Nacherzählung von Die Räuber

Die Autorin D.S. Felix hat neben andern deutschen Klassikern auch Schiller’s Räuber nacherzählt. Das faszinierende an den deutschen Klassikern ist, dass sie, trotz ihres relativen Alters, nach wie vor sehr aktuell sind. Das heißt aber bei weitem nicht, dass die Themen der deutschen so allgemein gefasst wären, nein, ganz im Gegenteil, die Themen sind universell. Universell bedeutet in diesem Zusammenhang, dass das menschliche Verhalten einerseits und historische Ereignisse andererseits zusammengebracht werden. Aus diesem Grund handelt es sich bei den Klassikern als solche und das macht es auch sinnvoll, sich immer wieder mit ihnen auseinanderzusetzen.

Für die Geschichte der Räuber heißt das, dass es einerseits die Fassung von Schiller gibt, die klar für Kinder und Jugendliche schwer zugänglich ist. Aber es gibt die Nacherzählung von D.S. Felix, die ohne den Text als solchen zu verändern, eine modernisierende Nacherzählung verfasst hat. Die Autorin hat hierbei darauf Wert gelegt, dass sofern sinnvoll und möglich der Originaltext Eingang in die Nacherzählung findet. Damit soll den Lesern das Original in Erinnerung gebracht werden und gleichzeitig Neugier geweckt werden. Den Lesern von heute fehlt oft der historische Hintergrund, und klar, die Zeit des Bauernkrieges in Europa ist nach wie vor ein großes Thema, das schwer in wenige Worte gefasst und verstanden werden kann. Aber auch dafür gibt es eine Lösung, nein, eigentlich gibt es mehrere Lösungen, einerseits gibt es im Anhang der Nacherzählung wichtige Informationen und natürlich auch hier auf diesem Blog, aber andererseits kann heute jeder einfach an alle Informationen kommen, sei es über das Internet, Büchereien, Bibliotheken oder viele andere Wege. Ein aktiver Leser, wird immer fragend und nach Wissen strebend lesen. Die Nacherzählung der Räuber umfasst zudem ein Glossar mit Worterklärungen, Fragen und Anregungen zum Text, Informationen zum Autor und die Entstehungsgeschichte des Buches, sowie Illustrationen vom walisischen Künstler Nero.

Aber zurück zur Geschichte, Die Räuber handelt von einer Familie und wie diese sich, während dem Bauernkrieg, zwischen den Fronten aufreibt, am Ende gibt es einen Frieden, aber die Familie als solche hat aufgehört zu sein. Es ist aber mehr als nur die Geschichte einer Familie, die sich selbst zerstört. Gleichzeitig geht es um Liebe, Hoffnungen, Lebenseinstellungen, Visionen und die Zukunft der Gesellschaft. Bei dieser verzwickten Geschichte handelt es sich um eine Zukunftsvision für ein besseres Leben in der Gemeinschaft. Aber lest es doch einfach selbst, vermutlich findet ihr noch eine andere Lesart…

Sprache und Weihnachten

An sich ist es ein christliches Fest, dass zwischen dem 24. Dezember und dem 6. Januar begangen wird. Es heißt Weihnachten und erinnert an die Geburt von Jesus Christus. Aber heute wird es in vielen verschiedenen Gegenden der Welt gefeiert und hat viel von seinem Ursprung verloren. Heute ist es vornehmlich ein Fest des Konsums.

Es gibt viele mehr oder weniger bekannte Symbole und Traditionen, die mit Weihnachten verbunden werden. Es gibt Traditionen bezüglich der Feierlichkeiten, der Vorbereitungen, des Essens, der Dekoration und vieles mehr. Neben dem Weihnachtsmann sind natürlich die Wünsche wichtig. Weihnachtskarten und Wünsche beziehen sich auf die verwandte Sprachen. In Deutschland wünscht man: Ein frohes Fest!, Fröhliche Weihnachten! oder auch: Gesegnete Weihnachten! In englischsprachigen Ländern wünscht man: Merry Christmas! oder auch: Happy Holidays! In Italien: Buon Natale! In spanischsprachigen Ländern wünscht man: Felizes Fiestas! oder: Feliz Navidad! In China: Shengdan Kuoalie! So hat jedes Land seine eigene Art und Weise sich gegenseitig etwas Nettes zu diesem Anlass zu wünschen.

