bücher von „David, der kleine Ritter aus Hassmersheim“ sind mehr als reine Unterhaltung. Sie vermitteln aber weit mehr als nur Wissen, sie regen zum Denken und Handeln an. Das schöne ist, dass sie dies nicht nur in Deutsch tun, sondern immer in zwei Sprachen, das heißt, jedes Buch besteht aus einem deutschen und einem fremdsprachlichen Text. Die derzeitig erhältlichen Sprachkombinationen sind: englisch-deutsch, türkisch-deutsch, französisch-deutsch, spanisch-deutsch, arabisch-deutsch und die Sprachvielfalt wächst.

Diese Bücher sind keine absoluten Schulbücher, auch wenn damit der Spracherwerb gefördert wird und es zusätzlich Arbeitsblätter gibt, die durchaus in Schulen Anwendung finden. Das Ziel ist es Kindern mit den Büchern Spaß am Lesen und Lernen zu vermitteln und auch zu Eigenständigkeit zu animieren. Der Friedrich-Maerker-Verlag hat anlässlich des 450. Todestages des Götz von Berlichingen eine Geschichte mit dem Titel: „David – Die eiserne Hand des Götz von Berlichingen“ herausgebracht. So macht nicht nur Lesen, sondern auch Lernen Spaß.

Lernen ist…

Hallo Ihr Lieben, nun, das Schuljahr neigt sich so langsam dem Ende zu. Gut, einige von Euch müssen noch einiges machen und schaffen, bis es soweit ist, dass die Sommerferien anfangen. Trotzdem, jeder freut sich auf die Ferien, das geht den Kindern und Erwachsenen genauso. 

Was habt Ihr dieses Jahr in der Schule gelernt? Sicher habt Ihr viel mehr gelernt, als Ihr wisst. Welche Themen habt Ihr behandelt? Habt Ihr etwas über die Region gelernt, in der Ihr lebt? Und was habt Ihr gelernt, etwas über die Tiere und Pflanzen oder etwas über die Burgen und die Geschichte? Welche Bücher kennt Ihr zu diesem Thema? Wenn Ihr in Baden Württemberg oder Hessen wohnt, habt Ihr Euch mit dem Neckar und Burgen beschäftigt? Habt Ihr Bücher wie „David, der kleine Ritter aus Hassmersheim“ dazu gelesen? Diese Buchreihe ist super, da könnt Ihr mit viel Spaß über die Gegend und über die Geschichte viel lernen. David ist der Held aus der Buchreihe von D.S. Felix. 

Was werdet Ihr in den Ferien diesen Sommer machen? Klar, Ihr geht nicht zur Schule, und sonst? Werdet Ihr Eure Großeltern besuchen oder verreisen? Es gibt viele tolle Sachen, die Ihr zu hause und auch in der Ferne machen könnt. Lesen und Lernen könnt und solltet Ihr auch während der Ferien. Das ist nichts, was man nur in der Schule macht. In den Ferien könnt Ihr das lernen, was Euch interessiert. Da ist es nicht wichtig gute Noten in Mathe oder Sport zu bekommen, da könnt Ihr Schwimmen, weil es Spaß macht. Ihr könnt die Bücher lesen, die Euch interessieren.

Also, ganz gleich wann Ihr Ferien habt und was Ihr macht, tut es mit Spaß! Viele Grüße Euer Buchstabenspiel.

Fremdworte im Deutschen

Es gibt viele Leute, die meinen, dass Fremdwörter unserer Sprache Gewalt antun. Das ist sicher ein Standpunkt, aber keiner den ich vertrete. Es ist ehr so, dass man sicherstellen muss, dass richtig mit Fremdworten umgegangen werden kann. Denn seinen wir doch mal ehrlich, unsere Sprache, wie die meisten Sprachen die wir kennen, zeichnen sich dadurch aus, dass sie von anderen Sprachen beeinflusst wurden und werden.

Das Deutsche beinhaltet viele Worte, die aus dem Lateinischen, Griechischen, Französischen, Englischen und vielen weiteren Sprachen. Sicher, das sind unumstößliche Fakten, aber es werden auch stetig neue Fakten geschaffen. Sprache verwandelt sich permanent, wenn sie das nicht mehr tut, dann verliert sie ihre Flexibilität und kann im schlimmsten Fall als unnütz abgeschafft und durch eine funktionalere Sprache ersetzt werden.

