Kontextualisierendes Lesen

In den letzten Tagen wurde vermehrt das Thema Lesen in den Medien thematisiert. Klar, die Verlage haben Bilanz gezogen, wie das letzte Jahr gelaufen ist, was und wie viel verkauft wurde und natürlich auch an wen. Die Stimmung ist wie so oft wenig optimistisch, weil die Zahl der verkauften Bücher sinkt. Aber eigentlich geht es ums Lesen und die Zahl der Leser sinkt auch. Laut Umfragen lesen weniger Menschen und die die Lesen, lesen weniger.

Die Gründe für den Rückgang an Lesern sind vielfältig und sicher nicht leicht zu fassen. Gezielte Leseförderung versucht daran anzusetzen. Natürlich sind die Medienangebote reichhaltig und vielseitig, da entscheiden sich viele Nichtleser wieder für einen Film, ein Videospiel oder eine andere Art der Rezeption. Denn es muss auch klar gesagt werden, dass viele Themen sich in den unterschiedlichen Formen wiederholen. Das beweist zum Beispiel eine Ausstellung, die gerade in Sevilla zu bestaunen ist, der Titel ist: Disney – Die Kunst des Geschichtenerzählens. Die Ausstellung gefällt mir persönlich sehr gut. Es wird gezeigt, wie alte Themen wieder aufgegriffen und in abgewandelter Form immer wieder neu erzählt werden. Aber es bleibt nicht nur bei einer Erzählung, es werden auch Bilder gemalt und Filme gedreht, die die Fantasie der Rezipienten, also Kinder und Erwachsenen prägend beeinflussen. Denn bei Nacherzählungen oder den neuen Fassungen gibt es immer wieder kleinere und auch größere Veränderungen, die den Geschmack der Zeit wiederspiegeln und vielleicht auch mit einer Absicht des Autoren einhergehen kann. Derzeit ist die Geschichte Frozen bei vielen Kindern sehr beliebt, sie geht auf ein Märchen von Hans Christian Andersen zurück, derartige Beispiele gibt es viele.

Verdenken kann man es niemandem, denn es wird die ganze Zeit vom Input geredet, Entspannung und Erholung werden oft wenig berücksichtigt. Ein Film dient der Unterhaltung und Lesen wird mit Wissenserwerb verbunden, besonders bei Kindern und Jugendlichen. Dabei kann Lesen auch zum Entspannen beitragen. Das Lesen von Büchern ist weit mehr als Input, Reflektieren und Lernen, daneben kann Lesen auch entspannend, erholend und regenerierend wirken. Da stellt sich natürlich die Frage, wie man Kindern und Jugendlichen Spaß beim lesend Erholen vermittelt.

Klar ist, dass nur Fähigkeiten, die man gut beherrscht und ohne Druck ausübt die Möglichkeit bieten sich dabei zu entspannen. Wichtig ist in meinen Augen immer Lesen als eine aktive Auseinandersetzung zu sehen. Dabei kann es helfen, dass gemeinsam gelesen wird, hier ein Beispiel, um das zu verdeutlichen: Ein Lese-Ritual in der Familie kann dazu führen, dass mehr, besser und auch freiwilliger gelesen wird. Fragen helfen noch einmal übe den Text nachzudenken. Eine weitere Idee ist, das Kontext von bestimmten Lesern gegeben wird, sei es über den Autor, die Zeit, die einzelnen Ideen von Büchern oder auch bestehende Übersetzungen. Es gibt auf diese Art und Weise viele Möglichkeiten Nichtleser an das Lesen heranzuführen. Natürlich kann es dazu auch gehören, dass ein Film gesehen wird oder ein Videospiel gespielt wird.

Nacherzählung von Die Räuber

Die Autorin D.S. Felix hat neben andern deutschen Klassikern auch Schiller’s Räuber nacherzählt. Das faszinierende an den deutschen Klassikern ist, dass sie, trotz ihres relativen Alters, nach wie vor sehr aktuell sind. Das heißt aber bei weitem nicht, dass die Themen der deutschen so allgemein gefasst wären, nein, ganz im Gegenteil, die Themen sind universell. Universell bedeutet in diesem Zusammenhang, dass das menschliche Verhalten einerseits und historische Ereignisse andererseits zusammengebracht werden. Aus diesem Grund handelt es sich bei den Klassikern als solche und das macht es auch sinnvoll, sich immer wieder mit ihnen auseinanderzusetzen.