Natürlich gibt es auch Bestrebungen, die Grüße und Wünsche politisch korrekt zu formulieren, das hat dazu geführt, dass in vielen Ländern nur noch ein Frohes Fest oder schöne Feiertage gewünscht werden. Aus dem gleichen Grund gibt es im angelsächsischen Raum jetzt viele Karten mit Seasons Greatings! oder Happy Holidays! Es ist ein Trend, der sich vielleicht wieder umkehrt, aber es ist auch ein wichtiger Aspekt von Sprache oder vielleicht der aktuellen Sprache.

Sprache wandelt sich und zeigt deutlich, was und wie Menschen ihre Umwelt empfinden. Das heißt, wenn eine Gruppe beginnt Weihnachten, auch wenn es ein nationales Fest ist und es offizielle und staatliche Feiertage gibt, von seinem Bezug und Ursprung zu trennen und es nicht mehr Weihnachten nennt, um dem un- oder andersgläubigen Teil der Bevölkerung nicht zu verletzen, dann ist das sicher ein Beweis für gesellschaftlichen Wandel. Dieser Wandel muss beim Fremdsprachenerwerb berücksichtigt und thematisiert werden. Das heißt, die Lehrenden müssen den Lernenden kulturellen Wandel und kulturelle Tendenzen offenlegen und bewusst machen. Gesellschaften entwickeln sich und verändern sich. Darin liegt auch ein Grund, dass das Englische in den USA, in Kanada, in Australien, in Irland und Großbritannien beispielsweise jeweils ganz anders benutzt wird. In diesem Sinne, ein frohes Fest!

Reisen in ein Buch

Alle Kinder freuen sich auf Ferien, aber manchmal wissen sie dann plötzlich nichts mit sich und ihrer Zeit anzufangen. Sei es, dass die Freunde vereist sind, oder weil die Eltern arbeiten müssen, oder aber weil überhaupt sowieso die ganze Zeit schlechtes Wetter ist. Das ist dann weder für die Kinder noch für die Eltern eine leichte Situation. Klar, es gibt immer viele Dinge, die man machen kann. 

Eine Sache, die ganz unabhängig von Ort, Zeit und Wetter gemacht werden und auch immer wieder unterbrochen werden kann, ist Lesen. Der Sommer, wie Ferien ganz allgemein eignen sich hervorragend zum Lesen. Ein Buch nicht nur für Kinder ab 10 Jahren ist „Daniel und der Koffer im Oettingerhaus„. 

„Daniel und der Koffer im Oettingerhaus“ ist ein spannend erzähltes Buch, in dem sich der Protagonist Daniel  an Ferien erinnert, die er allein bei seiner Tante verbrachte. Er kannte weder die Tante noch den kleinen Ort und hatte anfänglich große Bedenken.  Eine neue Situation, ein neues Umfeld, neue Menschen und die Unsicherheit des Erwachsenwerdens. Das ist eine große Herausforderung, aber es ist auch eine Chance, etwas völlig Neues zu erfahren. Die Geschichte befasst sich mit den alltäglichen und den nicht ganz so alltäglichen Probleme, mit denen sich Kinder und auch Erwachsene beschäftigen. Es zeigt, dass auch Unsicherheit und Angst zum Leben gehören. Dieses Buch oder auch diese Ferienlektüre stammt aus der Feder der Autorin D.S. Felix. Es ist, wie alle Bücher der Autorin beim Friedrich-Maeker-Verlag erschienen. 

Bücher können gut unterhalten, zum Denken anregen oder auch einfach nur Spaß bereiten. Oft müssen Kinder und Jugendliche in der Schule Bücher lesen, da ist es wichtig ihnen in den Ferien zu vermitteln, dass Lesen auch Spaß machen kann. „Daniel und der Koffer im Oettingerhaus“ ist ein Buch, dass diesen Spagat zwischen Unterhaltung und Nachdenken schafft ohne dabei den Spaß zu vernachlässigen. 

