Bücher, Buchmesse und Pandemie

Die Buchmesse in Leipzig wurde genauso abgesagt, wie viele andere Messen auch. Zunächst einmal ist das einfach traurig. Dann ist es aber auch verständlich, dass zum Schutz Maßnahmen getroffen werden müssen. 

Die Buchbranche ist als Teil der Kulturbranche von der Corona-Pandemie stark betroffen. Für viele Aussteller ist die Absage der Messe sehr schwierig. Jetzt hat das öffentlich rechtliche Fernsehen angekündigt, verstärkt Literaturformate in ARD und MDR zu bringen. Hätte die Messe stattgefunden, wäre es sicher auch wieder ein beliebter Programmpunkt geworden über die Leipziger Buchmesse zu berichten. 

Natürlich kann das Fernseh-Ersatzprogramm eine Messe sicher nicht ersetzen, aber es zeigt sich, dass das Interesse an Büchern und Geschichten ungebrochen ist. Buchmarkt, Verlage, Autoren und natürlich auch die Leser haben im vergangen Jahr auf die Absage mit einer starken Beteiligung an online und im Fernsehen stattfindenden Programmen reagiert. Nichts desto trotz ist die Enttäuschung groß, wieder auf die Buchmesse verzichten zu müssen. 

Bei den Fernsehprogrammen und auch online werden viele kleine Verlage mit Ihren Büchern erneut nicht präsent sein. Der Friedrich-Maerker-Verlag setzt deshalb auf eine eigene online Präsenz. Die Verlagshomepage verwandelt sich kontinuierlich, es gibt jetzt einen Shop und im Katalog finden sich Leseproben zu allen Büchern. Der Blog bietet regelmäßig aktuelle Informationen, genauso wie unter der Rubrik Rein-ge-fuchs-t eine Wortsammlung entsteht, in der Bergriffe aus den nacherzählten Klassikern genauso wie solche, die in aktuellen öffentlichen Diskursen eine Rolle spielen erklärt. Das Hauptaugenmerk vom Friedrich-Maerker-Verlag liegt aber nach wie vor auf Büchern für Kinder und Jugendliche mit dem Fokus auf Sprachen und Fremdsprachen. Klassiker und Märchen werden in einfacher Sprache und aufgearbeitet angeboten. 

Für’s Leben lernen wir…

Seit nun über einem Jahr befinden wir uns in einer Art Ausnahmezustand, der so genannten Corona-Pandemie. Anfangs war nicht wirklich klar, was da auf uns zukam, aber es kam und kommt nach wie vor, denn bisher ist kein Ende in Sicht. 

Gerade in Schulen und Bildungseinrichtungen ist nun ein gutes Konzept nötig. Es wird viel versucht und es gibt reichlich Ideen, aber keinen Plan und keine Struktur, auf die Schulen und Lehrer vertrauen können. Klar ist, die Digitalisierung hat an den Schulen nicht stattgefunden. Es gibt natürlich bessere und schlechtere Beispiele und der schwarze Peter soll niemandem zugeschoben werden, aber nach über einem Jahr muss etwas passieren. Gerade jetzt sollte Bildung im Vordergrund stehen. 

Schade ist natürlich, dass wir alle recht unvorbereitet waren und nach wie vor kein wirkliches Konzept zum Umgang mit der Pandemie haben. Das trifft auf Bildungseinrichtungen genauso zu, wie auf viele andere Bereiche des täglichen Lebens. Monatelang fand und findet kein Unterricht statt, der Schulbesuch wird immer wieder unterbrochen und nichts passiert? Nun, vieles wird gemacht und überdacht, es gibt durchaus Richtlinien für Lehrer, es gibt die digitale Kompetenz Lehrender. Das ist ein europäischer Referenzrahmen, der leider noch nicht durchgehend realisiert ist. Außerdem fehlt es über ein klares Konzeptfür die Umsetzung in den jeweiligen Bildungseinrichtungen, also beispielsweise an den Schulen. Dabei gibt es Lernplattformen, Webseiten und vielfältige Inhalte, die genutzt werden können. Die Stiftung Lesen hat ein vielfältiges Angebot, von dem Eltern, Erzieher, Lehrer und Kinder profitieren können. Es gibt ein Deutsches Schulportal, das sich besonders an Lehrer richtet, der Deutschlandfunk hat ein extra Programm für Wissen, wie auch viele weitere Anbieter sich engagieren. 