Für die Geschichte der Räuber heißt das, dass es einerseits die Fassung von Schiller gibt, die klar für Kinder und Jugendliche schwer zugänglich ist. Aber es gibt die Nacherzählung von D.S. Felix, die ohne den Text als solchen zu verändern, eine modernisierende Nacherzählung verfasst hat. Die Autorin hat hierbei darauf Wert gelegt, dass sofern sinnvoll und möglich der Originaltext Eingang in die Nacherzählung findet. Damit soll den Lesern das Original in Erinnerung gebracht werden und gleichzeitig Neugier geweckt werden. Den Lesern von heute fehlt oft der historische Hintergrund, und klar, die Zeit des Bauernkrieges in Europa ist nach wie vor ein großes Thema, das schwer in wenige Worte gefasst und verstanden werden kann. Aber auch dafür gibt es eine Lösung, nein, eigentlich gibt es mehrere Lösungen, einerseits gibt es im Anhang der Nacherzählung wichtige Informationen und natürlich auch hier auf diesem Blog, aber andererseits kann heute jeder einfach an alle Informationen kommen, sei es über das Internet, Büchereien, Bibliotheken oder viele andere Wege. Ein aktiver Leser, wird immer fragend und nach Wissen strebend lesen. Die Nacherzählung der Räuber umfasst zudem ein Glossar mit Worterklärungen, Fragen und Anregungen zum Text, Informationen zum Autor und die Entstehungsgeschichte des Buches, sowie Illustrationen vom walisischen Künstler Nero.

Aber zurück zur Geschichte, Die Räuber handelt von einer Familie und wie diese sich, während dem Bauernkrieg, zwischen den Fronten aufreibt, am Ende gibt es einen Frieden, aber die Familie als solche hat aufgehört zu sein. Es ist aber mehr als nur die Geschichte einer Familie, die sich selbst zerstört. Gleichzeitig geht es um Liebe, Hoffnungen, Lebenseinstellungen, Visionen und die Zukunft der Gesellschaft. Bei dieser verzwickten Geschichte handelt es sich um eine Zukunftsvision für ein besseres Leben in der Gemeinschaft. Aber lest es doch einfach selbst, vermutlich findet ihr noch eine andere Lesart…

Lesen, Vorlesen und Leseförderung

Es ist eine Frage, die viele Autoren, Lehrer, Verleger und Eltern umtreibt ist, wie man es schaffen kann, dass Nichtleser zum Lesen angeregt werden. Damit setze ich mich auch immer wieder auseinander, hier ein paar Gedanken. Wie können Geschichten und Themen verpackt oder präsentiert werden, dass sie für möglichst viele Rezipienten interessant und lesenswert oder hörenswert werden?

Tolle Geschichten gibt es viele, einige gibt es in vielen Kulturen, unzählige werden und wurden immer wieder aufgegriffen und neu erzählt. Wovon ich spreche, hier ein Beispiel: Jeder kennt die Geschichte von den Zwei Königskindern, die einander liebten. Aber, es war eine verbotene Liebe, die im Tod des Einen mündet und mit dem Tod der beiden endete. Das Licht, welches ihm den Weg weisen sollte, war erloschen und er ertrank im See. Sie ließ daraufhin seinen Leichnam aus dem See fischen und vereinte sich mit ihm im Freitod.  Ein See trennt sie und ein Licht soll den Weg durch die Nacht weisen, aber durch das Eingreifen einer „Autorität“ stirbt erst der eine und das verursacht der zurückgeblieben Person solches Leiden, dass sie sich das Leben nimmt. Im Tod sind sie in ihrer Liebe auf ewig vereint.

