Online und Lesen

Hallo Ihr Lieben, wie geht es Euch? Die Frankfurter Buchmesse 2012 rückt immer näher und da wird wieder viel spekuliert, was es dieses Jahr Neues gibt. In den letzten Jahren wurde immer gesagt, dass eBooks den Markt erobern. Das wird sicher auch dieses Jahr wieder ein großes Thema sein. 

Wie lest Ihr? Das ist sicher eine seltsame Frage, aber mal ehrlich, lest Ihr normale Bücher aus Papier oder lest Ihr Bücher mit Hilfe von einem Gerät? Man kann ja viele Bücher auf dem Handy lesen, aber auch am Computer. Eine Sache, die Euer Buchstabenspiel für sich entdeckt hat sind die sogenannten eReader. Das ist echt eine gute Erfindung, mit den eReadern hat man viele Bücher immer dabei und sie sind klein und handlich verpackt, sie wiegen nicht mehr als eine Tafel Schokolade. 

Habt Ihr schon einmal so einen eReader ausprobiert? Was haltet Ihr davon? Schreibt doch mal Eurem Buchstabenspiel. Die Antworten werden dann hier zu lesen sein. 

Also, Euer Buchstabenspiel wird noch ein bisschen lesen. Eine schöne Lektüre! Alles Liebe und Gute wünscht Euch Euer Buchstabenspiel.

Lesen eine Schlüsselkompetenz

Lesen ist eine der wichtigsten Kompetenzen, die ein Kind in der Schule erwirbt. Diese Fähigkeit gilt als eine der Kulturfähigkeiten, die uns von vielen anderen Lebewesen unterscheidet. 

Das ist alles sicher schön und gut, doch mal ehrlich, was bringt es? Nun, wer nicht lesen kann, kann auch nicht schreiben und ohne diese Fähigkeiten kann man nicht aktiv an der Gesellschaft teilhaben. Es ist fast ausgeschlossen einen Arbeitsplatz zu bekommen oder auch nur selbstständig und ohne fremde Hilfe sein Leben zu führen. 

Lesen ist also extrem wichtig. Doch wenn es eine derart wichtige Schlüsselkompetenz ist, wie lange liest ein Mensch durchschnittlich am Tag? Dazu sollte man das Ziel des Lesens unterscheiden. Manche Menschen lesen Berufsbedingt, es ist Teil ihrer Arbeit, andere lesen Informationen ab, zum Beispiel, wann ein Bus ankommt oder ein Zug abfährt. Dann gibt es noch Menschen, die lesen, um etwas zu erfahren, sie nutzen die Tätigkeit als Wissensquelle und wieder andere lesen zum Spaß und zur Unterhaltung. Der Zeitaufwand kann stark schwanken. Nichts desto trotz, es wird immer gelesen. Wer also nicht lesen kann, ist schnell ausgeschlossen. 

Aus diesem Grund sollten Eltern versuchen, dies bestmöglich zu fördern. Das können sie auf unterschiedliche Art und Weise tun. Ein sehr guter Ansatz ist es als Vorbild zu dienen, das heißt, selbst auch zu lesen. Wenn Kinder sehen, dass ihre Eltern lesen, dann greifen sie viel schneller auch mal nach einem Buch. 

Wer Schwierigkeiten hat sein Kind zu motivieren, sollte es nicht zwingen, sondern lieber überlegen, welche Art Buch zum gewünschten Erfolg führen kann. Die Auswahl an Büchern ist enorm. Vielleicht besuchen sie einfach mal einen Kinderbuchladen oder die Kinderabteilung einer größeren Buchhandlung. Das kann einen richtigen Motivationsschub bringen. 

Schaffen sie Routinen, binden sie das Lesen fest in den Alltag ein. Viele Menschen lesen täglich vor dem Einschlafen oder auf dem Weg zur Arbeit bzw. zur Schule im Bus. Eine weitere Möglichkeit bietet gemeinsames Lesen. Sicher haben sie ihrem Kind früher immer wieder Geschichten und Märchen vorgelesen. Tun sie das weiter, aber variieren sie das, indem sie jetzt abwechselnd lesen. So erlebt das Kind das Lesen als eine schöne und angenehme Sache. 