Der Anfang ist gemacht. Jetzt geht es darum ein Konzept zu entwickeln, in dem nicht einseitig, sondern übergreifend und ganzheitlich gedacht wird. Aus der Vielfalt der Möglichkeiten, die uns online und analog zur Verfügung stehen, sollten wir eine bunte Mischung wählen. So kann das Lernen neu gelernt werden und in jeder Situation funktionieren.

Denn klar, Lernen ist nicht nur das Lernen, sondern vor allem auch eine Einstellung. Wir hören hoffentlich nie auf zu lernen. 

Homeschooling und digitaler Unterricht

Homeschooling und digitaler Unterricht scheinen eine natürliche Lösung für ein drängendes Problem, zu Beginn der Corona-Pandemie wurden viele Lösungen schnell gefunden und verwirklicht, doch jetzt werden Stimmen laut, die eine klare und rechtlich sichere Lösung fordern. Das heißt, es müssen Standards gefunden und Regeln eingehalten werden. Es müssen Lizenzen gekauft und Datenschutz eingehalten werden, daneben muss das System sicher, stabil und für alle Schüler funktionieren. 

Homeschooling hört sich nach einer guten Möglichkeit an, um den Präsenzunterricht in Zeiten der Corona-Pandemie abzulösen, doch es gibt auch Schwierigkeiten. Ein großes Problem sind der Zugang und die technischen Voraussetzungen für die Schüler und Lehrer, aber natürlich müssen Programme und Apps eingesetzt werden, für die die Schulen Lizenzen kaufen müssen. 

Digitaler Unterricht ist für viele Schüler, ihre Eltern, aber auch Lehrer eine große Herausforderung. Die meisten Menschen sind nicht ganz so flexibel und technisch versiert, wie sie es meinen und wir es alle gerne wären. Hier ist individuelle und professionelle Hilfe nötig. Programme und Apps, die Schüler, Eltern und Lehrer kennen und nutzen können sind dazu genauso wichtig, wie die Sicherheit, dass diese Programme und Apps auch in Zukunft noch funktionieren und benutzt werden können. 

Aber, nachdem viele Schulen zunächst nur zeitlich beschränkt gültige Lizenzen erworben haben, muss nun neu verhandelt. Es werden datenschutzkonforme Lösungen für Schulen, Lehrer und Schüler benötigt und das zu einem erschwinglichen Preis. Das ist nicht leicht. Denn auch viele der Anbieter dieser Software haben wegen der plötzlichen Krise Sonderkonditionen gewährt, doch nun möchten sie natürlich entsprechend entlohnt werden. Die Bildungsinstitutionen unterstehen den Bundesländern, die müssen nun handeln, bevor es zu einer Situation kommt, in der der Schulunterricht nicht mehr sichergestellt werden kann. Es ist eine große Verantwortung, denn an der Bildung hängt unsere persönliche Zukunft genauso wie die der Gemeinschaft, also des Landes, der Europäischen Union und der westlichen Zivilisation. 

Doch zurück zum Problem mit dem Datenschutz, Fakt ist, dass der Europäische Gerichtshof im Juli das Datenschutzschild zwischen der EU und den USA für ungültig erklärt und angeordnet hat, zu überprüfen, ob Microsoft mit seinen Standardvertragsklauseln einen Datenschutz auf EU-Niveau bieten kann. Es gibt in dieser Frage noch keine Lösung. Wir sind von den IT-Lösungen aus den USA abhängig, haben keine eigenen Systeme und damit sind wir die Bittsteller, und unsere Daten sind das Zahlungsmittel, das widerspricht dem europäischen Datenschutz. Ein Nutzungsverbot wäre sehr schwierig, denn neben den Programmen und Apps fiele auch die Nutzung von YouTube, Office und vielen weiteren Diensten weg, die in der Arbeitswelt und im Alltag viel Raum haben. Es ist eine sehr komplizierte Situation. Beispielsweise in Bayern wird versucht Schullösungen zu finden, die datenschutzkonform werden. Aber das dauert alles. home

Corona-Pandemie und Schulen

Hoffen ist keine Lösung. Vorsorge kann helfen. Handeln ist immer gefragt.