Die Geschichte der Zwei Königskinder ist alt und ist uns aus der griechischen Mythologie als Hero und Leander bekannt. Friedrich Schiller hat sie wieder aufgegriffen und nochmals erzählt. Die Geschichte der Liebenden war also schon im alten Griechenland bekannt. Hero und Leander leben am Hellespont, Hero auf europäischer Seite in einem Turm in Sestos, während Leander aus dem asiatischen Abystos kommt, ihre Liebe ist eine verbotene, ihre Treffen sind heimlich und auch Leander stirbt, weil das Licht erlöscht ertrinkend im Meer. Hero stürzt sich vom Turm, nachdem sie seinen toten Körper am Strand findet.

Nun gut, wenn man noch ein Stück weiter Richtung Orient oder Asien guckt, dann gibt es noch eine weitere Geschichte, die als Wiederholung des Themas gelten muss, die Legende von Akh-Tamar. Diese armenische Legende spielt an am Van See in der heutigen Türkei und erzählt die Geschichte der Prinzessin Tamar, die sich in einen gemeinen Mann aus dem Volk verliebt. Natürlich ist es unmöglich ihre Liebe zu leben, so schwimmt er jede Nacht vom Festland auf die Insel zu Ihr und eine Nacht lischt ein Sturm das Licht und er ertrinkt Tamar’s Namen rufend. Es heißt, dass man ihn noch heute in stürmischen Nächten ihren Namen rufend hören kann.

Das sind drei Geschichten auf der Basis von einer, sicher haben wir davon gehört, aber wie kann man sie so präsentieren, dass Leser und aktuelle Nichtleser daran Spaß haben? Die Zwei Königskinder wurden als Volkslied wiederholt vertont und als Gedicht vorgetragen, auf YouTube kann sich jeder davon überzeugen. Doch taugen sie zur Leseförderung, unter uns gesagt, ehr weniger. Das gleiche kann man über Hero und Leander wie auch über Akh-Tamar sagen. Die Rezeptionen der Texte scheinen problematisch zu sein für die Leseförderung, doch woran liegt es?

Das Thema ist nach wie vor aktuell und es gibt zum Beispiel von Akh-Tamar eine Verfilmung, die richtig gut und aktuell ist. Doch, was heißt das für den Text, gehört Lesen der Vergangenheit an oder kann die Geschichte neu erzählt, neue Leser finden? Meiner Meinung nach können alte Themen nacherzählt und in neuem Kontext eingeordnet wieder spannend für Leser sein und vielleicht auch Nichtleser zum Lesen motivieren.

Leseförderung für Nichtleser

Lesen ist… Ja, was ist Lesen eigentlich? Eltern und Lehrer möchten, dass ihre Kinder oder Schüler viel lesen. Sie sehen es als eine entscheidende Fähigkeit, um erfolgreich am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können. Aber viele Kinder lesen nicht gerne, besonders Jungen scheinen wenig Interesse am Lesen zu haben.

Was ist an der Fähigkeit des Lesens denn so wichtig? Was können Eltern und Lehrer tun, um zum Lesen zu motivieren? Gibt es ein Geheimrezept?

Gleich vorweg, nein, es gibt keinen Trick und schon gar kein Geheimrezept, die für alle Nichtleser gleichermaßen funktionieren. Das ist schade. Aber wir sind nun einmal Individuen und oft sind es gerade die Individualisten, die entweder sehr viel oder gar nicht lesen. Als, was tun? Ganz wichtig ist es eine Vorbildfunktion einzunehmen. Wen Eltern und Lehrer lesend gesehen werden, vielleicht sogar offensichtlich ist, dass diese Tätigkeit Spaß bereitet und irgendwas mit den Lesern tut, dann wird zumindest Neugier geweckt. Dann ist Lesen klar eine Tätigkeit, die mit einem Ziel unternommen wird. Machen Sie das deutlich, zeigen Sie Erkenntnisse, zu denen Sie durch das Lesen gekommen sind.