Ferienlektüren sollen Spaß machen

Hallo Ihr Lieben, habt Ihr schon Ferien? Naja, ist nun mal so, dass nicht alle gleichzeitig Ferien haben. Aber alle Schulkinder in Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein haben schon Ferien. In Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland werden die großen Ferien bald beginnen. 

Die Sommerferien sind das große Ziel aller Schüler. Doch was macht Ihr in den Sommerferien, es ist ja eine ganz besondere Jahreszeit. Das Wetter ist meist gut, Ihr habt endlich Zeit den ganzen Tag das zu machen, was nur Euch interessiert. Was sind Eure Hobbys? Was werdet Ihr machen? 

Ja, Ihr merkt schon Euer Buchstabenspiel ist wieder sehr neugierig. Eine schöne Beschäftigung ist Lesen. Klar, es gibt tolle Bücher, ein Buch: „Daniel und der Koffer im Öttingerhaus“ ist ein tolles Buch über Erlebnisse in den Sommerferien. Der Protagonist ist Daniel, er verbringt die Ferien bei einer Tante und erlebt dabei viel. Was er genau erlebt, das könnt Ihr in dem Buch von D.S. Felix nachlesen. 

Lesen ist eine schönes Beschäftigung nicht nur im Sommer. Wenn das Lesen nicht mehr Pflicht ist, dann macht es auch gleich viel mehr Spaß! Lest schöne Bücher im Sommer und schreibt Eurem Buchstabenspiel davon. Und wenn Ihr „Daniel und der Koffer im Öttingerhaus“ von D.S. Felix lest, dann malt doch ein Bild dazu und schickt es Eurem Buchstabenspiel. Lesen macht Spaß!

Euer Buchstabenspiel wünscht Euch schöne Ferien!

Lernen mit Literatur

Viele Kinder empfinden Lernen als eine unnütze Sache, sie verstehen den Sinn bzw. den Grund des Lernens nicht. Da hilft es nichts ihnen zu sagen, dass sie das Wissen oder eine bestimmte Fähigkeit für die Zukunft brauchen. Da müssen schon bessere Anreize her.

Eine schöne Möglichkeit ist es Anreize zu geben und zwar, indem Vorbilder gegeben werden. Das kann heißen, dass man selbst seinem Kind zum Vorbild wird, oder aber, dass bei einer Tätigkeit Vorbilder bzw. vorbildhaftes Handeln präsentiert werden. Um etwas konkreter zu werden, viel mehr Jungen als Mädchen lesen nicht gerne. Aber wenn man ihnen Bücher und Texte zur Verfügung stellt, die sie interessieren, dann lesen sie mit genauso großem Interesse wie Mädchen.

Personen aus der Vergangenheit, wie zum Beispiel Ritter faszinieren Kinder. Im Friedrich-Maerker-Verlag werden zweisprachige Kinderbücher angeboten, eine der Fortsetzungsgeschichten heißt: „David, der kleine Ritter aus Hassmersheim“. Diese Reihe erzählt von einem Jungen, der ein großes Vorbild hat, den Ritter Götz von Berlichingen. Das ist mit Sicherheit der bekannteste Ritter Deutschlands. Manchmal hat man sicher den Eindruck, dass er nie wirklich existiert hat, aber es gab ihn wirklich. Er wurde um 1480 geboren und starb am 23. Juli 1562 auf der Burg Hornberg. Diese Burg gibt es noch heute, auch wenn ein großer Teil eine Ruine ist. Die Burg an der Burgenstrasse im Ort Neckarzimmern kann man besuchen. Sie gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen. In den zweisprachigen Büchern wird einerseits über den Ritter Götz von Berlichingen, Ritter und Burgen, wie auch das Mittelalter und die Gegend der Burgenstrasse im Allgemeinen erzählt, andererseits gibt es auch immer einen Gegenwartsbezug und Dinge, die Schüler, Jungen und Kinder heute ganz aktuell betreffen. Die Bücher von „David, der kleine Ritter aus Hassmersheim“ sind mehr als reine Unterhaltung. Sie vermitteln aber weit mehr als nur Wissen, sie regen zum Denken und Handeln an. Das schöne ist, dass sie dies nicht nur in Deutsch tun, sondern immer in zwei Sprachen, das heißt, jedes Buch besteht aus einem deutschen und einem fremdsprachlichen Text. Die derzeitig erhältlichen Sprachkombinationen sind: englisch-deutsch, türkisch-deutsch, französisch-deutsch, spanisch-deutsch, arabisch-deutsch und die Sprachvielfalt wächst.