Wie kann geregelter Schulunterricht stattfinden? Nachdem das letzte Schuljahr chaotisch verlaufen ist und viel Unterricht ausgefallen ist, scheint das neue Schuljahr nicht viel besser zu werden. Es gibt nach wie vor keine einheitlichen Regelungen und auch keine Vision für die Zukunft eines Regelunterrichtes durch die Schulen. Alle hoffen nach wie vor, dass die Corona-Pandemie ein böser Traum ist, aus dem wir bestimmt gleich aufwachen. So ist nun fast ein ganzes Schuljahr verloren. 

Es scheint, dass keines der Bundesländer einen wirklichen Plan hat, wie mit der neuen Situation umgegangen werden kann. Warum wurde in den Sommerferien nur halbherzig hier und da eine kleine Veränderung oder Modifikation vorgenommen statt ein Konzept zu erarbeiten, das Bildung und Erziehung trotz Corona-Pandemie ermöglicht? Diese Frage müssen sich Schulen, Lehrer, genauso wie Bundesländer und auch das Ministerium in Berlin gefallen lassen. Natürlich wäre es besser, wenn es Antworten und Taten gäbe. Aber auch die Eltern müssen sich an die Nase greifen, sie hätten mehr fordern müssen. 

Jetzt hat das Schuljahr schon längst wieder begonnen, die Herbstferien enden hier und beginnen dort, Angst und Unsicherheit steigen, während Lösungen weiter fehlen. Einige besorgte Eltern schicken Ihre Kinder vorsorglich nicht in die Schule, andere sehen kein Gesundheitsrisiko. Die Gefahr aber ist, dass die schulische Ausbildung die Zukunft nachhaltig beeinträchtigt und schädigt. Es geht um die Zukunft. Bildung ist entscheidend für Erfolg, Glück und ein selbstbestimmtes Leben des Individuums in einer freien Gesellschaft, aber es ist auch wichtig für die Gemeinschaft, auch sie ist abhängig vom Einzelnen. 

Bildung ist Aufgabe des Bundeslandes, der Bund hilft und unterstützt, derzeit scheint es aber so, als ob versucht würde die neue Situation zu ignorieren. Nötig sind Visionen, ein klares Konzept, dass es jedem Schüler ermöglicht all die Dinge zu lernen, zu erfahren und auch zu erleben, die die Person und Persönlichkeit fördert und zu einem selbstständigen Individuum macht. Ein Individuum, dem alle Möglichkeiten an die Hand gegeben werden, um die Zukunft für sich und die Gesellschaft allein und in der Gemeinschaft zu gestalten. Diesen Auftrag muss die Schule als Institution ernst nehmen und die Schulen und Lehrer müssen all das wieder umsetzen. 

Wie das trotz und während der Corona-Pandemie realisiert werden kann, daran müssen alle mitarbeiten. Es ist sicher richtig und wichtig Präsenzunterricht anzubieten, aber auch online können viele Inhalte und Lektionen erteil werden. Es ist sicher auch die Möglichkeiten des Selbststudiums zu nutzen, Gruppenarbeit über die unterschiedlichen Medien zu fördern. Die Mittel haben wir, wir müssen sie nur zu nutzen wissen und dieses Wissen teilen. Am Ende ist es die richtige Mischung, die über den Erfolg entscheidet. 

Die Verantwortung liegt bei den Schulen und Lehrern gemeinsam mit den Institutionen allen Schülern Bildung anzubieten. Wenn sie diese Verantwortung nicht übernehmen, werden viele Menschen abgehängt, es kommt zu Fehlinformationen, außerdem werden Tür und Tor für Demagogen geöffnet. Das hätte weit größere Probleme zur Folge. 