Lesen muss aber auch trainiert werden, nur wer gut und sicher liest, wird daran Freude haben oder die gewünschten Informationen finden. Deshalb sollte Kinder immer auch Lesestrategien und Techniken gezeigt werden, das bringt Erfolge und motiviert. Eine Hilfe kann ein Lesetagebuch sein, es hilft dem Leser gezielt zu lesen. Und klar, nur gezieltes Lesen bringt Wissen, Erkenntnisse und alle Vorteile, von denen Eltern und Lehrer die ganze Zeit sprechen. Eine weitere Strategie zur Leseförderung kann gemeinsames Lesen sein. Wenn es bestimmte Zeiten gibt, zu denen die ganze Familie liest. Dazu kann auch gemeinsam ein Buch gelesen oder vorgelesen werden, das ist ein schönes Ritual, das besonders in der Vorweihnachtszeit oder im Winter funktioniert, aber auch während des ganzen Jahres ausgelebt werden kann.

Wir alle sollten uns immer wieder vor Augen führen, dass wir das Privileg haben lesen zu dürfen, und lesen zu können, was wir möchten. Das war nicht immer so, lange Zeit war Lesen ein Privileg der wenigen Mächtigen, und die haben die Macht über die Nichtleser ausgeübt. Aber dank der Tatsache, dass Wissen und damit verbunden die Fähigkeiten Lesen und Schreiben nur Würdenträgern möglich war, hat das die Kultur der Meritokratie geschaffen. Das heißt, eine Leistungsgesellschaft, die denjenigen aufsteigen lässt, der es sich erarbeitet und durch Bildung abhebt. In diesem Sinne: Lest, lest mehr, lest gezielt…

Schimmelreiter, Umwelt und Vorlesetag

Der Schimmelreiter von Theodor Storm ist ein deutscher Klassiker, der nach wie vor die Leser begeistert. Der Autor wäre diese Jahr am 14. September 200 Jahre alt geworden, das ist ganz schön alt und der Text ist dementsprechend nicht ganz leicht. Damit auch jüngere Leser und Personen, die Deutsch als Fremdsprache lernen, sich dem Werk des Autors nähern können, gibt es von Dorothea S. Felix eine Nacherzählung des Schimmelreiters, die im Friedrich-Maerker-Verlag.

Das Thema des Schimmelreiters ist absolut aktuell, es geht darum wie Naturgewalten, wie das Wetter bezwungen werden können. Hauke Haien ist der Protagonist und er baut Deiche und erfindet und entwickelt neue Bauweisen. Aber lest das Buch doch selbst, wie gesagt, es gibt das Original von Theodor Storm und auch eine Nacherzählung von Dorothea S. Felix und verschiedene weitere Fassungen.

Am 17. November diesen Jahres findet wieder der bundesweite Vorlesetag statt und in diesem Kontext wird der Schimmelreiter im Schwarzwald vorgelesen. Informationen dazu findet Ihr beim Literaturcafe.de es wir auf der Webseite auch ein Lifestream angeboten. Der Vorlesetag ist eine schöne Aktion zur Leseförderung.

 

Jungen lesen anders

Es ist eine Tatsache, die uns bewusst ist, aber mit der die meisten von uns doch nichts anfangen können: Jungen lesen anders. 

Was Geschichten für Jungen leisten müssen? Wenn man sieht wonach Jungen greifen, dann sind das spannende abenteuerliche Geschichten, vielleicht eine Geschichte, die um eine Schatzkarte konstruiert ist. Der Protagonist wird meist eine Heldenfigur sein, die dann als Vorbild gelesen werden kann. Der Held löst mit viel Geschick, Humor, aber auch Mut ein Problem. Die Probleme selbst müssen greifbar sein und anschaulich präsentiert werden, wie in einem Computerspiel. Auch technische Themen, Sport und Wettkampf interessieren Jungen stärker als Mädchen. Illustrationen helfen, sie dürfen aber nicht zu kindlich wirken, sie sollten ehr an Comics erinnern. Dann besteht die Möglichkeit, dass ein nichtlesender Junge nach einem Buch greift. 

für historisch Interessiere Leser: Daniel und der Koffer im Öttingerhaus © D.S. Felix 2015
Jugendbuch: Daniel und der Koffer im Öttingerhaus © D.S. Felix 2015

Klar, das sind hohe Anforderungen. Denen gerecht zu werden ist gar nicht so einfach, aber es geht. Mädchen sind da einfacher, viele Mädchen lesen einfach alles, was ihnen zwischen die Finger kommt, den Grund dafür kann man nicht finden. 