Diese Bücher sind keine absoluten Schulbücher, auch wenn damit der Spracherwerb gefördert wird und es zusätzlich Arbeitsblätter gibt, die durchaus in Schulen Anwendung finden. Das Ziel ist es Kindern mit den Büchern Spaß am Lesen und Lernen zu vermitteln und auch zu Eigenständigkeit zu animieren. Der Friedrich-Maerker-Verlag hat anlässlich des 450. Todestages des Götz von Berlichingen eine Geschichte mit dem Titel: „David – Die eiserne Hand des Götz von Berlichingen“ herausgebracht. So macht nicht nur Lesen, sondern auch Lernen Spaß.

Am 13. Mai ist Muttertag

Hallo Ihr Lieben, am Sonntag den 13. Mai ist Muttertag. Feiert Ihr diesen Tag? Und wenn Ihr ihn feiert, wie feiert ihr ihn? Schenkt Ihr Eurer Mutter etwas? Oder bastelt Ihr etwas? Euer Buchstabenspiel ist immer für Basteln. Das macht Spaß und man hat ein ganz besonderes Geschenk. Zum Beispiel eine schöne Karte oder ein Bild mit einem Gedicht. Die Gedichte könnt Ihr selbst schreiben oder aber einfach nur sehr schön abschreiben und verzieren. Könnt Ihr mit einer Feder und Tusche umgehen? Das sieht toll aus, aber es ist auch anstrengend, denn mit einer Feder schön zu schreiben oder mit einer Feder zu zeichnen erfordert große Konzentration. Aber versucht es mal, so schwer ist es auch nicht.

Was wird am Muttertag eigentlich gefeiert und warum? An diesem Tag werden seit dem 20. Jahrhundert in allen westlichen Ländern die Mütter gefeiert. Dieser Feiertag ist eine Erfindung der amerikanischen Frauenbewegung und wurde von Ann Maria Reeves Jarvis 1865 angeregt, aber begrünet hat ihn ihre Tochter Anna Marie Jarvis am 12. Mai 1907. Seit 1917 wird der Muttertag in der Schweiz gefeiert und seit 1923 gibt es den Muttertag in Deutschland und ein Jahr später wurde er auch in Österreich eingeführt. Bald schon wurde der Tag von vielen Geschäften genutzt, um mehr Geld zu verdienen, der Verband deutscher Blumengeschäftsinhaber hat den Muttertag schon 1922/23 mit Plakaten beworben.

Hier noch ein Beispiel für ein Gedicht, das Johann Wolfgang von Goethe geschrieben hat. Alles Liebe und einen wundervollen Muttertag wünscht Euch Euer Buchstabenspiel.

 

 

   

 

 

An die Mutter

 

 
  Obgleich kein Gruß, obgleich kein Brief von mir

So lang dir kommt, lass keinen Zweifel doch

Ins Herz, als wär die Zärtlichkeit des Sohns,

Die ich dir schuldig bin, aus meiner Brust

Entwichen. Nein, so wenig als der Fels,

Der tief im Fluss vor ew’gem Anker liegt,

Aus seiner Stätte weicht, obgleich die Flut

Mit stürm’schen Wellen bald, mit sanften bald

Darüber fließt und ihn dem Aug entreißt,

So wenig weicht die Zärtlichkeit für dich

Aus meiner Brust, obgleich des Lebens Strom,

Vom Schmerz gepeitscht, bald stürmend drüber fließt

Und von der Freude bald gestreichelt, still

Sie deckt und nie verhindert, dass sie nicht

Ihr Haupt der Sonne zeigt und ringsumher

Zurückgeworfen Strahlen trägt und dir

Bei jedem Blicke zeigt, wie dich dein Sohn verehrt.

