Rousseau ein Pädagoge wird 300

Am 28. Juni 2012 hätte Jean-Jacques Rousseau seinen 300. Geburtstag gefeiert. Herzlichen Glückwunsch zum 300. Geburtstag! Natürlich ist er nicht mehr am Leben und kann diesen Tag nicht feiern. Er starb am 2. Juli 1778 in der Nähe von Paris. Nichtsdestotrotz hat der in Genf geborene Rousseau als Schriftsteller, Philosoph, Naturforscher und Pädagoge der Aufklärung bis heute überlebt.

Der Einfluss Jean-Jacques Rousseaus auf politische Theorien und die Pädagogik ist bis heute von Gültigkeit. In der Pädagogik hat er eine wichtige Unterscheidung eingeführt, indem er Erwachsene als Erwachsene betrachtet und Kinder von ihnen unterscheidend als Kinder ansieht. Eine derartige Unterscheidung zwischen Kindern und Erwachsenen ist vor Rousseau noch nicht gemacht worden. Ein deutscher Pädagoge, Hartmut von Hentig, hat diese Unterscheidung aufgegriffen und sieben Prinzipien abgeleitet, wodurch er die Pädagogik Rousseaus verjüngte. Außerdem hat er in Bielefeld mit der Laborschule und dem Oberstufen Kolleg Schulen gegründet, die diesen Prinzipien folgen.

Aber zurück zu Rousseau, das bekannteste pädagogische Werk von Jean-Jacques Rousseau heißt ganz einfach Émile. Hierbei handelt es sich um ein romanhaft anmutendes Buch. Darin wird beispielhafte die Erziehung des Jungen Èmile beschrieben. Es ist eine fiktive Geschichte, in der Rousseau selbst als Erzieher von Émile handelt. Sein Ziel ist Émile zu einem Erwachsener zu machen, der in der Zivilisation ohne Verletzungen bestehen kann und welcher den Gesellschaftsvertrag erfüllt ohne dabei selbst Schaden zu nehmen.

Die Pädagogik selbst versteht sich heute als Erziehungswissenschaft. Es ist eine wissenschaftliche Disziplin, deren Ziel es ist sich mit der Theorie und der Praxis von Bildung und Erziehung auseinanderzusetzen. Heute erforscht die Pädagogik die Bildungs- und Erziehungszusammenhänge. Die Ziele der Pädagogik haben in der Geschichte mehrfach gewechselt und werden immer weiter neu formuliert werden müssen. Für Rousseau war die Selbsttätigkeit wichtig, für den späteren Immanuel Kant war das formulierte Ziel die Mündigkeit und Selbstständigkeit des Zöglings. 

Lernen mit Literatur

Viele Kinder empfinden Lernen als eine unnütze Sache, sie verstehen den Sinn bzw. den Grund des Lernens nicht. Da hilft es nichts ihnen zu sagen, dass sie das Wissen oder eine bestimmte Fähigkeit für die Zukunft brauchen. Da müssen schon bessere Anreize her.

Eine schöne Möglichkeit ist es Anreize zu geben und zwar, indem Vorbilder gegeben werden. Das kann heißen, dass man selbst seinem Kind zum Vorbild wird, oder aber, dass bei einer Tätigkeit Vorbilder bzw. vorbildhaftes Handeln präsentiert werden. Um etwas konkreter zu werden, viel mehr Jungen als Mädchen lesen nicht gerne. Aber wenn man ihnen Bücher und Texte zur Verfügung stellt, die sie interessieren, dann lesen sie mit genauso großem Interesse wie Mädchen.