Die Hauptfigur für ein Buch, das Jungen anspricht, muss eine männliche Figur sein, denn wie wir wissen, interessieren Jungen sich für risikobereite, moralisch und psychisch starke Vorbilder. Wie hätte das Vorbild sich in dieser oder jenen Situation verhalten? Wie funktioniert Imponierverhalten? Wie kann man sich selbst darstellen? Wie geht man an Rangordnungskämpfe heran? Das sind Fragen und Probleme, die Jungen betreffen und mit denen sie sich auseinandersetzen. Sie suchen nach Vorbildern, an die sie sich halten können. 

Im Friedrich-Maerker-Verlag sind von der Autorin D.S. Felix mehrere Bücher erschienen, die diesen Ansprüchen nicht nur genügen, sondern Jungen zu beflissenen Lesern werden lassen. Eines dieser Bücher ist „Das Fenster zur Welt – Kyklop Lupi“, ein anders ist „Daniel und der Koffer im Öttingerhaus“. Während Lupi ein Held ist, der von der Welt abgeschnitten sich in einer futuristisch anmutenden Welt voller Probleme behaupten muss, hat Daniel ein anderes Abenteuer zu bestreiten, Daniel wird allein gelassen und muss sich in eine neue Umgebung einfinden. Beide Bücher stellen den Protagonisten vor große unüberwindlich scheinende Probleme und in beiden Fällen kann der Held sich behaupten. Angst zu versagen oder besser Ängste den sich stellenden Aufgaben nicht gewachsen zu sein, kennen beide Protagonisten, aber sie gehen diese unterschiedlich an, um sich ihnen zu stellen und sie zu überwinden. Das wichtigste dabei ist, dass sowohl Lupi als auch Daniel aus den Büchern von Dorothea S. Felix, bestehen und als Sieger aus dem Abenteuer hervorgehen. 

Wer möchte, dass sein oder ihr Junge mit dem Lesen beginnt, kann diese Bücher im Friedrich-Maerker-Verlag oder im Buchhandel bestellen. Lesen macht Spaß!

Digitales Lesen

Hallo Ihr Lieben, Euer Buchstabenspiel hat Euch schon erzählt, dass es die Geschichten von „David, der kleine Ritter aus Hassmersheim“ und „Mariechen und die Süßigkeiten“ auch als eBook gibt. Die zweisprachigen Bücher können auf einem iPad gelesen werden. 

Fragen über Fragen: Habt Ihr schon mal eBooks gelesen? Was ist Euch dabei aufgefallen? Was ist an eine eBook im Vergleich zu einem auf Papier gedrucktem Buch anders? Was erwartet Ihr von diesen eBooks? 

Euer Buchstabenspiel liest auf Papier gedruckte Bücher genauso wie eBooks. Oft macht es keinen Unterschied, ob ein Buch auf einem elektronischen Lesegerät gelesen wird oder auf Papier. Es gibt einfach unglaublich viele und faszinierende Bücher, in Geschichten und fremde Welten einzutauchen ist digital und traditionell möglich. Eigentlich geht es Euerm Buchstabenspiel hauptsächlich um die Geschichten. Bei den digitalen Büchern gibt es aber auch noch viele Möglichkeiten der Gestaltung, die ein herkömmliches Buch auf diese Art nicht hat. Bei den Geschichten von David und Marie ist es so, dass die Vokabeln im eBook nicht mehr unten auf der Seite stehen, sondern direkt im Text angezeigt werden können. Das ist schon praktisch, wenn man die Sprache noch nicht richtig gut kann. 

Wenn das Lesegerät mit dem Internet verbunden ist, dann könnt Ihr auch Fragen wie die nach dem Baum letzte Woche direkt recherchieren. Als Euer Buchstabenspiel nach dem Namen des Baumes gefragt hat, konnten viele nicht antworten. Aber die Lösung hättet Ihr im Internet finden können.  Hier könnt Ihr es gleich testen, wie heißt der Baum mit diesen Blättern?