Wenn ihr Kind für die Schule Bücher lesen muss, die ihm nicht gefallen, dann ist das normal. Sie können ihr Kind motivieren genau zu sagen, was es nicht mag, zu diesem Zweck kann es hilfreich sein ein Lesetagebuch anzufertigen. Lesetagebücher kann man auch selbst basteln und gestalten, das hilft sich noch intensiver mit dem Gelesenen auseinanderzusetzen. 

Lesen muss sicher geübt werden. Es muss in den Alltag integriert werden. Das Buch bzw. die Lektüre sollte selbst und frei ausgewählt werden. Wenn sie dies berücksichtigen, dann macht es sicher auch bald Spaß!

Wochenende Lesezeit

Hallo Ihr Lieben, es ist mal wieder Wochenende, wie schön. Ja, da kann man wieder mehr Dinge machen, die man mag, einfach morgens länger im Bett bleiben und lesen. Oder aber an einem verregneten Nachmittag,wie heute hier in Berlin, aufs Sofa, eine Tasse heiße Schokolade mit ein paar Keksen und weiter gelesen. Richtig Euer Buchstabenspiel mag den Herbst. Der Herbst ist das ideale Lesewetter. 

Aber klar, man kann auch toll draußen spazieren gehen, Drachen steigen lassen oder nach Frankfurt am Main zur Buchmesse fahren. Aber noch ist es nicht soweit, die Buchmesse wird erst am 10.10. eröffnet. Das sind noch 10 Tage, die Eucher Buchstabenspiel auf Neuerscheinungen des Herbstes warten muss. 

Aber das macht ja nix, noch hat Euer Buchstabenspiel einige Bücher auf Vorrat, zum Beispiel David – Die eiserne Hand des Götz von Berlichingen von dem Autor D.S. Felix. Dieses Buch wurde  dieses Jahr im Frühjahr auf der Buchmesse in Leipzig vom Friedrich-Maerker-Verlag vorgestellt. Das ist eines der zweisprachigen Bücher.

Zweisprachige Bücher für Kinder sind echt eine klasse Sache, man kann ein Buch in 2 Sprachen lesen und beim Friedrich-Maerker-Verlag gibt es viele Sprachen. Der Verlag hat die David-Geschichten und auch noch eine 2. Buchreihe mit einem Mädchen Marie. Beide Buchreihen gibt es in Deutsch kombiniert mit Englisch, Französisch, Spanisch, Türkisch, Russisch, Italienisch, Arabisch. Und bald wird es auch Rumänisch und Ungarisch geben. Ist das nicht toll?

Um Fremdsprachen zu lernen sind zweisprachige Kinderbücher eine schöne Sache. Diese Bücher können mit viel Spaß auf dem Sofa mit Kakao und Keksen gelesen werden. Testet es!

Fremdsprachen lernen

Die europäische Union hat es als Ziel formuliert, dass jeder Europäer mindestens 2 Fremdsprachen sprechen solle. Natürlich ist das ein hehres Ziel, dass trotz des 2003 verfassten Vorsatzes bislang noch nicht erreicht ist. Es gibt aber schon einige Umfragen und Untersuchungen zu diesem Thema.

Demzufolge ist es so: Nach wie vor lernen die meisten Menschen in Europa Fremdsprachen in der Schule. Das heißt, beim Fremdsprachenerwerb spielen die Grund- und Sekundarschulen eine zentrale Rolle. Es zeigt sich, dass vornehmlich jüngere Menschen, die sich noch in der Ausbildung befinden mit dem Erlernen von Fremdsprachen beschäftigen. In der Schlussfolgerung heißt das, dass die Menschen den Schulen auch in Bezug auf die Fremdsprachenausbildung ihr Vertrauen geben. Gruppenunterricht steht, gemäß den Umfrageergebnissen, ganz hoch im Ansehen der Bewohner Europas. Überraschend ist, dass Sprachkurse im Land selbst nicht so häufig wahrgenommen werden. Sie werden weniger häufig als Möglichkeit zum Fremdsprachenerwerb herangezogen.