Personen aus der Vergangenheit, wie zum Beispiel Ritter faszinieren Kinder. Im Friedrich-Maerker-Verlag werden zweisprachige Kinderbücher angeboten, eine der Fortsetzungsgeschichten heißt: „David, der kleine Ritter aus Hassmersheim“. Diese Reihe erzählt von einem Jungen, der ein großes Vorbild hat, den Ritter Götz von Berlichingen. Das ist mit Sicherheit der bekannteste Ritter Deutschlands. Manchmal hat man sicher den Eindruck, dass er nie wirklich existiert hat, aber es gab ihn wirklich. Er wurde um 1480 geboren und starb am 23. Juli 1562 auf der Burg Hornberg. Diese Burg gibt es noch heute, auch wenn ein großer Teil eine Ruine ist. Die Burg an der Burgenstrasse im Ort Neckarzimmern kann man besuchen. Sie gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen. In den zweisprachigen Büchern wird einerseits über den Ritter Götz von Berlichingen, Ritter und Burgen, wie auch das Mittelalter und die Gegend der Burgenstrasse im Allgemeinen erzählt, andererseits gibt es auch immer einen Gegenwartsbezug und Dinge, die Schüler, Jungen und Kinder heute ganz aktuell betreffen. Die Bücher von „David, der kleine Ritter aus Hassmersheim“ sind mehr als reine Unterhaltung. Sie vermitteln aber weit mehr als nur Wissen, sie regen zum Denken und Handeln an. Das schöne ist, dass sie dies nicht nur in Deutsch tun, sondern immer in zwei Sprachen, das heißt, jedes Buch besteht aus einem deutschen und einem fremdsprachlichen Text. Die derzeitig erhältlichen Sprachkombinationen sind: englisch-deutsch, türkisch-deutsch, französisch-deutsch, spanisch-deutsch, arabisch-deutsch und die Sprachvielfalt wächst.

Diese Bücher sind keine absoluten Schulbücher, auch wenn damit der Spracherwerb gefördert wird und es zusätzlich Arbeitsblätter gibt, die durchaus in Schulen Anwendung finden. Das Ziel ist es Kindern mit den Büchern Spaß am Lesen und Lernen zu vermitteln und auch zu Eigenständigkeit zu animieren. Der Friedrich-Maerker-Verlag hat anlässlich des 450. Todestages des Götz von Berlichingen eine Geschichte mit dem Titel: „David – Die eiserne Hand des Götz von Berlichingen“ herausgebracht. So macht nicht nur Lesen, sondern auch Lernen Spaß.

Fremdworte im Deutschen

Es gibt viele Leute, die meinen, dass Fremdwörter unserer Sprache Gewalt antun. Das ist sicher ein Standpunkt, aber keiner den ich vertrete. Es ist ehr so, dass man sicherstellen muss, dass richtig mit Fremdworten umgegangen werden kann. Denn seinen wir doch mal ehrlich, unsere Sprache, wie die meisten Sprachen die wir kennen, zeichnen sich dadurch aus, dass sie von anderen Sprachen beeinflusst wurden und werden.

Das Deutsche beinhaltet viele Worte, die aus dem Lateinischen, Griechischen, Französischen, Englischen und vielen weiteren Sprachen. Sicher, das sind unumstößliche Fakten, aber es werden auch stetig neue Fakten geschaffen. Sprache verwandelt sich permanent, wenn sie das nicht mehr tut, dann verliert sie ihre Flexibilität und kann im schlimmsten Fall als unnütz abgeschafft und durch eine funktionalere Sprache ersetzt werden.

In anderen Worten, Sprache ist ein Instrument, das eine Funktion erfüllen muss. Damit das möglich ist, müssen Regeln existieren, die eine Allgemeingültigkeit sicherstellen und auch Flexibilität gegeben sein, die etwas Neues zulassen. Das ist keine einfache Aufgabe, aber bisher hat das Deutsche diese Aufgabe gut gemeistert. Es wurden viele Hürden genommen und dabei wurden Worte, Redewendungen und Ausdrücke integriert, geschaffen und verworfen. Das ist ein natürlicher Prozess.

Aber auch Fremdwörter im Deutschen sind etwas ganz Normales. Es ist Teil des Deutschen fremde Worte in die Sprache zu integrieren. Natürlich hat auch die jeweilige Hochsprache oder lingua franca ihren Anteil daran. Im Mittelalter war Latein die Sprache der Gebildeten und der Herrschenden, später war es das Französische, so haben viele Menschen von je her zwei oder mehr Sprachen gesprochen.