Von welchem Baum sind die Blätter? © D.S. Felix 2014
Von welchem Baum sind die Blätter? © D.S. Felix 2014

Aber auch im Urlaub sind eBooks toll, sie wiegen nichts und über den Internet-Shop könnt Ihr immer und überall mehr nachkaufen. Wenn Ihr also in Spanien am Strand seid und die erste Geschichte von „David, der kleine Ritter aus Hassmersheim“ gelesen habt, dann könnt Ihr Euch gleich die Folgegeschichte downloaden. Das ist schon praktisch. 

Also, Euer Buchstabenspiel wünscht Euch einen schönen Lesesommer!

Lesen im Sommer

Hallo Ihr Lieben, ja, es ist Sommer und das ist natürlich auch Ferienzeit. Was macht Ihr in den Ferien? Klar, Euer Buchstabenspiel liest und zwar am liebsten draußen im Freien. Letzte Woche hat Euer Buchstabenspiel die Gelegenheit unter einem ganz besonderen Baum zu lesen.

Unter einem Baum zu lesen ist richtig toll, man kann die Blätter rauschen hören, wird von den Blättern auch vor der Sonne geschützt und mit etwas Glück könnt Ihr Vögel beobachten. Gut, das geht nicht beim Lesen. Zugegeben, das lenkt vom Lesen ab. Aber zurück zu meinem Baum. Hier ist ein Foto von einer Blüte und Blättern, die Blätter sind etwa 25 bis 30 Zentimeter groß, die Blüte war etwa 12 bis 15 Zentimeter. Die geöffneten Blüten sind noch größer. Der Baum selbst ist sehr hoch. 

Wie heißt der Baum? © D.S. Felix 2014
Wie heißt der Baum? © D.S. Felix 2014

Der Baum hat geblüht. Deshalb hier meine Fragen: Kennt Ihr diesen Baum? Wie heißt er? Schreibt Eurem Buchstabenspiel! 

Dabei fällt mir ein, wenn Ihr Hilfe bei der Bestimmung von Bäumen benötigt, im Museum auf der Burg Guttenberg könnt Ihr eine Holzbibliothek bewundern. Sie wird auch in „David und das Leben auf der Burg Guttenberg“ beschrieben. Dieses Buch ist eines der zweisprachigen Wendebücher aus dem Friedrich-Maerker-Verlag. Also, meldet Euch bei Eurem Buchstabenspiel. Nächste Woche soll der Name genannt werden! Viele Grüße und viel Spaß beim Lesen! wünscht Euch Euer Buchstabenspiel

Lesen trotz Fußballweltmeisterschaft

Hallo Ihr Lieben, es ist schon erstaunlich, da findet in Brasilien die Fußballweltmeisterschaft statt und Deutschland hat das erste Spiel gegen Portugal gewonnen. Das ist ein toller Auftakt. 

Wisst Ihr eigentlich, welche Sprache in Brasilien gesprochen wird? Ja, richtig Portugiesisch. Die Sprache wird auch in Portugal gesprochen. Portugal ist das Land, gegen dessen Mannschaft die deutsche Mannschaft gestern gewonnen hat. Sprecht Ihr Portugiesisch? Euer Buchstabenspiel kann Portugiesisch lesen und verstehen, aber richtig gut leider nicht. Es ist eine Romanische Sprache und gehört zur gleichen Sprachfamilie wie Latein, Italienisch, Französisch, Spanisch, Rumänisch und eben auch Portugiesisch. Es ist schon erstaunlich, wie Sprachen verwandt sein können. In Deutschland lernen viele Kinder als erste Fremdsprache Englisch oder Französisch beispielsweise, aber Portugiesisch lernen sicher die wenigsten. 

Lest Ihr schon Bücher oder Zeitschriften in Fremdsprachen? Euer Buchstabenspiel versucht in allen Sprachen zu lesen. Das ist nicht immer einfach, weil es klar einfacher ist in den Sprachen zu lesen, die man richtig gut kann. Aber das schöne daran in fremden Sprachen zu lesen ist, dass man dabei merkt, es geht. Es ist wie mit dem Lesen selbst: wer zu lesen anfängt, tut sich schwer, doch wer liest, wird bald besser lesen und mit der Zeit und der Übung wird es immer einfacher. Genauso ist es mit den Fremdsprachen, wer anfängt eine Sprache zu lernen, hat am Anfang wenig Möglichkeiten sich auszudrücken, doch schon bald wird es besser und nach und nach wird es immer mehr und besser.