Erschreckend ist jedoch, dass festgestellt werden muss, dass dem Fremdsprachenerwerb meist kein großes Interesse beigemessen wird. Lernen auf eigene Initiative scheint ehr ungewöhnlich zu sein. Entscheidend ist hierbei jedoch auch der Bildungsgrad der Person selbst. Je gebildeter jemand ist, desto wahrscheinlicher spricht er Fremdsprachen. Und wer jedoch schon mal 2 Fremdsprachen beherrscht, lernt ehr noch eine weitere als jemand, der nur eine oder keine beherrscht.

Nichts desto trotz stimmen in fast allen Ländern Europas die Menschen mit der Aussage überein, dass es sinnvoll ist Fremdsprachen zu sprechen. Das bedeutet jedoch noch lange nicht, dass dies auch ein Anreiz ist, Fremdsprachen zu erlernen. Man glaubt vielmehr, dass es eine persönliche Bereicherung sein kann eine Fremdsprache zu erlernen, die auch für die Arbeitsmöglichkeiten Fremdsprachen als wichtig angesehen wird. Es geht also weniger um die sich bietenden Kommunikationsmöglichkeiten, als um das Zertifikat.

Urlaub und Arbeit außerhalb des Heimatlandes sind die weitere Gründe Fremdsprachen zu erlernen, bzw. die Möglichkeit einen besseren Arbeitsplatz zu bekommen. Aber auch andere Menschen zu treffen und mit ihnen kommunizieren zu können, sind wichtige Gründe, die angegeben werden. Weniger Menschen geben an, dass es für sie eine persönliche Befriedigung darstellt Fremdsprachen zu erlernen.

Englisch wird als wichtigste Sprache gesehen, darauf folgen Französisch und Deutsch. Zum Teil kann man dies mit geschichtlichen, geographischen oder wirtschaftspolitischen Argumenten erklären.

Viele Menschen sind davon überzeugt, dass es das Beste sei, mit etwa 6 Jahren mit dem Fremdsprachenerwerb zu beginnen. Nach dem Motto, je früher, desto besser. Anders ausgedrückt sehen viele Menschen ihr fortgeschrittenes Alter als Grund keine Sprachen mehr zu lernen an. Die meistgebrauchte Ausrede, weshalb man keine Fremdsprache lernen kann, ist keine Zeit zu haben. Danach wird zugegeben, dass die Motivation fehlt. Darauf folgen weitere Ausreden, wie dass es an Geld mangelt, man kein Talent habe. Die meisten behaupten, dass sie eine Fremdsprache erlernen würden, wenn die Kurse kostenlos wären, ein Kurs angeboten würde, der in den Tagesablauf passt oder man dies im Land selbst stattfände bzw. sie dafür bezahlt würden…

Wir sind von dem Ziel noch weit entfernt, aber wir nähern uns stetig mehr. 

Fremdsprachen lernen

Hallo Ihr Lieben, wie sind die ersten Tage und Wochen des neuen Schuljahres für Euch gewesen? Euer Buchstabenspiel hofft, dass Ihr sie genießen konntet. Klar, es gibt sicher wieder viel zu tun und auch neue Dinge. Lernt Ihr jetzt auch eine Fremdsprache? Welche Sprache lernt Ihr? Lernt Ihr Englisch, Französisch oder eine andere Sprache? 

Es gibt tolle Möglichkeiten, wenn Ihr eine Fremdsprache schon ein bisschen sprecht. Sicher dauert es bis Ihr richtig Englisch, Französisch, Spanisch, Russisch, Türkisch oder welche Sprache Ihr auch lernt, sprechen könnt. Aber wisst Ihr, dass es viele tolle Angebote gibt, um Eure Fähigkeiten zu testen? Oder einfach das, was Ihr schon könnt zu benutzen? 