Natürlich ist es nicht immer ganz einfach ein Wort aus einer Fremdsprache zu integrieren, es muss angepasst werden. Das bedeutet, dass es möglich werden muss, Substantive zu deklinieren und Verben in den verschiedenen Zeiten zu benutzen. Im Einzelfall kann das problematisch sein, zuweilen kann es verschiedene Schreibweisen geben, die verwirrend erscheinen, aber das Deutsche ist eine sehr flexible, kreative und doch auch robuste Sprache, die sehr viel mehr vermag, als wir ihr zutrauen.

Hinzukommt, dass Sprachwandel ein Prozess und keine mathematische Aufgabe ist. Das heißt, zum Beispiel auch, dass oft der Zufall darüber entscheidet, welches Wort den Weg ins Deutsche findet und welches bald wieder verschwindet. Jeder der Angst empfindet, dass die deutsche Sprache verloren gehen könnte, weil zu viele Fremdworte benutzt werden sollte sich einmal ein Buch zur Entwicklung der deutschen Sprache oder eine Einführung ins Deutsche ansehen. Viel wichtiger ist, dass sichergestellt wird, dass jeder die Fremdworte, die er benutzt auch versteht und richtig anwendet. 

Am 13. Mai ist Muttertag

Hallo Ihr Lieben, am Sonntag den 13. Mai ist Muttertag. Feiert Ihr diesen Tag? Und wenn Ihr ihn feiert, wie feiert ihr ihn? Schenkt Ihr Eurer Mutter etwas? Oder bastelt Ihr etwas? Euer Buchstabenspiel ist immer für Basteln. Das macht Spaß und man hat ein ganz besonderes Geschenk. Zum Beispiel eine schöne Karte oder ein Bild mit einem Gedicht. Die Gedichte könnt Ihr selbst schreiben oder aber einfach nur sehr schön abschreiben und verzieren. Könnt Ihr mit einer Feder und Tusche umgehen? Das sieht toll aus, aber es ist auch anstrengend, denn mit einer Feder schön zu schreiben oder mit einer Feder zu zeichnen erfordert große Konzentration. Aber versucht es mal, so schwer ist es auch nicht.

Was wird am Muttertag eigentlich gefeiert und warum? An diesem Tag werden seit dem 20. Jahrhundert in allen westlichen Ländern die Mütter gefeiert. Dieser Feiertag ist eine Erfindung der amerikanischen Frauenbewegung und wurde von Ann Maria Reeves Jarvis 1865 angeregt, aber begrünet hat ihn ihre Tochter Anna Marie Jarvis am 12. Mai 1907. Seit 1917 wird der Muttertag in der Schweiz gefeiert und seit 1923 gibt es den Muttertag in Deutschland und ein Jahr später wurde er auch in Österreich eingeführt. Bald schon wurde der Tag von vielen Geschäften genutzt, um mehr Geld zu verdienen, der Verband deutscher Blumengeschäftsinhaber hat den Muttertag schon 1922/23 mit Plakaten beworben.

Hier noch ein Beispiel für ein Gedicht, das Johann Wolfgang von Goethe geschrieben hat. Alles Liebe und einen wundervollen Muttertag wünscht Euch Euer Buchstabenspiel.

 

 

   

 

 

An die Mutter

 

 
  Obgleich kein Gruß, obgleich kein Brief von mir

So lang dir kommt, lass keinen Zweifel doch

Ins Herz, als wär die Zärtlichkeit des Sohns,

Die ich dir schuldig bin, aus meiner Brust

Entwichen. Nein, so wenig als der Fels,

Der tief im Fluss vor ew’gem Anker liegt,

Aus seiner Stätte weicht, obgleich die Flut

Mit stürm’schen Wellen bald, mit sanften bald

Darüber fließt und ihn dem Aug entreißt,

So wenig weicht die Zärtlichkeit für dich

Aus meiner Brust, obgleich des Lebens Strom,

Vom Schmerz gepeitscht, bald stürmend drüber fließt

Und von der Freude bald gestreichelt, still

Sie deckt und nie verhindert, dass sie nicht

Ihr Haupt der Sonne zeigt und ringsumher

Zurückgeworfen Strahlen trägt und dir

Bei jedem Blicke zeigt, wie dich dein Sohn verehrt.