 

Johann Wolfgang von Goethe . 1749 – 1832

 
     
     

 

1. Mai und zweisprachige Kinderbücher

Hallo Ihr Lieben, heute ist der 1. Mai, ein Feiertag, an dem Ihr nicht in die Schule müsst und eure Eltern nicht arbeiten. Der 1. Mail ist der Tag der Arbeit, viele Menschen feiern ihn auf besondere Art und Weise. Es ist zum Beispiel weit verbreitet in Deutschland, dass man in den 1. Mai hereintanzt, das heißt, Tanz in den Mai oder aber man geht zu Maidemonstrationen oder tut etwas ganz anderes.

Schon öfter hat Euch Euer Buchstabendspiel von zweisprachigen Kinderbüchern des Friedrich-Maerker-Verlags berichtet. Die Autorin D.S.Felix hat eine Geschichte dem 1. Mai gewidmet, sie heißt: „Mariechen – Und das Geheimnis vom Maibaum“. Damit Ihr Euch ein Bild von der Geschichte machen könnt folgt hier eine kleine Leseprobe auf Deutsch:  

„Am nächsten Morgen steht sie auf. Sie guckt aus dem Fenster. Vielleicht hat sie nur geträumt. Aber nein, da ist die Birke. Sie zieht sich schnell an und geht in die Küche.

Was tragen die Männer vor das Haus?

Sie tragen eine Birke vor das Haus.

Heute muss Marie nicht in die Schule. Es ist 1. Mai, Tag der Arbeit, hat die Lehrerin den Schülern erklärt. Am Tag der Arbeit wird nicht gearbeitet. Es ist ein Feiertag, an dem viele Menschen Wanderungen oder Fahrradtouren machen. In großen Städten, wie Berlin und Hamburg zum Beispiel, gibt es Maidemonstrationen. Aber in Gundelsheim gibt es keine Maidemonstrationen.“ (D.S. Felix: Mariechen – Und das Geheimnis vom Maibaum, Friedrich-Maerker-Verlag, 2012.)

Also, einen schönen 1. Mai 2012 wünscht Euch Euer Buchstabenspiel. 

Fremdsprachen und lesen

Hallo Ihr Lieben, Euer Buchstabenspiel hat sich am 23. April, dem Welttag des Buches natürlich mal wieder ein Buch gegönnt. Ja, werdet Ihr jetzt sagen, das macht das Buchstabenspiel doch immer. Stimmt auch, es gibt wirklich Bücher für jede Gelegenheit. Gelesen hat Euer Buchstabenspiel:  „David – Ausflug auf die Burg Hornberg„.

Das ist das zweite Buch aus der Reihe „David, der kleine Ritter aus Hassmersheim„. Die Geschichte erzählt von den Erlebnissen bei einem Schulausflug und was David dabei über den Ritter Götz von Berlichingen erfährt. Der Ritter hat wirklich auf dieser Burg gelebt. Gut, es ist schon lange her, aber es ist wahr. Der Ritter hat am Neckar zwischen Heidelberg und Heilbronn auf der Burg Hornberg gelebt. Das ist wirklich eine schöne Burg. Die Burg könnt Ihr auch besuchen und Euch ansehen. 

Die Geschichte ist wirklich sehr schön, vermutlich habt Ihr schon etwas ähnliches erlebt. Wenn Ihr schon ein bisschen Englisch, Französisch, Spanisch oder Türkisch könnt, dann wird das Lesen des Buches Euch sicher viel Spaß machen. Falls Ihr aber noch gar nicht so gut lesen könnt, weil Ihr gerade erst anfangt Lesen zu lernen, dann macht das nichts. Die Bücher sind doch zweisprachig, da gibt es auch den deutschen Text. 🙂 Der Text ist leicht, habt keine Angst. Lesen macht Spaß! 

Also, bis die Tage und lest „David – Der Ausflug auf die Burg Hornberg!“ Viel Spaß beim Lesen. Euer Buchstabenspiel

Fremdsprachenerwerb ist Manipulation der Sprache (II.)