Eine Sache, von der Euch Euer Buchstabenspiel heute erzählen möchte, sind Bücher in 2 Sprachen. Was das ist? Nun, das sind Bücher , wie andere auch, nur, dass von einer Seite der Text in Deutsch steht und von der anderen Seite ist das Buch in Englisch, Französisch, Türkisch, Russisch oder einer anderen Fremdsprache geschrieben. Die Texte sind gleich, nur die Sprache unterscheidet sich. Das heißt, Ihr könnt den Text in der Fremdsprache lesen und wenn Ihr etwas nicht richtig versteht, dann könnt Ihr im deutschenText nachlesen.

Das ist wirklich eine klasse Erfindung. Guckt Euch die Bücher doch einfach mal beim Friedrich-Maerker-Verlag an. Beim nächsten Mal wird Euer Buchstabenspiel auf die Bücher genauer eingehen. 

Bis bald. Liebe Grüße und eine schöne Woche wünscht Euch Euer Buchstabenspiel.

Einschulung oder Übergang vom Kindergarten in die Schule

Die Einschulung ist ein wichtiger Schritt für jedes Kind. Die meisten Kinder empfinden Vorfreude auf die Schule. Klar, es zeigt ihnen, dass sie schon groß sind und nun einiges in ihrem Leben ändert.

Der 1. Schultag ist deshalb besonders wichtig. Er ist geprägt von Erwartungen, Hoffnungen, aber auch Ängsten. Alles ist neu, ungewohnt und die Eltern und Erwachsenen sprechen davon, dass nun der Ernst des Lebens beginnt.

Heute wird die Einschulung groß gefeiert, damit jedes Kind deutlich merkt, dass mit ihm etwas Besonderes passiert. Schon die Vorbereitungen zeigen es, es muss eine Schultasche angeschafft werden. Die Auswahl an Schultaschen oder Ranzen ist enorm, da den perfekten auszuwählen, der gut aussieht und auch für den Rücken des Kindes geeignet ist, das ist nicht immer einfach. Dann müssen auch noch Federmäppchen, Stifte und einiges mehr besorgt werden.

Diese Aufmerksamkeit wirkt auf Kinder geheimnisvoll. Sie wissen nicht genau, was da auf sie zukommt. Natürlich haben sie schon gehört, dass sie in der Schule lernen müssen, dass sie Lesen, Schreiben und auch das Rechnen erlernen werden, aber was das genau heißt und bedeutet, das bleibt ihnen oft unklar. Nichts desto trotz empfinden sie große Vorfreude.

Und dann ist der 1. Schultag da, die Einschulung wird gefeiert. Das Kind wird festlich gekleidet und dann wird der Schulranzen aufgesetzt und die Zuckertüte wird in den Arm genommen und die Familie geht gemeinsam, vielleicht auch mit den Großeltern oder Onkel und Tante zur Schule. Am ersten Tag wird das Kindergartenkind zur Schule begleitet und zum Schulkind. Es ist aufregend für alle Beteiligten, denn auch die Eltern sind meist sehr aufgeregt, ihr Kind auf diesem besonderen Weg begleiten zu dürfen und dokumentieren dies fotografierend.

Der erste Gang zur Schule beginnt meist mit großer Aufregung und erfüllt von Vorfreude. Doch je näher man der Schule kommt, desto mehr weicht die Vorfreude der Sorge oder auch den Ängsten. Viele Kinder kommen in der Schule an der Hand der Eltern an, weil sie deren Schutz suchen. Die Feier der Einschulung mit der Begrüßung der neuen Schüler durch den Direktor und die Lehrer wie auch größerer Schüler ist extrem anstrengend, weil eine große Fülle von Eindrücken auf die Kinder wirkt.

Außerdem waren die Kinder im Kindergarten die Großen, aber hier in der Schule sind sie wieder die Jüngsten, die Kleinen. Viele kennen sich nicht und wenn sie sich kennen, dann sind sie plötzlich in einer anderen Umgebung und wissen trotzdem nicht, wie sie sich verhalten sollen. Nun muss das Kind nicht nur seinen Platz in der Klasse und auf dem Pausenhof finden. Nein, es muss auch viele Dinge lernen, deren Stellenwert es nicht einschätzen kann. Lernen ist das große Ziel, aber Kinder wissen nicht wofür oder warum sie etwas lernen sollen. Zunächst lernen Kinder ehr für den Lehrer als für sich selbst.