In anderen Worten, Sprache ist ein Instrument, das eine Funktion erfüllen muss. Damit das möglich ist, müssen Regeln existieren, die eine Allgemeingültigkeit sicherstellen und auch Flexibilität gegeben sein, die etwas Neues zulassen. Das ist keine einfache Aufgabe, aber bisher hat das Deutsche diese Aufgabe gut gemeistert. Es wurden viele Hürden genommen und dabei wurden Worte, Redewendungen und Ausdrücke integriert, geschaffen und verworfen. Das ist ein natürlicher Prozess.

Aber auch Fremdwörter im Deutschen sind etwas ganz Normales. Es ist Teil des Deutschen fremde Worte in die Sprache zu integrieren. Natürlich hat auch die jeweilige Hochsprache oder lingua franca ihren Anteil daran. Im Mittelalter war Latein die Sprache der Gebildeten und der Herrschenden, später war es das Französische, so haben viele Menschen von je her zwei oder mehr Sprachen gesprochen.

Natürlich ist es nicht immer ganz einfach ein Wort aus einer Fremdsprache zu integrieren, es muss angepasst werden. Das bedeutet, dass es möglich werden muss, Substantive zu deklinieren und Verben in den verschiedenen Zeiten zu benutzen. Im Einzelfall kann das problematisch sein, zuweilen kann es verschiedene Schreibweisen geben, die verwirrend erscheinen, aber das Deutsche ist eine sehr flexible, kreative und doch auch robuste Sprache, die sehr viel mehr vermag, als wir ihr zutrauen.

Hinzukommt, dass Sprachwandel ein Prozess und keine mathematische Aufgabe ist. Das heißt, zum Beispiel auch, dass oft der Zufall darüber entscheidet, welches Wort den Weg ins Deutsche findet und welches bald wieder verschwindet. Jeder der Angst empfindet, dass die deutsche Sprache verloren gehen könnte, weil zu viele Fremdworte benutzt werden sollte sich einmal ein Buch zur Entwicklung der deutschen Sprache oder eine Einführung ins Deutsche ansehen. Viel wichtiger ist, dass sichergestellt wird, dass jeder die Fremdworte, die er benutzt auch versteht und richtig anwendet. 

Lesen gegen Langeweile

Langeweile muss nicht sein, es gibt ein einfaches Gegenmittel, das heißt Lesen. Das ist sicher keine neue Erkenntnis, aber muss sicher ab du an noch mal wiederholt werden. Lesen ist aber nicht nur ein Mittel gegen Langeweile, sondern auch eine Kompetenz.

Wer täglich liest, bekommt viele Informationen, die jemandem der nicht liest entgehen. Damit sammeln wir lesend täglich Informationen und Wissen. Dabei ist es gleichgültig, was wir lesen, ob es Zeitungen, Zeitschriften, Werbetafeln, Bücher oder auch eBooks sind, lesen schult und übt unsere Fähigkeit komplexe Zusammenhänge verstehen zu können. Nur wer das Lesen beherrscht, wird im Leben bestehen. Bildung kann nur mit einer guten Lesekompetenz erreicht werden.

Wer sich langweilt, sollte mal nach einem Buch greifen und lesen, es ist erstaunlich, welche Welten sich mit einem Buch und dem Lesen eröffnen. Der Friedrich-Maerker-Verlag bietet tolle Jugendbücher an, eines soll hier kurz vorgestellt werden. Es heißt „Das Fenster zur Welt – Kyklop Lupi“, dieses Buch handelt von einem Protagonisten, der zwischen Welten in der Zukunft und der Vergangenheit hin- und herzureist. Lupi ist der Name des Protagonisten, er lebt als Kyklop in einer uns fremden Welt und lässt uns an seinem Leben teilhaben. Die Erlebnisse sind stark reflexiv, ob sie wirklich immer so stattfinden, das muss jeder Leser für sich selbst entscheiden. Das Buch lässt viele Möglichkeiten des Lesens zu, langweilig wird es dabei garantiert nie. Aber das Spiel mit Realitäten und Fantasien wird bestimmt angeregt.

Aber natürlich gibt es viele verschiedene Bücher, wie es viele verschiedene Lesarten gibt. Wenn ein Buch als nicht spannend genug empfunden wird, dann wird ein anderes vielleicht als zu nervenaufreibend empfunden. Jeder kann sich selbst, ganz nach seinem Geschmack ein Buch aussuchen.

Welches Buch hast du zuletzt gelesen und welches möchtest du als nächstes lesen? Es kann auch sehr spannend sein mit Freuden zusammen ein Buch zu lesen, oder aber zur gleichen Zeit ein bestimmtes Buch lesen. Ihr werdet feststellen, dass jeder etwas anderes darin lesen wird. Lesen macht Spaß!