Es hat zu jeder Zeit Fremdsprachen gegeben wie es auch Menschen gegeben hat, die mehrere Sprachen problemlos sprachen. Das hat sich nie geändert und wird sich vermutlich nie ändern. Sprache unterscheidet Menschen oder bringt sie zusammen. In vielen Städten dieser Welt gibt es einen Irish Pub, er ist mit Sicherheit eine Anlaufstelle für alle englischsprachigen Personen und Ausländer wie auch Weltbürger auf der Reise.

Latein ist heute eine tote Sprache, aber sie war lange Zeit die Sprache des Klerus, der Gelehrten und der Herrschenden. Ähnlich war es mit Französisch, das lange eine Kultur- bzw. Hochsprache einer gewissen Gesellschaftsschicht darstellte. Heute ist vermutlich Englisch diejenige Sprache, welche die Menschen verbindet bzw. unterscheidet. Es gehört einfach dazu Englisch zu sprechen. Wer in Wissenschaft, Wirtschaft, Tourismus oder Politik Einfluss haben möchte, kommt ohne Englisch nicht aus. Es gibt zwar in den verschiedenen Sprachen Tendenzen, die versuchen Sprachwandel und den Einfluss anderer Sprachen in der eigenen möglichst klein zu halten, wie es in Frankreich und auch in Spanien den Versuch gibt das Englische zu unterdrücken bzw. englische Termini durch eigene zu ersetzen, aber das verhindert den Kontakt und den wechselseitigen Einfluss nicht. In der Linguistik spricht man in diesem Zusammenhang von Substrat-, Adstrat- und Suprastratsprachen. Je nach dem, ob eine Sprache einer anderen zugrunde liegt, neben ihr existiert oder auf sie gestülpt ist, variiert ihr Einfluss.

Sprache, Kommunikation und bewusstes Abstrahieren sind Eigenschaften, die dem Menschen eigen sind. Keine existierende Sprache kommt aus dem Nichts, oder anders ausgedrückt keine Sprache kommt ohne den Einfluss von anderen Sprachen bzw. Kulturen aus. Durch Völkerwanderungen, Kriege, Handel, Reisen, Nachbarschaft und vieles mehr gab es zu jeder Zeit Kontakt zwischen den verschiedenen Sprachen als auch ihren Kulturen. Das hat Spuren hinterlassen. Keine Sprache existiert ohne Aspekte anderer Sprachen, wie Worte und Strukturen zu reflektieren. Im Deutschen gibt es eine große Zahl von Worten, die aus dem Lateinischen, Griechischen, Französischen oder Englischen abgeleitet oder direkt übernommen worden sind. Es gibt noch viele weitere Einflüsse, auf die ich hier jedoch nicht eingehen möchte, da sie den Rahmen sprengen und vom Thema Fremdsprachenerwerb ablenken würden.

Fremdsprachenerwerb und Zweisprachigkeit bilden kein unlösbares Problem, es erfordert jedoch kontinuierliche Übung und Austausch. Es gibt dank des ständigen Kontaktes zwischen den verschiedenen Sprachen viele Worte, die in verschiedenen Sprachen gleich oder zumindest sehr ähnlich sind. Das erleichtert den Fremdsprachenerwerb.

Der Fremdsprachenerwerb verändert jedoch nicht nur die Sprache an sich, sondern vor allen Dingen den Menschen selbst. So verändert der Fremdsprachenerwerb auch den Bezug einer Person zu seiner Muttersprache. Durch das Bewusstwerden der Sprachunterschiede zwischen der Ausgangs- oder Muttersprache zur Fremdsprache achtet man stärker auf den Gebrauch der eigenen Sprache, sodass Strukturen, die man vermutlich seit Jahren unbewusst benutzt plötzlich hinterfragt werden. Das kann wiederum zu einem stärkeren oder schwächeren Gebrauch gewisser Worte, Strukturen usw. führen. Der Mensch nutzt die ihm zur Verfügung stehenden Sprachen, indem er sie zu seinen Nutzen manipuliert.

Fremdsprachenerwerb ist Manipulation des Denkens (I.)