 

Johann Wolfgang von Goethe . 1749 – 1832

 
     
     

 

David, der kleine Ritter aus Hassmersheim

Das zweisprachige Buch „David, der kleine Ritter aus Hassmersheim“ gibt es als gedrucktes Buch, es gibt dazu aber auch Arbeitsblätter und es gibt eine Aufarbeitung nach der Birkenbihl-Methode. Das heißt, es gibt die 3 ersten Geschichten von David, um am Computer kinderleicht Englisch zu lernen. Dieser Computer-Sprachkurs erlaubt es gehirn-gerecht Englisch zu lernen. Es gibt ein Paket, mit 3 Teilen. David ist ein Junge, der in Süddeutschland an der Burgenstrasse lebt, seine Familie wohnt in Hassmersheim. Er lebt in einer Gegend mit vielen Burgen und Ruinen und sein Großvater erzählt ihm auch immer wieder Geschichten aus dem Mittelalter. Der Götz von Berlichingen ist Davids großes Vorbild. Der Text ist einfach und kurz gehalten, damit können ihn auch Sprachanfänger bewältigen.

Im ersten Teil „David, der kleine Ritter aus Hassmersheim“ stellt sich David und seine Familie, seine Großeltern, seinen besten Freund und seinen Hund vor. Außerdem erzählt er uns, dass er Hunde lieber mag als Katzen und dass ihn seine kleine Schwester manchmal nervt. Seine Mitschüler lachen ihn manchmal aus.

Teil zwei heißt „Ausflug auf die Burg Hornberg“. In dieser Geschichte besucht David mit seiner Schulklasse zusammen die Burg Hornberg. Sie wandern, sehen viel und fahren mit der Fähre. Es ist ein typischer Schulausflug und etwas ganz besonderes, denn David besucht damit nicht nur eine Burg, sondern die Burg von seinem Vorbild, dem Götz von Berlichingen.

Der letzte Teil ist „Das Leben auf der Burg Guttenberg“. Hier wird über das Leben auf Burgen im Mittelalter gesprochen. Es wird gesagt, wer dort lebte, was man machte, wie man sich eigentlich ernährte und vieles mehr. Besonders spannend sind die Gegensätze, also der Vergleich, wie es im Mittelalter war und wie es heute ist.

Dieser Sprachkurs richtet sich an Sprach- und Leseanfänger der Grundschule und auch an die ersten Klassen der weiterführenden Schulen. Kinder lernen so mit viel Spaß und mit einer gehirn-gerechten Methode eine Sprache. Das funktioniert so, dass am Computerbildschirm in der oberen Zeile die Fremdsprache steht und darunter eine Wort-für-Wort-Übersetzung. Man hört und liest die Sprache gleichzeitig. Es ist einfach und macht Spaß.

Zweisprachigkeit erzeugt Zwiespältigkeit

Immer wieder hört man über Kinder, die zweisprachig aufwachsen, dass das besonders gut oder aber besonders schlecht sei. Scheinbar besteht keine Einigkeit darüber, was richtig ist. Gut, es gibt natürlich immer Unterschiede zwischen Kindern, die einen lernen schneller als andere, dann wieder gibt es Unterschiede zwischen ihren Begabungen und Interessen. Das macht es manchmal extra schwer Kinder zu vergleichen. Fakt ist, dass Lernen in Phasen erfolgt.

Das heißt beispielsweise, dass ein Kind, welches zweisprachig aufgezogen wird, ähnliche Fortschritte machen kann wie ein einsprachiges Kind, und trotzdem wird der Erwerb der jeweiligen Sprache als verzögert erscheinen. Es ist sicher auch richtig festzustellen, dass zwei- oder mehrsprachig erzogene Kinder eine Phase der Verwirrung erleben, in der sie die Sprachen nicht sauber trennen können. Das ist normal, Teil des Lernprozesses und kann passieren. Es heißt aber ganz sicher nicht, dass das Kind unfähig, dumm oder nicht in der Lage ist Sprachen zu lernen.