Statt zu hoffen, muss entschieden gehandelt werden.  

Buchmesse ohne Besucher

Frankfurter 2020 online

Nachdem die Frankfurter Buchmesse 2020 online stattgefunden hat, kann nun darüber nachgedacht werden, was diese Veränderung mit uns und dem Buch macht. 

Klar ist, dass dieses Jahr Autoren und Bücher großer Verlage verstärkt Aufmerksamkeit erhalten haben. Das überrascht nicht, Werbung und Aufmerksamkeit, wie auch ein Netzwerk an Möglichkeiten Aufmerksamkeit zu erzeugen, stehen für Erfolg. Das heißt nicht, dass die anderen Bücher, Autoren, Illustrationen, Übersetzer und Verlage schlechter oder uninteressanter sind, ihnen fehlt die Aufmerksamkeit. Aber auch das ist in Bezug auf die Frankfurter Buchmesse weder neu noch überraschend. Die Messe ist groß und für die Großen. 

Nischen-Verlage oder kleine Verlage im Aufbau hatten es dort immer schwer und viele waren nie oder nur in einem Gruppenauftritt vertreten. 

Das Event als solches hat dieses Jahr nun also nicht stattgefunden, das Geschäft hat sich aber nicht groß verändert. Die Verlagerung ins Internet hat allerdings die Aufmerksamkeit in den herkömmlichen Medien geschmälert. Das ist für den Kunden schwierig, denn der Kontakt zum Buch und der Buchbranche ist für viele Leser und auch Nichtleser wichtig. Die Besuchertage, an denen Schüler und Gruppen durch die Hallen strömen, haben einen indirekten Einfluß auf das Leseverhalten zahlreicher Menschen. 

Messe ohne Besucher

Eine Messe ohne Besucher, das geht doch nicht! Oder doch? Nun, die Antwort fällt sicher nicht leicht. 

Die Diskussion um Bücher, Inhalte und Autoren, die sich auf Debatten und die aktuelle Lage der Menschen ganz allgemein bezieht, kann in eingeschränkter Art und Weise stattfinden. Allerdings kann hier eine Chance geöffnet werden, die die Beteiligung von anderen bisher schweigsamen Personen ermöglicht. Die Verlagerung ins Internet bietet Chancen und Möglichkeiten, aber es birgt auch die Gefahr einer weiteren Trennung. Eine Lösung wird erst die Zeit bringen, wenn sich die Neuorientierung zu einem neuen Standard etabliert hat. Derzeit können Verlierer und Gewinner, wie eine breite verunsicherte Masse gefunden werden. Es ist offen, wie es weiter geht und wohin es führt. 

Es gibt trotzdem klare Verlierer und das sind diejenigen, die eine Messe ermöglichen, Logistik, Transport, genauso wie Gastronomie und Hotellerie haben empfindliche Einbussen hinnehmen müssen. Hinter einer Messe steckt einfach ein riesiger Apparat. 

Lesen ist sicher nicht out

Jedes Jahr erscheinen seit je her unzählige Bücher, die ohne Aufmerksamkeit gefunden zu haben wieder verschwinden. Es gibt auch zahlreiche Verlage, denen es ähnlich geht. Autoren leben oft nicht vom Verkauf ihrer Bücher, sondern von den Lesungen, die sie halten, ihnen fehlt diese Messe mit Ihren Events genauso, wie all die anderen Messen und kulturellen Veranstaltungen. 

Lesen ist sicher nicht out und viele Wenig-Leser haben in Zeiten der Corona-Pandemie zurück zum Buch gefunden. Viele Verleger haben die Möglichkeit der Öffentlichkeit genutzt, um vorsichtigen Optimismus zu äußern, das ist sicher eine positive Auswirkung der Corona-Pandemie, die so niemand erwartet hatte. Dieses Jahr wurde nicht der Tod des Buches angekündigt, aber vieles ist anders und muss neu gedacht werden. 