Wenn jemand davon spricht eine Sprache zu lernen, dann ist das ein großes Vorhaben, denn eine Fremdsprache oder eine fremde Sprache zu lernen, bedeutet weit mehr als das Memorieren von Worten und Vokabeln. Eine Sprache besteht aus verschiedenen zum Teil sehr komplexen Systemen, die ineinandergreifen und die jeweilige Kultur in ihrer Entwicklung bis zum aktuellen Zeitpunkt wiederspiegeln.

Was heißt das für das Erlernen bzw. Aneignen von fremden Sprachen? Das heißt, wie oben bereits festgestellt worden ist, dass ein wörtliches Übersetzen von einer Sprache in eine andere kaum möglich ist. Da die obige Feststellung nicht sehr erklärend ist, möchte ich nun näher auf die Probleme beim Fremdsprachenerwerb eingehen. Sprache ist ein abstraktes Gebilde, das aus arbiträren Übereinkünften basiert. Das heißt, es wurde irgendwann von irgendwem willkürlich festgelegt, dass man, zum Beispiel, um eine Aussage zu treffen einen Satz formulieren müsse, der Subjekt, Prädikat und Objekt bestehe soll. Darüberhinaus wurden viele weitere Übereinkünfte getroffen, um sicherzustellen, dass die getroffenen Aussagen eine gewisse Allgemeingültigkeit haben, oder anders ausgedrückt, dass die Aussage auch wirklich verstanden werden kann.

Bei den Absprachen wird einerseits der Gebrauch bzw. die konkrete Anwendung der Sprache entscheidend und andererseits wird versucht eine Logik darzustellen. Um ein sehr plakatives Beispiel zu geben, möchte ich die Genuszuschreibung im Französischen heranziehen. In der französischen Sprache wird zwischen zwei Geschlechtern unterschieden, dem Maskulinen und dem Femininen. Wenn man nun diejenigen Substantive betrachtet, die feminin sind fällt auf, dass von diesen tendenziell mehr eine negative Bedeutung haben als maskuline Substantive, vergleiche zum Beispiel „la guerre – der Krieg, la peste – die Pest, la maladie – die Krankheit.“ Dieses Beispiel zeigt, dass Weiblichkeit mit etwas Negativem konnotiert ist oder zumindest lange Zeit war. Nichts desto trotz spiegelt sich darin ein gewisses Frauenbild, aber es geht noch weiter, denn indem ein bestimmtes Bild von der Frau gezeichnet wird, wird auch etwas über das oder die anderen Geschlechter ausgesagt. Das heißt, Maskulinum bzw. Männlichkeit wird als gut im Vergleich zur Frau wahrgenommen. Das sagt etwas über die Gesellschaft aus, es handelt sich dementsprechend allem Anschein nach um eine patriarchalische Gesellschaftsordnung. Das wiederum zeigt, welche Position und Chancen die verschiedenen Personen in der Gesellschaft haben.

Dieses eine Beispiel zeigt, wie Denken und Kultur durch Sprache festgeschrieben ist und auch, dass diese Festschreibungen nicht zwingend Sprachlernenden anderer Kulturen logisch oder autoplausibel erscheinen müssen. Natürlich gibt es in den verschiedenen Kulturen Konstanten, allein dadurch, dass es seit der Existenz von Menschen Austausch zwischen ihnen gegeben hat, aber das bedeutet eben noch nicht, dass man sich verstehet. Kulturelle Unterschiede manifestieren sich in vielen kleinen Dingen des Alltags und das macht es so schwer für viele Menschen fremde Sprachen wirklich zu erlernen. Man denke nur daran, wie oft es zu Missverständnissen zwischen Menschen kommt, welche die gleiche Sprache sprechen. Da möchte man sich lieber nicht vorstellen, wie schwer es sein muss mittels einer Fremdsprache zu kommunizieren. Damit möchte ich niemanden abschrecken oder davon abhalten eine Fremdsprache zu lernen, sondern ihn vielmehr auffordern seine Aufmerksamkeit auf die geschilderte Kultur zu richten, damit der Fremdsprachenerwerb erfolgreich wird.