Zwei Sprachen zur gleichen Zeit zu lernen ist eine Herausforderung und damit kann es schon mal vorkommen, dass die eine oder andere Sprache manchmal eben doch noch nicht ganz so gut erlernt ist wie bei einem gleichaltrigen Kind. Es gibt schlicht eine Obergrenze an dem, was ein Kind in einer bestimmten Zeit aufnehmen und verarbeiten kann. Da unterscheidet es sich nicht von anderen Kindern oder Menschen.

Eine schöne Hilfe bieten zweisprachige Kinderbücher, die helfen Kinder, die zweisprachig aufwachsen zum Beispiel, wenn sie anfangen zu lesen, weil sie dann den gleichen Text in beiden Sprachen lesen und auch vergleichen können. Schauen Sie doch mal beim Friedrich-Maeker-Verlag vorbei, da finden Sie schöne zweisprachige Bücher für Jungen und Mädchen.

Fremdsprachen oder einfach nur Sprachen zu erlernen ist ein komplexer Prozess, der bei der Zweisprachigkeit unterschätzt wird, weil Kinder ja so einfach lernen. Tatsache ist, dass es ein enormer Vorteil ist mit 2 oder mehr Sprachen aufzuwachsen, aber man kann auch noch als Jugendlicher, oder Erwachsener gleich welchen Alters jede erdenkliche Sprache erlernen, wenn man will und gewillt ist es zu tun. Der Aufwand kann im Einzelnen größer oder kleiner sein, aber es kann jeder. 

1. Mai und zweisprachige Kinderbücher

Hallo Ihr Lieben, heute ist der 1. Mai, ein Feiertag, an dem Ihr nicht in die Schule müsst und eure Eltern nicht arbeiten. Der 1. Mail ist der Tag der Arbeit, viele Menschen feiern ihn auf besondere Art und Weise. Es ist zum Beispiel weit verbreitet in Deutschland, dass man in den 1. Mai hereintanzt, das heißt, Tanz in den Mai oder aber man geht zu Maidemonstrationen oder tut etwas ganz anderes.

Schon öfter hat Euch Euer Buchstabendspiel von zweisprachigen Kinderbüchern des Friedrich-Maerker-Verlags berichtet. Die Autorin D.S.Felix hat eine Geschichte dem 1. Mai gewidmet, sie heißt: „Mariechen – Und das Geheimnis vom Maibaum“. Damit Ihr Euch ein Bild von der Geschichte machen könnt folgt hier eine kleine Leseprobe auf Deutsch:  

„Am nächsten Morgen steht sie auf. Sie guckt aus dem Fenster. Vielleicht hat sie nur geträumt. Aber nein, da ist die Birke. Sie zieht sich schnell an und geht in die Küche.

Was tragen die Männer vor das Haus?

Sie tragen eine Birke vor das Haus.

Heute muss Marie nicht in die Schule. Es ist 1. Mai, Tag der Arbeit, hat die Lehrerin den Schülern erklärt. Am Tag der Arbeit wird nicht gearbeitet. Es ist ein Feiertag, an dem viele Menschen Wanderungen oder Fahrradtouren machen. In großen Städten, wie Berlin und Hamburg zum Beispiel, gibt es Maidemonstrationen. Aber in Gundelsheim gibt es keine Maidemonstrationen.“ (D.S. Felix: Mariechen – Und das Geheimnis vom Maibaum, Friedrich-Maerker-Verlag, 2012.)

Also, einen schönen 1. Mai 2012 wünscht Euch Euer Buchstabenspiel. 

Fremdsprachenerwerb im Grundschulalter

Nach langem hin und her und hitzigen Diskussionen wird nun in fast allen Bundesländern in der Grundschule eine Fremdsprache unterrichtet. Man geht schlicht davon aus, dass je früher ein Kind mit dem Fremdsprachenerwerb beginnt, desto mehr könne es lernen. Es gibt aber kein Konzept, das für alle Bundesländer verpflichtend ist.