Bitte nicht vergessen, dass das Buch ein kultureller Wert unserer Gesellschaft und als solcher schützenswert ist. Das Buch steht für Freiheit, ganz besonders Meinungsfreiheit, aber es steht auch für Wissen und die Wissensgesellschaft, das ist die Grundlage einer zukunftsorientierten Meritokratie. Bisher zeichneten diese Eigenschaften Europa und die so genannte westliche Welt und Lebensweise aus. Natürlich ist das Buch auch ein Wirtschaftsgegenstand, der dementsprechend gehandelt wird und pecuniären Eigenschaften und Richtlinien unterliegt; aber das ist eben nur ein Aspekt. 

Homeschooling – Lernen lernen

Bildung ist die beste Möglichkeit, um soziale Unterschiede auszugleichen, Selbstverwirklichung zu ermöglichen und eine persönliche Entwicklung in und mit der Gesellschaft zu verwirklichen. Der Mensch ist fähig sich anzupassen und Probleme abstrakt und kreativ zu lösen, dazu muss er vorbereitet werden. Bildung in der Schule hat daran einen entscheidenden Anteil. 

Seit geraumer Zeit gibt es Überlegungen und Diskussionen, wie das Bildungssystem und die Bildungsziele so angepasst werden können, dass die Schüler fit für die Zukunft gemacht werden. Das ist keine einfache Aufgabe. Dafür gibt es zahlreiche Gründe, einerseits muss eine Projektion in die Zukunft stattfinden, andererseits müssen Ziele formuliert werden. 

Aktuell muss ein Weg gefunden werden, digitales Lernen so zu verwirklichen, dass alle Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene sich weiterbilden können, denn klar, Bildung und Lernen beginnt nicht erst in der Schule und endet auch nicht mit ihr. Nichts desto trotz ist das Lernen in der Schule ein wesentlicher Teil der Ausbildung. 

Wenn vor der Corona-Pandemie das analoge Lernen in der Schule stattfand, so muss es heute verstärkt einen digitalen Anteil haben, weil die Gruppenarbeit in der Schulklasse nicht immer garantiert werden kann. Die technischen Voraussetzungen sind eins, aber es gibt noch weitere Hürden. Trotz Studien, Theorien, Entwicklung von besonderen Anwendungen mit Plattformen und APPs, scheint es noch kein wirklich zielführendes Konzept zu bestehen, das online Unterricht ermöglicht und das Lernen online sicherstellt. 

Dabei gibt es für die unterschiedlichen Altersgruppen und Lernprofile viele Angebote, die in Zusammenarbeit mit Neurologen, Psychologen, Pädagogen, Informatikern und diversen Spezialisten der verschiedenen Bereiche entwickelt werden oder worden sind. Es gibt aber scheinbar eine Komponente, die unbekannt ist und den Erfolg all der kleveren Lösungen minimiert und das klassische Schul-Lern-System unerlässlich macht. Anders ausgedrückt, das Lernen kann durch digitale Anwendungen unterstützt werden, aber es kann es noch nicht von den analogen Vorgehensweisen ändern. 

Eine der entscheidenden Techniken, die jeder, zum Lernen benötigt ist das Lesen, Leseförderung ist entscheidend, es gibt Fibeln, die beim Lesenlernen helfen. Daneben gibt es beispielsweise Apps und Videospiele, die Laute und Buchstaben verbinden, das kann eine Motivation zum Lernen bieten, aber die analoge Praxis nicht ersetzen. Genauso gibt es viele unterschiedlich aufgearbeiteten Informationen, die es ermöglichen alle erdenklichen Dinge zu lernen, aber das Lernen muss jeder nach wie vor analog lernen. 

Angst vor Homeschooling

In vielen Schulen war das digitale Lernen vor der Corona-Pandemie nicht sehr weit gediehen. Dieser Mangel macht sich jetzt stark bemerkbar, Schulen, Lehrer und Schüler sind nicht gut auf diese neue Situation vorbereitet. 

Probleme und Schwierigkeiten 

Oft fehlt es in den Schulen und Zuhause bei Lehrern und Schülern an der Ausrüstung und einem funktionstüchtigen Internet, aber auch Arbeitstechniken sind vielen nicht geläufig. Eine Folge ist, dass die Realität an den Schulen und in den Haushalten sehr unterschiedlich umgesetzt werden. Der großer Makel ist jedoch, dass es keine Vergleichbarkeit gibt. 