Der Lernprozess als solcher muss auch erst noch erlernt und geübt werden, bisher haben die Kinder alle wie ein großer Schwamm alles in sich aufgesogen, doch nun müssen sie Lernstrategien entwickeln und können nicht alles einfach ad infinitum wiederholen, jetzt müssen sie selektiv lernen. Dabei brauchen Kinder viel Unterstützung durch die Familie. 

Reisen in ein Buch

Alle Kinder freuen sich auf Ferien, aber manchmal wissen sie dann plötzlich nichts mit sich und ihrer Zeit anzufangen. Sei es, dass die Freunde vereist sind, oder weil die Eltern arbeiten müssen, oder aber weil überhaupt sowieso die ganze Zeit schlechtes Wetter ist. Das ist dann weder für die Kinder noch für die Eltern eine leichte Situation. Klar, es gibt immer viele Dinge, die man machen kann. 

Eine Sache, die ganz unabhängig von Ort, Zeit und Wetter gemacht werden und auch immer wieder unterbrochen werden kann, ist Lesen. Der Sommer, wie Ferien ganz allgemein eignen sich hervorragend zum Lesen. Ein Buch nicht nur für Kinder ab 10 Jahren ist „Daniel und der Koffer im Oettingerhaus„. 

„Daniel und der Koffer im Oettingerhaus“ ist ein spannend erzähltes Buch, in dem sich der Protagonist Daniel  an Ferien erinnert, die er allein bei seiner Tante verbrachte. Er kannte weder die Tante noch den kleinen Ort und hatte anfänglich große Bedenken.  Eine neue Situation, ein neues Umfeld, neue Menschen und die Unsicherheit des Erwachsenwerdens. Das ist eine große Herausforderung, aber es ist auch eine Chance, etwas völlig Neues zu erfahren. Die Geschichte befasst sich mit den alltäglichen und den nicht ganz so alltäglichen Probleme, mit denen sich Kinder und auch Erwachsene beschäftigen. Es zeigt, dass auch Unsicherheit und Angst zum Leben gehören. Dieses Buch oder auch diese Ferienlektüre stammt aus der Feder der Autorin D.S. Felix. Es ist, wie alle Bücher der Autorin beim Friedrich-Maeker-Verlag erschienen. 

Bücher können gut unterhalten, zum Denken anregen oder auch einfach nur Spaß bereiten. Oft müssen Kinder und Jugendliche in der Schule Bücher lesen, da ist es wichtig ihnen in den Ferien zu vermitteln, dass Lesen auch Spaß machen kann. „Daniel und der Koffer im Oettingerhaus“ ist ein Buch, dass diesen Spagat zwischen Unterhaltung und Nachdenken schafft ohne dabei den Spaß zu vernachlässigen. 

Rousseau ein Pädagoge wird 300

Am 28. Juni 2012 hätte Jean-Jacques Rousseau seinen 300. Geburtstag gefeiert. Herzlichen Glückwunsch zum 300. Geburtstag! Natürlich ist er nicht mehr am Leben und kann diesen Tag nicht feiern. Er starb am 2. Juli 1778 in der Nähe von Paris. Nichtsdestotrotz hat der in Genf geborene Rousseau als Schriftsteller, Philosoph, Naturforscher und Pädagoge der Aufklärung bis heute überlebt.

Der Einfluss Jean-Jacques Rousseaus auf politische Theorien und die Pädagogik ist bis heute von Gültigkeit. In der Pädagogik hat er eine wichtige Unterscheidung eingeführt, indem er Erwachsene als Erwachsene betrachtet und Kinder von ihnen unterscheidend als Kinder ansieht. Eine derartige Unterscheidung zwischen Kindern und Erwachsenen ist vor Rousseau noch nicht gemacht worden. Ein deutscher Pädagoge, Hartmut von Hentig, hat diese Unterscheidung aufgegriffen und sieben Prinzipien abgeleitet, wodurch er die Pädagogik Rousseaus verjüngte. Außerdem hat er in Bielefeld mit der Laborschule und dem Oberstufen Kolleg Schulen gegründet, die diesen Prinzipien folgen.