Einige Schüler beginnen gleich in der ersten Klasse schon mit der ersten Fremdsprache, meist Englisch. Andere beginnen erst in der 3. Klasse der Grundschule mit ihrer ersten Fremdsprache. So hat jeder Grundschüler zwei bis drei Stunden Fremdsprachenunterricht pro Woche. Ganz gleich, um welche Fremdsprache es sich handelt, es wird gespielt und gesungen mit dem Ziel eine Fremdsprache zu lernen. Die Idee ist sehr gut, Kinder lernen spielend leicht, und spielerisch sollen sie in die ihnen fremde Sprache hineinwachsen und sogar ganz Mühelos. Das ist eine sehr schöne Idee.

Doch leider sind einige Probleme deutlich geworden. Kritik kommt besonders von den weiterführenden Schulen, die beklagen, dass auch wenn die Schüler meinen schon Kenntnisse in der jeweiligen Fremdsprache zu haben, die Lehrer müssen dennoch von vorne anfangen und auf den erworbenen Kenntnissen könne nicht aufgebaut werden. Der Unterricht an Grundschulen unterfordere und demotiviere die Schüler. Die Lehrer seien oft unzureichend ausgebildet und Studiengänge werden erst eingerichtet bzw. die neuen Lehrer noch nicht in den Schulen. Dabei ist die Idee gut, nur an der Umsetzung hapert es noch. Viele Eltern sind dadurch verunsichert und manche Lehrer wissen noch nicht mal, welche Lehrmaterialien ihnen zur Verfügung stehen. Probleme haben auch viele Einwandererkinder, welche Deutsch noch nicht ohne Probleme und Anstrengungen sprechen. Für sie ist eine weitere Fremdsprache bei Schuleintritt extrem schwer zu bewältigen. Dazu kommen Streitigkeiten wie viele Stunden Unterricht Kinder in Mathe, Deutsch und den anderen Fächern haben sollen.

Die Diskutierenden vergessen, dass es durchaus richtig ist, dass Kinder leichter lernen, aber diese frühkindliche Phase endet mit etwa 8 Jahren wieder, danach sind alle gleich. Und ganz gleich welches Alter eine Person hat, es ist immer möglich mit genauso großem Erfolg etwas zu lernen. Es ist sicher nicht leicht eine Lösung für alle zu finden, aber es gibt Hilfsmittel und sehr gutes Lern- wie auch Lehrmaterial. Es gibt beim Friedrich-Maerker-Verlag, zum Beispiel, einfache zweisprachige Lektüren und zusätzlich Arbeitsblätter. Bei einem anderen Verlag gibt es zu den gleichen Büchern eine Bearbeitung nach der Birkenbihl-Methode. Es ist möglich Fremdsprachen im Grundschulalter zu erlernen, aber es ist kein Muss. Entscheiden Sie selbst.

Wochenende ist Lesezeit

Hallo Ihr Lieben, es ist wieder Wochenende, juhu! Ja, darauf freuen sich immer alle. Das heißt, jetzt ist wieder Zeit, um das zu machen, wozu man in der Woche oft nicht ganz so viel Zeit hat.

Klar, oft müsst Ihr Hausaufgaben machen und könnt dann eben nicht mit den Freunden raus gehen zum Spielen oder einfach in Euren Zimmern mit Freunden etwas machen. Da ist es schön zu wissen, dass Samstag und Sonntag keine Schule ist. Leider spielt das Wetter nicht immer genauso zuverlässig mit, wie Ihr es Euch wünscht. Aber eigentlich ist das Wetter nur eine Kleinigkeit, es gibt viele tolle Sachen, die Ihr bei jedem Wetter machen könnt. 

Wichtig ist, dass Spaß habt und genießt, was Ihr macht. Wenn es draußen regnet, wie heute in Hamburg, oder es sonst nicht schön ist, dann kann man drin ja auch ganz viel machen. Euer Buchstabenspiel bleibt bei dem Wind heute drin. Das Ziel ist es alle Bücher anzugucken und schön zu sortieren, damit Euch Euer Buchstabenspiel nächste Woche ein paar neue Bücher vorstellen kann. Ja, Euer Buchstabenspiel hat viele schöne Bücher, die es zu lesen lohnt. Deshalb sollen hier demnächst einige Buchvorstellungen präsentiert werden. 