Eine weitere Folge ist, dass alle sowohl Schulen, Lehrer, Schüler, aber auch Eltern auf die Erfahrungen der Präsenz-Schule vertrauen. Es wird deshalb nach wie vor mehr Wert auf die Schule gelegt und Homeschooling wird als Notbehelf betrachtet, der zudem nicht für voll genommen wird. 

Aber auch der Unterricht in den Schulen ist aktuell nicht wie früher und weist große Mängel auf. Auf der einen Seite freuen sich alle wieder in die Schule gehen zu können, aber auf der anderen Seite ist die Schule nicht voll einsatzfähig. Es muss Abstand gehalten werden und sowohl Lehrer als auch Schüler müssen Masken tragen, welche die Kommunikation einschränken. 

Statt Lösungen anzubieten, scheint es nach den Sommerferien mit größerer Verwirrung und noch mehr Chaos weiterzugehen. Das ist bedauerlich, denn es scheint klar, dass es keinen schnellen Weg aus der Corona-Pandemie gibt. Die Schulen müssen einen Unterricht anbieten, der das Lernen Schülern aller Altersgruppen und ungeachtet der Herkunft uneingeschränkt ermöglicht. Aber es gibt auch eine Aufsichtspflicht, der Schulen nachkommen müssen. 

All das ist nicht leicht zu vereinbaren, aber es scheint, dass die Zeit seit Ausbruch der Corona-Pandemie weniger für eine konstruktive Planung genutzt wurde als für planloses Reagieren. Viele Eltern und Schüler der weiterführenden Klassen sind besorgt, dass ihr Recht auf eine gute Schulbildung nicht realisierbar ist. Dabei war eine gute schulische Bildung ein Kennzeichen deutscher Schulen, jetzt zeigen sich die Mängel. 

Eigeninitiative ergreifen 

Da hilft in vielen Fällen die Eigeninitiative von Schülern und Eltern aber auch Lehrern. Es gibt zahlreiche Bildungsangebote im Internet. Das sind Plattformen, Blogs, APPs und unzählige Inhalte, die auf bestehenden Plattformen angeboten werden. Es ist erfreulich, wenn Schüler und Eltern selbstständig aktiv werden und sich informieren und weiterbilden. Das ist schön und gut, erschwert aber die Vergleichbarkeit. Natürlich sind diese Kenntnisse nicht zwangsläufig relevant für die schulische Bildung und den schulischen Erfolg. Aber es gibt trotzdem gute Möglichkeiten und wer eine breite Allgemeinbildung hat ist immer im Vorteil. 

Der Friedrich-Maerker-Verlag bietet zweisprachige Bücher für junge Leser und hilft so beim Spracherwerb. Außerdem gibt es verschiedene weitere Bücher wie Nacherzählungen von deutschen Klassikern mit Zusatzinformationen Fragen und  Anregungen. Als Verlag für Kinderbücher und Jugendbücher bietet der Friedrich-Maerker-Verlag viele Bücher zur Sprachförderung und Leseförderung, die auch zum Selbststudium herangezogen werden können. 

Aber die Bücher des Verlags können auch als Schullektüre gelesen und zum Lernen in Zeiten von Homeschooling während der Corona-Pandemie herangezogen werden oder natürlich im regulären Schulunterricht gelesen werden. 

Feedback-Kultur, Homeschooling und Kommunikation

Ganz gleich was Sie tun, die Kommunikation ist ein wichtiger Aspekt auch im Homeschooling, der über das Gelingen und Misslingen entscheidet. Die Kommunikation sollte im Falle von Homeschooling von der Schule und den Lehrern ausgehen. Den Lehrern kommt hierbei eine besondere Rolle zu. Doch auch Schüler und Eltern benötigen immer einen Ansprechpartner, wenn es Probleme oder Fragen gibt. 