Aber zurück zu Rousseau, das bekannteste pädagogische Werk von Jean-Jacques Rousseau heißt ganz einfach Émile. Hierbei handelt es sich um ein romanhaft anmutendes Buch. Darin wird beispielhafte die Erziehung des Jungen Èmile beschrieben. Es ist eine fiktive Geschichte, in der Rousseau selbst als Erzieher von Émile handelt. Sein Ziel ist Émile zu einem Erwachsener zu machen, der in der Zivilisation ohne Verletzungen bestehen kann und welcher den Gesellschaftsvertrag erfüllt ohne dabei selbst Schaden zu nehmen.

Die Pädagogik selbst versteht sich heute als Erziehungswissenschaft. Es ist eine wissenschaftliche Disziplin, deren Ziel es ist sich mit der Theorie und der Praxis von Bildung und Erziehung auseinanderzusetzen. Heute erforscht die Pädagogik die Bildungs- und Erziehungszusammenhänge. Die Ziele der Pädagogik haben in der Geschichte mehrfach gewechselt und werden immer weiter neu formuliert werden müssen. Für Rousseau war die Selbsttätigkeit wichtig, für den späteren Immanuel Kant war das formulierte Ziel die Mündigkeit und Selbstständigkeit des Zöglings. 

Lernen mit Literatur

Viele Kinder empfinden Lernen als eine unnütze Sache, sie verstehen den Sinn bzw. den Grund des Lernens nicht. Da hilft es nichts ihnen zu sagen, dass sie das Wissen oder eine bestimmte Fähigkeit für die Zukunft brauchen. Da müssen schon bessere Anreize her.

Eine schöne Möglichkeit ist es Anreize zu geben und zwar, indem Vorbilder gegeben werden. Das kann heißen, dass man selbst seinem Kind zum Vorbild wird, oder aber, dass bei einer Tätigkeit Vorbilder bzw. vorbildhaftes Handeln präsentiert werden. Um etwas konkreter zu werden, viel mehr Jungen als Mädchen lesen nicht gerne. Aber wenn man ihnen Bücher und Texte zur Verfügung stellt, die sie interessieren, dann lesen sie mit genauso großem Interesse wie Mädchen.

Personen aus der Vergangenheit, wie zum Beispiel Ritter faszinieren Kinder. Im Friedrich-Maerker-Verlag werden zweisprachige Kinderbücher angeboten, eine der Fortsetzungsgeschichten heißt: „David, der kleine Ritter aus Hassmersheim“. Diese Reihe erzählt von einem Jungen, der ein großes Vorbild hat, den Ritter Götz von Berlichingen. Das ist mit Sicherheit der bekannteste Ritter Deutschlands. Manchmal hat man sicher den Eindruck, dass er nie wirklich existiert hat, aber es gab ihn wirklich. Er wurde um 1480 geboren und starb am 23. Juli 1562 auf der Burg Hornberg. Diese Burg gibt es noch heute, auch wenn ein großer Teil eine Ruine ist. Die Burg an der Burgenstrasse im Ort Neckarzimmern kann man besuchen. Sie gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen. In den zweisprachigen Büchern wird einerseits über den Ritter Götz von Berlichingen, Ritter und Burgen, wie auch das Mittelalter und die Gegend der Burgenstrasse im Allgemeinen erzählt, andererseits gibt es auch immer einen Gegenwartsbezug und Dinge, die Schüler, Jungen und Kinder heute ganz aktuell betreffen. Die Bücher von „David, der kleine Ritter aus Hassmersheim“ sind mehr als reine Unterhaltung. Sie vermitteln aber weit mehr als nur Wissen, sie regen zum Denken und Handeln an. Das schöne ist, dass sie dies nicht nur in Deutsch tun, sondern immer in zwei Sprachen, das heißt, jedes Buch besteht aus einem deutschen und einem fremdsprachlichen Text. Die derzeitig erhältlichen Sprachkombinationen sind: englisch-deutsch, türkisch-deutsch, französisch-deutsch, spanisch-deutsch, arabisch-deutsch und die Sprachvielfalt wächst.