Mit Sicherheit werdet Ihr die Bücher mögen. Wenn Ihr selbst Bücher vorstellen möchtet schreibt Eurem Buchstabenspiel, dann können Eure Freunde Eure Buchvorschläge hier lesen. Also, Euer Buchstabenspiel wünscht Euch allen ein schönes Wochenende!

Regionalgeschichte und Zweisprachigkeit

Viele Bücher wollen Zweisprachigkeit mit pädagogischen Zielen, wie zum Beispiel Landeskunde oder Regionalgeschichte, verbinden. Doch nur wenigen gelingt dies so überzeugend, wie dem Autor D. S. Felix. David, der kleine Ritter aus Hassmersheim, von D. S. Felix, ist das erste Buch aus der gleichnamigen Reihe, das beim Friedrich Maerker Verlag 2008 zum ersten Mal erschienen ist.

Im ersten Buch, David, der kleine Ritter aus Hassmersheim, wird der Protagonist David, seine Familie sowie dessen Vorliebe für das Mittelalter und den Ritter Götz von Berlichingen vorgestellt. Im zweiten Buch, David – Der Ausflug auf die Burg Hornberg, unternimmt der Protagonist David mit seiner Klasse einen Ausflug auf die nahe gelegene Burg Hornberg. Sie ist eine Burg des Götz von Berlichingen. Hier werden geschichtliche und geografische Besonderheiten der Neckarregion benutzt, um einen Rahmen für die Geschichte zu bilden. Im dritten Buch, David und das Leben auf der Burg Guttenberg, wird eine weitere Burg der Region aus der Sicht eines französischen Schülers vorgestellt. Der Blick von Außen zeigt nicht nur David, sondern auch dem Leser, dass das Besondere oft viel näher liegt als vermutet. Das genaue Hinsehen lohnt sich, es gibt viel zu entdecken und Davids Neugier auf mehr wird geweckt.

Es handelt sich bei den Büchern dieser Reihe um zweisprachige Kinderbücher, die erfolgreich drei Ziele verfolgen. Erstens sollen die Sprachen Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch und Türkisch vermittelt bzw. eine Auseinandersetzung mit Sprache erzielt werden. Die Sprachen werden anhand von deutscher Regionalgeschichte vermittelt. Zweitens dient der geschichtliche Rahmen dazu der fiktionalen Geschichte einen realen Bezug zu geben. Die Geschichte spiegelt einen Aspekt des kulturellen Hintergrundes nicht nur der Sprache, sondern auch der Leser wieder. Damit soll als drittes großes Ziel, das Interesse am Lesen und Lernen, gefördert werden. Zudem sind die Geschichten alle kurz gehalten. Das hat den Vorteil, dass noch ungeübte Leser und Anfänger in der Fremdsprache schnelle Erfolge sehen kann, die Spannung und der Spaß an der Lektüre bleiben somit erhalten. Obwohl es sich um fiktionale Geschichten handelt, ist das Vokabular einfach, greift Redewendungen aus dem Alltag sowie des Anfangs des Sprachlernprozesses auf ohne dabei stumpf zu wiederholen. Dadurch wird dem Leser gezeigt, was er im Unterricht schon gelernt hat. Diesen Effekt unterstützen die zweisprachigen Ausgaben, erstens dadurch, dass Zwischenfragen gestellt werden und zweitens auch dadurch, dass einige Vokabeln angegeben werden. Und falls die Leser oder die helfenden Eltern an eine Grenze stoßen, weil die Fremdsprache noch nicht im erforderten beherrscht wird oder einfach nur zu Kontrolle, kann die deutschsprachige Fassung zu Rate gezogen werden. Die Bücher der Reihe David, der kleine Ritter aus Hassmersheim sind alle zweisprachig und in den Fassungen, Deutsch und Englisch, Deutsch und Spanisch, Deutsch und Französisch oder Deutsch und Türkisch, erhältlich.

Die Kombination zweisprachiges Kinderbuch mit Regionalgeschichte, Vokabelangaben und Zwischenfragen ist eine schöne und sinnvolle Ergänzung zum Fremdsprachenunterricht. Sei es um den Unterricht selbst aufzulockern oder um im Selbststudium das Gelernte zu vertiefen und zu üben, David, der kleine Ritter aus Hassmersheim macht Spaß.