Die Aufgabe und Funktion von Kommunikation ist vielfältig, entscheidend ist, dass die Kommunikation immer im Fluss bleibt, Stille und Ungesagtes verursachen Probleme. Oft sind es Kleinigkeiten und Missverständnisse, die durch eine einfache und regelmäßige Kommunikation verhindert werden können. Das ist ganz besonders dann der Fall, wenn man sich in einer neuen und ungewohnten Situation, wie dem Homescholling in der Corona-Pandemie, befindet. 

Lehrer müssen den Schülern im Homeschooling klar sagen, was die Aufgaben, Anforderungen und Bedingungen sind. Es geht hierbei um mehr als Arbeitsanweisungen, Motivation, Sinnstiftung und Einordnung in die Zielsetzung. Es ist ganz allgemein immer eine gute Idee auch Schülern zu verdeutlichen, welche Absichten und Ziele hinter dem Lernstoff stehen. Es sollte für Schüler und Lehrer normal sein miteinander über schulische und außerschulische Angelegenheiten zu sprechen. 

Bei Aufgaben und Arbeiten der Schüler ist es wichtig, dass sowohl die Schüler als auch die Eltern ein Feedback von den Lehrern erhalten. Es muss eine Feedback-Kultur etabliert werden, die in beide Richtungen geht, das heißt, dass sowohl Eltern, Schüler und Lehrer sich gegenseitig ein Feedback geben, um immer wieder sicher zu gehen, dass das Ziel erreicht wird. Feedback ist weit mehr als einfach nur Kritik, was viele Schüler und Lehrer zu denken scheinen. Statt Kritik ist die kritische und konstruktive Auseinandersetzung mit dem Gegenüber das Ziel. 

Zu dieser Kommunikation gehört es aber auch, dass die Lehrer einen Austausch zwischen den Schülern etablieren und fördern, dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten. Es sollte zudem versucht werden, Unterricht so oft wie möglich online stattfinden zu lassen, es gibt dazu Video-Chat Plattformen und APPs, die direkt für Schulen oder größere Gruppen gedacht sind. Da sind Schulen und Lehrer gefragt, die entsprechenden Möglichkeiten zu schaffen. 

Im Vordergrund des Homeschooling während der Corona-Pandemie muss es stehen, dass die Schulen mit den Lehrern zusammen darauf Wert legen, zwischen allen Schulgängern, Lehrern, wie Schülern eine Kommunikation aufzubauen, die sowohl analog als auch digital funktioniert. Die Feedback-Kultur sollte so gestaltet werden, dass immer positive als auch negative Punkte zum Ausdruck gebracht werden können, um am Ende ein bestmögliches Ergebnis zu erhalten. 

Homeschooling, Rahmenbedingungen organisieren

Der Begriff des Homeschooling hat sich seit Ausbruch der Corona-Pandemie verändert. Wenn früher mit Homeschooling die schulische Erziehung und Bildung der eigenen Kinder bezeichnet wurde, so bezeichnet der Begriff heute all die Schüler, die wegen einer Ausgangssperre oder dem Lockdown nicht zur Schule gehen können und dementsprechend Zuhause unterrichtet werden. 

Die Idee ist, dass die Schulen diesen Unterricht gestalten und übernehmen. Allerdings sieht die Realität anders aus, oft ist das Eingreifen und die kompetente Hilfe der Eltern nötig. Was die Eltern dabei leisten können und müssen, unterscheidet sich individuell stark. 

Es gibt viele Dinge, die die nötigen Rahmenbedingungen schaffen können, damit das Homeschooling gelingen kann. Die Lernumgebung sollte klar abgesteckt sein, ein entsprechend großer Schreibtisch mit passendem Stuhl sollte vorhanden sein. Der Ort muss ruhig sein und das Arbeiten und Lernen ermöglichen. 

Dazu benötigen die Schüler natürlich Arbeitsmaterialien, beim Homeschooling wird ein Computer mit einer starken Internetverbindung benötigt. Der Computer muss zudem mit den entsprechenden Programmen und APPs bestückt sein. Hierbei ist es wichtig, dass die Schüler auch Hilfe beim Umgang mit dem Computer, den verschiedenen Programmen, Plattformen und APPs erhalten, also ein Support, der nicht über den Computer läuft. 