Diese Bücher sind keine absoluten Schulbücher, auch wenn damit der Spracherwerb gefördert wird und es zusätzlich Arbeitsblätter gibt, die durchaus in Schulen Anwendung finden. Das Ziel ist es Kindern mit den Büchern Spaß am Lesen und Lernen zu vermitteln und auch zu Eigenständigkeit zu animieren. Der Friedrich-Maerker-Verlag hat anlässlich des 450. Todestages des Götz von Berlichingen eine Geschichte mit dem Titel: „David – Die eiserne Hand des Götz von Berlichingen“ herausgebracht. So macht nicht nur Lesen, sondern auch Lernen Spaß.

Leseverhalten mit eBook-Reader

Hier an dieser Stelle soll darüber berichtet werden, wie ein eBook-Reader das Leseverhalten nachhaltig verändern kann.

Zunächst einmal muss ich vorwegschicken, dass ich mit 11 Jahren wirklich angefangen habe zu lesen. Damals waren meine Familie und ich gerade umgezogen und ich kannte noch nicht viele Leute. Ich bin etwas schüchtern und tue mich schwer auf Fremde einfach zuzugehen. Also habe ich die erste Zeit viel mit Lesen verbracht. Mein Leseverhalten zu schildern ist einfach, ich lese schlichtweg alles, was mir vor die Nase oder zwischen die Finger kommt. Das hat dazu geführt, dass ich auch in den diversen Fremdsprachen, die ich erlernt habe lese. Es gibt Bücher, die ich lese und dann als wenig interessant ins Regal stelle und nie wieder angucke, andere treiben mich an von dem Autor oder dem Thema oder auch dem Genre mehr Bücher zu lesen und mehr zu erfahren. Dann beginne ich gezielt nach Informationen im Internet und in Bibliotheken zu suchen. Wie gesagt, ich bin sehr offen bei der Wahl meiner Lektüre.

Nun, da es die eBook-Reader gibt besitze ich auch einen. Klar, das musste ich auch probieren. Das ist eine tolle Sache, ich kann zu jeder Tages- und Nachtzeit neue Bücher und Lektüren bekommen. Aber, es ist auch unabhängig davon, wo ich mich gerade aufhalte. Außerdem gibt es auf einigen Plattformen, täglich ein Buch des Tages oder neue Angebote, die man direkt erwerben kann. Das hat mein Leseverhalten ganz eindeutig verändert, ich lese jetzt noch viel mehr Querbeet als vorher. Zum Teil lese ich ein deutsches, ein englisches, ein französisches und ein spanisches Buch parallel. Das ist wirklich eine super Sache, denn ich kann einfach durch einen kleinen Knopfdruck die Lektüre ändern. Es ist ja alles da.

Aber ich finde das Gerät auch noch aus vielen anderen Gründen eine gute Sache. Der eBook-Reader löst einige meiner Probleme, wie gesagt ich lese viele Bücher mit großer Begeisterung, aber ich habe dann im Umkehrschluss auch immer das Problem sie unterzubringen. Das ist elektronisch kein Problem, in das Gerät passen sehr viele Bücher. Ich habe bei Reisen oder einfach nur in der U-Bahn oder im Bus eine Auswahl an Büchern und kann das lesen, wonach mir gerade ist. Und was die Preise angeht, es gibt zahlreiche günstige Bücher, die dann eben schnell gekauft werden ohne groß nachzudenken.

Ein eBook-Reader verändert sicher das Leseverhalten, er kann dazu animieren mehr zu lesen. Aber ich glaube nicht, dass Menschen, die nie gelesen haben, mit solch einem Gerät plötzlich lesen. Lesen ist eine Frage der Einstellung oder der Kultur.