Lesen macht Spaß und lesen in der Fremdsprache ist richtig toll! Wer das kann, kann nicht nur mehr verstehen, sondern weiß mehr, kann Geheimnisse entdecken und versteht die Fußballfans der Gegnermannschaft. Viel Spaß mit der Fußballweltmeisterschaft! Euer Buchstabenspiel

Lesen ist lernen, ist leben… (1)

Eine der schwierigsten Aufgaben heutiger Zeit ist es für Eltern und Lehrern ihren Kindern oder Schülern das Lesen näher zu bringen und diese für das Lesen zu begeistern. Eltern und Lehrern ist klar, dass ohne Lesen kaum Bildung möglich ist. Aber es geht noch weiter, den Nicht-Lesern bleibt viel mehr als nur Wissen und tolle Bücher vorenthalten, vielmehr fehlt ihnen eine der wichtigsten Kulturfähigkeiten, die Europa und uns zu dem gemacht haben, was wir sind. Aus diesem Grund wird es in der folgenden Zeit Hinweise zur Leseförderung geben. Hier nun der erste Teil:

Wie kann man Kinder und Jugendliche für das Lesen begeistern?

Ein wichtiger Aspekt ist die Freude, die Lesen bereiten kann, diese zu vermitteln ist schwer. Es ist eine Sache die nötigen Texte für die Schule und den Unterricht zu lesen, aber es ist etwas ganz anderes ein Leser zu sein. Letzteres erfordert die Freude am Lesen und die zu vermitteln ist sehr schwer.

Es gibt zahlreiche Untersuchungen, die belegen, dass die Haltung zum Lesen bei Schülern mit zunehmendem Alter abnimmt. In anderen Worten, wer als junger Leser das Lesen nicht genießt, wird als älterer Schüler sicher nicht lesen. Das hat schwerwiegende Folgen.

Also, was tun? Das Elternhaus ist wie so oft entscheidend. Eltern müssen sich der Tatsache bewusst sein, dass sie eine wichtige Vorbildfunktion bei der Entwicklung ihres Kindes haben. Wer Zuhause niemanden lesen sieht, wird selbst auch weniger lesen. Wie können Lehrer diesen Teufelskreis durchbrechen?

Mit Zeit und Engagement können Lehrer helfen. Ein Beispiel sind Lesewettbewerbe. Lesewettbewerbe können sehr unterschiedlich aussehen und beispielsweise als Projekte immer wieder in den Unterricht integriert werden. Schüler können beispielsweise eine Reihe von Büchern vorgeschlagen bekommen und dann ein Buch aus verschiedenen Genres wählen. Auch Wettbewerbe nach dem Motto 12 bevor du zwölf Jahre bist. Am Ende gibt es einen kleinen Preis. Auch die Aufgabe während den Ferien zu lesen kann Leselust auslösen, man hat eine Aufgabe. Buchvorstellungen bieten auch viele Möglichkeiten.

Spaß bereitet vielen Schülern auch Bilder zu machen von den seltsamsten, schönsten oder außergewöhnlichsten Orten, an denen sie selbst schon gelesen haben. Die Bilder können Fotos sein, aber auch Zeichnungen. Die Bilder können im Klassenraum oder der Schulbibliothek ausgestellt werden.

Wichtig ist natürlich auch der Austausch über die gelesenen Bücher. Damit werden die Schüler zu kritischen Lesen angeregt. Lesetagebücher helfen das Gelesene einzuordnen und zu erinnern. Aber es gibt auch die Möglichkeit des Perspektivwechsels. Wenn beispielsweise ein Lehrer vorschlägt, jemanden zu unterstützen, indem dessen Text gelesen wird, dann ist das ein guter Grund den Text zu lesen. Oder wenn Schüler Texte anderer Schüler lesen und diese dann im Anschluss erläutern sollen, dann gibt es den Schülern Einblicke in den Sinn des Lesens.

Also, im folgenden Artikel wird es um die Möglichkeiten zu entkommen gehen.