Daneben muss Zugang zu Schreibutensilien, also Papier und Stiften, Büchern und weiteren Informationsquellen bestehen. Je nach Unterrichtsfach können auch noch weitere Dinge benötigt werden, das müssen die Lehrer mitteilen. Je jünger Schüler sind, desto mehr persönliche Ansprache und direkte Hilfe benötigen die Schüler von Lehrern und Eltern. 

Ganz wichtig bei der Organisation von Homeschooling ist es aber auch, dass es einen Stundenplan und eine Lern-Routine gibt. In jeder Schule gibt es einen Stundenplan mit Unterricht, wie auch Pausen und den gilt es im Homeschooling zu simulieren. Das ist nicht ganz einfach und erfordert von allen Beteiligten, Lehrern, Schülern, vor allem aber auch Eltern großes Engagement. 

Anfangs sah es so aus, als ob das Homeschooling eine vorübergehende Sache ist, viele Schulen haben große Rücksicht und laissez-faire walten lassen. Die Absichten und Gründe sind gut gemeint, aber wenig zielführend, denn Schulen haben eine Verantwortung gegenüber allen Schülern. Aber Homeschooling kann nur gelingen, wenn alle zusammenarbeiten. Und dazu muss man ehrlich sagen, dass Homeschooling ein fester Bestandteil von Schule und Bildung werden wird. Im folgenden Artikel wird die Kommunikation beim Homeschooling thematisiert. 

Ansichtskarten by D.S. Felix

Ansichtskarten oder auch Postkarten waren früher eine Möglichkeit Kurznachrichten in Verbindung mit einem Bild zu verschicken. Nun gut, heute gibt es viel schnellere Varianten, wie zum Beispiel SMS oder auch WhatsApp. Brief und eMail werden ehr für längere Nachrichten herangezogen. Die meisten Ansichtskarten oder WhatsApp werden zur Freundschaftskommunikation benutzt. Der zentrale Aspekt ist die Verknüpfung von Bild und Text, die eine Ansicht abbilden. 

Die Kurznachrichten erfordern eine Worteffizienz, deshalb werden gewisse Formeln herangezogen, die dem Empfänger und somit Leser der Nachricht eine Nachricht mit Weltbezug aus dem Ferien- und Urlaubsort des Absenders mit einem Bild verschönert, verdeutlichen. So werden das Wetter, die Unterkunft und Aktivitäten mit Klischees und Stereotypen so zusammengefasst, dass sie für jeden lesbar werden, aber immer nur für den Empfänger das Besondere herausstellen. Aber ganz wichtig ist hierbei, in der Kürze liegt die Würze. 

Viele Motive folgen massentauglichen Fotografien, die natürlich idealisiert sind. Zudem werden Ansichtskarten eigentlich nur aus dem Urlaub geschrieben und haben im Alltag der meisten Menschen keinen Platz, trotzdem erreichen sie den Empfänger Zuhause und im Alltag. Außerdem sind sie eine kleine Aufmerksamkeit, die dem Empfänger eine herausgestellte Position gibt, diese Karten sagen, ich denke an dich. 

Ansichtskarten machen eine Reise vom Absender zum Empfänger. Darin liegt der Hauptunterschied zwischen analoger Ansichtskarte und digitaler WhatsApp. Eine WhatsApp ist direkter und unvermittelt, das lässt die Distanz scheinbar verschwinden. Früher waren Ansichtskarten eine der schnellsten Möglichkeiten miteinander zu kommunizieren, wobei hier angemerkt werden muss, dass die Post damals zügiger funktionierte. 

Klar ist, dass die Ansichtskarte trotz alle technischen Veränderungen sich nach wie vor großer Beliebtheit erfreut. Aus diesem Grund soll bei Buchstabenspiel eine Sammlung von Postkarten gepostet werden, die einen fiktiven Dialog zwischen Protagonisten der verschiedenen Bücher und Geschichten von D.S. Felix und deren Freunden und Familie führen. 

Das Postgeheimnis wurde aufgehoben, viel Spaß beim Lesen.